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  1. Das Schäferhund Forum
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Muskelaufbau bei krankem Hund

  • MyRex
  • 4. September 2022 um 13:16
  • MyRex
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    • 4. September 2022 um 13:16
    • #1

    Hallo ihr Lieben,

    Mein Jungspunt ist bald zwanzig Monate alt und leider durch seine Krankheit (EPI) ziemlich schwach geworden.

    Er besitzt kaum Muskeln, ist schnell müde, kann sich nicht lange konzentrieren.

    Seine BSD hat sich mit der Gabe von Enzymen beruhigt, sein Darm wird zusätzlich mit Prä- und Probiotika aufgebaut.

    Er wiegt nur 30/31 kg, man spürt überall seine Knochen ;( ich könnte echt heulen, SH ist ca.63 cm.

    Wie kann ich es sanft angehen, ihm zu helfen, seine Muskeln langsam aufzubauen, ohne ihm zu Schaden. Ich meine, die Kondition ist natürlich auch nicht top.

    Ich habe hier schon gelesen, bergauf laufen, Physio und so. Leider ist es hier topfeben und ob es Physiotherapie für Tiere gibt, das weiss ich nicht. Dies bezweifle aber.

    Habt ihr mir Tipps oder Ideen, wie ich das anstellen kann? Vor allem möchte ich auch wissen, wie kann ich das zeitlich aufbauen, ohne ihn körperlich zu überlasten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nach maximal einer Stunde Gassi gehen die Luft draussen, mehr geht nicht.

    Ich danke schon mal im Voraus <3

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 4. September 2022 um 13:20
    • #2

    evtl.mit einem Wackelbrett. Ansonsten gibt es glaube ich ein Buch für Muskelaufbau bei Hunden.

    Ach so und evtl. Mit TA oder mit Verbena direkt hier mal anschnaken bezüglich Muskelaufbau Helferchen und Ernährung

  • Kimba2001
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    • 4. September 2022 um 13:30
    • #3

    Kannst Du bei euch mit ihm schwimmen gehen?

    Ansonsten würde ich ein Balance Kissen, Gymnastik Ball usw empfehlen.

    Verbena und Boss haben in ihren Threads dazu geschrieben.

    Alex mit

    Dina 08.03.2017 & Basko 27.07.2019

    :love:

    <3Aiko 2008-2019, Kimba 2005-2017, Kira 2000-2005, Irko 1996-2007,Varko 1994-1996, Aki 1985-1994, , Hasso II & Hasso I 1975-1986 <3

    <3🐱Tinka 2014-2025, Mietzi 2007-2026<3

  • Boss
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    • 4. September 2022 um 14:03
    • #4

    Ich kann dir Balanceübungen auf ganz normalen Balancekissen sehr empfehlen. Natürlich gibt es ganz viele Formen speziell für Hunde, kosten aber dann beinahe das Doppelte. Ich würde eines mit einer glatten Seite mit Rillen und die andere Seiten mit Noppen wählen, damit dein Hund sich erstmal an das Gefühl des wackeligen Untergrundes gewöhnen kann. Manchen sind die Noppen darauf einfach noch zu viel, anderen ist es egal.

    Auch Massage“igel“ für jeweils ein Pfote kannst du später, wenn dein Hund sich damit bereits vertraut gemacht hat und die Übung begriffen hat, dazu nehmen.

    Solche Übungen sprechen die Tiefenmuskulatur an, die man sonst kaum erreichen kann. Sind also wirklich ideal für den Muskelaufbau oder Erhalt. Anfangs darfst du wirklich nur wenige Minuten üben, das ist sehr anstrengend für den Hund. Aber auch sehr effizient.

    Und je mehr Luft drinnen ist, umso LEICHTER ist es anfangs, je weniger, umso schwieriger.

  • Flummi
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    • 4. September 2022 um 14:09
    • #5

    Schwimmen ist natürlich immer Klasse für den Muskel Aufbau. Sehr zu empfehlen bei Hunden mit (und natürlich auch ohne) Gelenkproblemen da sehr schonend.

    Ich denke aber, dass du ihn auch sehr gut über normale, kontinuierliche Spaziergänge wieder fit bekommen wirst.

    Er ist ja "nur" ausgemergelt, da er durch seine EPI sein Futter nicht verwendet konnte???

    (Geröntgt ist er? bzw. Gelenke sind ok?)

    Wenn das so ist, und ihr das Problem mit der Pankreas im Griff habt, wird er sich mMn auch relativ schnell erholen.

    Allerdings braucht er denke ich erstmal ein bisschen Substanz, bevor du "ins Training" gehst.

    Wenn genügend Körperliche Substanz da ist, spricht mMn auch nicht gegen Training am Rad.

