xannina
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Beiträge von xannina

    Hallo Matt,


    ich melde mich jetzt mal als Züchter.

    Also erstens hättest Du von mir keinen Welpen bekommen, weil ich glaube, daß man keinen Schäferhundwelpen im 6. Stock artgerecht aufziehen kann.

    Das fängt schon mit dem stubenrein werden an, denn wenn der Welpe muß, hat man keine Zeit sich anzuziehen und vom 6. Stock mit dem Aufzug runterzufahren.

    Auch ich habe schon einen Welpen zurückgenommen, weil die Leute meinten, es würde mit dem vorhandenen Hund nicht funktionieren (nach zwei Tagen!).

    Meine Welpen werden vor der Abgabe tierärztlich untersucht und sind zum Zeitpunkt der Abgabe gesund.

    Auf die Genetik habe ich keinen Einfluß, ich versuche natürlich bei der Auswahl des Deckrüden auf Gesundheit zu achten.

    Da ich nicht gewerblich züchte, schließe ich in meinem Kaufvertrag auch jegliche Gesundheitsgarantien (HD/ED, Zähne, Anatomie

    etc.) aus.

    Allerdings sichere ich mir ein Vorkaufsrecht an den Hunden, damit ich zumindest informiert werde, wenn der Hund verkauft wird.

    Der Größte Teil meiner Welpenkäufer ist allerdings auch bereit, die Hunde zu behalten, wenn sie irgendwelche gesundheitlichen Einschränkungen haben.

    Ich hatte jetzt bei jedem Wurf Interessenten da, denen ich keinen Hund verkauft habe, weil ich der Meinung war, daß es nicht passt.

    Aber das muß jeder Züchter mit sich selbst ausmachen, man kann den Käufern immer nur vor den Kopf schauen.

    Aber bei vielen Verkäufern habe ich den Eindruck, Hauptsache, der Welpe ist weg und man steckt das Geld ein.

    Da ich noch erwachsene Hunde habe, die bei mir im Haus und Garten leben, könnte ich auch nicht einfach einen zurückgegebenen Hund in mein Rudel integrieren.

    Ich bin jedoch immer bereit, bei der Vermittlung zu helfen.

    Das sieht bei meinen Hunden auch immer so aus.

    Ich zupfe immer die Haare und die Krusten weg, meistens ist es nach einem Tag schon trocken.

    Das mit dem Haare nachwachsen dauert auch nicht sehr lange.

    Ich war deswegen auch noch nie beim TA.

    Das kenne ich nur zu gut. Diese Fliegen habe ich auch in Massen in meinem Garten.

    Sie heißen Wadenbeißer und fressen richtig kleine Stücke aus der Haut.

    Meine Hunde reibe ich morgens, wenn ich sie rauslasse, an den Ohren mit Autan ein.

    Wenn die Ohrspitzen so krustig sind, popel ich das mit den Fingern weg und schmiere etwas Bepanthen Salbe drauf.

    Davon abgesehen denke ich auch daran wenn der Hund alt und oder krank ist und getragen werden muss.

    Dann glaube ich dürfte es weder Molosser, Doggen, Irish Wolfshound oder ähnliches geben, denn es erzählt mir keiner, daß er einen 60-80 kg Hund alleine tragen kann. Mein Rüde hat "nur" 43 Kilo, aber da stoße ich auch an meine Grenzen.

    Ist zwar kein HZ , aber ich finde meinen Teddy unheimlich hübsch.

    Ich schau auch bei der Auswahl des Deckrüden immer drauf, daß er nicht reinerbig Stockhaar ist.

    Wir hatten in beiden Würfen bisher Langstockhaar. Oben auf dem Bild, die Ausbeute nach 5 Minuten Bürsten^^

    einen Schäferhund aus der Leistungslinie würde ich dann nicht nehmen.

    warum ?

    .

    zum Beispiel, dieser Hund würde mir dann nicht passen?

    https://www.ebay-kleinanzeigen…aufen/1443910374-134-3772

    Ich habe einen 2 1/2 Jahre alten Rüden, dessen Vater Jeff vom Weißeritztal, ein Bruder des Vaters dieser Welpen ist.

    Mein Rüde ist sehr selbstbewusst und wollte und will schon mal ernsthaft wissen, wer der Chef ist.

    Sein Bruder, den ich an Hundesport-Anfänger verkauft habe, musste vor ein paar Wochen eingeschläfert werden, weil er die Frau

    ernsthaft, in Tötungsabsicht, gebissen hat. Die Leute konnten diesen Hund einfach nicht händeln, ich habe ihnen nahegelegt, den Hund abzugeben, als er ca 6 Monate alt war.

