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Namaste - Grüße aus dem Flachland

  • Ganja
  • 5. Dezember 2025 um 16:12
  • Kimba2001
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    20
    • 5. Dezember 2025 um 21:54
    • #16

    Herzlich willkommen im Forum.

    Wo ist den Flachland? :/ :D

    Alex mit

    Dina 08.03.2017 & Basko 27.07.2019

    :love:

    <3Aiko 2008-2019, Kimba 2005-2017, Kira 2000-2005, Irko 1996-2007,Varko 1994-1996, Aki 1985-1994, , Hasso II & Hasso I 1975-1986 <3

    <3🐱Tinka 2014-2025, Mietzi 2007-2026<3

  • Bass23
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    • 5. Dezember 2025 um 22:07
    • #17

    Tay : und was genau heisst arbeitstauglich? Die VEO haben sehr oft Probleme mit HD, ED. Wohl auch der Größe geschuldet.

    Meiner hat 63 und knapp 35 kg. Arbeitstauglich unbeschränkt: IGP, Kinder, Behinderte, Alltag

    Das geht auch beim deutschen Schäferhund. Wenn auch zugegeben heute immer mehr Nervenbündel Mode werden

  • Ganja
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    11
    • 6. Dezember 2025 um 08:19
    • #18
    Zitat von Kimba2001

    Herzlich willkommen im Forum.

    Wo ist den Flachland? :/ :D

    Münsterland.

    Zitat von Tay
    Zitat von Ganja

    Ich verstehe auch bis heute nicht den Zweck dieser Züchtung.

    Der VEOs? Sind großartige Hunde, der Zweck ist Arbeitstauglichkeit und die haben sie. Eben anders als DSH.

    Bei der Körpergröße ist die (echte) Arbeitstauglichkeit eingeschränkt. Solch ein riesiges Skelett, dass dieses Gewicht tragen muss verschleißt wesentlich schneller und intensiver bei richtiger Arbeit, die beim Hund nunmal oft auf körperlicher Belastbarkeit bis zur Überbelastbarkeit basiert.

    Arbeitshunde diesen Kalibers sind im Herdenschutz zu finden. Der VEO (der genau wie der WSS lediglich eine Variante des DSHs ist) ist wahrlich kein Herdenschutzhund. Das ist eine Arbeit, die gegen die Idee des Schäferhundes (Hütehund) geht. Zeitgleich widerspricht der VEO seinem Hütehund-Ursprung, indem er viel zu groß, somit also langsam und unbelastbar im Sinne der Arbeit ist.

    Für den Polizeidienst ist er durch sein Gebäude ebenfalls eher ungeeignet. Sonst würde er ja erfolgreich genutzt werden, aber er wird wie der Rottweiler einfach nicht mehr dem entsprechen, was für diese Arbeit nötig ist.

    Und außerhalb der Arbeit? Im Sport? Da gibt's noch Agility, Flyball, Trials usw. Alles Sportarten, in denen Hunde zwischen 50 und 60cm Schulterhöhe erfolgreich geführt werden.

    Begeben wir uns in Späten wie Dummy-Training muss man sich schon die Frage stellen, wozu dafür ein VEO notwendig sein sollte, dem man das Retrieven erstmal mühsam erklären muss.

    Ich bleib dabei. So wirklich arbeitstauglich im eigentlichen Sinne sind sie nicht. Sicher ein netter Hund, der durch seine Größe beeindruckt und eine leicht andere Färbung aufweist. Ist sicherlich wie der WSS ein netter Begleithund, mit dem man vielfältige Dinge erleben und ausprobieren kann, aber nichts wirklich gut davon. Ich bin sowieso kein Freund von Hundesport - deshalb rede ich da nicht gerne drüber.

    Arbeit ist was anderes als Hundesport. Ich denke es wird heute unterschätzt wie sehr sich diese beiden Dinge unterscheiden und somit auch die Ausbildungen/Hunde.

  • Tay
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    6
    • 6. Dezember 2025 um 08:23
    • #19
    Zitat von Bass23

    Tay : und was genau heisst arbeitstauglich? Die VEO haben sehr oft Probleme mit HD, ED. Wohl auch der Größe geschuldet.

