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Wesenstest in Niedersachsen

  • opcajo
  • 22. Juni 2023 um 12:08
  • Pepper
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    • 7. Juli 2023 um 08:10
    • #16

    Puhh, ja das ist echt schwierig.

    Mir fehlt auch manchmal das Verständnis für die andere Seite.

    Gleichzeitig erlebe ich hier wo wir leben häufig, das sogar Jugendliche (Halbstarken-Alter), wie aufgescheicjte Hühner über den Gartenzaun auf die angrenzende Wiese springen, weil ihnen Pepper auf dem Gehweg ohne Leine entgegen kommt. Und das ist nicht übertrieben.

    Meist sind es Menschen aus dem arabischen Raum.

    Aber auch deutsch-stämmige rufen panisch "bitte nicht ableinen", wenn sie sehen das ich Anstalten mache, Pepper von der Leine zu nehmen...und dann sind wir noch 50m voneinander entfernt.

    Ich habe mir abgewöhnt mit "der ist lieb" zu beschwichtigen. Erstens ist ist diese Angst nicht rational und zweitens ist es nicht meine Aufgabe. Also zeige ich Verständnis und ernte oft überschwenglich Dankbarkeit.

    opcajo Dein Nachbar ist sicherlich ein anderer Fall und man kann nur froh sein, wenn solche Menschen nicht in näherem Umfeld zu Hause sind.

  • Ruebchen
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    • 7. Juli 2023 um 08:20
    • #17

    opcajo darf man fragen, was denn überhaupt passiert ist, dass diese Überprüfung nun im Raum steht?

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • Kathy
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    • 7. Juli 2023 um 08:40
    • #18

    Klar ist Angst nicht rational, aber warum ist es in Ordnung, dass mich diese Menschen durch ihre Angst einschränken und ich wieder die Aufgabe habe diese Angst abzufedern?

    Ich hatte da eine Begebenheit im letzten Urlaub, als wir in Klagenfurt im Minimundus waren. Hatte die Hunde mit, beide natürlich an der Leine, ist ja klar, und wir schlendern da so durch die Ausstellung. Ich dränge mich mit den Hunde natürlich jetzt auch nicht an den Zaun um mir die Ausstellungsstücke anzusehen, warte bis ich hin kann eben einen Meter entfernt oder so. Steht vor mir eine Familie (Mutter, Vater, Kind etwa im Alter von 8-9 Jahren) und ich warte bis die zum nächsten weiter gehen, dreht sich die Mutter um, sieht meine Hunde und springt panisch zum Kind, nimmt es an den Schulter und führt es weg, mich dabei mit den Blicken tötend. Ich konnte mir ein: Die fressen keine Kinder, nicht verkneifen. Kam ein giftiges: Das Kind hat trotzdem Angst! zurück. Na soll ich jetzt deswegen nicht mit den Hunden in eine Ausstellung gehen wo Hunde - für alle sichtbar gekennzeichnet - erlaubt sind? Es könnte ja sein, dass ich auf jemanden treffe der Angst vor Hunden hat!

    Und ganz ehrlich, das Kind hat deutlich weniger panisch reagiert als die Mutter, also frage ich mich da ernsthaft, WER hier Angst hat. Das Kind eher weniger und das wenige vermutlich auf Grund der Mutter.

  • Axman
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    • 7. Juli 2023 um 09:35
    • #19

    Bei Menschen aus dem arabischen Raum ist die Angst tiefgegründet, weil es dort wilde und halbwilde Hunde gibt, die eine wirkliche Gefahr für Kinder darstellen.

    Meine Nachbarin (Marrokkanerin) hat eine Tochter mit einem Spanier und das Mädchen hat panische Angst vor Hunden, ebenso wie ihre Mutter, obwohl sie wissen, dass es den normalen Nachbarhunden gegenüber total unbegründet ist.

    Obwohl ich Verständnis für die Angst habe, frage ich mich oft, warum sie nicht daran arbeiten diese Angst zu mildern.

    Es muss doch furchtbar sein, solche Ängste zu haben, wenn man in einer Gesellschaft lebt wo man alle Nase lang auf einen Hund trifft und man ausserdem weiss, dass Angst bei einem (unvermeidlichen) Zusammentreffen mit einem Hund alles nur noch schlimmer macht.

    Ich würde mich als Mutter sehr sehr schlecht und unverantwortlich fühlen, wenn ich mein Kind in seiner Angst bestärkte, anstatt daran zu arbeiten, dass mein Kind sich besser und sicherer fühlen kann.

