Ich habe ja auch geschrieben, dass das Anschauen belohnt werden soll. Und wenn der Hund vorher weiß, dass es beim Click eine Belohnung gibt und beim Anschauen ein Click erfolgt, dann lernt der Hund doch, dass sich das Verhalten lohnt. Und ich habe ja auch keineswegs behauptet, dass man ohne theoretische Kenntnisse mit dem Clickern loslegen soll.
Vorbereitung zur Begleithundeprüfung...
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Der Click belohnt aber nicht....
Und das ist jetzt nicht Erbsenzählen, sondern elementares Grundwissen für die Arbeit mit dem Clicker. Von daher ist es ja so wichtig dass niemand einfach so drauf los clickern.Den Blick abwenden vom Objekt der Begierde, dorthin wo ihn der HF haben möchte, kann man aber völlig problemlos ohne die operante Konditionierung aufbauen. Da reichen Konsequenz und klassische Konditionierung. Das Problem liegt in 9 von 10 Fällen in der Konsequenz. Hört man ja oft ... "Mein Hund schaut mich nach zwei oder drei Schritten beim Fußlaufen nicht mehr an". "Ja warum machst Du dann Schritt vier, fünf, sechs usw. oder gar 50 oder 100 ????".
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Also erstmal vielen Dank für Eure Mühe, die Ihr Euch mit mir macht.

Wir können Klickern, auch ohne Theorie. Wir haben schon viel geklickert. z.B. habe ich Witus mal geshaped, den Elefantentrick erarbeiten lassen sowie auch das Gehen mit der Vorderhand auf eine Balance-Wackelscheibe.
Auch das Angucken belohne ich mit Klicken. Aber es läuft derzeit nicht.
Ich sage Fuß und der Hund kommt nicht gleich in die Grundstellung weil es da etwas zu schnuppern gibt. Dann sage ich nochmal etwas energischer "Fuß" und er sitzt neben mir. Er guckt und ich klicke und gebe ein Leckerchen. Hund nimmt es aus meiner Hand und guckt wieder ganz wo anders hin.
ich sage "Schau". Hund guckt und kriegt einen Klick und ein kleines Futter. Hund schluckt es und guckt wieder ganz wo anders hin.
Ich warte mal.... warte... warte. dann guckt er mal "klick". Leckerchen. Hund guckt wieder woanders hin.
So, was soll das ganze?
Wenn ich andere Hunde sehe: Die gucken schön hoch und himmeln den HF an und wollen gar nicht woanders hingucken, die warten förmlich drauf dass es los geht.
Das liegt auch am Typ Hochzucht Schäferhund, denke ich mal. So macht das alles keinen Spaß.