    Meiner hat 63 und knapp 35 kg. Arbeitstauglich unbeschränkt: IGP, Kinder, Behinderte, Alltag

    Das geht auch beim deutschen Schäferhund. Wenn auch zugegeben heute immer mehr Nervenbündel Mode werden

    Entschuldige, aber die Frage ist doch überhaupt nicht, ob es nicht auch eine andere Rasse gibt, die arbeitstauglich ist :/ mit demselben Argument kann ich doch auch infrage stellen, ob es belgische Schäferhunde geben sollte, oder ob nicht Border Collie oder Aussie gereicht hätte und man eines davon nicht hätte züchten müssen. Braucht es überhaupt Schweizer Schäferhunde? Es gibt doch die deutschen... (Ja ich weiß, sind alles ältere Rassen, aber es steckte ja schon eine Überlegung dahinter nicht einfach DSH zu nehmen damals).

    Ist doch schön, wenn dein Hund auch arbeitstauglich ist - meiner ist es auch. Und jetzt? 68 cm/38 Kilo, ED 0, HD A, und? Deshalb darf doch, wenn jemand ein etwas anderes Zuchtziel vor Augen hat, eine andere Rasse gezüchtet werden. Ja, ich weiß, noch nicht flächendeckend anerkannt, also meinetwegen kann man auch über den Begriff der Rasse diskutieren, aber das Zuchtziel ist ja durchaus etwas anders. Das mag nicht jedem gefallen, aber die sehr ruhige und eigenständigere Art hat in dem Bereich in dem mein Hund arbeitet, durchaus sehr viele Vorteile.

    Nachtrag: Du hast aber völlig Recht damit, dass die Zucht in Deutschland definitiv nicht optimal läuft. Was Gesundheit angeht und teils auch was Wesen angeht.

    Einmal editiert, zuletzt von Tay (6. Dezember 2025 um 08:31)

  • Ruebchen
    Moderator
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    15
    • 6. Dezember 2025 um 09:23
    • #20

    Moin, herzlich willkommen bei uns im Forum ;) :)

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • Bass23
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    • 6. Dezember 2025 um 09:52
    • #21

    Tay : ich wollte dich nicht angreifen und optisch gefallen mir die VEO schon. Nur: das sind nunmal nicht Hunde, die durch ihre Arbeitstauglichkeit oder Gesundheit bestechen. Und das wollte ich einfach gesagt haben. Wenn deiner eine Ausnahme ist, ist das natürlich super und freut mich für dich.

  • _Thyra_
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    • 6. Dezember 2025 um 10:47
    • #22

    Herzlich Willkommen im Forum :)

  • Fiasko
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    • 6. Dezember 2025 um 15:02
    • #23

    Ein herzliches Willkommen aus dem nördlichen Ruhrgebiet bzw. südlichem Münsterland 8)

  • Palinka74
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    • 7. Dezember 2025 um 11:02
    • #24

    Herzlich Willkommen hier !

    Ganja .... da fällt mir sofort Boss ein. Hat jemand etwas von ihr gehört?

    Django (Andy vom Biberstieg) *13.04.2020

    Spike (03/2005 - 11/2019) für immer in meinem Herzen <3

  • Pinguetta
    Moderator
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    • 7. Dezember 2025 um 12:36
    • #25
    Zitat von Palinka74

    Herzlich Willkommen hier !

    Ganja .... da fällt mir sofort Boss ein. Hat jemand etwas von ihr gehört?

    Alken dreien geht es gut. Ich bin in regelmäßigen Austausch via WhatsApp mit Boss

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • Tay
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    • 7. Dezember 2025 um 17:40
    • #26
    Zitat von Ganja
    Zitat von Kimba2001

    Herzlich willkommen im Forum.

    Wo ist den Flachland? :/ :D

    Münsterland.

    Zitat von Tay
    Zitat von Ganja

    Ich verstehe auch bis heute nicht den Zweck dieser Züchtung.