    Immer dieses "die anderen müssen dafür sorgen dass ich mich besser fühlen kann". Geht nicht in meinen Kopf, so eine Einstellung.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Kathy
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    • 7. Juli 2023 um 10:09
    • #20

    Da bin ich absolut bei dir Axman

    Aber das ist eben die Einstellung, dass die anderen dafür Sorgen müssen, dass ich Angstfrei durchs Leben gehen kann. Nicht ich hab an mir zu arbeiten, sondern die anderen haben dafür zu sorgen, dass mir kein Hund zu nahe kommt. Oder bei manchen überhaupt ins Blickfeld kommt. Das ist einfach dieser Egoismus, und das Gesetz unterstützt diese Denkweise auch noch. Im Fall der Hunde werden die einfach mal für alles als Bösewicht herangezogen, weil jeder Hund hat Zähne und die kann er ja und wird er ja auch einsetzen, zumindest wenn man sich das Gesetz so ansieht bei uns.

    Grundsätzlich kann mich aber auch jedes Auto zu Tode fahren, deswegen verbietet man das Autofahren aber auch nicht.....

    Ich hatte eine Kollegin damals auf der Uni, wo Fina mit ins Büro durfte, die hatte Angst vor Hunden. War anfangs etwas skeptisch, als vom Chef verkündet wurde, dass mein Hund ab jetzt mit kommt. Sie wusste selbst nicht so genau warum sie solche Angst hatte, aber sie hat sogar Straßenseite gewechselt, wenn ihr ein Hund entgegen kam. Wir haben immer noch Kontakt, sie hat ebenfalls 2 Kinder im selben Alter wie meine und wir treffen uns sporadisch immer mal wieder und auch bei mir zu Hause. Sie würde sich jetzt selbst nie einen Hund anschaffen, aber meine beiden, vorallem Fina machen ihr überhaupt keine Angst mehr. Sie sagt selbst, dass ich Fina mit ins Büro genommen habe, war für ihre Hundeangst das Beste was ihr passieren konnte. Durch Fina hat sie die Angst großteils verloren. Sie wollte ja daran arbeiten und ging in der Mittagspause sogar mit mir in die Hundefreilaufzone. War für sie anfangs eine große Überwindung, aber sie hat sich halt dann hinter mir versteckt, wenn ein Hund auf sie zu kam. :D

    Natürlich kann nicht jeder seine Angst besiegen, aber alles auf die anderen schieben geht nicht. Dann muss man damit Leben und umgehen lernen.

  • Axman
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    • 7. Juli 2023 um 10:45
    • #21

    Hinzufüg:

    Ich bin natürlich auch ein Hunde-an-die-Leine befürworter.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Pepper
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    • 7. Juli 2023 um 10:54
    • #22

    Kathy es ging mir nicht um Deine Ausstellungssituation. Wenn etwas explizite erlaubt ist, weiß ja jeder, nach welchen Spielregeln gespielt wird.

    Wir haben, außer in ausgewiesenen Bereichen, überall in Deutschland Leinenpflicht. So wie wir auch Abstandsregeln beim Vorbeifahren von Autos an Radfahrern haben.

    Beides dient dem Schutz des Schwächeren.

    Das wir unsere Hunde oftmals - und ich auch - ohne Leine laufen lassen, ist klar ein Regelverstoß.

    Den meisten Menschen (ohne Angst) ist es egal, daher wird dieser Regel oft auch nicht gefolgt und das Ordnungsamt kontrolliert entsprechend lasch. Fakt ist aber, es ist ein Verstoß.

    Wenn jetzt jemand sagt, er hat Angst vor Hunden und wir eigentlich eh verpflichtet sind, den Hund an der alleine zu führen, gibt es eigentlich keine Diskussionsgrundlage mehr.

    Ich hab übrigens (hier mal umgekehrt) gerade fast einen Radfahrer von Rad geholt! Am Kragen hatte ich ihn schon 🙄

    Wir waren auf einen 2m breiten, asphaltierten Weg (Fußgänger und Radfahrer nicht getrennt) unterwegs. Pepper lief frei und ich schaute gerade auf's Handy. Ich ging in der Mitte des Weges.

    Ja, ich war unaufmerksam (Augen), aber ich könnte hören.

    Plötzlich tauchte 10cm rechts von mir ein E-Bike mit einem Typen drauf auf und ich hörte in dem Moment die Klingel. War alles zusammen ein Moment. Ich hab mich so erschreckt und ihn instinktiv am Kragen von Rad gezogen und angeschrien.

