Ich lese es gerade erst...es tut mir so leid 😥
Fühlt euch alle gedrückt!
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Fühlt euch alle gedrückt!
Ich habe heute der Notarztpraxis geemailt um zu sehen ob sie Tony's Fall and die grossen Tierunikliniken oder Wissenschaftler schicken können, nachdem ich die komplette medizinische Akte bekommen habe. Tony hatte eine echte Mesenterialwurzeltorsion und diese sind beim DSH in fast 100% der Fälle tödlich weil es so schnell fortschreitet und der Darm schneller abstirbt als bei anderen Rassen. Es ist so selten, dass es kaum Studien im Internet gibt und gar keine Studien über Schäferhunde, obwohl sie am meisten vetreten sind und quasi keine Überlebenschancen haben.
Es kann meistens nicht auf Röntgenbildern erkannt werden und ist erst bei der OP erkennbar. Ich habe mir den Kopf darüber zerbrochen warum Tony es nicht geschafft hat, weil ich wie ein Adlerauge auf Tony's Symptome achte und wir sofort zum TA sind. Die Tierärztin selber hatte nicht damit gerechnet, weil Tony noch sehr gut drauf war und hat noch mit wedelndem Schwanz die Praxismitarbeiter begrüsst. Als sie bei ihm dann den Puls gecheckt haben, war er leicht erhöht. Wir haben dann die Laborwerte zurückbekommen und die haben eine ander Geschichte erzählt, da seine Nierenwerte und Blutzucker Anzeichen von Schock gezeigt haben. Tony ist dann sofort behandelt worden um ihn zu stabilisieren.
Dann kamen die Röntgenaufnahmen und zeigten Luft im Darm und eine mögliche Darmdrehung, die schlecht zu erkennen war. Die TA hat dann einen Spezialisten kontaktiert um sich die Aufnahmen vor der OP anzuseehen, der eine Drehung bestätigt hat, aber nicht an der Wurzel. Sie hat dann auch versucht einen Chirurgen mit in die OP zu bekommen, der sich auf komlizierte Darmtorsionen spezialisiert, hat umhertelefoniert und es gab nur einen in der Nähe, der war aber immer noch 2 Stunden entfernt. Wir haben dann beschlossen sofort zu operieren un nicht mehr zu warten, weil natürlich jede Minute zählt bei allgemeinen Darmdrehungen.
Sobald sie die OP begonnen hatte, sah sie dann dass es eine echte Mesenterialwurzeltorsion war, und zuviel Gewebe war abgestorben weil der Blutfluss komplett abgeschnitten war. Wir haben Tony vor der OP kurz gesehen, er stand auf seinen eigenen 4 Beinen, etwas benebelt von den Medikamenten, aber er sah normal aus, nicht wie ein Hund der im Sterben liegt oder krank ist. Wir haben ihn geküsst, und ihm gesagt dass wir ihn bald abholen nach der OP, und hatten nicht einen Gedanken daran dass wir ihn nie mehr sehen. Wenn ich euch sage, dass er nicht geheult hat, supercool war und ganz normal aussah, meine ich das wirklich so.
Unser erster Hund starb 2 Stunden nachdem wir beim TA waren zur jährlichen Untersuchung an einem plötzlich geplatzten und undiagnostizierten Hämangiosarkom, und da wusste ich dass mein Hund in Todesgefahr ist. Blut aus der Nase, Ohnmacht, Herz hat ausgesetzt und ich musste 2 Mal auf der Hinfahrt auf dem Rücksitz wiederbeleben bis wir am KH ankamen. Tony sah aus wie immer, hatte ja auch zuhause nur ein Paar mal gewinselt und ist durch das Schlafzimmer gegangen nachdem die Lichter auswaren, was er nie macht. Das waren die Symptome, und mein Mann hat gedacht ich spinne mal wieder, aber ist trotzdem mit uns zum TA gefahren. Die TA hat auch nicht damit gerechnet, weil es so selten ist, dass die meisten Tierärzte niemals Tiere mit dieser Kondition sehen, und als wir besprochen haben was es sein könnte hatte sie ebenfalls gesagt, dass Tony's Verhalten ein sehr gutes Zeichen war. Leider war es nicht so.