    Bei Deinen Vorstellungen würde ich auch eher zu einem Stoffhund tendieren, denn egal, welche Rasse,so ein Leben hat kein Hund verdient.

    Sorry, wenn ich so direkt bin, aber das kann nur schief gehen, solche Leute wie Du bekommen von mir niemals einen Welpen.

    Das mit dem Eigenschaften vererben glaub ich nicht. Eigenschaften müssen erworben werden durch Lernen ,Trainig und Erfahrung.

    Körperliche Veranlagungen können vererbt werden .

    Dazu kann ich nur sagen, ich habe es bei meinen bisher 9 Schäferhunden(seit 1985) anders erlebt.

    Es gibt schon angeborene Eigenschaften. Meiner Liselotte musste man nie einen vollen, festen und ruhigen Griff im

    Schutzdienst lernen. Das hat sie von selbst von Anfang an gemacht.

    Auch das Apportieren habe ich ihr nie beibringen müssen,habe mit 9 Monaten spaßeshalber das Bringholz geworfen.

    Sie ist hin, hat es aufgenommen , zurück, vorgesetzt, fertig.

    Auch das Talent zum Fährten ist angeboren, das muß man halt in die richtigen Bahnen lenken.

    Mein Fazit ist, man kann einem Hund fast alles beibringen, aber mehr Spaß macht es, wenn die ererbte Veranlagung passt.

    Die Mutterhündin macht das übrigens bei ihren Welpen auch so und deshalb ist es auch eine sehr wirksame und schmerzlose Methode, den Ernst der Lage begreiflich zu machen.

    Also ich habe schon einige Würfe großgezogen, aber noch keine meiner Mutterhündinnen hat ihre Welpen im Nacken "geschüttelt" .

    Wahrscheinlich haben meine Hündinnen die Welpen-Erziehunsbücher nicht gelesen:/.

    Die Mutterhündin maßregelt den Welpen, indem sie den Fang/Kopf/Nacken umgreift und den Welpen nach unten drückt/fixiert.

    Und ja, das tut den Welpen auch mal weh, muß aber meiner Meinung nach auch so sein, denn nur Wattebäuschchen-Werfen beeindruckt

    die wenigsten Welpen.

    Ich denke, mit Eurem Herumexperimentieren mit tausend Methoden habt ihr den Hund nur verunsichert.

    Sie kann Euch nicht einschätzen, denn sie weiß nicht, was als nächstes kommt. Ihr müßt , denke ich, grundlegend daran arbeiten,

    daß sie wieder Vertrauen zu euch faßt. Grundsätzlich sollte es bei einem Hund nur "schwarz und weiß" geben.

    So wie Du das schilderst, lebt euer Hund immer in einem Graubereich, weiß also eigentlich nicht, was macht sie richtig und was falsch.

    Sie fühlt sich für die ganze Welt verantwortlich, ist damit aber völlig überfordert.

    Ich würde mit so einem Hund viel arbeiten, z.B. Fährtenarbeit, Clickern, Dummytraining usw. ,damit sie merkt, es macht Spaß etwas mit Dir zu tun.

    Wenn Du interessant genug für den Hund bist, kannst Du ihn auch mit den schwierigen Situationen Schritt für Schritt konfrontieren.

    Das braucht aber sehr viel Zeit und Geduld, denn das, was eurer Maus in den ersten Lebensmonaten alles widerfahren ist, hat sie natürlich entsprechend geprägt, das gibt sich nicht in ein paar Wochen.

    wie wäre es wenn sich einfach stärkere Kontrollen durchsetzen und die Käufer mit dem Kaufvertrag verpflichtet werden durchröntgen zu lassen und die Ergebnisse dann direkt an den SV gehen müssen.

    Dann wirst Du als Züchter aber nur noch wenige Privatpersonen finden, die einenWelpen kaufen.

    Denn das Röntgen (muß ja bei einem vom SV zugelassenen Tierarzt gemacht werden) und das Auswerten und Eintragen in die Ahnentafel

    kostet mittlerweile ein halbes Vermögen.

    Wenn die Leute selber wissen wollen,ob ihr Hund gesund ist, genügt es völlig, bei einem "normalen " Tierarzt röntgen zu lassen, da spart man sich gleich ca. 300 Euro.

    Versteh mich nicht falsch, mir als Züchter wäre es auch lieber, wenn alle Hunde aus meinen Würfen geröngt und ausgewertet würden, aber ich

    verkaufe meine Welpen lieber an Privatleute, wo sie als Familienmitglied gesehen und entsprechend behandelt werden, Hundesport natürlich

    (in welcher Form auch immer) erwünscht, aber nicht Voraussetzung.