Er versteht zwar Sachen viel schneller, fordert aber auch viel mehr.
Das ist das tolle an einem Schäfer. Er hat eine super schnelle Auffassungsgabe. Du kannst sooo viel machen aus ihm. Natürlich fordert er es. Er will ja arbeiten
Will beschäftigt werden. Steuere es. Bring ihn zum Nachdenken ( lastet übrigens auch aus ). Was muss ich also tun das ich an mein Futter komme? Was will der Mensch von mir?
Bewaffne dich mit Futter und überlege dir zuerst was du am Ende erreichen willst. Dann zerlege es im viele kleine Schritte. Überlege dir dann bei jedem Schritt, was genau du mit dem Futter bestätigst. Was willst du nicht erreichen? Führe die Schritte durch und erst dann steigere die Ablenkung. Sei großzügig mit dem Belohnen aber auch konsequent. Du stellst die Regeln auf. Hilfreich ist es, statt den Welpen aus der Schüssel zu füttern sich sein gesammtes Futter am Tag zu erarbeiten. Es gibt am Anfang soooo viel neues soooo viele Möglichkeiten das gewünschte zu bestätigen. Du willst den kleinen nicht zum Tode mästen ![]()
Außerdem, wenn er für sein Futter was tun muss ( Futterdrang ) tut er es auch eher als wenn sein Bauchi bereits voll mit dem Futter aus der Schüssel ist. Außerdem was lernt der Hund wenn er das Futter aus der Hand bekommt und nicht aus Schüssel? Buaaaah, Frauchen ist das höööhste nur da gibt es nämlich Futter. Ich werde besser in ihrer Nähe bleiben, wer weiß wann das Futter wieder für mich rausspringt? Vorausgesetzt du nimmst Futter zum Gassi auch mit ![]()
Kann ich von ihm erwarten, dass er halbwegs an der Leine neben mir geht (ich meine nicht Fuß, bei Gott nicht, ich meine kein Psycho Gezerre in jede Richtung inklusive Einwickeln der Beine und damit einhergehender Mordversuch)?
Jein. Nein = er kann das gar nicht ( Wiederholungen! + was will die von mir ? überlege dir was du erreichen willst + Schritte + durchführen ) außerdem es gibt sooooo viel neues in der Welt zu entdecken ( für den Welpen alles
). Ja = du kannst langsam nachdenken wie du es anstellst das er in der Zukunft tut was du willst.
Wie groß ist die Leine? Eine kurze Leine ist kontraproduktiv. Er will ja seine Welt entdecken und das soll er ja. 3-4 m Leine ist in Ordnung. Da hat er trotzdem die Möglichkeit zu schnuppern ohne gleich in der Leine zu liegen. Weil was lernt er sonst? Leine ist ja kurz und so ein kleiner Racker der ordentlich Pfeffer im Hintern hat darf dann alles nicht,. Dann denkt er sich buaaaah, Frauli aber da ist eine Schnecke, die ist soooo toll, da will ich jetzt gucken. Die Leine hindert ihn sehr rasch. Da spürt ein Welpe da ist ein Zug an meinem Hals, es ist unangenehm, ich will weg von dem Zug, außerdem haaloooo die Schnecke! Welpe zieht, irgendwann bist du genervt und gibst nach. Welpe lernt: ahaaaa! Wenn ich nur ganz doll ziehe dann komme ich schon hin. Um es zu vermeiden, gib ihm schon bisschen Leinenfreiheit. Er will doch gucken. Wenn sich die Leine aber trotzdem spannt, dann bleibst stehen und rührst dich keinen Schritt. Es ist eine Geduldsprobe! Er wird es wahrscheinlich oft machen und du musst jedesmal konsequent sein. Sonst: ahaa diesmal hat es geklappt, ich werde es beim nächsten Mal versuchen! Ein Welpe ist nciht blöde
Du kannst auch kurz bevor die Leine anspannt die Richtung wechseln. Und erst wenn die Leine wieder locker ist zum Begehrobjekt mit dem Hund hingehen. So lernt er: wenn die Leine locker ist komme ich zum Objekt meiner Begierde.
Kann ich von ihm erwarten, dass er nicht an meinem Essen schnuppert und schleckt?
Das liegt an dir. Wenn er es tut, dann hast du es bereits erlaubt. Es gibt nichts schöneres für einen Welpen als Futter. Er will es. Ein Rudelführer bestimmt aber wann das Futter kommt. Was vermittelst du den Welpen? Erlaubst du ihm an DEIN Futter ran? ( welcher Rudelführer erlaubt in der Natur an eigenes Futter, wo die Resourcen knapp sind ???????
da wird aber der Übeltäter aber sooo schnell zähnefletschend verjagd ). Anscheinend hatte Welpi schon mit dem Futter erfolg. Wieso soll er es nicht immer wieder versuchen? Er wird es solange tun bis er immer wieder Erfolg hat. Da hilft es nur: nicht an sein Erfolg kommen. "Nein", Wegschieben bei den Versuchen. Kapiert er und unterläßt den Versuch ( brauchst gutes Timing ) kannst du das gewünschte Verhalten mit dem Futter belohnen ( nicht deinem
).
Kann ich von ihm erwarten, dass er mir nicht ins Ohr beisst wenn ich ihn trage?
