@Azemba das ist so witzig (weil lächerlich) und traurig zugleich.. ![]()
Was ist für euch Gewalt in der Hundeerziehung?
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Einfach ignorieren und nicht aufregen. Ist aber leichter gesagt, ich weiß.
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Ich bin auch nach wie vor nicht sicher, ob ich in hysterisches Gelächter oder hysterisches Heulen verfallen soll, wenn ich darüber nachdenke

Micha369 die bei mir zuhause klingelnde Polizei kann ich schlecht ignorieren 🙈
Es waren ja auch mehrere Personen, die uns angeblich „unabhängig voneinander“ angezeigt hätten. Und ich bin völlig überzeugt, dass das nicht an unserem Verhalten lag, sondern weil sie Schäferhunde einfach grundsätzlich hassen und Angst um ihre röchelnden Fußdoggen hatten, dass er die mal frühstückt. Die Hoffnung war wohl, dass man uns sofort den Hund entzieht, damit dieser „endlich weg“ ist.
Eine dieser Terrornudeln streichelt ihn ja mittlerweile immer wieder sehr gerne und freut sich, dass er sich so über sie freut und gibt mir immer den Daumen nach oben, wenn sie an uns vorbei geht und Brummi sich dabei super verhält, was er in der Regel ja schon immer macht, Bärenumarmung sei Dank. Oder sie labert uns an, woraufhin Brummi, der ihr einerseits hallo sagen will und deswegen andererseits sehr unter Spannung steht, dann lautstark explodiert (herzlichen Dank) und nach zwei Bellern ins Winseln übergeht, weil er nicht zu ihr hin kann und andererseits ihren Hund aber auch nicht abkann.
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Eine dieser Terrornudeln streichelt ihn ja mittlerweile immer wieder sehr gerne und freut sich, dass er sich so über sie freut und gibt mir immer den Daumen nach oben, wenn sie an uns vorbei geht und Brummi sich dabei super verhält, was er in der Regel ja schon immer macht, Bärenumarmung sei Dank. Oder sie labert uns an, woraufhin Brummi, der ihr einerseits hallo sagen will und deswegen andererseits sehr unter Spannung steht, dann lautstark explodiert (herzlichen Dank) und nach zwei Bellern ins Winseln übergeht, weil er nicht zu ihr hin kann und andererseits ihren Hund aber auch nicht abkann.
Wie genau muss man sich diese "Bärenumarmung" eigentlich vorstellen?
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Ja, genau, was ist das?
Ein Bear Hug ist eine Dominante Position im Wrestling, und ich würde es auch für eine dominante Geste dem Hunden gegenüber betrachten. Ähnelt Pfote auflegen.
Wenn der Hund entsprechend emotional aufgeladen ist, kann ich mir sogar vorstellen dass ein Schnapper ins Gesicht nicht ausgeschlossen ist.

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Brummi sitzt dabei, ich gehe neben ihn in die Hocke und lege die Arme um ihn und kraule ihn dabei an der Brust.
Je aufgeladener er ist, desto mehr beruhigt ihn das. Es ist ihm möglich, völlig entspannt zu bleiben (du spürst dabei genau die Muskelanspannung im Hund, ob und wie sehr diese vorhanden ist).
Mein extrem zu Übersprungshandlungen neigender Hund hat mir da noch NIE irgendwo hin geschnappt, ganz im Gegenteil, hab ich den nur an der Leine und er will nach vorne, ist aber gefrustet, weil das eben nicht geht und steigt dabei in die Leine, dreht er sich schnappend nach hinten und beißt in das, was grade zur Verfügung ist - Leine, Arm, Hand, Jacke… das Verhalten bzw. diese Übersprungssituationen haben wir mit der Bärenumarmung komplett ausgeknipst, Hunde können mit einem Meter Abstand an uns vorbei, ihn anpöbeln, Dinge die er jagt, die findet er teilweise nicht mal mehr interessant und guckt woanders hin, er bleibt entspannt und guckt nur noch oder halt nicht.
