Traumatisiert durch Hundezone?

  • Cuki, es kommt auch immer auf den Hund an. Mit dem einen Hund kannst du problemlos auf eine Hundewiese gehen, weil du weißt, dass von diesem absolut keine Gefahr ausgeht. Bei einem anderen gleicht es einem Kamikaze-Unternehmen und du bist nachher klatschnass geschwitzt. Nicht, weil er vielleicht schlechter gehorcht, sondern weil er ein ganz anderer Typ Hund ist. Man kann das sicher bis zu einem gewissen Grad üben. Aber entspannt wird das wahrscheinlich nie.

    Würde ich mit Lotte über eine Hundewiese gehen, würde ich mir 0 Gedanken machen. Lotte droht höchstens, sucht aber nie die wirkliche Konfrontation. Und reagiert auf Ansagen sehr gut.

    Ludwig: Da müsste ich deutlich vorrausschauender laufen. Kommen Rüden sehr bestimmt auf ihn zu? Provozieren andere Hunde? Muss ich Dominieren unterbinden, ist es schon kein entspannter Spaziergang mehr.

    Ludwig UND Lotte: Na klar, wenn wir dann die Wiese für uns haben! :D

    Nee, im Ernst, ein Rudel auf Hundegruppen loszulassen, das tu ich mir nicht an. Da entwickelt sich eventuell zu schnell eine Dynamik, die ich nicht mehr lenken kann.

  • Also Hundewiesen (wir fahren nur zu 2 bestimmten. Mehr gibt es hier auch nicht) wie ich schon sagte, machen Elli anscheinend Spaß. Mir und meiner Familie auch, weil man viel sieht und es auch immer eine schöne Zeit ist. Aber nur stumpf im Kreislaufen ist es dann auch nicht. Verschiedene Sachen baue ich immer mit ein. Vor allem Rückruf. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie weiß bei mir ist sie immer sicher. Das bedeutet Situationen die ihr komisch sind oder mir komisch vorkommen kommt bzw. rufe ich sie. Und niemals gibt jemand anderes ein Kommando, wenn ich dabei bin. Am Anfang haben wir aus meiner Sicht dabei einen Fehler gemacht. So klappt alles viel entspannter.


    Und vertraut euren Hunden :)

  • Ich weiß nicht, letztens läuft es super gut bei mir und Gin.

    Auch was das Soziale anbelangt. Habe aber ein Paar Fragen:

    Da ich im Winter und jetzt im Früher die Hundekontakte minimiert habe auch auf Wiesen auf die wirklich ausgewählte Hunde, orientiert sich auf Hundewiesen / oder Wiesen Gin sehr stark an mich und nicht an andere Wauzis. Was ich super finde.

    Heute auf unserer Wiese war ein Rudel von 6 Hunden. Gemischt. 4 Hündinnnen und 2 Rüden. Die 2 Rüden habe ich nicht als solche erkannt und ich habe Gin losgelassen, quasi Frei gegeben.

    Gin hat sich in das Rudel super intergriert und auch mit den Rüden ( es waren kleinere, ältere ruhigere Hunde ) ok verstanden: ignoriert.

    Er ist dann mit den Hunden. Ist zwar auch zu mir gelaufen, aber halt mit den Hunden. Als er bei ersten Mal nach Leine loslassen und kein Kommando "Fuß" von mir kam, ist er zu den Hunden ( die er zuerst na der Leine beschnupperte ) hin.

    Die Frage jetzt: wenn ich es öfters so mache: verlernt der Gin nicht sich an mich zu orientieren? Ich möchte echt nicht das er bei Anblick von anderen Hunden die nicht weit sind mir wieder von allein auszischt wie Mal das war.

    Oder mache ich mir zu viel Kopf? Oder wie kann ich entgegensteuern ihm aber es dann erlauben bzw üben das es trotzdem die ausdrückliche Freigabe von mir kommen muss?

  • Ich denke schon, dass du dir zuviel Kopf machst. Ich würde das mit den ausgesuchten Kontakten erstmal beibehalten. Und wenn er rennen darf, immer mal wieder ranrufen, damit er nicht vergisst, dass du ja das Sagen hast. Also immer weiter in Übung bleiben.

  • Ich sehe es wie Lolu. Einfach am Ball bleiben! Ihr macht doch viel gemeinsam, er weiss, bei Dir is was los. Du lässt ihn ja nich planlos irgendwohin düsen, sondern gibst ihn sortiert frei.

