Nasenarbeit / Fährte & Co /Praxisarbeit

  • VERLEITUNG trainieren oder nicht?


    Diese Frage ist ja unter Fährtenleuten recht umstritten, auf unserer heutigen Trainingsfährte, Wiese mit Puderzuckerschnee, fand ich beim legen neben (ca, 50cm) meinen Tritten eine ältere Fußspur, wohl von einem Spaziergänger heute früh oder gar gestern Abend, da hat es leicht zum Schneien angefangen bei uns.

    Nachdem Hera die ersten 400 Schritte mit 5 GS und mehreren 90° Winkeln schön gesucht und verwiesen hatte ist sie an der schmalsten Stelle zur anderen Fußspur, die auch noch im Verlauf einer Schlepperspur war, rübergeswitcht und dieser weiter, schön die Nase unten, gefolgt,

    Ich hab das dann nach so 30m abgebrochen, sie zurückgeführt an den Punkt des "Maleurs" und nach erneutem Ansetzen dort hatte sie gleich die richtige Fährte und die dann bis zum Schluss gemeistert.

    Hab dann angenommen, nicht gesehen, denn irgendwohin muss der Spaziergänger ja gegangen sein, dass ich wohl bereits im 1 Schenkel mit meinem Fährtenverlauf über diese Fußspur gelaufen bin, ohne dass der Hund dort irritiert war.

    Verleitungen sind ja bei einer Prüfung jünger als die Fährte aber macht das jetzt einen Unterschied, mein Hund ist einer Spur gefolgt die nicht der Fährtenverlauf war.

    Muß jetzt mal mit einer Prüfungskonformen Verleitung testen was Sache ist.


    Eure Erfahrungen? Leider fehlt @Filler jetzt hier!

  • Ich über Verleitungen. Manchen meinen, braucht man nicht, aber ich übe sie.

    Hast du denn gemerkt, dass sie falsch weitergesucht hat? Dann hätte ich sie deutlich eher von der falschen Spur genommen.

    Ganz am Anfangt, als wir die ersten Verleitungen gelegt haben, habe ich in mehrere Fußtritte Futter gelegt, später dann erst deutlich hinter der Verleitung .


    Habe ich gemerkt, dass Crazy die Verleitung nehmen wollte, habe ich sie nach ein bis zwei Hundelängen geblockt und "Ähäh" gesagt, deutliches Lob, wenn sie dann auf der richtigen Fährte weiter suchte.


    Wir hatten am Wochenende die letzte Prüfung in diesem Jahr, die Nikolausprüfung, eine IGP FH. Da es geschneit hatte, gab es beide Tage Schneefährten. Gestern schneiten auch die GS ein. Mir schwante schlimmes ...

    Obwohl ich es vorher provoziert hatte, passierte es auch in der Prüfung am ersten GS.... Crazy schoss ihn durch die Luft. Mein eher lautes Platz-Kommando nahm sie aber sofort an und der Rest war dann i. O., 94 Punkte. Heute hat sie alle GS korrekt verwiesen, war aber vor allem auf dem ersten Schenkel sehr unkonzentriert, guckte in der Gegend rum. Später dann deutliches und langes Entlasten nach den Winkel, was sie so im Training auch nie zeigt. Es blieben 96 Punkte.


    Im Großen und Ganzen war ich sehr zufrieden, aber wenn jemand eine Idee hat, wie ich die Konzentration auf der Fährte verbessern kann, immer her damit :)

  • Ich denke ich würde Verleitungen auch trainieren, aber nicht übermäßig... nicht, dass man ein Problem schafft, wo ursprünglich eigentlich garkeines war .... bloß weil man so fixiert drauf ist. :/


    Cinja ich gratuliere dir auch hier nochmal ganz herzlich zu diesen Bomben Punkten.
    Allzu schlimm kann das entlasten und "herumgucken" am ersten Schenkel aber nicht gewesen sein, bei 96 Punkten... Oder war es ein großzügiger Richter? :/

  • Ich finde, es wurde fair und korrekt gerichtet. Crazy war wirklich zum Teil sehr unkonzentriert, die Fährte war wohl zu einfach 😂 Aber bei Schnee kann mal halt noch so leicht auftreten, es ist schon eine Sichtfährte gewesen. Das schwierigste waren gestern die zugeschneiten GS.

  • Immer wieder schön, interessant und lehrreich, was ihr hier so schreibt, in diesem Fall Schafring und Cinja . Danke fürs teilen!


    Herzlichen Glückwunsch, Cinja für die erreichen Punkte!


    In meiner Unwissenheit würde ich Verleitungen genauso behandeln wie andere "Fehlspuren", Kaninchenfährten oder so. Ich würde den Hund sobald wie möglich, nachdem er die Verleitung lokalisiert hat, darauf hinweisen, dass dies nicht die korrekte Fährte ist. Ich kann mir (wie gesagt aus Unwissenheit) nicht erklären, dass es Sinn macht, den Hund eine Verleitung verfolgen zu lassen. Bitte erklärt mir hierzu warum ihr das evtl machen würdet oder wie die Argumentation anderer HF ist, das zu tun. :/

  • Ich habe mit Bombus schon zwei, drei Fährten gemacht. Allerdings fällt mir das Anlegen der Fährte schwerer als dem Hund das Folgen. Hatte kleine Bambusstecken als Markierung, wo eine Richtungsänderung sein sollte, aber erstens kommt mir das nicht optimal vor und zweitens ist der Boden gerade viel zu hart zum Stecken.


    Wie organisiert Ihr das Treten und Anlegen der Fährte?

  • Such mal in YT nach .

    , Fährtentraning von Ute Fallscheer, bin zu doof zum Verlinken.

    Da wird sehr schön in mehreren Folgen, angefangen mit dem Suchfeld, erklärt wie du vorgehen kannst.

    Noch besser wäre natürlich die ersten Schritte unter Anleitung eines Fährtensportlers zu machen.


    Ansonsten gibt es in unserer OG am 12.-13.3. ein Fährtenseminar, aber du wohnst ja mittlerweile viel zu weit weg?

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  • Das ist in Mittelfranken im Lkr. Ansbach. Den Referenten hab ich den Namen vergessen, ich frag nach und teils euch mit,

    Der Referent ist der Martin Rodzoch, dürfte einigen bekannt sein mit seinen Cocker-Spanieln.

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  • @Asmi warum kannst du den Hund nicht direkt mitnehmen?


    Ich fahre immer mit den Hunden ins Gelände, lege 2 Fährten (20 Minuten).


    Dann gehe ich mit dem Hund dessen Fährte ich zuerst gelegt habe 20 Minuten Gassi, und dann gehen wir suchen (dann lag die Fährte ca. Ne halbe Stunde).


    Danach gehe ich mit dem zweiten kurz Gassi und ebenfalls direkt im Anschluss suchen.