Starker Schutztrieb - was tun?

  • Quacks hat allerdings dazu noch starken Schutztrieb, was nicht immer einfach ist. Aber wenn man weiß, worauf man achten muss, ist das leicht zu wuppen.

    Auf was muss denn bitte bei einem starken Schutztrieb achten? Es interessiert mich, weil Harras wirklich sehr auf mich aufpasst.

  • ich bin nicht Knickohr und habe ja nur einen Angsthasen an der Leine, aber ich könnte mir vorstellen, dass man merkt wann der Hund eine Situation so einschätzt was Tun zu müssen und dieses Muster kann man lesen. Zumindest weis ich das bei meinem Angsthasen wann ich aufpassen muss, dass er nicht die Bedrohung angeht. Und dann würde ich mit einem Alternativverhalten versuchen zu arbeiten.

  • Ich nehme mal an das Knickohr einfach extrem auf die Körpersprache von Quacks achtet, ich handhabe das hier jedenfalls so

    Dogmeat hat einen starken Wach und Schutztrieb, gerade im Dunkeln und der Dämmerung.

    Allerdings ist er recht entspannt solange ich nicht abgelenkt bin und wenn ich sage es ist fertig dann ist fertig! Auch wenn er angespannt ist wie ein Flitzebogen
    Er würde zu gerne wie ein Rambo durch die Nacht laufen 8o


    Bin ich am Handy oder Telefoniere oder andersweitig abgelenkt dann sieht die Sache anders aus. Oder wenn ich stolpere, halt sobald er merkt Frauchen ist nicht mehr zu 100 % da fühlt er sich gleich zum Dienst gerufen ;)

    Und er merkt direkt wenn mir etwas unheimlich ist.


    Was ich ganz wichtig finde bei Hunde die gerne selbstständig Handeln wollen, ist der Gehorsam! Das nimmt sehr viel Druck raus wenn man den Hund auch in Situationen die eventuell "schwieriger" sind kontrollieren kann und auch muss

    Du kannst an der Körpersprache von Harras eigentlich alles erkennen wie es Stimmungsmässig aussieht und ob man je nach Situation extra vorsicht walten lassen muss.

    Wenn ich merke meiner baut sich auf weil uns zb ein Betrunkener entgegen kommt, nehme ich ihn kurz und je nachdem ob ich mich sicher fühle oder eher nicht untersage ich ihm knurren und dergleichen.

    Es gibt aber auch Situationen wo ich es zulasse das er knurrt und Show macht, nämlich dann wenn es mir gerade gelegen kommt bei gewissen Gruppierungen 8)


    Reagiert Harras allgemein bei so ziemlich jeder Situation oder nur wenn du nicht zu 100% bei der Sache bist? Ich kann nur sagen, auf die Körpersprache des Hundes achten, dann weiss man eigentlich direkt was
    Sache ist und wie man reagieren sollte

  • Was ich ganz wichtig finde bei Hunde die gerne selbstständig Handeln wollen, ist der Gehorsam! Das nimmt sehr viel Druck raus wenn man den Hund auch in Situationen die eventuell "schwieriger" sind kontrollieren kann und auch muss

    Genau, der Gehorsam ist sehr wichtig und mit dem Gehorsam kann man viele Situationen regeln.

    Bei einem guten Gehorsam ist man selber in jeder Situation total entspannt.

    Vor allem erhält der Hund bei einen guten Gehorsam viel mehr Freiheiten.

  • Da ich lange Zeit körperlich sehr angeschlagen war hat sich bei Harras wohl heraus kristallisiert, dass er auf mich achten muss. Gehorsam könnte evtl. noch besser sein, ich arbeiteh noch immer dran. Meinen Hund lesen kann ich soweit ganz gut. Dennoch gibt es immer wieder für mich unvorhergesehene Situationen, in denen Harras mir aufgrund seiner Sinne etwas voraus hat, es also vor mir wahrnimmt und reagiert noch bevor ich weiß was eigentlich los ist und selbst reagieren kann. Dann geht er für mich plötzlich und unerwartet nach vorne. Zum Glück habe ich wieder genug Kraft und kann ihn jetzt wieder halten.

    Auf Anraten meiner Trainerin habe ich jetzt einen Maulkorb bestellt, damit ich gelassener werden kann.

  • Ich finde das auch toll von dir. :thumbsup:

    So viel Umsichtigkeit zeigen die Nachbarn um die Ecke leider nicht. Und die wissen das ihr Hund andere schreddern will und schon einige verletzt hat.

    Alle haben hier Schiss, aber keiner hat den Arsch in der Hose etwas zu unternehmen.

    Ich habe das bisher entspannt gesehen. An mir kommt der nicht vorbei. ;)

    Nach einem weiteren Vorfall am Sonntag Abend habe ich sie aber angezeigt. Vielleicht hilft es, denn so etwas brauche ich nicht.

    Ist nur schade das manche Menschen einfach rücksichtslos und lernresistent unterwegs sind und letztendlich der Hund das ausbaden muss.


