Schnappen beim spielen und in Hände/Arme beissen

  • Hallo,

    wie lange haben eure schäfis gebraucht um zu verstehen, dass schnappen und auf händen rumbeissen nicht in ordnung ist?

    Lexy ist jetzt 7 monate und seit 2 monaten bei uns.

    Andere Sachen lernt sie sooo schnell, aber hier kommen wir kaum vorwärts. Vor allem beim spielen in den ärmel schnappen wird jetzt mit der größe echt schmerzhaft :-(

    Vor allem weil sie meint nach der Ermahnung noch immer eins draufzusetzen und erst recht hochzudrehen - wobei sie sonst ehern eine ruhige ist.


    Jemand Tipps?



    Annett mit Lexy


    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

    • Hilfreich

    Meiner ist im selben Alter und genauso :rolleyes:


    1) Abbruchkommando aufbauen.
    2) ruhig im Moment agieren, in dem sie beginnt dir in die Arme zu beißen (wirst du hektisch , glaubt sie eventuell auch noch, es gehört zum Spielen dazu) & das Abbruchkommando verwenden
    3) Bestätigen mit einem Spielzeug oder Leckerlie


    Vorbeugen bzgl. in den Arm beißen:

    Mit dem Hund wird nicht gerangelt, gespielt, etc. OHNE Spielzeug.
    Der Hund muss wissen, spielen mit Frauchen/Herrchen geht nur über ein Spielzeug.
    Geht sie wieder auf den Arm -> Abbruchkommando. Wenn sie mal sehr intensiv zu beißt, dann kannst du generell das Spielen Abbrechen. Oder wenn du merkst, dass du nicht mehr ruhig sein kannst, lieber Abbrechen.

    Meiner bringt mich zeitweise so auf die Palme, der findet das auch noch lustig, wenn er ärger bekommt.
    Dann breche ich lieber ab, meine Ignoranz gibt ihm mehr zu denken als sonst was.

  • Hi,


    das kommt mir bekannt vor. Er schnappt zwar nicht so, dass es wehtut, sondern ist sehr vorsichtig, aber er macht es dennoch.


    Sehe es so: Der arme Kerl hat ja keine Hände. Also nimmt er sein Maul. Für uns ist das auch ok, solange er vorsichtig dabei ist. Das aber muss er lernen.

    Gaius macht es vor allem, wenn er sich sehr freut. Dann ist er entsprechend aufgeregt. Nutze ich dann das Kommando "tabu" kommt es sehr darauf an, wie ich das kommuniziere: Wichtig ist, dass ich dabei absolut ruhig bin. Bin ich das nicht und sage das Kommando, hört er zwar kurz auf, schaukelt sich aber insgesamt nur noch mehr hoch.


    Also, wenn ihr das gar nicht wollt, würde ich einfach sehr ruhig und absolut konsequent das Kommando nutzen. Und zwar nicht erst dann, wenn die Hand schon im Maul ist, sondern sowie abzusehen ist, dass er sie ins Maul nehmen wird. Und wenns sein muss 100 mal in Folge...

    Auch würde ich die Hand nie wegziehen, da das eher noch animierend wirkt.

    Wenn er es auch beim Streicheln machen sollte, nimm eine zweite Hand dazu und streichle ihn mit langen und ruhigen Bewegungen.


    Aber wichtig ist sicher vor allem auch, was Cuki ja schon erfragt hatte, also um welche Art von "Knabbern" es sich handelt.


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Die phase hatten unsere auch alle, der eine mehr der andere weniger.


    am besten hat immer gewirkt, das man wenn Hand/Arm dazwischen war laut aua zu rufen.

    Alex mit

    Dina 08.03.2017 & Basko 27.07.2019

    :love:

    <3Aiko 2008-2019, Kimba 2005-2017, Kira 2000-2005, Irko 1996-2007,Varko 1994-1996, Aki 1985-1994, , Hasso II &Hasso I 1971-1986<3


  • Und wenn es auch nur ein wenig weh tut: Auuuuuah! Rufen, gerne auch mit jaulendem Unterton, so wie es der Hund bei Schmerzen auch machen würde.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • danke für eure rückmeldungen


    unsere reaktionen bisher:

    aua in jeglicher form und tonlage - reicht nicht

    in kombination mit wegdrehen - ist dann davon abhängig wie ernst das aua von ihr wahrgenommen wurde, ansonsten zwickt sie dann halt in rücken, po oder beine, was halt grad in der nähe ist (die anfängliche gesichts-oder ohrenbeisserei macht sie mitlerweile nicht mehr, das haben wir schon vermitteln können)

    hilft das auch nicht und sie dreht dann hoch, schick ich sie weg bzw. verlasse ich den raum


    draussen bevorzugt im garten ist es eigentlich am schlimmsten, da muss das spiel noch nicht mal angefangen haben, sie rennt halt rum und wenn sie an uns vorbeirennt schnappt sie nach dem ärmel, gern auch in verbindung mit einem sprung , dazu eben spielaufforderung und kreisrennen

    mit spielzeug kommt es weniger vor, aber auch da wird ganz gern mal in den ärmel gebissen wenn ich es nicht schnell genug rausrücke


    ich vermute einerseits konnten wir noch nicht vermitteln, das schnappen kein teil des spiels mit uns ist und andererseits ist es glaub ich auch frust das wir das nicht so tun wie sie will ... so in der art wie kleine kinder mit dem fuss aufstampfen und "ich will aber" schreien, zumindest fühlt es sich manchmal so an (ich weiss das ist stark vermenschlicht, weiss aber nicht wie ich es besser beschreiben kann)