Da wurde schon erwähnt. Auuuuuuaaaa + ignorieren. In deinem Fall, nicht mehr tragen. Weißt du wieso das Aua wichtig ist? Wenn der Welpe bei seinen Geschwistern ist und spielt und vielleicht übertreibt und die Zähnchen zu doll drücken, dann quitscht der Brüderlein und vielleicht verärgert versenkt die eigenen Zähnchen in den Welpen ihrerseits. Welpe lernt: oha! Wenn ich zu feste bin, dann will mein Brüderlein nicht mehr mit mir spielen und ich bekomme vielleicht meinerseits aua. Uuu nicht gut. Macht er es oft genug, dann verknöpft er es fest. (Wiederholungen).
Das kannst du also zur Nutze machen. Du willst nicht das er dir in das Ohr beisst ( ist lieb gemeint von ihm, tut dir aber weh ). Du ahmst am besten den Brüderlein weil der Welpe es im Bestfall schon kennt und verknöpft hat.
Kann ich von ihm erwarten, dass er nicht seine eigene Kacke frisst?
Da hilft es nciht dazu kommen lassen. Kein Erfolg geben, siehe oben.
Kann ich von ihm erwarten, dass er kommt wenn ich ihn rufe?
Jein. Nein = er weißt noch nicht was du von ihm willst, das musst du ihm erst beibringen. Außerdem es gibt soooo viel interessantes in der Welt ( für den Welpen alles ), besonders für einen DSH der unmengen an Energie hat. Ja = du kannst damit anfangen zu überlegen was du erreichen willst und in kleinen, kleinen Schritten steigern.
Du willst also das der Hund nach dem Rufen kommt. Fange zu Hause an, da gibt es nicht so viele Ablenkungen ( du willst nicht in Konkurenz stehen zu dem tollen tollen Schmetterling oder ?
). Du kannst ihn direkt mit Futter locken, oder dein Freund haltet den Welpi, du rennst weg ( trieeeb, außerdem huuuui waaaas da will ich mit!!) und mit Futter und hoher netter stimme schau oder was auch immer sagst ( auf sich und Futter aufmerksam machst ). Irgendwann bleibst du stehen und dein Freund lasst den Welpi los. In dem Moment wo der Welpi sich in Bewegung setzt zu dir sagst du "komm" oder "ran" oder was auch immer es später sein soll. Der Welpe rennt zu dir du machst den super Affen aus dir. Sich super freuen, Futter geben etc. Ah was für ein tolles Spiel, denkt sich der Welpe. Du wiederholst das oft genug. Welpe verknöpft dann das "hier" ( alles braucht Wiederholungen ). Und lernt da gibt was zum Futtern
Du verknöpfst das herkommen mit etwas positiven. Dann kannst du es draußen mit wenig Ablenkung versuchen. Draußen ist es wichtig, das du den Welpi nur rufst, wenn du dir sicher bist das er kommt. Laaangsam Ablenkungen steigern. Es wird dir nicht geholfen später, wenn der Hund ein Mal kommt und ein Mal nicht. Später wenn er größer wird, hilft da die Schleppleine. Wenn er nicht kommt und aber gelernt hat fest was "hier" heißt holst du ihn. Der Hund soll im Bestfall nicht die Möglichkeit dazu bekommen nicht zu kommen. Das mit Schlepp aber im Junhundealter. Wenn du ihm nicht die Gelegenheit gibst zum nicht horchen, dann macht er das abhauen auch nicht. Kommt er, dann belohnen. Auch wenn etwas auch sitzt. Die Motivation zu kommen darf den Reiz nicht verlieren. Später, übe mit anderen Hunden zB. rufst ihn, er kommt, belohnen und wieder freigeben. Es soll keine negative Verknöpfung enstehen ( Rufen = aus mit Spaß weil Leine ). Wieso soll der Hund dann sonst kommen wenn es aus mit Laufen ist?
Kann ich von ihm erwarten, dass er nicht "GERONIMO" mäßig auf jedes Kind zuspringt was er sieht?
Tut er es? Wieso? Weil er Erfolg hatte. Weil du nicht eingegriffen hast. Er hat nicht gelernt das es nicht erlaubt ist und was du stattdessen von ihm erwartest.
Spielen mit den Kindern ist nun erlaubt wenn er nicht springt. Er will ja hin. Du bestimmst wie. Positiv verknöpfen. Das unerwönschte von nun an nicht zulassen.
Kaffeehaus. Lupin muss nicht aufs Klo, er hat auch keinen Hunger oder Durst. Ihm ist einfach nur langweilig. Ich hingegen sitze seit 2 Sekunden und erwarte mir von ihm, dass er zumindest eine halbe Stunde unter der Bank liegt und eine Ruhe gibt. Er versucht alles erdenkliche um hinauszukommen inklusive herzzerreißendes Jammern (das macht er gerne.) - ich schimpfe.
Du hast wahrscheinlich mit Mount Everest angefangen
War das sein erster Besuch`? Übrigens, als er nach Schimpfe endlich Ruhe gab, dann DA wäre der Zeitpunkt für Leckerchen und Lob. Schließlich hatte er gewünschtes Verhalten zum allerersten Mal in der Situation gezeigt, das will man doch mit Futter verstärkern oder?
Er weißt noch nciht was du in einem Gasthaus von ihm willst. Soooo viele Gerüche und Menschen, vielleicht macht es ihm auch Unbehabgen etc. Solche Besuche am Anfang immer kurz halten und positiv für euch beide Abschließen.
Nicht den Kopf hängen lassen. Ich habe meinen ersten Schäfer mitten in der Pubertät aus zweiter Hand übernommen ( mit Baustellen ). Und es WAR eine Umstellung und es war schweißtreibend. Wenn man aber bereit ist, sich dem Hund ein bisschen anzupassen ( zumindest was seine Bedürfnisse angeht ) kann man es schaffen und gemeinsam glücklich werden.