    LG Terrortöle

  • wir sind auch grade am Mauli auftrainieren... einfach um vorbereitet zu sein wenn wir mal mit Zug oder Bus fahre möchten. Und vielleicht beim TA wenn es mal ungemütlich wird.

    Ich ärgere mich, das ich es nicht gleich von Anfang an gemacht habe.

  • In welchen Situationen will er dich denn beschützen?

    In vielen Situationen, einige kann ich abschätzen (es kommt frontal ein auch noch schwarz gekleideter Mensch auf uns zu).

    Aber eben auch so etwas wie wir sind vor einer Straßenbiegung / Hausecke und es kommt uns jemand entgegen, den ich noch nicht wahrnehmen kann, da ich nicht um die Ecke

    gucken kann und meine Nase der von Harras eindeutig unterlegen ist. Dann schaltet Harras quasi unvermutet seinen Turbo zu und geht nach vorn.

  • Auf der einen Seite finde ich es angenehm bei Dunkelheit einen "Aufpasser" an meiner Seite zu haben, denn es läuft ja zwischenzeitlich so allerhand Gemüse durch die Gegend, wo man nie weiß, aber viel hört...


    Auf der anderen Seite muss Sam das auch noch lernen, dass er erst auf das Kommando "pass auf" reagieren soll. Das war bei einem meiner früheren DSH super, kam aber wahrscheinlich schon von der Ausbildung vom Schutzdienst her, weil da lernen sie halt wirklich viel in dieser Richtung.

    Das tut Sam leider noch nicht, er baut sich auch auf und es ist dann auch so, dass er so schon sehr abschreckend wirkt. Wenn ich übungsmäßig am nur leicht beleuchteten Bahnsteig gehe, dann gehen immer alle ganz brav zur Seite. Tagsüber macht er das allerdings (noch) nicht. Ich übe auch immer wieder so bei Einkaufsstätten an den Eingangstüren, dass er viele Leute beim Rein- und rausgehen sieht und da reagiert er überhaupt nicht (auf Menschen).

  • Da stimme ich Asnea zu. Genauso mache ich das auch bei Quacks. Wirklich immer drauf achten und kleinste Veränderungen wahrnehmen. Zum Glück ist er ein sehr antspannter Hund, eher wie ein Herdenschutzhund gestrickt:). Er bleibt plötzlich stehen, stellt sich quer, fixiert. Er steht auch super im Gehorsam, ich kann ihn sofort abrufen und er kommt zu mir geschossen:). Grausam ist es beim TA....er hasst es ja schon, wenn er nur angeschaut wird:S. Da geht nix ohne Maulkorb und den passenden TA^^. Besuch bei uns und Klingeln an der Tür ist halt ein Thema, wo es feste Regeln geben muss. Der würde sonst durchaus auch zuschnappen. Klingelt es, muss er auf seinen Platz. An der Tür hat er nichts zu suchen. Kommt jemand rein, bleibt er auf seinem Platz, kann den Besuch zwar sehen und beobachten, aber soll nicht hin. Leute, die er gut kennt, sind ok. Die darf er begrüssen und da legt er sich auch zu, die dürfen ihn auch streicheln.

    Lustig ist dann wohl immer seine Reaktion auf seine Schwester: sie liebt ja alle Menschen und will immer zu jedem hin und freut sich wie ne Frikadelle^^. Quacks schaut dann dermassen fassungslos zu ihr hin, als würde er denken: das kann nicht meine Schwester sein^^ was treibt die da bloß?^^ Peggy kommt halt voll nach ihrer Mama und Oma, Quacks total nach Papa und Opa:)

  • Zuhause und im Büro haben wir zum Glück keinerlei Probleme.


    Zuhause geht Harras beim Klingeln mittlerweile von selbst auf sein Kissen in der Küche. Wenn dann wirklich jemand ins Haus darf, sind

    das meistens sowieso nur Menschen, die er kennt und dann darf er nach Auflösekommando auch zur Begrüßung kommen.


    Im Büro möchte er am liebsten auch bei jedem Klingen mit zur Tür, und hier klingelt es öfters als zuhause. Aber auch da bleibt er

    dann im Vorraum liegen (manchmal mit so unterschwelligem Gemaule ^^). Das dann jemand tatsächlich ins Büro kommt ist eher

    selten. Und wenn, dann wird vorher abgeklärt, wie diese Person zu Hunden steht und nach Freigabe darf Harras entweder begrüßen

    (und vor allem Schnuppern) oder wenn es unser Steuerberater ist (der hat Angst vor Hunden), muss Harras eben in einen Raum

    mit Tür zum Schließen.

  • Quacks ist meinem wirklich sehr sehr ähnlich :)

    Das mit dem Klingeln und Besuch haben wir auch. Da muss ich sehr achtsam sein er würde durchaus auch zupacken bzw körperlich dagegen gehen, die Leute kontrollieren und Maßregeln.

    Er muss auf den Platz und dort bleiben , was gut klappt, oder ich gebe ihn je nachdem wer da ist gleich in ein anderes Zimmer . Nur bei Leuten die er wirklich gut kennt darf er sich frei bewegen ansonsten nicht.