Es gibt nicht mehr viel, was ich machen kann, aber es wäre gut, wenn unsere Erfahrung wenigstens der Forschung dienen könnte. Damit es vielleicht anderen Hunden und Besitzern erspart bleibt. Ich bin noch immer komplett vor den Kopf geschlagen und stehe unter Schock und versuche igendeinen Sinn in seinem Tod zu finden. Wir haben so schnell reagiert, aber beim DSH sind die Überlebenschancen quasi Null.
Vielen lieben Dank für eure lieben Worte und Anteilnahme. Ich habe unsere Zeit hier sehr genossen und super nette Menschen kennengelernt. Ihr wisst Alle wieviel mir meine Hunde bedeutet haben und 2 in einem Jahr, 3 in 3 Jahren zu verlieren, ist zuviel für mich. Dexter starb 3 Tage vor meinem Geburtstag letztes Jahr und Tony 7 Tage nach meinem Geburtstag dieses Jahr. Der April steht jetzt auf meiner Shitlist. Ihc bin noch nicht mal halbwegs über Dexter hinweg, und jetzt verlieren wir Tony. Jetzt kommt auch noch dazu, das wir keinen Hund mehr haben, aber alles in unserem Haus und Garten schreit: Hier leben Hunde. Das ist dann nochmal doppelt so doof.
Wenn ihr jemanden zufällig kennt, der ebenfalls einen DSH mit echter Mesenterialwurzeltension hatte, würde ich gerne mehr erfahren. Ich weiss, dass er mir Tony nicht zurückbringt, aber wenn man einen jungen Hund an eine seltene Krankheit verliert, dann möchte man Antworten, die man wahrscheinlich nie bekommt. Ich habe Tony immer in Watte gepackt, damit er ja nur gesund bleibt, vor allem weil er den Reizdarm seit Jahren hatte, und trotzdem ist diese absolute Katastrophe eingetroffen. Mensch, Tony!
Mein Gott, kann das Leben scheisse zu einem sein.......3 Hunde innerhalb von 3 Jahren, das ist Wahnsinn.
Ich bin mir sicher, das es den dreien gut geht wo sie jetzt sind und auf euch Warten......
Wenn meine Worte unpassend sind, bitte den Beitrag löschen
Danke für deinen Bericht. Ich persönlich kannte nur die Magendrehung, von Darmdrehung höre ich jetzt tatsächlich zum ersten Mal.
Ich wünsche dir, dass du irgendwie darüber hinweg kommst und doch noch mal einem Hund ein zu Hause gibst.
Darmdrehung hab ich auch noch nie gehört.
Auch ich wünsche dir, dass du irgendwie darüber hinweg kommst.
Ich fühle mit dir, weiß ja wie es ist in 3 Jahren 2 Hunde zu verlieren, aber in 3 Jahren 3 Hunde ist noch schlimmer.
Was macht Luca denn?
Ich hoffe , wir werden weiterhin von dir lesen.
Kimba2001 Luca ist natürlich etwas angeschlagen, aber wir versuchen seinen normalen Tagesablauf beizubehalten. Spaziergänge, spielen, schmusen und gutes Essen. Ich schaue weiterhin hier vorbei. Es ist nur schwer, alles war immer so happy und unbesorgt bei uns, und dann kam es Knall auf Knall.
Maline Ja, den Begriff kannte ich auch nicht. Es hatte auch nichts mit seiner gesundheitlichen Vorgeschichte zu tun, und es kann leider bei Jedem Hund unerwartet auftreten, aber es ist super selten.
Ich hoffe, dass wir wieder einen Hund haben, ich möchte auch nicht dass Luca lange alleine ist, und unser Haus war 25 Jahre nicht ohne Hund. Ich habe keine Ahnung wie man ohne lebt.
