Umwelttraining, hoffentlich nichts vergessen....

  • Hallo Freunde der Fellnasen,


    ich habe mit Witus bereits einiges an Umwelteinflüsse trainiert.

    Dabei habe ich ihn leider mit zwei Dingen überfordert. Die Kellertreppe ist jetzt ja wieder korrigiert, die läuft er jetzt schön.

    Aber die Rolltreppe in der Einkaufspassage muss ich noch irgendwie hinbekommen. Da hatte ich ihn auch verprellt, weil ich ihn als Welpe da auf den Arm genommen hatte und dann rauf und runter gefahren bin.


    Was haben wir außerdem noch gemacht?


    Fahrstuhl,

    stark befahrene Straße, Autos,

    See, schwimmen

    S-Bahn, Bahnhof rauf und runter

    Einkaufszentrum

    Baumarkt

    offene Treppen aus Metall

    Restaurants (allerdings lockdownbedingt nur ganz selten)

    Pferde, Reiterhof

    Kinder an einer Schule, als Pause war. (Mein Gott, was war ich gleich ein pädophiles Subjekt, habe ich dann leider nie wieder geübt)

    Tierklinik


    Was habt Ihr so für Situationen im normalen Leben mit euren jungen Hunden geübt?


    Das meiste habe ich relativ früh gemacht, wegen der Sozialisierungsphase.

  • Rolltreppe würde ich z. B. nicht machen. Halte ich für nicht nötig, hätte da wegen der Verletzungsgefahr Bedenken.


    Ansonsten halt das, was das normale Leben so bietet und was für unser Leben relevant ist.

  • Das Benützen der Rolltreppe ist für Hunde verboten.

    Tasso warnt ausdrücklich davor, Hunden mussten schon Krallen amputiert werden!!!

  • wir haben auch einiges gemacht, aber nicht alles so regelmäßig - einfach weil ich manche sachen auch nicht so notwendig sehe um den hund dauernd mitzunehmen - wie z.B. baumarkt


    sachen die wir hier sowieso haben, da das unser alltag ist bzw. an dem wir hier kaum vorbei kommen: pferde, kühe, esel, hühner, katzen, strausse, allpakas, igel, kinder, traktoren, mähdrescher, fahrradfahrer, autos, supermarktparkplatz, schützenverein mit schussgeräuschen, baumfällarbeiten inkl. motorsäge, vor dem bäcker warten, rasenmäher, schafherden mit schäfer- und herdenschutzhunden


    sachen die wir extra gemacht haben (und immernoch ab und an wiederholen) und dafür auch in die stadt mussten: fahrstuhl, größerer supermarktparkplatz, fressnapf, züge, fussgängerzone, restaurant - bzw. ehern biergarten, springbrunnen, streichelzoo, komische kunstgegenstände oder große plastiktiere :-), wackelbretter, brücken aller art, kinderspielplatz mit so einer drehholzplatte wo lexy drauf ist, großes gummitrampolin, weihnachtsmarkt, flohmarkt

    schwimmen mit ihr haben wir letztes jahr im bodensee endlich geschafft - war schön :-)


    wir wollte eigentlich vorletztes jahr noch seilbahn fahren, aber das haben wir organisatorisch nicht hinbekommen, so dass wir das sobald wir wieder in die alpen können eben dann erst zum ersten mal machen können, aber ich hab bei lexy keine bedenken :-)



    rolltreppe würde ich auch auf keinen fall machen, abgesehen davon bin ich ehrlich gesagt auch kein fan von seinen hund überall mit hinzunehmen - ich hab beim shoppen eh schon keine nerven, da brauche ich nicht noch nen hund dabei


    morgen gehen wir das erste mal zug fahren ...

  • Na ja, Rolltreppe muss ja auch nicht sein. Nicht mit diesem Hund, der hat vor allem Neuen ziemlichen Respekt. Die anderen drei DSH waren da etwas lockerer drauf.


    Seilbahn kommt auf alle Fälle auch noch, wohl auch der offene Sessellift, also der vierfache.


    Ja, stimmt, Fressnapf und Tierläden hatten wir auch schon, sowie auch Marygoround-Kinderkarussell und Wackelbrett. Rasenmäher sowie Mähroboter kennt er auch, Lagerfeuer ebenfalls.


    Ach, was ich auch mal machen will, wenn er ein Jahr ist: Fahrrad fahren. Nur langsam und wenn wir in der Pampas sind dann ohne an dem Springer zu hängen.

    Hotelzimmer alleine bleiben, das muss er auch noch, wenn wir zum Frühstück gehen.

    Ich hoffe dass das klappt ohne Lärm zu machen.

