Hundebox für das Auto

  • Schönen guten Abend, wir planen ja noch die Anschaffung unseres Schäferhundes. Da ich nicht weiß, ob das Thema hier schon einmal war, möchte ich meine Frage stellen:

    Welche Größe muss die Hundebox für das Auto haben, damit ein ausgewachsener Schäferhund dort drin bequem Platz findet? Ich habe jetzt schon etliche Internetseiten von Hundebox-Anbieter angesehen, aber immer noch nicht die richtige Antwort gefunden. Ich hoffe, Ihr könnt hier Auskunft geben.

    LG aus Duisburg

    Sabine

  • Grundsätzlich ( Egal welche Rasse) sagt man, dass der Hund in der Hundebox nicht zu viel Platz haben sollte. Im Falle eines Unfalles wird so nämlich ein rumschleudern des Hundes in der Box vermieden. Es kommt dann auch ganz aufs Auto an, wie viel Platz kann man bieten?


    Ich habe für die ersten paar Monate zugegebenermassen eine zu grosse Box gekauft ( Masse anbei im Bild)...Habe in der Box noch antirutschmatten platziert und darüber kommt eine Decke, damit der Hund nicht hin und her rutscht.


    Meine Kollegin hat für ihren Golden Retriever aber zum Beispiel eine viel kleinere Box, da ihr Kofferraum zwar sehr breit ist aber nicht lang.

  • Dimi27, da gehen die Meinungen wohl auseinander....die Maße Deiner Box ist für einen DSH Rüden eher das minimum, meine Ansicht.

    Kommt wohl auch darauf an wie lange der Hund in der Box verweilen soll.

  • Also in Deutschland gilt grundsätzlich mal die Tierschutztransportverordnung. In dieser findet sich in der Anlage 1 eine Tabelle, welche Größe ein (Transport-)Behältnis im Bezug auf die Widerristhöhe des Tieres haben muss, um tierschutzkonform zu sein.

    Diese Tabelle besagt, dass die (z.B.) Box bei einer mittleren Widerristhöhe bis zu 70 cm 130 cm lang, 75 cm breit, 95 cm hoch sein muss und pro Tier eine Fläche von 9750 Quadratzentimetern bieten muss.

    Sitzt der Hund in einer kleineren Box KÖNNTE man also theoretisch wegen einem Verstoß belangt werden. Allerdings ist mir persönlich kein Fall bekannt, wo das bei einem Hund tatsächlich kontrolliert oder gar durchgesetzt wurde.

  • Kimmo Deshalb schrieb ich ja auch explizit ( Ich habe für die ersten PAAR MONATE)...Da ich mir im Verlaufe des nächsten Jahres einen Minivan leisten werde, werde ich dann direkt Gitter einbauen lassen im Front sowie Heckbereich und ein mittiges Trenngitter durch die Hälfte der Ladefläche, damit gar keine Box mehr nötig ist.


    Eine Hundebox ist zum Transport gedacht und nicht zum verweilen des Hundes, im Falle eines Unfalls kann es für den Hund Lebensgefährlich sein, wenn er in der Box rumgeschleudert wird. Ich hatte auch schon eine Polizeikontrolle als mein Rüde damals noch jung war und in der Box verweilte beim Fahren. Der Polizist sagte mir, die Box seie zwar schön gross, im Falle eines Unfalls aber zu gross. Solltest mal die Diensthunde Boxen sehen in manchen Dienstfahrzeugen, die sind dann teilweise wirklich eng.


    Ausserdem müsste sich ja jeder dann einen SUV oder Minivan leisten oder aber einen riesen Kombi, damit der Hund genügend Platz hat. Bei den Kombis ist dann meist jedoch die fehlende Höhe ein Problem. Etwas realistisch muss man einfach auch bleiben finde ich!

    2 Mal editiert, zuletzt von Dimi27 ()

  • Hinzufügend: Viele transportieren den Hund auch mittels Sicherheitsgurt auf dem Rücksitz, was die schlechteste variante darstellt. Hat der Hund den gesamten Kofferraum für sich ( Abgetrennt mit Gittern) könnte er durchaus bei einem Crash auch durch die Heckscheibe katapultiert werden.