Ich habe im April 2019 meine Cleo aufgrund eines Lungentumors, im August 2019 meine Tequila an eine Darmdrehung um die Gekrösewurzel und im Juni 2020 ihren Sohn Beejay mit gerade einmal 14 Monaten an exakt den selben Mist verloren.
Beiden Hunden ging es 1-2 Stunden vorher augenscheinlich noch sehr gut bevor sie Symptome wie "akuter Bauch/Magendrehung/Vergiftung" entwickelt haben.
Bei beiden waren dann leider bereits zu große Teile des Darms nekrotisch, um sie retten zu können und ich musste sie während der Not-OPs gehen lassen.
Ich habe mich im Nachhinein mit vielen Fachleuten ausgetauscht, aber wie auch bei der Magendrehung streiten sich die Gelehrten über die genauen Ursachen.
Naja, seitdem bin ich paranoid und jedes kleine Kötzerchen ist für mich ein tiermedizinischer Notfall ... ich habe seitdem viel, sehr viel Geld im tierärztlichen Notdienst versenkt 😅 aber bin auch sehr dankbar, dass unsere Klinik uns durch meine Erfahrungen dennoch immer ernst nimmt 🙏
Ich habe mich auch bereits sehr viel mit Margendrehung beschäftigt und die Fachwelt tappt immer noch im Dunkeln.
Es gibt ja die Möglichkeit einer OP, wenn der Hund noch gesund ist, um das Risiko zu minimieren, ob das wirklich was taugt, weiß ich nicht.
Meine Hund werden 2 mal am Tag gefüttert, die letzte Mahlzeit ist um 16 Uhr, das ich eventuelle Symptome noch vorm schlafen gehen mitbekommen kann.
Auch lass ich sie nicht mehr nach dem Futter toben, denn das machen sie zu gerne.
Ich wiederhole mich.....es ist manchmal einfach Grausam, das Leben.
Wuesti Genaus das, ich glaube Darm Verschlingung um die Gekrösewurzel ist der richtige Begriff. “Mesenteric volvulus” nennt sich das hier. Ich musste das vom Englischen ũbersetzen, weil wir ja in den USA sind, und da man kaum etwas dazu finden kann, musste ich erstmal suchen. Mit meinem Kopf, der seit Freitag Nacht nicht geschlafen hat. Ich dachte, die Deutsche Forschung hätte mehr Informationen, weil wir viel mehr DSH haben und zudem die Rasse nebenbei erfunden haben, aber nichts.
Es tut mir so leid, dass Dir da ebenfalls passiert ist mit Deinen Hunden. Gleich zweimal bei so einer seltenen Krankheit, furchtbar. Vielleicht gibt es doch eine genetische Komponente, und deshalb ist es wichtig die Daten a die Wissenschaft zu bringen.
Ich habe auch zuerst gedacht, vielleicht Magendrehung, wir sind früh beim TA gewesen, das wäre der schlimmste Fall der Fälle nachdem die Symptome so schnell aufgetreten sind, Tony wird ok sein. Nein, bei der Darmverschlingung um die Wurzel gibt es beim DSH in den meisten Fällen keine Rettung, weil bei ihnen der Darm in Minuten abstirbt und sich sofort Giftstoffe im Körper bilden, die natürlich alle Organe angreifen.
Ich hatte ja die komplette Akte beantragt und (leider) die Bilder vom Darm gesehen, und der war fast komplett nekrotisch. Der TA hatte mir das ja schon gesagt, aber das zu sehen…. Und wir waren sofort nach den ersten unspezifischen Symptomen beim TA, trotzdem war es schon zu spät. Meine TA meinte, wenn das erste Symptom auftritt, ist die Verschlingung um die Wurzel schon passiert, und da ist es eigentlich schon zu spät für den DSH.
Tony hatte keine Symptome bis auf die plötzliche Unruhe und das kurze hin und her wandern, dass ich beschrieben hatte, und zweimal gewinselt, das wars. Ausserdem hatte er Reizdarm, auch wenn er vorher andere Symptome gezeigt hätte, wären sie schwer zu unterscheiden gewesen. Aber im Gegenteil, er kam grade aus eine Schub, hat super gegessen und der Stuhl hatte sich verbessert.