    Annett mit Lexy


    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

  • dann zwick sie doch dann mal.

    vielleicht läßt sie es dann

    Alex mit

    Dina 08.03.2017 & Basko 27.07.2019

    :love:

    <3Aiko 2008-2019, Kimba 2005-2017, Kira 2000-2005, Irko 1996-2007,Varko 1994-1996, Aki 1985-1994, , Hasso II &Hasso I 1971-1986<3


  • Klingt so als sei die Beißhemmung nicht entwickelt.


    Aus der Ferne folgender Tipp. Nächste mal packst du sie am Hals, legst sie auf den Boden (Hand bleibt am Hals) dann deutlich "Nein". Im Kopf 21, 22, 23. Jetzt die Hand lösen. Jetzt sollte sie ruhig liegen bleiben. Eine kurze Zeit vergehen lassen und sie etwas machen lassen das sie kann. Jetzt loben, damit sie den Unterschied lernt und nie eine Situation im negativen auflösen.


    Wenn du dir unsicher bist einen Trainer hinzuziehen bzw. vielleicht gibt es eine gute Hundeschule in deiner Nähe.

    Egal wie wenig Geld und Besitz du hast,
    einen Hund zu haben,
    macht dich reich.

    Louis Sabin

  • dann zwick sie doch dann mal.

    vielleicht läßt sie es dann

    davon ist sie relativ unbeeindruckt - sie hat eine extrem hohe schmerzgrenze, das ist uns schon aufgefallen, das sie was das angeht sehr hart im nehmen ist

    zudem puscht sie das noch mehr hoch und bringt sie nur dazu noch rabiater zu sein

    Annett mit Lexy


    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

  • Klingt so als sei die Beißhemmung nicht entwickelt.


    Aus der Ferne folgender Tipp. Nächste mal packst du sie am Hals, legst sie auf den Boden (Hand bleibt am Hals) dann deutlich "Nein". Im Kopf 21, 22, 23. Jetzt die Hand lösen. Jetzt sollte sie ruhig liegen bleiben. Eine kurze Zeit vergehen lassen und sie etwas machen lassen das sie kann. Jetzt loben, damit sie den Unterschied lernt und nie eine Situation im negativen auflösen.


    Wenn du dir unsicher bist einen Trainer hinzuziehen bzw. vielleicht gibt es eine gute Hundeschule in deiner Nähe.


    mh, das würden wir uns für situationen aufheben wo es anders nicht mehr geht, ich hab kein problem damit, das wäre für mich aber die letzte stufe der eskalation


    bisher hatten wir nur hunde bei denen hat das mit den üblichen tipps funktioniert, bei ihr nicht


    durch die antworten hier im strang hab ich aber direkt mal genauer auf meine/unsere reaktion geachtet und lupus tipp war gold wert , danke dafür :thumbup:


    unsere emotion ist scheinbar der schlüssel, denn wenn ich in ruhigem normalen ton sage sie soll nicht beissen oder das lassen, dann geht das viel einfacher, als wenn ich "aufgeregt bzw. verärgert" "nein" in jedweder tonlage quitsche, schreie oder wie auch immer

    ich werde das mit der ruhigen art mal genauer beobachten und schauen wie das weiter funktioniert


    beispiel gestern wie es schon gut geklappt hat, sie zwickt meinen mann in die hand, der entrüstet "nein lass dass" sie daraufhin einen hüpfer gemacht mit der pfote hinterhergeschlagen und spielpopo hoch

    ich dann ganz ruhig "lexy nein" und "komm her" und prompt kommt sie ganz locker zu mir und setzt sich neben mich :-)

    Annett mit Lexy


    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

  • Hi,


    das freut:) Würde dann einfach dran bleiben, und immer wieder ruhig das Kommando geben. Denn vielleicht hat er es sich auch schon angewöhnt und muss es sich wieder abgewöhnen, was etwas dauern kann. Konsequent bleiben! Und vielleicht es so machen, dass ihr beide auf die gleiche Weise reagiert, damit er schneller lernt, was Sache ist.


    Denke, nach dem, was Du im letzten Absatz beschreibst, dass es auch einfach eine Form der Kommunikation von Aufregung und Freude ist - dann wäre klar, dass Eskalation eher kontraproduktiv ist.