    Der VEOs? Sind großartige Hunde, der Zweck ist Arbeitstauglichkeit und die haben sie. Eben anders als DSH.

    Bei der Körpergröße ist die (echte) Arbeitstauglichkeit eingeschränkt. Solch ein riesiges Skelett, dass dieses Gewicht tragen muss verschleißt wesentlich schneller und intensiver bei richtiger Arbeit, die beim Hund nunmal oft auf körperlicher Belastbarkeit bis zur Überbelastbarkeit basiert.

    Arbeitshunde diesen Kalibers sind im Herdenschutz zu finden. Der VEO (der genau wie der WSS lediglich eine Variante des DSHs ist) ist wahrlich kein Herdenschutzhund. Das ist eine Arbeit, die gegen die Idee des Schäferhundes (Hütehund) geht. Zeitgleich widerspricht der VEO seinem Hütehund-Ursprung, indem er viel zu groß, somit also langsam und unbelastbar im Sinne der Arbeit ist.

    Für den Polizeidienst ist er durch sein Gebäude ebenfalls eher ungeeignet. Sonst würde er ja erfolgreich genutzt werden, aber er wird wie der Rottweiler einfach nicht mehr dem entsprechen, was für diese Arbeit nötig ist.

    Und außerhalb der Arbeit? Im Sport? Da gibt's noch Agility, Flyball, Trials usw. Alles Sportarten, in denen Hunde zwischen 50 und 60cm Schulterhöhe erfolgreich geführt werden.

    Begeben wir uns in Späten wie Dummy-Training muss man sich schon die Frage stellen, wozu dafür ein VEO notwendig sein sollte, dem man das Retrieven erstmal mühsam erklären muss.

    Ich bleib dabei. So wirklich arbeitstauglich im eigentlichen Sinne sind sie nicht. Sicher ein netter Hund, der durch seine Größe beeindruckt und eine leicht andere Färbung aufweist. Ist sicherlich wie der WSS ein netter Begleithund, mit dem man vielfältige Dinge erleben und ausprobieren kann, aber nichts wirklich gut davon. Ich bin sowieso kein Freund von Hundesport - deshalb rede ich da nicht gerne drüber.

    Arbeit ist was anderes als Hundesport. Ich denke es wird heute unterschätzt wie sehr sich diese beiden Dinge unterscheiden und somit auch die Ausbildungen/Hunde.

    Alles anzeigen

    Noch nie mit nem VEO gearbeitet, hm?

    Erstens ist meine Hündin mit 68 cm/38 Kilo ja offenbar nicht größer als ein DSH von dir.

    Zweitens gibt es noch paar andere Jobs als die von dir aufgeführten.

    Drittens wird der Hund ja in Russland im Dienst geführt, also so untauglich kann er ja nun nicht sein was Polizei und Militär angeht.

    Und den VEO mit WSS zu vergleichen ist echt strange, denn ein netter Begleithund ist der ganz sicher nicht :D

    Hab meinen VEO übrigens mal mit 48 km/h gemessen, so viel zum Thema langsam. Aber ja, ständige Richtungswechsel braucht der nicht, zum Hüten gibt es geeigneteres.

    Genau, Arbeit ist etwas anderes als Hundesport. Für Hundesport halte ich den VEO nicht für besonders tauglich, weil wie du sagst, Agility und Flyball (halte ich eh nichts von) absolut nicht passen. Schutzdienst kann man vielleicht machen, machen einige, hab ich wenig Ahnung von. Ich darf mit meiner nicht, möchte ich auch nicht.

    Der Schutztrieb vom VEO ist sehr hoch, er macht seine Arbeit extrem gewissenhaft und selbstständig (meine hat mit 7 Monaten selbstständig Gegenstände bewacht, ohne dass sie es sollte oder sonstwas). Alles was mit Flächensuche etc zu tun hat, macht sie großartig, je schwerer das Gelände desto besser. Sie klettert super und bedacht, geht Felsstufen hoch wo die meisten Menschen sich mit Drahtseil schon schwer tun - ich glaub deine Vorstellung hat nicht so viel mit der Realität zu tun.

