Alles anzeigen@Shota
Ich antworte hier, um den anderen Faden nicht zu sprengen.
Der Eignungs- und Wesenstest gemäß GemPPO nach der wir bei den Maltesern geprüft werden sieht folgende Situationen vor:
1. Verhalten gegenüber einer Fremdpersonengruppe
1a. Personenkreis - Locken
Fünf Personen stehen in einem ca. 20m Kreis Hund und HF in der Mitte. Die Personen locken einzeln den Hund zu sich, in einer Reihenfolge, dass der Hund immer am HF vorbei muss. Zunächst nur verbal, dann mit Futter, dann mit Spielzeug. Der HF darf den Hund nicht beeinflussen, er muss ihn ignorieren.
1b. Personenkreis schließen
Der Kreis wird in normalem Schritttempo, dann in zügigem Schritt und schließlich im Laufschritt geschlossen, während der Hund beim HF in der Mitte bleibt.
1c. Tragen des Hundes
Eine Fremdperson nimmt nach freundlicher Kontaktaufnahme den Hund auf und trägt ihn vom HF weg.
1d. Stürzende Person
Der Hund ist angeleint beim HF, Leine lang und locker. Fremdperson läuft ohne Drohgestik im Abstand von 3m zum Hund und "stürzt" auf seiner Höhe hin. Der Hund darf die Person beschnuppern und berühren. Nach einigen Sekunden in denen sich die Person völlig ruhig verhalten hat, steht diese unvermittelt auf und rennt schreiend weg.
2. Verhalten bei optischen Umwelteinwirkungen
Der Hund ist angeleint und wird mit folgenden Situationen konfrontiert:
a. Schwebendes Tuch wird von zwei Personen gehalten; Hundeführer und Hund gehen da-
runter hindurch.
b. Tonne, die auf den Hund zurollt.
c. Schirm aufspannen, jedoch nicht gegen den Hundeführer oder den Hund.
d. Humpelnde Person mit weiter, flatternder Kleidung, welche die Körperumrisse der Person verändert (z.B. Mantel und Hut, Regencape).
3. Spielen mit einem Gegenstand
Eine Fremdperson führt ein ausgelassenes Beutespiel mit dem Hund durch
4. Verhalten bei akustischen Einwirkungen
Der Hund ist angeleint und wird mit folgenden Situationen konfrontiert:
a. Ein Auto bzw. Moped fährt langsam vorbei und hupt.
b. Es wird mit einem Hammer gegen eine Metallplatte oder Metalltonne geschlagen.
c. Laufende Motorsäge, Kompressor, Motorrasenmäher oder Trennschleifer
5. Verhalten bei Feuer und Rauch
Es werden 4 – 6 Blecheimer aufgestellt, in denen Feuer sowie starker Rauch entfacht wird. Der Hundeführer hat mit seinem angeleinten Hund zwanglos in angemessenem Abstand den angegebenen Weg zu gehen. Dabei muss der Hundeführer mit seinem Hund einmal durch die Rauchwolken gehen.
6. Verträglichkeit mit anderen Hunden
5 –10 Hundeführer stellen sich mit ihren angeleinten Hunden im Kreis im Abstand von ca. 5 m auf. Die Hunde werden ohne Gehorsamskommando an der ca. 1 m langen, lockeren Leine gehalten und können sich um ihre Hundeführer frei bewegen.
a. Der zu testende Hund wird von seinem Hundeführer ohne Gehorsamskommando an einer ca. 1 m langen, am Ende locker gehaltenen Leine im Slalom durch die Reihe der Hunde im Abstand von 3 m geführt. Eine Kontaktaufnahme der Hunde ist nicht er-
wünscht.
b. Der zu testende Hund wird von einer vom Bewerter zu bestimmenden Fremdperson ohne Gehorsamskommando an einer ca. 1 m langen, am Ende locker gehaltenen Leine im Slalom durch die Reihe der Hunde im Abstand von 3 m geführt. Eine Kontaktaufnahme der
Hunde ist nicht erwünscht.
7. Gewandtheit
a. Begehen einer 3-4 m langen und ca. 0,3 m breiten Bohle, die ca. 0,5 m unterlegt ist. Die
Bohle soll nicht schwingen. Der Hund wird von seinem Hundeführer mit der locker am Halsband angelegten Hand oder kurzen Leine ohne Zerren und Ziehen über die Bohle
geführt. Als Auf- und Abgang ist ein Brett angelegt.
b. Kriechen durch eine Röhre, mit ca. 0,5 m Durchmesser sowie ca. 4 m Länge. Der Hund
wird von einer Person vor der Röhre gehalten und am anderen Ende vom Hundeführer
durch die Röhre gelockt.
c. Begehen von mindestens zwei Materialien wie Blech, Folien, Gitterrost sowie Geröll. Der
abgeleinte Hund begibt sich mit seinem Hundeführer auf das ausgelegte Material. Die Anforderungen sollen durch Unterlagen von Steinen und Holzstücken gesteigert werden.
Beim Begehen sollen die Materialteile in Bewegung geraten und Geräusche erzeugen.
Diese Übung kann mehrmals wiederholt werden. Auf die Lernfähigkeit des Hundes ist zu achten und entsprechend zu bewerten.
8. Verweisen
Der Hundeführer begibt sich in ein speziell vorgerichtetes Verweisversteck und ruft lockend den Namen seines Hundes. Der Hund muss ihn wahrnehmen.
Danach wird das Verweisversteck von einem Helfer verschlossen. Ein zweiter Helfer, der den
Hund hält, lässt ihn auf Anweisung des Bewerters zum Versteck eilen.
Der Helfer animiert den Hund zum Scharren und Bellen, während der Hund aus dem Verweisversteck auf Anweisung des Bewerters durch Rufen von seinem Hundeführer angelockt wird.
Bei all diesen Situationen darf der Hund nicht übersteigert ängstlich oder gar aggressiv reagieren. Im Idealfall ist er dauerhaft freundlich und gelassen.
Und das ganze sieht dann so aus wie im Video.![]()