    Für mich ist wichtig, dass der Hund liegen kann in der Box und sich auch Drehen kann. Denn die Box ist zum Transport gedacht. Fällt eine längere Fahrt an ( 2 bis 3 Stunden), hält man ja so oder so regelmässig an um den Hund rauszunehmen. Meine alte Box im SUV war 102cm/93cm/85 ( Breite, Länge, Höhe). Mein Rüde konnte darin noch mit 11 Monaten wunderbar auf der Seite liegen, Aufsitzen und sich Locker darin Drehen. Am Anfang war die Box wirklich zu gross, er war nicht bequem weil er dauernd sein Gleichgewicht halten musste in dem grossen Ding. Da winselte er jeweils, weshalb ich dann noch eine kleinere occasion Box gekauft habe für knapp 3 Monate, die Probleme waren dann weg. Gerade beim Welpen ist oftmals die kleinere Variante praktikabler, da kann man ja für die ersten Monate eine günstigere occasion Box wählen und sobald der Platz knapp wird und man in etwa weiss, wie gross der Hund wird, etwas mehr investieren und eine grössere zulegen.


    Die meisten Transportboxen findet man auch kaum Grösser, ausser man lässt die Box anfertigen. Darüber hinaus haben die wenigsten Autos so grosse Ladeflächen und ein Transport ungesichert im Kofferraum kommt für mich gar nicht in Frage! Wir Menschen sitzen während der Fahrt immer an der gleichen Stelle und können uns weder ausstrecken noch Schlafen und Aufstehen schonmal gar nicht. Da finde ich dann, dass man die ganze Sache einfach auch realistisch sehen muss.

  • Dimi27 das sollte kein Angriff sein.

    Wir fahren nen 3er Touring. Da kann ich über die in der TierSchTrV geforderten Maße auch nur herzlich lachen...

    Ich wollte das nur mal anmerken, dass es die eben theoretisch (in Deutschland) gibt und da diese Maße gefordert werden für einen Hund zw. 55 und 70 cm.


    Am sichersten sind die Aluboxen. Ich kenne da Bilder, da ist ein LKW hinten auf einen Kombi gekracht. Das Heck vom Auto ist hin, guckt nur noch die unversehrte Alubox aus dem zerquetschten Blech raus. Der Hund kam mit ein paar Hämatomen davon. Hätte bei "reinem" Kofferraumtransport sicher anders ausgesehen. Und diese Rückbankgurte sind bei schweren Hunden bei einem ADAC-Test alle gerissen...

  • KleineMama Habe es nicht als Angriff aufgefasst, wollte mich nur zur Sicherheit nochmals klar äussern damit keine Missverständnisse entstehen:)


    Mit den Aluboxen hast du total recht, die sind wirklich super. Ich denke schlussendlich muss es jeder selbst wissen aber betreffend Grösse kann man halt je nach Auto auch keine XXL Luxusbox reinmontieren, wie bei dir ja auch :) Bei meinem Kleinwagen haben wir extra die Rücksitze umgeklappt damit mehr Platz vorhanden ist. Mehr würde auch nicht gehen aber den Wagen jetzt deshalb zu verkaufen wäre irrsinnig, denn der kleine Löffel fährt wie ne 1 und ist dazu noch sehr sparsam im Unterhalt.


    Mein Partner hat einen Audi Rs3 und da ist der Kofferraum echt ein Witz^^

  • Wir haben einen A4 Avant und einen Ford Galaxy, ich "darf" jetzt den Galaxy für die Hunde nehmen und stehe nun auch vor der Frage wie der Transport demnächst ablaufen soll. Vorher waren sie im alten Touran im Kofferraum (der ist jetzt weg). Die Aluboxen finde ich so unpraktisch, da sie ausserhalb des Autos so viel Platz benötigen. Der Galaxy hat nen riesigen Kofferraum und eigentlich dachte ich das wäre klasse für die Hunde. Trenngitter rein und ne Schutzdecke und fertig. Jetzt kommen mir doch Zweifel.

  • Achtung!

    (Alu)Boxen gibt es auf dem Markt mehr Schrott als brauchbare, lasst euch nicht von der Optik täuschen.

    Meine Lösung ist die Rücksitzbank, mit einem Trenngitter von Kleinmetall....mein alter Benz ist somit ein 2 Sitzer + Hund :S

  • Deshalb schrieb ich ja auch explizit ( Ich habe für die ersten PAAR MONATE)...Da ich mir im Verlaufe des nächsten Jahres einen Minivan leisten werde, werde ich dann direkt Gitter einbauen lassen im Front sowie Heckbereich und ein mittiges Trenngitter durch die Hälfte der Ladefläche, damit gar keine Box mehr nötig ist.

    So, da musste ich doch glatt mal messen gehen. Wir haben eine Alubox so wie in einem obigen Beitrag auf dem Foto zusehen. Breite 0,95m , Tiefe 0,85 m und Höhe 0,7m.

