Prinzipiell ist das Zusammenleben von zwei Rüden einfacher als das von zwei Hündinnen. Bei Hündinnen kann es sehr viel ernsthafter untereinander krachen als zwischen Rüden. Was ein Zusammenleben stark vereinfacht, bei beiden Geschlechtern, ist wenn die Hunde sich mental stark voneinander unterscheiden. Z.B. zwei zur Dominanz neigende Hündinnen, die beide die Ressourcen ihres Umfeldes für sich beanspruchen und auch noch ähnlich alt sind, werden eher ernsthaften Krach miteinander bekommen als wenn eine von ihnen eher devot veranlagt ist, die Führung der anderen Hündin von vorne herein nie anzweifelt und "immer brav das macht was die andere ihr sagt".
Von daher ist es gar nicht so verkehrt über eine andere Rasse nachzudenken, wenn ein Zweithund einziehen soll. Es gibt ja Rassen bei denen die Hunde prinzipiell weniger Durchsetzungsvermögen in Bezug auf die Beanspruchung von Ressourcen zeigen als der durchschnittliche Leistungs-DSH. Den Hovawart allerdings sehe ich in diesem Zusammenhang aber eher kritisch. Nicht in Bezug darauf wie sich die Hunde untereinander verstehen würden. Aber ein Hovawartrüde ist sehr umsichtig zu führen. Nicht selten sind sie relativ misstrauisch Fremden gegenüber, auch Kindern. Und da der DSH sich schnell von anderen Hunden Verhalten abguckt würde ich mir diesen Wesenszug bei einem Hund, der mit meinem DSH zusammen lebt, nicht wünschen. Ich kenne einige tolle Hovawarte. Aber allesamt in Händen von Leuten, die sich mit der Rasse wirklich gut auskennen, die die Hunde sehr gut sozialisieren und ausbilden und entsprechend umsichtig führen. Ich habe aber auch schon relativ viele Fälle kennen gelernt, in denen es gründlich schief gegangen ist mit Hovawarten (allesamt mit Rüden), und die Hunde deswegen nach ihrem Erwachsenwerden im Alter von 3 bis 4 Jahren abgegeben werden mussten bzw. in einigen Fällen auch eingeschläfert worden sind.
Was für Papiere hat Gaius eigentlich? Weil Du geschrieben hast dass er keine SV-Papiere hat.