Wind im Haus bei geöffnetem Fenster wird zum Problem

  • wir haben aktuell einen Kellerhund ;(

    Es ist heiss und im ganzen Haus warm - Lexy verschwindet im kalten Keller, quasi 24/7.

    Es zieht ein leichter Wind durchs Haus - Lexy verschwindet im Keller. Auch ohne das Türen oder Fenster knallen.

    Es gewittert und regnet - Lexy verschwindet im Keller.


    Ist die Kellertür nicht offen, dann läuft sie einem nervös (noch nicht panisch) um die Füsse rum, drückt sich unter den Schreibtisch - oder steht nachts um 3 Uhr plötzlich sabbernd im Bett über einem.


    Wir lassen die Kellertür aktuell fast immer offen und sie kann selbst entscheiden wann sie runter geht. Was sie zur Zeit fast 24/7 nutzt. Ich hab das Gefühl unten im Keller kommt sie dann tatsächlich ein bischen besser zur Ruhe, weil sie dort kaum was mitbekommt vom Wetter.


    Türstopper haben wir auch, aber das nutzt nix - Wind im Haus ist mit Knall oder ohne für sie Stress.

  • Ich (hatte) das Problem bei Lex auch, es ist aber nach einigen Jahren und Umzug fast überstanden.

    Meine höchste Priorität liegt auf, die Türen und Fenster dürfen nicht mehr zuknallen und ganz wichtig, niemals hektisch, aufgeregt, nervös oder ähnliches in der Richtung werden. Ich laufe langsam und gelassen und mache ein Fenster nach dem anderen zu, völlig unaufgeregt.

    Draußen hat er gar keine Angst vor Gewitter also ist sein Problem Menschengemacht.

  • Das Wetter macht Sam nichts aus, auch wenn es draußen stürmt. Da verkriecht er sich unter den Tisch und gut ist es.


    Aber leider haben wir in der Nachbarschaft, naja so ca. in 200 m Entfernung ein kleines Lokal und wenn da jemand Geburtstag hat, wird mit Knallerei das Geburtstagskind um Mitternacht gefeiert. Sam bekommt da dann die Vollkrise, wie an Silvester. Die Knallerei dauert zwar nicht lange, aber für ihn reicht der erste Schuss, dass er wie irre rumbellt. Letztens ist er dann zitternd zu uns ins Bett gesprungen. Ich habe dann alle Fenster und Türen geschlossen, ab da war es schon zu spät.

    Ich habe überhaupt keinen Plan, wie wir das händeln können. Wir wissen halt auch nicht, wann da jemand Geburtstag hat, um vorher schon alles zu zumachen.


    Wenn ich mit ihm unterwegs bin und es knallt irgendein Jäger, dann macht ihm das überhaupt nichts aus. Aber drinnen, eine Katastrophe.

    Hat jemand einen Tip für mich?

  • Arme Lexy, da hat sie ja wirklich richtig Stress.


    Hat jemand einen Tip für mich?

    Crazy regt sich bei Knallerei auch immer sehr auf, wenn sie im Haus ist. Draußen macht ihr das auch nichts aus.

    Ich mache es seit letztem Jahr so, dass ich mich mit ihr ins Auto setze, wenn ich weiß, dass es ein Feuerwerk gibt.

    Bei Geburtstagsfeiern ist das natürlich doof, wenn man es vorher nicht weiß. Aber bei Crazy hilft es auch, wenn es das erste Mal geknallt hat und ich dann mit ihr ins Auto gehe. In der Box ist sie dann ruhig und entspannt.

  • wir haben aktuell einen Kellerhund ;(

    Und Carma lässt sich nicht davon anstecken?


    Aber interessant, wie viele Hunde dann doch auf Wind reagieren. Bei uns war wohl einfach dieses Zusammenspiel von Sturm und Gewitter mit dem lauten Knall der Türen das Problem. Heute Nacht hatten wir alle Fenster geöffnet, aber die Türen zu. Obwohl es auch gewittert hat, gab es von Hund keine Reaktion :)

    Meine Eltern hatten damals eine Hündin, die schon Stunden vor bis auch nachdem Gewitter panisch durch das Haus lief.

  • Cinja bis ich mitternacht mit sam im auto bin, ist so eine geburtstagsknallerei auch vorbei.

    Diesen quatsch finden immer mehr junge leute super, aber was mit den tieren ist, das ist denen vollkommen egal.


    Im garten bellt er bei schüssen schon auch, nur beim gassi macht es ihm nichts aus. Ich habe keine ahnung, ob sam schussfest ist, glaub aber wohl eher nicht.

    Vllt wäre eine box hier tatsächlich die lösung, weil er sich da evtl geschützter fühlen würde.

  • Der Witz ist ja, draussen liebt sie Sturm und da macht ihr wind und Gewitter null aus. Aber sobald im Haus auch nur ein Windhauch geht, verzieht sie sich.

    Schussfest ist sie auch, wenn wir auf den Hundeplatz gehen und die Schützen holen nebenan die Gewehre oder Großkaliber raus - ist es ihr egel- sie trainiert trotzdem fröhlich weiter mit mir. Aber im Haus darf die Tür durch den Wind noch nicht mal wackeln oder klappern.

