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"Leinen los" - Hunde- versus andere Rechte oder Leinenzwang als Tierquälerei

  • Wolf
  • 10. September 2018 um 16:06
  • Wolf
    Gast
    • 10. September 2018 um 16:06
    • #1

    Kurz und bündig: Wo eine Leine angezeigt ist; bin auch ich für einen Leinenzwang, eine Pflicht; also in dicht besiedelten Großstädten, in Parks mit viel Aufkommen an Mensch und Tier usw. Ansonsten aber bin ich der Meinung, dass z.B. die Leinenpflicht, die bei uns in Thüringen im Wald herrscht, einer artgerechten Haltung und damit dem Tierwohl und Tierschutzgesetz entgegensteht.

    Ich verstehe die Bauern, die sich um ihre Äcker sorgen; die Jäger und Förster, die sich um Wald und Wild sorgen. Dennoch: Mein Hund jagt und wildert nicht, er bleibt auf dem Weg und hält Sichtkontakt; ist nie weiter als ein paar Meter weg. Ich weigere mich daher, ihm die Leine anzulegen, dafür besteht kein Grund. Hier geht das, ich kenne die Leute, auch die Waidmänner aus dem Westen, denen klar ist, dass sie nur auf meinen Hund schießen können, wenn sie mich danach auch erledigen.

    Mein Hauptwohnsitz im Südosten Thüringens, an der Grenze zu Westsachsen und Oberfranken, ist ein extrem strukturschwaches Gebiet. Hier gibt es praktisch keine Industrie, die nächstgrößeren Städte liegen alle eine Autostunde entfernt; überall nur Hügel, Wälder, Wiesen, Felder, Bäche, Teiche und Seen. Diese unberührte Naturlandschaft erkauft man sich durch fehlende Infrastruktur; kaum medizinische Versorgung, keinerlei Unterhaltungsindustrie usw. Und hier, wo ich manchmal stundenlang unterwegs keinem Menschen begegne, soll ich meinen Hund anleinen? Never!

  • CharlySchaefer
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    • 11. September 2018 um 00:09
    • #2
    Zitat von Wolf

    Kurz und bündig: Wo eine Leine angezeigt ist; bin auch ich für einen Leinenzwang, eine Pflicht; also in dicht besiedelten Großstädten, in Parks mit viel Aufkommen an Mensch und Tier usw. Ansonsten aber bin ich der Meinung, dass z.B. die Leinenpflicht, die bei uns in Thüringen im Wald herrscht, einer artgerechten Haltung und damit dem Tierwohl und Tierschutzgesetz entgegensteht.

    Ich verstehe die Bauern, die sich um ihre Äcker sorgen; die Jäger und Förster, die sich um Wald und Wild sorgen. Dennoch: Mein Hund jagt und wildert nicht, er bleibt auf dem Weg und hält Sichtkontakt; ist nie weiter als ein paar Meter weg. Ich weigere mich daher, ihm die Leine anzulegen, dafür besteht kein Grund. Hier geht das, ich kenne die Leute, auch die Waidmänner aus dem Westen, denen klar ist, dass sie nur auf meinen Hund schießen können, wenn sie mich danach auch erledigen.

    Mein Hauptwohnsitz im Südosten Thüringens, an der Grenze zu Westsachsen und Oberfranken, ist ein extrem strukturschwaches Gebiet. Hier gibt es praktisch keine Industrie, die nächstgrößeren Städte liegen alle eine Autostunde entfernt; überall nur Hügel, Wälder, Wiesen, Felder, Bäche, Teiche und Seen. Diese unberührte Naturlandschaft erkauft man sich durch fehlende Infrastruktur; kaum medizinische Versorgung, keinerlei Unterhaltungsindustrie usw. Und hier, wo ich manchmal stundenlang unterwegs keinem Menschen begegne, soll ich meinen Hund anleinen? Never!

    Du bist aber auch in der glücklichen Lage, dass Dein Hund so fest ist und Du in einer noch so unberührten Landschaft wohnst. Herrlich! :)<3

    CharlySchaefer *20.07.2016

  • Roopa
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    • 11. September 2018 um 04:04
    • #3
    Zitat von Wolf

    er bleibt auf dem Weg und hält Sichtkontakt; ist nie weiter als ein paar Meter weg

    es kommt immer auf die Situation/Hund an

    Roopa ist auch nicht angeleint trotz Stadt/Vorort/Mensch/Kuh/Hase/Fuchs

    erst dann wieder auf Gehweg/Straße/Autos usw.