    Ja, es gibt sehr viele VEOs die viel zu fett sind weil die Besitzer sie gern besonders massig haben und dann behaupten ihr 50 Kilo Hund bestünde nur aus Muskeln - nö tut er selten. Er kriegt einfach nur Probleme und wird träge. Habe ich auch schon mit Züchtern drüber gesprochen, ob der Rassestandard dem Hund dient oder dem Ego der Besitzer, und ein VEO in Mitteleuropa braucht halt nicht die Fettschicht wie einer der in Sibirien arbeitet.

    Das große Manko, was ich sehe bei den VEOs, ist, dass sie einfach nicht besonders nett sind. Unter Züchtern kursiert das Gerücht (was wohl bei einigen DNA Tests auch bestärkt wird), dass neben nordischen auch HSH eingekreuzt wurde, also meist kommt irgendwas von wegen 90 Prozent oder mehr DSH plus Husky und/oder plus HSH raus. Vom Verhalten passt das. Ich finds großartig, mir sind der Border und der Mali zu geil auf Befehle :D zu orientiert. Das nervt mich auf Dauer.

  • Tay
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    • 7. Dezember 2025 um 17:48
    • #27
    Zitat von Bass23

    Tay : ich wollte dich nicht angreifen und optisch gefallen mir die VEO schon. Nur: das sind nunmal nicht Hunde, die durch ihre Arbeitstauglichkeit oder Gesundheit bestechen. Und das wollte ich einfach gesagt haben. Wenn deiner eine Ausnahme ist, ist das natürlich super und freut mich für dich.

    Alles gut - in Deutschland ist das mit der Gesundheit ein Problem, ich würde nie einen hier kaufen. Das liegt aber nicht zuletzt daran, dass es mangels Rasseanerkennung auch an einem Dachverband fehlt, der Kriterien vorgibt und zB TA festlegt, die die Röntgenbilder auswerten dürfen und das nicht der Feld Wald Wiesen TA von nebenan machen darf.

    Ich halte sie für sehr arbeitstauglich, nur genauso wenig wie jede andere Rasse für jeden Bereich. Für den Bereich in dem meine arbeitet sind sie sogar wahnsinnig untauglich ansich, gibt glaube ich in DACH einen weiteren und noch einen DSH/VEO Mix. Aber die Selbständigkeit, Konzentration, Ausdauer und Arbeitswille sind schon Qualitäten, die sie einfach mitbringen. Ob der jeweilige Hund dann für den jeweiligen Job taugt, ist ja eine andere Frage, wie Ganja schon sagte, Sport und Arbeit sind nochmal verschiedene Dinge. Für Sport gibt es definitiv bessere Hunde. Bin ja auch schon bisschen enttäuscht manchmal, wenn Arwa nicht mehr so richtig mag, aber dafür hab ich ja jetzt den Border und arbeiten kann ich grad so viel ich will mit nem Mali. Beide würd ich aber als ständigen Begleiter nicht haben wollen.

  • Bass23
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    1
    • 7. Dezember 2025 um 22:55
    • #28

    Tay : alles gut, hier im Forum wird halt viel ( und manchmal auch nicht viel) von der sachlichen Seite diskutiert.

    Heisst: unter Arbeit wird eher Prüfungen und Dienst verstanden.

    Das schließt nicht aus, dass nicht alle Hunde arbeiten möchten.

    Und, aus der Sicht der sportlichen und dienstlichen Seite stellen sie halt die Frage, was die arbeitstaugliche Seite von einem VEO ist. Aus europäischer Sicht. Ich denke, die Hunde können vermutlich durchaus bewachen. Ob sie im dienstlichen oder sportlichen Sinn zubeissen können, ist die andere Frage. Ich glaube, das ist für Leute, die da nicht involviert sind, oft schwer zu verstehen. Und ich möchte keinesfalls überheblich wirken.