Für Außenstehende ein sehr niedliches, liebes Bild, im Gegensatz zu dem Tarzan, der laut brüllend in der Leine hing und völlig ausrastete und völlig außer Kontrolle war. Manche Leute denken zwar, ich hab ne Klatsche, aber andere sind sehr froh und die Anzeige-Bräute beruhigt, dass wir ihn nicht mehr „strangulieren“ wollen 😎
Ich kraule ihm dabei noch die Brust, je nach Trigger mehr oder weniger intensiv, das hat ihn schon immer sehr beruhigt und je nach Stärke des (kraule-)Reizes lenkt das den Fokus entsprechend von anderen Triggern ab und die konzentration liegt nicht zu 100% darauf, was ihn halt triggert.
Ganz zu Beginn saß ich teilweise halber auf ihm drauf und hab ihn dabei fast zerdrückt - so bildlich gesprochen - bei Hunden, die er wirklich extrem hasst, mittlerweile reicht es, neben ihm zu sein, einen Arm um die Brust zu legen und mit der zu kraulen und mir der anderen Hand sichere ich ihn am Geschirr. Bei anderen Reizen wiederum kann ich sogar stehen bleiben und es reicht, ihm den Hals zu kraulen und er bleibt sitzen. So bauen wir das Schritt für Schritt ab. Eines Tages kann er vielleicht völlig ohne mein Zutun neben mir sitzen bleiben - bei Menschen, Fahrrädern und dergleichen (denen er zwischendurch alle krampfhaft hallo sagen wollte) kann er das bereits seit einer Weile.
Wir machen das seit insgesamt ca. 3 Monaten / Mitte November.
Nachträgliches edit: das machen wir, weil ich weder Stachelhalsband nehmen wollte noch, weil die Methode fürs Abwenden / Click für Blick was gebracht hat, er war sofort im Tunnel und nicht mehr zu erreichen, egal wie lange vorher ich schon mit abwenden etc angefangen habe.
So bleibt er durchgehend ansprechbar und in Kombination mit Auto-Popo („siehst du Auto, machst du Sitz auf dein Popo“) läuft das 1a. Egal was auf uns zukommt, er muss sitzen und macht das aus Distanz, dazu haben wir auch das stop, das er schon sehr lange kann, mit zur Hilfe genommen, denn er läuft bei mir immer ab der 5m Flexi, der MUSS stehen bleiben, wenn ich das verlange und dann setzt er sich aus Distanz hin, wartet auf mich, wird umarmt, der Reiz passiert uns und weiter geht das gassi.
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Ich habe hier nur querlelesen (wie immer die liebe Zeit) möchte aber auch kurz meinen Senf hinzugeben.
Komplexes und sehr vielschichtiges Thema. Aber neben den No-Gos (Elektroshocks, Treten Verprügeln) ist für mich Gewalt eine der Situtation unangemessenen (sprich anders lösbar) und überzogenen Härte (mit weniger Druck lösbar) gegenüber dem Tier. Daraus resultiert dann bei dem Tier eine entsprechende Reaktion (Angst, Schmerz, und ggf Agression/Gegenwehr).
Ganz wichtig ist auch der Charakter/Psyche des Tieres - was z.B. mein Pferd schon nach Tierschutz schreien lassen würde (ein gedanklicher Engergiestrahl meinerseits weil ich mich innerlich ärgere), nun da würde Carla mich auslachen und fein mit dem weitermachen womit sie gerade beschäftigt ist. Da ist dann halt auch die Frage um welchen Kontext es sich handelt....Irgendwas banales oder etwas potentiell gefährliches ? Bei letzterem kann man schonmal abwägen ob man 1x ne dicke, fette Rote Linie setzt (also deutlich überzieht) damit danach nie wieder eine Gefährdung herbeizurufen (ich denke an den Strassenverkehr, Stromkabeln und so Sachen).