    Wir waren gestern mit Askjas Freundin unterwegs (eine rumänische Straßenhündin, die immer Kontakt zu anderen Hunden sucht). Wir kamen an eine Wiese, auf der mehrere Hunde spielten. Die Hündin gleich hin, Aslja guckt mich an und ich sage "ja, geh mal gucken". Sie hin, Lage gepeilt, wieder zu mir, wieder hin; locker gespielt, wieder zu mir.

  • Also auf Hundewiesen gehen wir nicht.Und wenn ich dort Spazieren gehe dann nicht damit Koda mit anderen Hunden spielt, sondern weil mir die Gegend gefällt.Hunde Kontakte gibt es nur noch ausgewählte.Was ich in letzter Zeit an "Hundezusammenführungen" gesehen habe ko*z* mich wirklich an?Und wenn die sich nicht verstehen dann ist der eine Hund einfach zu dominant ?

    Zu so Sachen habe ich mich auch immer leiten lassen als ich noch keine Ahnung hatte.

    Tu ich meinem Hund nicht mehr an.

    Und wenn wir Hunde treffen die wir kennen dann lass ich Koda auch immer laufen aber der rennt nicht hin, der bleibt jede paar Meter stehn und guckt zu mir, da kann ich tausend mal das auflöse Kommando geben der rennt erst, wenn ich hinterher komme.Wenn ich also keinen Kontakt möchte gehen ich nochmal ein paar Meter in die ander Richtung, er kommt ich leine ihn an und wir gehen vorbei.Mit dieser Methode komm ich gut klar.

  • Mal davon abgesehen das es bei uns keine wirklichen offiziellen Hundewiesen gibt, meide ich Treffpunkte wo sich viele Hunde zusammen treffen und große Gruppen rumlaufen.


    Dogmeat hat seine festen Spielpartner da treffen wir uns ab und an in der Woche und gut ist.


    Wenn wir unterm Gassi mal einen treffen darf er auch ab und zu mal hin aber so in einer riesen Gruppe einfach vor sich hinrennen lassen nein Danke.

  • Wir haben in unserer Gegend einen sehr großen und netten Hundeauslauf.
    Dort rennt jeder ohne Leine und die Hunde sind stets freundlich, schlimmsten falls reserviert und gehen ihre Wege.
    Ob das jetzt Glücksache oder eben mein Hund ist, der nie Probleme macht / darin verwickelt ist, weiß ich nicht.


    Man muss jedoch sagen, mein Rüde ich absolut kein Spieler - der hat in seinem leben mit 3 Hunden gespielt und das ist vielleicht auch gut so ..
    Manchmal denke ich, durchs "Spielen" mit fremden Hunden eskaliert es des Öfteren. Da baut sich innerhalb des Spielens eine Bindung oder ein Verhältnis auf und in dieser Konstellation stellt sich dann nach einiger Zeit die Frage, wer "Ranghöher" ist oder sein will.


    Ich habe nichts gegen große Hundegruppen - finde es höchst interessant zu sehen, wenn 15 Hunde auf einen zukommen und den Neuankömmling begrüßen. Da muss ein Hund eben auch das Selbstbewusstsein haben, dass nichts passieren kann oder wird, wenn er sich einfach nur richtig verhält.

  • Wir haben in unserer Gegend einen sehr großen und netten Hundeauslauf.
    Dort rennt jeder ohne Leine und die Hunde sind stets freundlich, schlimmsten falls reserviert und gehen ihre Wege.


    Bei uns im Hundewald ist es genau so. Ab und zu entwickelt sich auch mal ein Spiel und wenn das Spiel zu grob wird, rufe ich meinen Hund zurück.





    Ob das jetzt Glücksache oder eben mein Hund ist, der nie Probleme macht / darin verwickelt ist, weiß ich nicht.


    Bei euch mag es Glücksache sein, bei anderen ist es harte Arbeit gewesen, dass sich der Hund so neutral verhält.


    Ängstliche bzw. aggessive bzw. nicht sozialisierte Hunde haben in einem Hundewald, Hundezone , Hundeauslauf, Hundefreilauf, oder wie man es auch immer nennen mag, nichts zu suchen. Und ich kann die Leute nicht verstehen, daß sie ihre Hunde nicht dem entsprechend sozialisieren, daß man in einem Hundewald problemlos spazieren gehen kann.


    Ein Spaziergang im Hundewald bringt einfach nur spass, für meinen Hund und für mich.

  • Ängstliche bzw. aggessive bzw. nicht sozialisierte Hunde haben in einem Hundewald, Hundezone , Hundeauslauf, Hundefreilauf, oder wie man es auch immer nennen mag, nichts zu suchen. Und ich kann die Leute nicht verstehen, daß sie ihre Hunde nicht dem entsprechend sozialisieren, daß man in einem Hundewald problemlos spazieren gehen kann.