    Hier hat Ruebchen mir mal einen ganz tollen Trainingsplan:

    Zitat von Ruebchen

    Dann nochmal stehen lassen bis er 15 Monate war, und dann habe ich mit kontinuierlichen Ausdauertrainings begonnen (2 - 3x die Woche).

    Angefangen habe ich da mit 2km Runden.


    Über den Zeitraum von 3,5 Monaten haben wir uns so hoch gearbeitet bis 18km. Für uns hat das gut gepasst.

  • MyRex
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    • 4. September 2022 um 14:45
    • #6
    Zitat von Flummi

    (Geröntgt ist er? bzw. Gelenke sind ok?)

    Wenn das so ist, und ihr das Problem mit der Pankreas im Griff habt, wird er sich mMn auch relativ schnell erholen.

    Allerdings braucht er denke ich erstmal ein bisschen Substanz, bevor du "ins Training" gehst.

    Flummi , nein, geröntgt ist er noch nicht, das steht ihm aber noch bevor

    Ich muss noch immer Spezialfutter (Virbac, wight loss & control) füttern. Ob er damit schon zunehmen kann?

    Laut TA soll erstmal die BSD beruhigt sein - i.O. und der Darm muss auch fit sein - neg., bevor man ans zunehmen denken könne. Hm, wie lange dies noch dauert, weiss ich natürlich nicht, gebe jetzt den zwölften Tag das Prä- & Probiotikum.

    Bin ich zu ungeduldig? :saint: :?:

  • Axman
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    • 4. September 2022 um 14:54
    • #7

    Ich empfehle ein Buch:

    Form, Funktion, Fitness

    von Sandra Rutz

    (das Neuere, es gibt ein älteres, das ist auch gut)

    Da ist eine Fülle von Übungen beschrieben, vorauf man achten soll, was man braucht, etc. Sogar Anleitung zu Technik, wie man dem Hund Target usw beibringt, wie Klickertraining funktioniert. Die Trainingsgeräte kann man selber basteln und teilweise werden auch die Geräte die hier schon genannt wurden benutzt.

    Auch gibt es online Programme mit Videos wo man gut mit arbeiten kann und eine Physiotherapeutin ansprechbar ist, allerdings, die die ich kenne sind auf Englisch. Vielleicht gibt es sowas auch in Deutschland? Online, meine ich.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • nette
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    • 4. September 2022 um 20:17
    • #8

    Langsames Klettern über Hindernisse, Erdhügel hoch und runter, Balancekissen und vor allem mehrere kleine Einheiten über den Tag verteilt und danach Ruhe zu erholen. Ich denke aber wenn er gut mit den Enzymen eingestellt ist, dann wird bei normaler Belastung auch die Fitness wiederkommen.

    Ich würde berücksichtigen das Stress für manche EPI Hunde ein Problem ist und das gut beobachten und ggf. den Alltag relativ gleich gestalten.

    Bei der Ausdauer würde ich wirklich nur sehr sehr langsam steigern.

    Annett mit Lexy und Carma

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

  • Boomer&Hicks
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    • 5. September 2022 um 08:42
    • #9

    Falls Schwimmen, hat unsere Physio gesagt, immer mit Schwimmweste, nur dann werden auch die richtigen Muskeln beansprucht!

    SG Tanja mit

    "Hicks" Bubi vom Humbergturm *15.03.2021

    "Finn" A Hamburger von den Albspätzle *12.04.26

    Boomer Husky-Podenco Mix * 08/2009 - +06.06.2025

  • Flummi
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    • 30. September 2022 um 17:41
    • #10
    Zitat von MyRex

    Seine BSD hat sich mit der Gabe von Enzymen beruhigt, sein Darm wird zusätzlich mit Prä- und Probiotika aufgebaut.

    Wie geht es deinem Bub? Hat sich was verändert?

  • Dario
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    • 2. Oktober 2022 um 13:26
    • #11

    Vor dem selben Problem stand ich mit meiner Nika nach ihrer Gebärmutterentzündung und akuten Pankreatitis auch.

    Sie sah aus wie eine abgemagerte Hyäne.

    Ich selber hab es nicht ganz hinbekommen sie wieder aufzupäppeln, schon gar nicht wenn ich weiter auf den TA gehört hätte.

    Ich hab mich dann doch in Hände einer Tierphysio & Tierheilpraktikerin gegeben.

    Und es hat wirklich geholfen. Darm aufgebaut & eingespielt, das richtige Futter rausgesucht und viel Bewegung, Übungen, Massagen & Lasertherapie.

    Nika hat jetz Muckies und ordentlich Wums, 10km Fahrrad oder Joggen, kein Problem.