  • Also ich handhabe es immer so, dass ich mit dem Hund nicht unbedingt möglichst viele verschiedene Situationen abklappere, sondern, dass ich dem Hund durch gezieltes heranführen an einzelne bestimmte Situationen ein "Werkzeug" in die Pfoten gebe, womit er sich dann Zeit seines Lebens in neuen und ungewohnten Situationen quasi selbst helfen und so souverän agieren und sich zurechtfinden kann.


    Was sich dann im Laufe des erwachsen Werdens ergibt, wie zb. mal Seilbahn fahren, das ergibt sich dann ja eh. Aber ob das nun mit 10 Wochen in der Sozialisierungsphase passiert, oder mit 10 Monaten in der ich-hab-nur-bunte-Knete-im-Kopf-Pubertätsphase, ist mir grad wurscht.


    Nur wenn es bei was bestimmtem Probleme gibt, übe ich das dann gezielt. Bei Ero sind das im Moment noch Hundebegegnungen auf Distanz, da regiert er recht unsicher. :|

  • Ich mach das ähnlich wie Ruebchen.....was gemacht werden muss, wird gemacht.

    Wenn er Adult ist und ne gute Beziehung und Bindung zu mir hat, wird er mir Vertrauen und mir Folgen.

  • ich hab die erfahrung gemacht, dass das was wir im welpenalter gemacht haben, sie jetzt im erwachsenen alter eben auch auf neue situationen übertragen kann


    z.b. gitterbrücken, wo man durchsehen kann - hab ich mir beim dalmi nie nen kopf drüber gemacht als er klein war, wir sind also nie extra über eine drüber, bis wir dann irgendwann mal als er 2 war auf einer wanderung über eine drüber mussten und der hund sich weigerte weil er schiss hatte und es auch nicht kannte - ich musste die 32 kg dann also tragen :-/


    ich finde der hund profitiert stark davon wenn er viele verschiedene dinge als welpe kennenlernt, also haben wir das was wir in erreichbarer nähe haben, eben als welpe mit ihr unternommen

    klar üben wir nicht alle dinge extra, da ergibt sich ja aus dem zusammenleben und gemeinsamen unternehmungen das meiste, aber manche sachen habe ich nur wegen lexy gemacht - wie z.B. fahrstuhl fahren, eben weil ich die erfahrung gemacht habe je früher ranführen umso einfacher dann auch für andere situationen im erwachsenenalter


    meiner erfahrung nach ist es eben leider nicht immer mit bindung und vertrauen getan, gerade bei ängstlichen hunden ist es oft nicht so einfach und da hilft früh anfangen und obwohl lexy alles andere als ängstlich ist, war es nicht zum nachteil in der welpenzeit etwas mehr kennenzulernen


    das mit der seilbahn z.B. da hat man ja nur x sekunden zeit zum einsteigen, da ist nix mit langsam ranführen und ich hab hier keine in unmittelbarer nähe das ich dauernd gezielt üben könnte .... ergo hatten wir den urlaub damals so geplant, dass wir eigentlich hätten mit ihr in eine seilbahn einsteigen können, damit sie das für später kennt, das hat aber dann doch leider nicht geklappt und nun müssen wir es eben später machen

    ich weiss jetzt schon dass sie damit ein probem haben wird, denn sie wird das geschunkel in der höhe nicht mögen, sie wird aber klarkommen, da wir vorher schon mehrmals über eine hohe schwingende brücke gelaufen sind und sie daher das gefühl einordnen kann und weil sie nicht ängstlich ist - aber es wäre einfacher für sie wenn wir auch das schonmal gemacht hätten als sie klein war

  • Ich habe mich nicht gut ausgedrückt....klar ist es gut dinge zu üben die man auf alle Fälle später mal machen will oder muss.

    Ich mach mir halt keine Liste....wenn wir dieses Jahr nach Tirol fahren, werden wir keine Seilbahn benutzen, weil ich laufe, also brauche ich sowas auch nicht üben, das meinte ich.

  • ich hab das Gefühl, dass mein Hund meine Hilfe braucht bei Dingen vor denen er Respekt hat. Wenn er diese dann bekommt dann vertraut er mir dass es schon gut gehen wird mit Herrchen zusammen. Z.B. wollten wir in die S-Bahn einsteigen, da war aber so ein tiefer Spalt zwischen der Bahnsteigkante und dem Wagen. Da sperrte er. Ich ihn kurz ermuntert, einen ganz kleinen Impuls gegeben mit der Leine und schwups, er war drin. Wir dann die andere Tür gleich wieder raus, der Zug fuhr ja erst in 5 Minuten los. Also wir dann wieder rein, da ging es dann schon noch einfacher.

    Mit der Kellertreppe war es auch so. Ein kleiner Impuls Richtung Treppe und er ist tapfer voran marschiert. Auch die Tür zur Einkaufspassage, da wollte er erst nicht rein, mit kurzem Ermuntern

    war er dann drinnen wir sind locker durchgegangen.