    Das wird:)


    Edit: Das, was Du so beschreibst, klingt übrigens sehr nach Gaius! Wären bestimmt ein schönes Paar die beiden:)


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Das letzte, was Du schreibst, ist doch schon ein Erfolg. Die Hündin meint es sicher nicht böse,weil die

    Hunde sich im Spiel ja auch Spielbisse zufügen. Nur für die menschliche Haut geht das natürlich

    nicht und sie muß lernen, die Impulse zu kontrollieren.

    Leider habe ich keine Erfahrung mit Hunden in dem Alter, Basko kam erst mit 11 Monaten zu uns.

    Da müßt Ihr jetzt ganz stark dran bleiben.

  • Roopa hat dies natürlich auch gemacht !

    es gab dann das Wort "nicht beissen" welches er noch heute kennt

    und ein kleiner Trick: wenn meine Hand in der Schnauze war, dann irgendwie die Lefze zwischen die Zähne bringen und "nicht beissen"

    es tut dann weh und er lässt es sein

    aber insgesamt war es eine Übergangs-Phase

  • Wir hatten nun ja auch schon so einige Würfe mit unseren Hunden.

    Wenn ein Welpe seine Mutter zu sehr zwickte, ließ die Mutter ein lautes Donnerwetter los und ich dachte schon: „Jetzt bringt sie ihren Welpen um“.

    Aber nein, der Welpe lebte hinter her noch und wollte wieder mit seiner Mutter spielen, nur er war dann sehr viel vorsichtiger beim spielen.

    Auch bei den Welpen habe ich beobachtet, daß ein Welpe sehr böse wurde gegenüber einem seiner Geschwister, wenn er zu sehr von ihm gezwickt wurde. Nach der Maßregelung spielten die Welpen dann gemäßigt weiter.


    Wir sollten uns viel mehr von den Hunden abschauen und diese ganze Wattebauschwerferei nicht übertreiben.

    VG
    Klaus und die Bea

  • ich oute mich mal...

    Argos hatte auch so seine Probleme mit der Beißhemmung.

    Irgendwann hat es mal gepasst das er grade wieder zu ruppig wurde und ich habe ausgeholt und ihm eine Ohrfeige verpasst.

    Die war auch nicht zärtlich und gleichzeitig habe ich kurz und heftig geschimpft.

    Seit dem Tag habe ich kein einziges mal mehr geblutet.... er ist viel vorsichtiger geworden 👍

  • Hi,


    wir sind aber nicht die Mutter oder Geschwister, können niemals zu präzise und authentisch (emotional) wie diese reagieren. Daher wäre mir da die Gefahr, was falsch zu machen, zu groß.

    Zudem bin ich mir gar nicht so sicher, ob wir da die richtigen Methoden übernehmen: ZB drücken Hunde sich doch nicht gegenseitig auf den Rücken. Das kenne ich nur als Signal desjenigen, der sich selbst so positioniert, aber nicht andersrum.


    Das heißt nicht, dass man nicht auch mal sauer werden darf. Wenn man das wirklich ist und den Hund das mal spüren lässt, ist das eben so. Aber als Methode würde ich davon abraten!


    Muss aber jeder selbst wissen, wie er mit sowas umgeht:)


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Zudem bin ich mir gar nicht so sicher, ob wir da die richtigen Methoden übernehmen: ZB drücken Hunde sich doch nicht gegenseitig auf den Rücken. Das kenne ich nur als Signal desjenigen, der sich selbst so positioniert, aber nicht andersrum.

    Unsere Hündin hat ihren Welpen in den Nacken geschnappt, auf den Boden gedrückt und ein sehr lautes Knurren gezeigt.

    Ein Mensch kann nicht laut knurren, aber er kann laut schreien und auf den Boden drücken kann er seinen Hund auch.

    VG
    Klaus und die Bea

  • naja drücken nicht aber unser rüde legt sich schon mal ganz gerne wenn die hunde respektlos sind diese aug den rücken und die dürfen sich dann auch erst wieder bewegen wenn er meint das es gut ist und da wird dann auch nochmal nach gehakt um es dem gegenüber deutlich zu machen. erst knurren und ansonsten auch mal gezielt gegen den hals.


    zum problem dieses beißen hatten wir ehrlich gesagt garnicht im gegenteil meine hündin darf auch mit meinen armen spielen und das von anfang an da sie vorsichtig genug ist. der rüde hats auch einmal versucht war aber zu grob der landet auf dem kreuz ubd dirfte sich auch nicht bewegen thema erledigt manchmal muss man auch klare ansagen gestalten.

    wenns aber so funktioniert ost es auch gut.

  • Wenn der Hund zwickt, kann man laut aua rufen und auch schimpfen, der Hund muß begreifen,

    daß das nicht passt. Ein Donnerwetter kann auch verbal sein, wir sind ja Menschen.

    Mit auf den Boden drücken und auf den Rücken werfen, oder im Nacken schütteln, das sind meines Erachtens Disziplinierungsmaßnahmen, die den Hunden vorbehalten sind.

    Lupus hat recht: zu schnell können wir da was falsch machen und das Vertrauen ist dahin.

    Wenn das der Fall ist, ist der Schaden größer als der Nutzen !