    Ich versuche nur zu erklären. Der Sportler will volle, feste Griffe. Der Diensthundeführer will ebenfalls, bei Bedarf, einen herzhaft zupackenden Partner. Daneben muss der Diensthund noch diverse Nebenansprüche erfüllen. Je nach Aufgabengebiet. Es hat sicher seine Gründe, weshalb der VEO hier nicht populärer ist. Das macht ihn nicht zu einem schlechteren Hund. Nur eben nicht unbedingt zu einem Arbeitshund im hiesigen Sinne.

    Meiner zum Beispiel ist eher Typ harter Diensthund als Sporthund. Das weiß ich aber und schätze das. Nur wird es halt mit dem Punkte sammeln etwas schwerer. Weil der ist kein Techniker, sondern praktisch veranlagt.

    Je ehrlicher ich meinen Hund analysiere, umso gerechter kann ich ihm werden.

    Ich persönlich habe genau das gesucht, weil mir die meisten Sporthunde zu weich sind. Das sag ich auch ohne Werten.

    Dafür muss ich halt mit weniger technischen Punkten im Sport leben.

    Macht mir den Hund nicht geringer

  • Tay
    Beiträge
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    6
    • 8. Dezember 2025 um 08:47
    • #29
    Zitat von Bass23

    Und, aus der Sicht der sportlichen und dienstlichen Seite stellen sie halt die Frage, was die arbeitstaugliche Seite von einem VEO ist. Aus europäischer Sicht. Ich denke, die Hunde können vermutlich durchaus bewachen. Ob sie im dienstlichen oder sportlichen Sinn zubeissen können, ist die andere Frage. Ich glaube, das ist für Leute, die da nicht involviert sind, oft schwer zu verstehen. Und ich möchte keinesfalls überheblich wirken.

    Tust du nicht - und ja, von der technischen Seite eines Zubeißens, wie es auf dem Platz gefordert ist, verstehe ich definitiv nichts. Und als Sporthund seh ich ihn nicht - meine unterscheidet viel zu stark, was ernsthaft notwendige Arbeit ist und was Training oder "Spaß" ist, das ist einer der Gründe warum ich den HSH Anteil durchaus für nicht zu vernachlässigen halte - meiner Hündin kannst du eher nicht mit dem gleichen Ablauf oder mit der 27. Übung kommen, die sagt nach 3 Durchläufen "Okay, hab ich verstanden, wofür brauchen wir das?" und zeigt mir einen Vogel wenn ich es noch 5 mal möchte. Sie macht das, aber sie überschlägt sich nicht vor Eifer es NOCH schneller und geiler zu machen ^^ Aber wenn es um etwas geht, was sie als ihren Job versteht (Wachen, Schützen, Gegenstände bewachen, Dinge finden die ich "verloren" habe, Bescheid sagen, wenn etwas ihr komisch vorkommt, absichern wenn es um eine Ecke geht oder in einen dunklen Raum usw), könnte sie nicht pflichtbewusster und ernsthafter sein. Und ich bin todsicher, wenn jemand ernsthaft Mist baut und an mich dran geht, hat der ein wirklich großes Problem. Das ist keineswegs romantisiert, und demjenigen ist glaub ich dann auch egal ob der Griff technisch viele Punkte bringt ;)

    Ich hab ihr natürlich im Zuge der Ausbildung klar gemacht, was ihr Job ist und was nicht, sprich sie differenziert ob sie im Einsatz ist oder nicht, und wenn ja in welcher Form von Einsatz (abhängig von Kennzeichnung), aber es war viel Arbeit.

  • Ganja
    Beiträge
    11
    • 9. Dezember 2025 um 10:02
    • #30
    Zitat von Tay

    Erstens ist meine Hündin mit 68 cm/38 Kilo ja offenbar nicht größer als ein DSH von dir.

    Zweitens gibt es noch paar andere Jobs als die von dir aufgeführten.

    Ich empfand meine großen Schäferhunde durchaus als zu groß/schwer in einigen Situationen. Ich wäre tatsächlich aufgrund der Physiologie nicht auf die Idee gekommen sie mit Sport oder "Arbeit" (wofür sie eh nicht geeignet waren) zu belasten.