    Bin deiner Meinung! Andererseits - wie wollen nicht sozialisierte Hunde lernen "sozial" zu sein, wenn die nie richtigen Hundekontakt haben dürfen oder die Besitzer das nicht wollen/ sich nicht trauen?

  • So etwas kann man wunderbar in einem Hundeverein bzw. Hundeschule lernen. In der Welpenstunde, Junghundestunde und der Gruppenarbeit wird die Sozialisierung gegenüber anderen Hunden und Menschen geübt. Dort stehen einem auch kompetente Trainer bei.



    Natürlich kann man auch selber mit seinen angeleinten, nicht sozialisierten Hund im Hundewald üben. Wenn der Hund an der Leine ist, kann auch nicht viel passieren.


    Wenn mir im Hundewald jemand mit seinen angeleinten Hund begegnet, nehme ich meinen Hund auch immer ins Fuss. Vorsicht ist die Mutter der Natur.



    Mich hat auch schon jemand im Hundewald angesprochen, ob wir nicht gemeinsam mit den Hunden spazieren gehen könnten, da sie noch übt. Ihre Hunde waren aber auch nicht bissig.

  • Es soll Hundebesitzer geben die keinen Wert auf Hunde - und Menschenansammlungen legen. Genauso wie es das Gegenteil gibt.


    Ich zum Beispiel will beim Gassi meine Ruhe und ein Hundewald wäre für mich keine Freude sondern wohl eher Stress. Nicht wegen meinem Hund der ist eigentlich ganz ordentlich erzogen und sozialisiert und hätte wohl keine größeren Probleme dort :) (mal von Macho Verhalten unkastrierten Rüden gegenüber abgesehen. Aber ich kann ihn da gut kontrollieren mittlerweile)


    Aber ich als Mensch mag sowas gar nicht ich, schaue das er ausgewählte Hunde Kontakte hat den die braucht ein Hund einfach! Für mich ginge es auch komplett ohne andere 8o Mit fremden Hunden spielt er mittlerweile eh recht selten.


    Solange man seinen Hund und sich selbst Glücklich macht ist doch alles in Butter ob Hundewald/Wiese Fan oder nicht :thumbup:

  • Es soll Hundebesitzer geben die keinen Wert auf Hunde - und Menschenansammlungen legen. Genauso wie es das Gegenteil gibt.


    Das stimmt. Ich hab auch schon von Hundebesitzern gehört:


    - einen Stadtbummel braucht mein Hund nicht können


    - Kaufhausbesuche braucht mein Hund auch nicht können


    -durch eine Fußgängerzone ohne Leine gehen braucht mein Hund erst recht nicht können


    -Begegnungsverkehr mit anderen Hunden braucht mein Hund nicht können, weil wir einsame Feldwege gehen


    -usw.





    Solange man seinen Hund und sich selbst Glücklich macht ist doch alles in Butter ob Hundewald/Wiese Fan oder nicht


    Das stimmt allerdings auch.


    Aber was ist, wenn der Hund mal weg muß, egal ob aus beruflichen Gründen oder wegen Krankheit oder sogar Tod?


    Die neuen Besitzer würden vielleicht Wert auf Hunde- und Menschenansammlungen legen.


    Mein Hund muß alles können. Ich will, daß man sich im Fall der Fälle den neuen Besitzer meines Hundes aussuchen kann.

  • Für mich persönlich kann ich sagen wenn mein Hund mal weg sollen müsste was wohl nie vorkommen wird , eher geht die Welt unter habe ich meine Eltern, Geschwister, Freund und 2 gute Freundinnen die alle den Dogemeat mit Kusshand nehmen würden :)

    Egal ob er auf ne Hundewiese könnte oder nicht :P


    Natürlich hast du damit Recht das ein Hund einfach möglichst viel kennen sollte und auch mit vielen Situationen klar kommt ich meinte auch eher damit das man als Mensch teilweise weniger Wert auf sowas legt ;)

    Allerdings Sachen wie ohne Leine in der Fußgängerzone usw finde ich nicht gerade toll. Werde ich nie verstehen warum man gerade in der Stadt oder auch an Straßen seinen Hund nicht einfach anleint. Der Sinn erschließt sich mir einfach nicht.

    Egal wie gut ein Hund hört es ist und bleibt ein Tier und da gibt es einfach keine 100 % Garantie.


    Wie gesagt ich kann mit Dogmeat in die volle Stadt, ins Eiscafe, über ne Baustelle latschen durch Menschenmengen gehen usw juckt den alles nicht weil er es gelernt hat und kennt und trotzdem lege ich keinen Wert darauf oft unter vielen Menschen und Hunden zu sein :)