    Jetzt kann man sagen:

    1. Pepper war nicht angeleint

    2. Ich ging mitten auf dem Weg

    3. Ich habe ihn tätlich angegriffen

    oder man sagt

    1. Er ist der stärkere Verkehrsteilnehmer

    2. Er hat immer Rücksicht zu nehmen

    3. Er hat rechts überholt

    4. Sich den Weg freiklingeln und draufhalten ist keine Option

    Da mir dies mit Radfahrern bereits mehrfach (Bremsen und frühzeitiges Klingeln scheint irgendwie nie eine Option bei Radfahrern zu sein) passiert ist, werde ich heute zur Polizei fahren und mich beraten lassen, wie dies dort gehandhabt wird.

  • Kathy
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    • 7. Juli 2023 um 12:11
    • #23

    Pepper eine gewisse Rücksichtsnahme ist für ein gutes Miteinander notwendig. Auch wenn ich die Hunde da mitnehmen darf muss ich ja nicht jeden auf die Pelle rücken, sondern halte halt Abstand. Andererseits wenn der Hund frei läuft und es keinen Grund gibt warum er das nicht soll, muss ich mir nicht von anderen sagen lassen, dass er das eigentlich nicht darf. Leben und Leben lassen ist das Motto.

  • Cinja
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    • 7. Juli 2023 um 13:22
    • #24

    Das wäre mir neu, dass in D generelle Leinenpflicht ist.

    Hier in Niedersachsen ist vom 01.04. bis 15.07. Leinenpflicht wegen der BuSz, ansonsten nicht.

    Crazy vom Special Highlight *03.05.2018

    Phaja von der Ellerbachbrücke *15.04.2006 - † 08.02.2018

  • Axman
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    • 7. Juli 2023 um 15:09
    • #25

    In Bayern regelt es jede einzelne Gemeinde anders.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Schafring
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    • 7. Juli 2023 um 16:32
    • #26
    Zitat von Pepper

    , überall in Deutschland Leinenpflicht

    nicht in allen Bundesländern!

    „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. “

  • Pinguetta
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    • 7. Juli 2023 um 17:00
    • #27

    Ja, Pepper , ich bin zwar (theoretisch mittlerweile nur noch) auch Radfahrerin, aber ich habe auf einen großen Teil der Radfahrer mittlerweile einen ausgeprägten Hass. M.M.n. ist eine Radfahrerin daran Schuld, dass Harras so seine Probleme mit von hinten kommenden Radfahrern hat.

    2016, Harras war noch nicht 1 Jahr alt, kam im Novembermorgen eine Radfahrerin von hinten ohne sich bemerkbar zu machen (und weder Hund noch ich waren zu übersehen, da Hund Leuchthalsband trug und ich eine Warnweste) an uns vorbeigesaust.

    Harras hatte sich erschreckt und ich auch. Er wollte dann der Radfahrerin hinterher und ich wollte ihn zurückhalten. Dabei zog er mich über meinen linken Außenfuß und ich stürzte und ließ die Leine los. Harras rannte dann der Radfahrerin hinterher, die ihn dann laut ankreischte, ich rief Harras zurück. Das ging alles zacke, zack nacheinander, also sehr schnell. Die Radfahrerin fuhr dann weiter und ich rief ihr nur noch hinterher:"Ich hoffe, dass es Ihnen gut geht. Was mit mir ist, ist ja nicht wichtig." Dann bin ich nach Hause gehumpelt. Das Ende vom Lied: ich hatte mir den Fuß gebrochen und war einige Tage im Krankenhaus.

    So, und wenn nun von hinten ein Fahrrad angesaust kommt, möchte Harras immer hinterher. Kommt das Rad frontal von vorne, ist es egal. Nur leider habe ich im Hiinterkopf keine Augen und muss also höllisch aufpassen. Daher gehe ich mit Harras nur noch in Gegenden, in denen (eigentlich) keine Fahrradfahrer sind.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • Goldi
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    • 12. Juli 2023 um 12:46
    • #28

    Man muss inzwischen echt aufpassen, wenn man mit seinem Hund unterwegs ist, da es eine sogenannte Gefährdungshaftung gibt. Da kann man nicht vorsichtig genug sein und die Leute - so habe ich das zumindest beobachtet - werden auch immer klagefreudiger...

  • Waschbär
    Moderator
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    • 12. Juli 2023 um 20:02
    • #29

    Gefährdungshaftung für "Luxus"tiere (also solche die nicht zur Deckung des Lebensunterhaltes gehalten werden) gibt es schon ewig. Und ist der Grund warum jeder Hundehalter eine entsprechende Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben sollte. Die nicht nur Schäden, für die der Hund ursächlich ist, bezahlt. Sondern auch unberechtigte Ansprüche Dritter abweist (ähnlich wie eine Rechtschutzversicherung).

    Ordnungs- und strafrechtliche Konsequenzen, die nach einem Vorfall mit einem anderen Hund oder gar einem Menschen folgen können, sind für Hund und Halter oft schwerwiegender.

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