Witus will auch Futter aus der Hand haben, er drängt danach. Aber sobald er eins hat nimmt er seine Nase schon wieder wo anders hin.
Übrigens,
Ich klicke schon ziemlich lange immer mal wieder, auch schon lange für kleine "Schau"-Übungen
Aber wenn der einfach kein Bock auf Futter hat dann fehlt eben der gewisse Anreiz, oder?
Den Klicker und das Shapen habe ich schon mit 4 Monaten gemacht, als ich dachte, er soll mal Hinterhandtraining machen.
Diesen Elefantentrick fand ich dann im Nachhinein recht praktisch. Weil dadurch der Hund schon wusste, dass er bei Fuß schön dicht an mein Bein kommen soll.
Also den Elefantentrick haben wir links und recht herum geübt. Sitz er links von mir heißt es "Fuß", sitzt er rechts von mir sage ich immer "Hand" Aber das Signalwort "Hand" nutze ich nicht außerhalb der Elefantentrick-Übung.
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Mit dem Clicker markiert man das sponatne Verhalten des Hundes, also operante K. . Hund tut was erwünschtes-->click--> Belohnung folgt. Und nochmal: ich habe ja nicht gesagt, dass wer drauf los clickern soll ohne sich damit auseinandergesetzt zu haben. Micha hat ja hier schon geschrieben, dass er sich mit Clickern auskennt bzw. es anwendet- Daher der Hinweis das erwünschte Ansehen des HF zu clickern. Aber egal. Ich bin, trotz naturwissenschaftlicher akad. Ausbildung ganz sicher keine Expertin auf dem Gebiet, da ich mich damit nicht ausreichend beschäftigt habe und daher halt ich ab sofort meinen Mund zu dem Thema, um nicht etwas fachlich falsches zu "empfehlen".
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Beim Hochzucht-DSH laufen Lernprozesse nicht anders ab als beim Leistungszucht-DSH, dem Malinois, beim Schafpudel, beim Whippet, beim Mops oder sonst einer Rasse. Es gibt Hunde, die einfacher zu motivieren sind durch Ressourcen, die viele Menschen einfach handhaben können. Futter und Beuteobjekte sind solche "Easy-Ressourcen" in Bezug auf das Handling. Aber schau Mal über den Tellerrand, was in anderen Hundesportarten manchmal für Erfolge erzielt werden mit Hunden, bei denen Du weder mit Bällchen noch mit Futter irgend etwas reissen kannst. Auch bei uns im Verein habe ich schon manches mal gedacht "Mit dem Karo wird das nie etwas". Und irgendwann haben die nicht nur ihre BH bestanden, sondern haben im Agility und auch im Trickdog derart aktiv mitgearbeitet dass einige sogar Landesmeistertitel geholt haben.
Wenn sich Dein Hund für ÜBERHAUPT NIX interessieren würde, das wäre ein Problem..... Aber Dein Problem ist doch eher dass er sich für etwas interessiert, was halt nix mit Dir zu tun hat. In guten Clicker-Seminaren lernt man das zu erkennen und zu nutzen. Auch die Freigabe zum Schnüffeln kann eine Ressource sein, für die ein Hund gerne arbeitet. Und die Wertigkeit der "Ressource Futter" kann ich manipulieren. Dadurch dass der Hund hungrig ist wenn ich mit ihm trainiere. Dadurch dass ich einTrainingsfutter verwende das dem Hund wichtiger ist als das, was er bisher bekommt.
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Was könnt Ihr mir denn da mal empfehlen als Ritual um dem Hund den Beginn der Arbeit zu signalisieren?
Ich kann dir nur kurz beschreiben, wie ich es mit meinem Kleinen mache - was da jeder Hund zur Einstimmung braucht, ist sehr individuell.
Wir betreten den Platz frei, ich lege den Hund hin, Ball vor ihm - das ist der Punkt wo ich mein Zeug ordne, falls ich irgendwas an zusätzlichen Hilfsmitteln dabei hab - er darf sich den Ball nehmen. Ich leg ihn wieder hin, nehm ihm den Ball weg, er darf kurz verbellen, abstellen und dann geht es los.
Es ist immer der gleiche ritualisierte Ablauf nachdem immer die UO folgt.
Für SD gibts ein anderes Ritual.
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Speed habe ich noch nicht versucht


Ja klar, ich muss den Hund morgens kein Futter geben wenn ich was mit ihm machen will. Das hatte ich auch schon oft so gemacht. Oder wenn wir abends trainieren dann eben vor dem Abendfutter.
Aber warum ist der Hund manchmal super gut zum Spielen drauf, auch wenn er zwei Stunden vorher gerade sein Futter hatte? z.B. Abends ggn. 20:00 hat der richtig Bock im Garten mit mir. Da kommt er an und bringt mir seinen Hasen oder so was. Und wackelt mit dem Schwanz in etwa: "Hey Du, lass uns was spielen!".
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Auch die Freigabe zum Schnüffeln kann eine Ressource sein, für die ein Hund gerne arbeitet.
das hab ich heute morgen erlebt
Lexy klettert und springt gern. Ich heute morgen also bei der UO Übung auf den alten Skaterplatz und sie zur Belohnung für eine erfolgreiche Übungssequenz irgendwo drüber springen oder drauf klettern lassen und prompt ist sie viel aufmerksamer bei mir

War ein sehr schönes kurzes Training heute morgen.
Anstatt das wir uns beide ärgern weil nix klappt konnten wir so zusammen Spass haben - und das weil ich darauf eingegangen bin was sie wirklich motiviert.
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eben war Witus auch wieder sehr motiviert mit mir zu arbeiten. Es hat uns beiden großen Spaß gemacht.
Habe 5 Minuten Fussarbeit gemacht und bisschen Positionen geübt. MO war eine Knüppel. Eigentlich wollte ich gar nichts machen außer Spaß. Aber dann waren wir beide plötzlich drin. Er durfte zwischendurch immer mal wieder zum geworfenen Stock fetzen und kam auch sofort wieder zu mir und "aus" hat immer prima funktioniert. Dann war er geschafft und legte sich ins Gras und ich bin rein ins Haus. Konnte mir gerade mal das tolle Bring-Video von Ruebchen ansehen und schon war der Hund wieder bei mir, voll motiviert, mit beiden Knüppeln im Fang, und hat wie irre getrommelt. Also bin ich nochmal kurz raus und wir haben nochmal 5 Minuten Action gemacht, mit etwas Fussarbeit.