    Und wir haben hier nix unternommen, das unserer Meinung nach irgendwas "Menschengemacht" ist - denn wir selbst lieben unruhiges Wetter und rennen nicht selbst panisch irgendwelche Fenster schliessen wenn sich eine Wolke am Himmel zeigt.

    Ich habe die Erfahrung mit meinem Dalmatiner auch schon gemacht, als Junghund Silvester noch mitten im Getümmel und mit 10 Jahren dann unterm Tisch verkrochen.

    Es scheint, dass mit zunehmenden Alter auch an der Empfindlichkeit zugenommen wird.


    Maline - nein Carma lässt sich davon überhaupt nicht anstecken. Die liegt total gechillt bei uns.

  • Axel hat ja auch die Angst vor Geistern. Wenn unsichtbare Mächte Türen oder Fenster klappern lassen. Ansonsten ist er komplett Schussfest, Feuerwerkfest und Gewitterfest.


    Ich denke auch, mit dem Alter werden solche Dinge schlimmer, allerdings war es bei Axel in letzter Zeit wieder besser, keine Ahnung warum.


    Ich habe mit ihm ab und zu geübt und habe Fenster oder Türen so leicht klappern lassen wenn ich danebenstand und er auch. Für ihn ist eher das leise Geräusch schlimm, wenn die nicht ganz zugehen oder zufallen, sondern immer wieder so halb und dann wieder aufgehen. Vielleicht hat es ja ein bisschen was gebracht? Ich habe immer zu ihm gesagt "guck, ICH mache das!". Evtl. brauchte er den Zusammenhang zwischen meinem Wirken und dem Geräusch?


    Keine Ahnung, ganz ist das Thema noch nicht durch, mal sehen wie es nach dem Sommer wird, wenn wir wieder Fenster auf und Durchzug haben können.

  • bei sam hat das auch so ca mit 5 jahren begonnen und umso älter er wird (jetzt ist er 7) desto geräuschempfindlicher wird er.

    Und wenn es anderen auch so geht, dann ist das schon ein kleiner trost.

    Man kann halt leider das knallen nicht üben, also ich wüsste nicht mit was und eine schreckschussknarre kauf ich mir nicht.

  • du könntest es über knallgeräusche aus dem handy versuchen, es gibt ja für silvester z.b. da auch extra so tonspuren (früher ^^ gab es mal so geräusche CD`s ) jetzt gibts das auch bei Spotify z.B. "Hund Feuerwerk Silvester Training" oder "gewittergeräusch" ...


    Blöd ist nur, dass es oft nicht die Geräusche alleine sind, sondern eben genau der Wind und die Energie die damit einhergeht und das kann man nicht nachstellen

  • eine schreckschussknarre kauf ich mir nicht.

    Deshalb waren meine alten Hunde früher so gechillt: mein Sohn spielte damals noch mit seinen Freunden Cowboy und (früher hieß es Indianer) und man knallte mit Spielzeugpistolen herum 8)

  • eine schreckschussknarre kauf ich mir nicht.

    Deshalb waren meine alten Hunde früher so gechillt: mein Sohn spielte damals noch mit seinen Freunden Cowboy und (früher hieß es Indianer) und man knallte mit Spielzeugpistolen herum 8)

    Ja, bei uns ist es ein grosser Vorteil, dass es in Spanien ganz oft irgendwo knallt und ballert, seien es die Schreckschussanlagen in den Weinfeldern, die Militärs in den Bergen, die Jäger nebenan, die Patronatsfeste oder wenn Madrid oder Barça ein Tor geschossen haben :D


    Einiges davon ereignet sich in einer Entfernung von 2 bis 20km, das hilft ungemein, wenn solch Geballere oft in abgeschwächter Form zu hören ist, dann können sie es auch aus mehr Nähe gut aushalten wenn es denn mal näher ist.


    Und wir üben ja auch Schussfestigkeit auf dem Hundeplatz, da hatte ich auch gedacht, für Nicht-Sportler könnte es hilfreich sein mit dem Hund mal zu einer Prüfung zu fahren und in der Nähe zu parken oder spazieren zu gehen, da finden ja dann bei der Unterordnung immer die Schüsse statt. Durch Veränderung der Entfernung kann man das dann gut dosieren. Machen wir mit den jungen Hunden immer.

  • Das mit den Windgeräuschen in der Wohnung hatte ich mit Harras auch. Nur das ich anfangs in der neuen Wohnung nicht wusste, was auf einmal mit Harras los war und wieso er sich so eigenartig benahm (sehr unruhig und irgendwie nervös). Es hat etwas gedauert, bis ich merkte, dass er sich nur bei Sturm so verhielt.

    Meine Vermutung: bei Sturm waren so eigenartige Geräusche zu hören, die sonst nicht zu hören waren, evtl. auch in einer Frequenz, die wir Menschen nicht wahrnehmen, und das hat ihn so unruhig und nervös gemacht.

    Vielleicht kannst du ihr etwas auf/über die Ohren machen (so Ohrwärmer für Menschen im Winter).


    Luna könntest du mit den Betreibern des Lokals vielleicht mal reden, ob die Möglichkeit besteht, dass deren Gäste auf (lautes) Feuerwerk verzichten oder euch vorher informieren?