    Vorher waren 2km schon das maximum

    Aber wie schon hier gesagt wurde Berglaufen, Schwimmen. Kleine Sprints, den Hund balancieren lassen.

  • MyRex
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    • 3. Oktober 2022 um 22:44
    • #12
    Zitat von Flummi
    Zitat von MyRex

    Seine BSD hat sich mit der Gabe von Enzymen beruhigt, sein Darm wird zusätzlich mit Prä- und Probiotika aufgebaut.

    Wie geht es deinem Bub? Hat sich was verändert?

    Hi Flummi ,

    Danke, der Nachfrage. Meinem Bub geht es soweit ganz gut. Nach sechs Wochen Prä- und Probiotikum haben wir damit mal eine Pause eingelegt. Ich will nach unserem einwöchigen Urlaub die Elastase im Kot untersuchen lassen und dann soll man ja meines Wissens vorher „lebende“ Zusatzstoffe absetzen.

    Wir sind 1000 km gefahren mit einmal übernachten. Hat so super funktioniert, morgens und abends jeweils eine grosse Runde mit anschliessendem Fressen mit Enzymen, damit der Fressrythmus nicht aus den Fugen gerät.

    Er hat keinen Durchfall bekommen, das ist schon mal sehr gut 👍.

    Mengenmässig darf er ein bisschen mehr fressen, der TA hat die Fütterungstabelle nochmal angeschaut und jetzt hoffe ich, dass er auch ein bisschen was „ansetzen“ kann.

    Hier (in der Schweiz) können wir gut den Freilauf, bzw.. den Rückruf trainieren, das klappt auch ganz toll…. ohne Ablenkung ^^ und ist gut für seine Muckis ;)

    Liebe Grüsse aus der Schweiz <3

  • MyRex
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    • 3. Oktober 2022 um 23:01
    • #13
    Zitat von Dario

    Vor dem selben Problem stand ich mit meiner Nika nach ihrer Gebärmutterentzündung und akuten Pankreatitis auch.

    Sie sah aus wie eine abgemagerte Hyäne.

    Ich selber hab es nicht ganz hinbekommen sie wieder aufzupäppeln, schon gar nicht wenn ich weiter auf den TA gehört hätte.

    Ich hab mich dann doch in Hände einer Tierphysio & Tierheilpraktikerin gegeben.

    Und es hat wirklich geholfen. Darm aufgebaut & eingespielt, das richtige Futter rausgesucht und viel Bewegung, Übungen, Massagen & Lasertherapie.

    Nika hat jetz Muckies und ordentlich Wums, 10km Fahrrad oder Joggen, kein Problem.

    Vorher waren 2km schon das maximum

    Aber wie schon hier gesagt wurde Berglaufen, Schwimmen. Kleine Sprints, den Hund balancieren lassen.

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    Danke Dario, dass du deine Erfahrung hier mitteilst.

    Mich würde besonders interessieren, wie oder mit was du den Darm aufgebaut hast und was meinst du mit „eingespielt“?

    Und ganz besonders gerne würde ich natürlich auch das Futter wissen, welches euch schlussendlich geholfen hat.

    Bei Rex bemerke ich ein bisschen mehr Energie und Lebensfreude, das sehe ich v.a. wenn er richtig strahlend über die Wiesen flitzt <3 :love:

    Liebe Grüsse z.zu. aus der Schweiz

  • Dario
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    • 4. Oktober 2022 um 18:34
    • #14

    Also ich hab jetzt nicht alles 100% hinterfragt, da die Tierheilpraktikerin praktischerweise auch unsere Trauzeugin ist und ich ihr da zu 110% vertraue und ich die Gesundheit und die Resultate an ihren Tieren auch sehe.

    Aber wir haben angefangen die Darmflora mit einer Kräutermischung aufzubauen und dann langsam aufs neue Futter + verschiedene extras (alles natürlich) um die Verdauung auf das Futter einzustellen.

    Das Futter kommt auch aus ihrer eigenen Herstellung, aber ich weiss nicht ob die Nennung hier jetzt unter Werbung fällt.

  • ProudPoetry1819
    Gast
    • 16. November 2022 um 22:24
    • #15

    Wichtig wäre auch das Du Ihm mehrmals am Tag kleinere protein-und kohlenhydratreiches Futter gibst, so ist durch die dadurch einhergehende positive Stickstoffbilanz ein anaboler (aufbauender) Effekt gegeben, welcher sich positiv auf den Metabolismus der Muskulatur auswirkt.

    Ich war früher in der Ernährungsberatung tätig, aber da wir Menschen uns rein physiologisch nicht sehr von Hunden unterscheiden, sollte dieses sicher auch bei Hunden positive Anwendung finden.

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