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@Azemba
Fantastisch!
Hast du es vorher abseits vom Geschehen geübt sodass er es in assoziiert mit Ruhigsein?
Es ist sicherlich auch hier wieder abhängig von den Vorlieben des Hundes, Axel möcht während Stress oder starker Emotion nicht gern gestreichelt werden.
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@Azemba
Cool
Wie hast du das angefangen und aufgebaut?
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@Azemba
Cool
Wie hast du das angefangen und aufgebaut?
Es war nach der Kastration, da hatte er bedingt durch den radikalen Abfall von Testosteron vor allem absolute Panik, insbesondere nachts und uns kam von weitem eine Frau im Dunkeln entgegen, da ist er schon durchgedreht, schrie, bellte, ballerte in alle Himmelsrichtungen in der Leine, war überhaupt nicht zu stoppen und meine einzige Möglichkeit, ihn zu beruhigen, war dann das bzw kam mir schlagartig in den Sinn, auch um ihn still zu halten, damit er nicht so in die Leine knallt. Also angelte ich ihn zu mir und umarmte ihn einfach ganz fest, kraulte ihn ordentlich und er beruhigte sich sofort, war ruhig bis die Frau vorbei war an uns. Dann hab ich das die darauf folgenden Tage häufiger versucht und war total verblüfft, wie gut das wirkt auf ihn.
Durch Verbena und Luna wusste ich dann, was das für einen Namen hat und dass man das Bärenumarmung nennt.
Aufgebaut habe ich da also gar nichts - ich hab’s einfach gemacht. Läuft völlig ohne Futter/Spielzeug etc, das nehme ich nie/extrem selten mit raus. Das einzige was ich mache, ist ihn gelegentlich ruhig(!) verbal zu loben, während ich ihn da kraule.
Mittlerweile, wenn ich mich dann wieder aufrichte und hinter ihm stehe, dann klackere ich kurz mit der Zunge, dann guckt er so mit hochgestrecktem Kopf nach hinten zu mir (das sieht so drollig aus! Er dreht dann nicht den Kopf, sondern streckt ihn nach oben und guckt so dann nach hinten) und mit „weiter!“ darf er dann wieder losdüsen und ist völlig happy.

Er ist eh so eine extrem anhängliche, verschmuste Kuschelbacke - was man als gar nicht meint, wenn er durch Übersprungshandlungen getrieben dann in meiner Jacke festhängt. 🙃 Hunde, die Körperkontakt extrem blöd finden, bei denen würde ich das wohl gar nicht anwenden, da das dann nicht beruhigt, sondern ggf. zusätzlich stresst und/oder Panik verursacht.
Es ist sicherlich auch hier wieder abhängig von den Vorlieben des Hundes, Axel möcht während Stress oder starker Emotion nicht gern gestreichelt werden.
Streicheln ist wieder etwas ganz anderes, das klassische streicheln mach ich beim Brummi (bzw bei allen Hunden) auch eigentlich gar nicht. Ich kraule denen immer die Brust, Rücken, Kopf etc fasse ich kaum an, denn fast kein Hund mag das und erduldet das nur. Aber Brust kraulen und am Hals krabbeln finden sie eigentlich alle toll.
Brummi fände es dementsprechend auch echt uncool, wenn ich jetzt anfange, ihm in solchen Momenten den Kopf zu tätscheln oder den Kopf zu streicheln - was nicht heißt, dass ich ihn da nicht anfassen und zb behandeln kann, aber er findet „streicheln“ einfach doof dort (wie irgendwie jeder Hund, der mir bekannt ist) und es beruhigend ihn überhaupt nicht.