Und ich kann Dich vollkommen verstehen, dass Du sofort Panik schiebst, bei den kleinsten Symptomen. Wenn ich jetzt daran denke nochmal einen Hund zu haben, spielt sofort diese Panikspirale in meinem Kopf.
Wie Du gesagt hast, keiner weiß warum es passiert und warum DSH kaum Überlebenschancen und sofort schwere Symptome haben, während andere Rassen bei 40% liegen. Es ist schwer genug seinen Hund zu verlieren, vor allem wenn sie jung sind, aber wenn man dann noch kaum Informationen über die Krankheit findet, dann kann der Kopf sich gar nicht beruhigen mit so vielen unbeantworteten Fragen.
Manchmal ist das Leben einfach grausam ![]()
Bei uns gibt's auch kein Leben ohne Hund, die längste Zeit war ein Jahr.
Und da war ich erst 9 Jahre alt.
Es tut mir so leid, dass Dir da ebenfalls passiert ist mit Deinen Hunden. Gleich zweimal bei so einer seltenen Krankheit, furchtbar. Vielleicht gibt es doch eine genetische Komponente, und deshalb ist es wichtig die Daten a die Wissenschaft zu bringen.
Ja, die genetische Komponente steht natürlich genau wie bei der Magendrehung auch zur Debatte.
Ich persönlich halte es für am Wahrscheinlichsten, dass die Bindegewebs- und Bänderfestigkeit eine Rolle spielen wird, da die Darmaufhängung im Bereich der Gekrösewurzel im Normalfall ja sehr kurz ist und deshalb eine Drehung extrem selten ist.
Ich habe das seinerzeit allerdings auch nicht genauer betrachten lassen, darüber ärgere ich mich jetzt im Nachhinein wo ich deinen Beitrag lese ... aber man ist dann tatsächlich auch viel zu schockiert, um solche klaren Gedanken zu fassen.
Darf ich fragen, hatte Tony einen nachvollziehbaren Stammbaum?
Ja, Tony war ein Enkel von Gary vom Hühnegrab, und ich habe seinen Stammbaum. Ich wollte auch den Züchter benachrichtigen, aber die sind immer so defensiv wenn man irgendetwas sagt, das sich es besser sein lasse, weil es A nichts bringen wird und es mich B zur Weißglut treiben wird.
Vater war Giovanni Guiness Der Drei Grazie - sein Vater Gary Vom Hühnegrab
Mutter war vom Züchter - ihr Vater war Zuran Von Der Kahler Heide.
Ja, dann teilt er sich nach hinten raus über die Mutter Quenn Löher Weg, Uran vom Moorbeck und Elsa vom Kuckucksland in den Vorfahren zu meiner Tequila.
Danke für diese Infos, das sollte eigentlich für jeden Züchter wichtig sein.
Ja, dann teilt er sich nach hinten raus über die Mutter Quenn Löher Weg, Uran vom Moorbeck und Elsa vom Kuckucksland in den Vorfahren zu meiner Tequila.
Danke für diese Infos, das sollte eigentlich für jeden Züchter wichtig sein.
Das finde ich als nicht Züchter aber auch interresant
Heilige Kanone, das kam unerwartet. Und deswegen würde ich es ihnen gerne mitteilen, aber als Tony schon als Welpe mit Giardien und Kokzidien nach Hause kam, haben die schon bestritten, das es von Zwinger war. Wenn die mir jetzt in meinem meinen Zustand dumm kämen, wäre ich im Auto auf dem Weg zu ihnen.
Ich will sie nicht am Tod beschuldigen, aber ein normaler Züchter würde das wissen wollen. Genauso wie ein normaler Züchter wissen will wenn ein Welpe aus ihrem Zwinger eine ansteckende Krankheit ins neue Haus bringt.