  • pannenpeter
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    • 11. September 2018 um 08:00
    • #4

    Auch ich bin gegen den unbedingten Leinenzwang. Es muss zur Situation passen. Wenn ich auf dem Radweg gehe, dann ist der Hund an der Leine. Im Wald auf dem Feld(weg) läuft er auch frei. Wenn sich dann was nähert, wird er bei Fuß geruen und das klappt auch (meistens). Er jagd nur Vögel und die kriegt er nicht. Trotz mittelrweile hunderter Fehlversuche gibt er es nicht auf. Rehe, Füchse, hsen und so weiter sind ihm egal.

    PP

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten;);)

    Luna *12.05.2017

  • Pinguetta
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    • 11. September 2018 um 08:08
    • #5

    Der generellen Leinenzwang finde ich auch nicht gut. Selbst während der Brutzeit gehe ich im "tiefen" Wald mit Harras ohne Leine. Er mag zwar jagen, besser gesagt allem, was sich schnell bewegt hinterhersprinten. Aber bisher hat er sich auch immer abrufen lassen. Vögeln schaut er hinterher und ich habe das Gefühl, er wünscht sich einen Red Bull ;).

    An der Straße, in öffentlichen Parks, auf unserer morgendlichen Gassirunde (Straße, Fahradfahrer unerwartet aus den eigenartigsten Gegenden auftauchend), Besuch auf dem Wochenmarkt etc. da ist für mich persönlich Leinenpflicht.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • Wolf
    Gast
    • 11. September 2018 um 08:22
    • #6
    Zitat von CharlySchaefer

    Du bist aber auch in der glücklichen Lage, dass Dein Hund so fest ist und Du in einer noch so unberührten Landschaft wohnst. Herrlich! :)<3

    Umgedreht: Ich habe mich bewusst so entschieden: Für den Hund und mich.

  • Pinguetta
    Moderator
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    • 11. September 2018 um 08:34
    • #7
    Zitat von Wolf

    Umgedreht: Ich habe mich bewusst so entschieden: Für den Hund und mich.

    Schön, wenn man da Entscheidungsfreiheit hat. Aber auch das geht nicht immer. Eine eigene Immobilie lässt sich nicht mal eben so veräußern, nur weil einem die Umstände nicht mehr so zusagen.

    Z. T. muss man aus den vorhandenen Gegebenheiten einfach das Beste machen.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • pannenpeter
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    • 11. September 2018 um 08:58
    • #8

    ....oder sich entsprechend einen passenden Hund zulegen.


    PP

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten;);)

    Luna *12.05.2017

  • Cinja
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    • 11. September 2018 um 09:20
    • #9

    Das Problem ist doch, dass es vielen Hundehaltern egal ist, wenn der eigene Hund jagt. Auch auf die Brut- und Setzzeit wird keine Rücksicht genommen. Da wird das Wohl des Hundes über das der Wildtiere gestellt. Und diese Hundehalter sind dafür verantwortlich, dass es immer mehr Auflagen gibt, denn die sind auch in anderen Bereichen rücksichtslos.

    Ich fühle mich als Gast in der Natur und so habe ich mich auch zu benehmen. Wenn mein Hund nicht jagt, läuft er frei. Hat er, so wie meine verstorbene Hündin, deutlichen Jagdtrieb und lässt sich nicht sicher abrufen, bleibt er an der (Schlepp-)Leine. Punkt.

    Und weil es leider viele rücksichtslose Hundehalter gibt, finde ich die Leinenpflicht in manchen Gebieten/Zeiträumen auch nicht verkehrt. Hat man einen nicht jagenden Hund, kann man in den meisten Fällen mit Jägern/Förstern sprechen und den Hund frei laufen lassen. Jedenfalls ist das meine Erfahrung, die ich bisher gemacht habe. Und ich hatte nie ein Problem, meine an der Schleppleine laufende Hündin auszulasten. Ich glaube nicht, dass sie ein unglückliches Leben geführt hat, denn sie hat trotzdem genügend Freiraum gehabt.

    Wenn ich sehe, wie machen ihre Hunde gerade im Frühjahr, wenn es Kitze, junge Hasen und Nachwuchs bei den Bodenbrütern gibt, quer über Wiesen und Felder laufen lassen, dann wäre ich dafür, dass hier strenger geguckt und ermahnt wird.

    Crazy vom Special Highlight *03.05.2018

    Phaja von der Ellerbachbrücke *15.04.2006 - † 08.02.2018

  • Wolf
    Gast
    • 11. September 2018 um 10:37
    • #10
    Zitat von Cinja

    Das Problem ist doch, dass es vielen Hundehaltern egal ist, wenn der eigene Hund jagt. Auch auf die Brut- und Setzzeit wird keine Rücksicht genommen. Da wird das Wohl des Hundes über das der Wildtiere gestellt.

    Leider wahr. Auf die entsprechenden Zeiten achte ich schon, auch vermeide ich Waldgänge im Morgengrauen und bei Abenddämmerung, wenn die Wildtiere aktiv sind.