    Die Box ist in einem Astra K Sports Tourer. Selbst wenn ich hinter den Rückstitzen ein Laderaumnetz/gitter verwende würde ich in der Tiefe ca 10 cm und in der Breite ca 5cm mehr an Grundfläche rausholen. In der Höhe wären mittig vielleicht 8cm drin. Bei uns fahren 2 Schäferhunde mit. Nach dem Tierschutzgesetz würde die Fläche selbst ohne Box nichtmal für einen Hund ausreichen. Auf dem Boden der Box habe ich diesen grünen Kunstrasenteppich befestigt. Dieser ist ca. 30 cm länger und hängt dann über die Stoßstange hinaus. Wenn die Hunde in der Box und die Türen geschloßen sind klappe ihn hoch und schließe die Heckklappe. So fungiert er als Rutschschutz und Ladekantenschutz. Unsere Hunde fahren eher selten im Auto mit. Höchstens mal zum Tierarzt (einzel) oder zum Spazierengehen in den nächsten Wald (ca. 5- 20 Minuten).

    Wenn wir zu den Treffen fahren beläuft sich die Fahrzeit mal auf 1 Stunde. Auf der Fahrt in den Urlaub wird spätesten nach 2 Stunden eine Pause gemacht.

    Ich finde die Idee ja generell nicht schlecht das zukünftige Auto mit Gittern auszubauen. Allerdings würde ich mir Türen einbauen damit der oder die Hunde beim öffnen der Heckklappe oder Seitentür nicht direkt herausspringen können. Gerade auf den Weg in den Urlaub ist das für uns wichtig. Wir haben einen Wohnwagen dahinter. Zwangsläufig macht man einen Großteil der Pausen auf Autobahnparkplätzen. Die Sicht nach hinten ist durch den Wohnwagen versperrt. Da ist es wirklich schön wenn man in Ruhe die Heckklappe öffnen kann. Durch das Gitter lassen sich die Hunde anleinen und entweder durch die rechte oder linke Tür der Box gefahrlos herausholen. Gerade auf belebten Parkplätzen eine super Sache. Auf dem Waldparkplatz ist das etwas anderes. Da lasse ich sie dann nach Möglichkeit so raus. Heckklappe auf, Box auf und auf gehts. Achso, ich habe den Mittelsteg an dem die Türen befestigt sind so umgebaut das ich die Türen komplett abnehmen kann. So klappe ich die Rücksitzbank um, schiebe die Box bis nach vorne und kann von hinten bis nach vorne durchladen. So brauche ich die Box nur in den seltensten Fällen aus dem Auto nehmen.

  • Also wir haben einen Range Rover Sport, und einen Seat Leon. Der Hund fährt selten im Range Rover mit, da er dort hinein gehoben werden muss und dann auch im Kofferraum ohne zusätzlichen "Schutz" auf seinem Polster verweilt. Für lange Strecken nehmen wir meist den Range Rover aber da kommt auf Herrchens Wunsch keine Box rein, das Auto soll möglichst Hunde frei bleiben ;)


    Im Leon habe ich eine Stoff/Plastik Box auf der Rückbank, der Hund kann bequem über die Seitentür einsteigen. Die box ist recht klein, aber er kann sich drehen und hinlegen und mehr ist nicht nötig um die kurzen Strecken von A nach B zu bewältigen. Und beanstandet wurde bisher noch nie etwas.

    Zwar hilft es nicht wenn jemand seitwärts reindonnert aber ich fühle mich wohler als wenn er im Kofferraum wäre ohne jegliche Knautschzone


    Ich würde eine Box von Klein Metall bevorzugen wenn es irgendwann zur frage wird


    Als ideales hundeauto finde ich ich ja die VW Caddys bzw ähnliche Kastenwägen. Schöner tiefer Einstieg und viel Platz- Die sind in meinen Augen zwar brutal hässlich aber für Hunde einfach super. Gerade die Modelle mit den Türen die zur Seite aufgehen. Sehe ich öfters hier voll ausgebaut den Laderaum hinten mit Gittern, Boxen und was sonst noch alles

  • Jogy Im Anhang habe ich ein Bild hinzugefügt. Beim Minivan wäre dann die Idee, nur die Hälfte der Ladefläche mit so einer Konstruktion zu nutzen, damit ich die andere Hälfte als Stauraum nutzen kann und der Hund zwar mehr als genug Platz hat aber nicht rumschleudert wenn etwas passieren sollte. Es wird somit eigentlich eine Gitterbox angefertigt, die aber fest im Auto verbaut ist und separat geöffnet wird.


    Du benötigst deine Box ja nur für den Transport, was ja eigentlich auch so gedacht wäre. Da finde ich gehts ja prima so. Und viele Hunde fahren meist auch mit etwas weniger Platz trotzdem sehr gerne mit :)