Aber er wirft sich auch immer auf den Rücken, damit man ihm die Brust krault und liegt dann auch so lange da, bis man das (lange genug) tut und beschwert sich lautstark-auffordernd, wenn man ihn ignoriert:
Aber der Favorit ist halt an Brust und Hals gekrault zu werden:
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das was azemba da mit ihrem brummi macht - geht in die richtung t-touch körperbandagen beim hund
soweit ich weiss gibt es dazu auch ganze anzüge/westen für den hund die eben nach dem gleichen prinzip funktionieren
ich hab das mit dem dalmi auch oft gemacht und hab ebenso gute erfahrung wie azemba mit der umarmung
aber nicht jeder hund kommt damit gut zurecht
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bei uns hat sich allerdings die bärenumarmung auf dauer nicht bewährt. Anfangs war es echt gut, aber dann hat sam mich mal in der hocke umgenietet und das war es dann auch für mich. Liegt vermutlich auch am alter und gewicht und wie stark sie sich fühlen nach der pubertät (sam 38-40 kg, 67 cm und fast 3 jahre).
Aber in dem alter von brummi, mit dem gewicht, ist das eine feine sache.
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bei uns hat sich allerdings die bärenumarmung auf dauer nicht bewährt. Anfangs war es echt gut, aber dann hat sam mich mal in der hocke umgenietet und das war es dann auch für mich. Liegt vermutlich auch am alter und gewicht und wie stark sie sich fühlen nach der pubertät (sam 38-40 kg, 67 cm und fast 3 jahre).
Aber in dem alter von brummi, mit dem gewicht, ist das eine feine sache.
Brummi wiegt bald 36kg, ist 69cm groß (heute gemessen/gewogen) und meint das, was er vor hat, leider verdammt ernst, was mir auch die Trainerin in mehreren Einzeltrainings bestätigt hatte. Was daran eine „feine(re) Sache“ ist, weiß ich nicht genau.
Dass er weniger Kraft hat als ich, ist dem geschuldet, dass ich die besseren Reflexe habe und schon seit jeher Sport mache.
Ich war ewig lange zum Teil wirklich stark verletzt, wenn ihr euch erinnert - mir sind die Hände aufgerissen durch den ständigen Reibungsdruck der Leine, ich hatte verstauchte Finger und Handgelenke, was über mehrere Wochen/Monate nicht geheilt ist, ich hatte starke Muskelverletzungen durch abrupte Zerrungen, wodurch ich mehrere Tage am Stück nicht mehr mit ihm Gassi konnte, weil er in die Leine geknallt ist, ich blutete ständig irgendwo und grün und blau war ich sowieso am ganzen Körper. Umgenietet hatte er mich nie, aber er hat mir einmal die Leine aus der Hand gerissen und auch die Haut der Hand aufgerissen und verbrannt, als er mal durchgestartet ist und mir die Leine dabei durch die Hand rutschte.
Ist das auch Gewalt in der Hundeerziehung, wenn der Hund einen körperlich malträtiert?

Und trotzdem eignet sich das mit der Bärenumarmung durchaus für ihn bzw solche Hunde, denn all das ist Geschichte und darüber bin ich sehr froh. Ich mache das aber auch sehr konsequent, egal was uns entgegen kommt. Denn selbst wenn es nicht sein müsste: das überträgt sich genau auf die Situationen, wo es definitiv sein muss und so fällt es ihm in schwereren Situationen deutlich leichter.
Das Verhalten zeigte er ja schon mit 4 Monaten, wog damals aber noch gute 20kg weniger und war 20cm kleiner - auch wenn er damals noch eine andere Motivation hatte. 🙃
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@Azemba gibt's die Trainerin die du da vor deiner Pause hier hattest eigentlich noch?
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@Azemba gibt's die Trainerin die du da vor deiner Pause hier hattest eigentlich noch?
Jepp, klaro! Mit der mache ich auch weiter und wir haben ziemlich viel Kontakt. Ohne die wäre ich echt arm dran - oder Arm ab, wenn er weiterhin noch so in die Leine ballern würde wie damals…
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