    Eventuell haben wir hier verschiedene Definitionen von "Arbeit".

    Zitat von Tay

    Hab meinen VEO übrigens mal mit 48 km/h gemessen, so viel zum Thema langsam. Aber ja, ständige Richtungswechsel braucht der nicht, zum Hüten gibt es geeigneteres

    Ein Hund ist im Vergleich zum Menschen immer schneller... Ich vergleiche daher mit anderen Hunden und dem, was ich bisher als Arbeit und Sport kennen gelernt habe. Mir scheint es, dass in den meisten Sparten ein schneller Hund oft beliebter ist. Sicherlich gibt es Jobs, in denen Schnelligkeit nicht gefordert wird. Als HSH zum Beispiel. Oder Blindenführhund/Assistenzhunde usw. Zu viel eingezüchtete "Schnelligkeit" geht irgendwann auch zulasten der Konzentrationsfähigkeit.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann hat der VEO außerhalb seines Ursprungslandes keine Arbeitseigenschaften, die sich so mal eben in unsere Kultur einbetten lassen wie der DSH oder Mali. Selbständigkeit ist etwas, was nur selten vom Hund gewünscht wird, hier in Deutschland.

    Zumal ich hier kein Fass aufmachen möchte bezüglich "Selbstständigkeit".

    Zitat von Tay

    Der Schutztrieb vom VEO ist sehr hoch, er macht seine Arbeit extrem gewissenhaft und selbstständig (meine hat mit 7 Monaten selbstständig Gegenstände bewacht, ohne dass sie es sollte oder sonstwas). Alles was mit Flächensuche etc zu tun hat, macht sie großartig, je schwerer das Gelände desto besser. Sie klettert super und bedacht, geht Felsstufen hoch wo die meisten Menschen sich mit Drahtseil schon schwer tun - ich glaub deine Vorstellung hat nicht so viel mit der Realität zu tun.

    Wie gesagt: Ich vergleiche Hunde in ihren körperlichen Fähigkeiten nicht mit dem Menschen. Auch mein Hund schwebte über gewisses Gelände, während ich Mühe hatte Halt zu finden. Dabei bin ich weder unsportlich noch gänzlich unkoordiniert.

    Vielleicht kam es in meiner Antwort nicht rüber:

    Ich sage nicht, dass man mit dem VEO nicht arbeiten kann oder sonst was. Ich habe gesagt, dass die Größe für lange und intensive Belastung nicht das Optimum darstellt, da ein großes Skelett, welches relativ viel Gewicht tragen muss dazu tendiert schneller zu verschleißen als das eines 55cm/20kg Hundes (ja, solch einen DSH hatte ich bei Zeiten bei mir, der Unterschied in den grundlegenden körperlichen Fähigkeiten zu meinem Rüden war immens).

    Zitat von Tay

    Vom Verhalten passt das. Ich finds großartig, mir sind der Border und der Mali zu geil auf Befehle :D zu orientiert. Das nervt mich auf Dauer.

    Ich mag ebenfalls Hunde nicht, die sich "von Werk aus" so massiv abhängig machen. Das mochte ich an meinem Weißen so sehr. Wenn er keine Lust mehr hatte, hat man das gemerkt, trotzdem was er immer bereit für das nächste Abenteuer. Stumpfinniges Kommandogekloppe hat den nur verrückt gemacht. Das Problem bei den Weißen, das sehe ich immer wieder, ist, dass sie so zwiegespalten sind. Irgendwo zwischen "Ich kann selber denken" und "sag mir was ich tun soll", gepaart mit der Fähigkeit von 0 auf 100 und andersherum zu gehen. Vielleicht liegt's aber auch zum Teil an den Besitzern selbst. Wer weiß.

    Bewachen konnte er gut, er wusste welches Treiben im Haus dazu gehört und welches nicht. Als Arbeitshund für meine Tätigkeit wäre er fantastisch geeignet gewesen, da ich keinen Kokshamster dafür brauche, aber einen Hund, der sich durchsetzen kann. Das konnte er, aber sowas von. Wäre er nur nicht so jung verstorben.

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