Jetzt brauche ich nur einen Schalter, mit dem ich den Hund auch z.B. morgens um 10:30 Uhr einschalten kann. Denn heute früh hatte er wenig Bock, ich war völlig unwichtig. Das Fuss-Kommando bewirkte da grad nichts

Ich denke mal, zu Hause im Garten ist alles bekannt, da gibt es keine Ablenkung, keine Gerüche von anderen Hunden oder Wild.
Draußen ist alles so interessant. Wenn wir zu unserer "Gassi"-Runde aufbrechen dann ist ja erstmal einige Minuten nur Spazierengehen angesagt, bis ich einen geeigneten Platz zum Üben erreicht habe.
Und in dieser Zeit hat er schon so viele andere Reize aufgenommen, denen er auch teilweise dann nachgehen möchte, dass er für UO dann keine Lust (mehr) hat.
Von daher sollte man die Hunde evtl. wirklich irgendwo in einer Box einige Zeit ruhig halten und dann mit dem Herauslassen muss es aber auch gleich los gehen. Oder aber man geht immer schnurstracks zu einer bestimmten Stelle, immer die gleiche. Und da weiß der Hund dann evtl. irgendwann mal dass dort Action angesagt ist.
Klar, am Prüfungstag wird das so nicht gehen. Und außerdem ist da ja noch die Ablage, wo er evtl. dann ganz abbaut.

Egal, heute Abend war es toll.
Und nachts hat er auch immer nochmal richtig Bock, ist sicher das selbe, da gehe ich nämlich immer nur wenige Meter raus, lass ihn pullern und das war es dann schon. Da springt er mich dann oft an und will Action.
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. Oder aber man geht immer schnurstracks zu einer bestimmten Stelle, immer die gleiche. Und da weiß der Hund dann evtl. irgendwann mal dass dort Action angesagt ist.
Diese Stelle heißt in der Regel "Hundeplatz"

Klar, ein erwachsener und ausgebildeter Hund sollte überall seine Leistung bringen können.
Aber grade einen Junghund im Aufbau, der auch noch nicht so eifrig und fokussiert bei der Sache ist, kann man noch besser unterstützen, wenn man a) einen fixen Trainingsplatz hat, und b) der Hund dort während des Trainings auch nicht von allzuvielen Reizen überflutet wird.

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Ist doch ein toller Anfang wenn er im Garten gut mitmacht, wenn es da Spaß macht kann es irgendwann mal überall Spaß machen. Soll man nicht eh jede Übung erstmal in ruhiger reizarmer Umgebung anfangen ehe man Ablenkung dazu nimmt? Dürfte doch im Sport nicht viel anders sein.
Oder aber man geht immer schnurstracks zu einer bestimmten Stelle, immer die gleiche.
So machen wir das. Blöderweise hat "schnurstracks" dabei eine vollkommen neue Bedeutung bekommen, in jeder Hinsicht. Ich mag mich irren, finde es aber gar nicht schlecht, wenn Hund sich noch auf dem Hinweg für was anderes als das Vorankommen interessiert. Bei uns heißt die Stelle Wiese
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vielleicht lesen unsere Hunde diesen Faden mit und es wird immer besser - Spaß beiseite - auch ich habe heute abend mal auf einige "Kleinigkeiten mit großer Wirkung" bei UO geachtet, das Ding mit der Schulter schein ich wohl intuitiv schon länger richtig zu machen, beim loslaufen aus der Grundstellung hat Hera den Blickkontakt gehalten, bin mal größere Kreise gelaufen und etwas flotter wie sonst, mal rechts rum, mal links und habe aufgepasst nicht zu viel Druck aufzubauen, kurze Spielsequenzen zwischendrin - daraus fließend wieder eine Übung. War zufrieden mit uns beiden.
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Schafring genau so versuche ich es auch mit einem fließenden Übergang sodass der Hund gar nicht mitkriegt dass "gearbeitet" wird. Es soll alles Spiel für ihn sein.
Welches Ding mit der Schulter meinst Du?
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micha 369, na, dass meine Schulter dem Hund quasi als "Vorlauf"die Richtungsänderung signalisiert, so wie bei ganz guten aufmerksamen Hütehunden eine leichte Kopfbewegung nach rechts o. links seine Laufrichtung anzeigen kann.
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ach so, ja, dass Du quasi die Richtungsänderung nach Links anzeigst, indem Du Deinen Oberkörper, sprich die Schulter, nach links verdrehst.
Ich mache das auch noch oft wenn der Hund nicht sauber am Bein sitzt sondern zu weit seitlich weg ist. Das geht prima.
Nur die Richtungsänderung nach rechts, finde ich, ist schwierig anzuzeigen beim Fuß laufen.
Wie macht Ihr das eigentlich?
@ Alle
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