  • Cuki
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    68
    • 11. September 2018 um 11:05
    • #11

    Ich sehe das anders. Das Problem sind die TuT Nixe. Du kannst ohne flächendeckendes Gesetztes nicht sanktionieren.

    Mich grault es, was wäre es wenn, keine Leinenpflicht bei uns gebe. Die, die den Hund sicher abrufen und im Griff haben sind doch nicht das Problem, sondern Hunde die nicht hören und trotzdem lose gelassen werden. Wie will man es sonst überprüfen behördlich?

  • Hermannthegerman
    Beiträge
    289
    • 11. September 2018 um 11:14
    • #12
    Zitat von Cinja

    Das Problem ist doch, dass es vielen Hundehaltern egal ist, wenn der eigene Hund jagt. Auch auf die Brut- und Setzzeit wird keine Rücksicht genommen. Da wird das Wohl des Hundes über das der Wildtiere gestellt. Und diese Hundehalter sind dafür verantwortlich, dass es immer mehr Auflagen gibt, denn die sind auch in anderen Bereichen rücksichtslos.

    Ich fühle mich als Gast in der Natur und so habe ich mich auch zu benehmen. Wenn mein Hund nicht jagt, läuft er frei. Hat er, so wie meine verstorbene Hündin, deutlichen Jagdtrieb und lässt sich nicht sicher abrufen, bleibt er an der (Schlepp-)Leine. Punkt.

    Und weil es leider viele rücksichtslose Hundehalter gibt, finde ich die Leinenpflicht in manchen Gebieten/Zeiträumen auch nicht verkehrt. Hat man einen nicht jagenden Hund, kann man in den meisten Fällen mit Jägern/Förstern sprechen und den Hund frei laufen lassen. Jedenfalls ist das meine Erfahrung, die ich bisher gemacht habe. Und ich hatte nie ein Problem, meine an der Schleppleine laufende Hündin auszulasten. Ich glaube nicht, dass sie ein unglückliches Leben geführt hat, denn sie hat trotzdem genügend Freiraum gehabt.

    Wenn ich sehe, wie machen ihre Hunde gerade im Frühjahr, wenn es Kitze, junge Hasen und Nachwuchs bei den Bodenbrütern gibt, quer über Wiesen und Felder laufen lassen, dann wäre ich dafür, dass hier strenger geguckt und ermahnt wird.

    Dem kann ich nichts mehr hinzufügen. Bin ganz deiner Meinung :thumbup:

    Auch in diesem Jahr musste einiges an Wild die Dummheit mancher Hundehalter mit dem Leben bezahlen.

    "Egal wie wenig Geld und Besitz du hast, einen Hund zu haben, macht dich reich."
    Louis Sabin

    Viele Grüße von Anja mit Hermann und Otte und Sammy im Herzen

  • Cinja
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    • 11. September 2018 um 11:24
    • #13
    Zitat von Hermannthegerman

    Auch in diesem Jahr musste einiges an Wild die Dummheit mancher Hundehalter mit dem Leben bezahlen.

    Das sind dann die Hundehalter, die es damit rechtfertigen, dass die Jäger das Wild ja eh geschossen hätten ...

    Crazy vom Special Highlight *03.05.2018

    Phaja von der Ellerbachbrücke *15.04.2006 - † 08.02.2018

  • Asnea
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    • 11. September 2018 um 14:53
    • #14

    Obwohl Dogmeat recht gut hört ist er in Wildreichen Gebieten IMMER an der Schleppleine (die ich in der Hand halte am Ende) oder der Flexi.

    Den er hat leider mittlerweile einen extremen Jagdtrieb und ich kann nicht garantieren das er abrufbar ist beim hetzen von Wild somit ist für mich einfach klar.

    Leine bleibt dran und fertig!

    Rege mich auch immer auf wenn die Leute an einer befahrenen Straße ohne Leine laufen. Warum muss das sein? Ein Hund ist ein Tier man kann nie garantieren das er nicht doch mal meint über die Straße rennen zu müssen.

    Auch wenn er das ja dann noch nie gemacht hat :saint:

    Gott sei Dank wohnen wir so schön Ländlich wenn ich will muss ich stundenlang keinem "der Tut nix" begegnen. ich glaube in der Stadt würde ich wahnsinnig werden

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

  • CharlySchaefer
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    • 11. September 2018 um 17:41
    • #15
    Zitat von Cinja

    Das Problem ist doch, dass es vielen Hundehaltern egal ist, wenn der eigene Hund jagt. Auch auf die Brut- und Setzzeit wird keine Rücksicht genommen. Da wird das Wohl des Hundes über das der Wildtiere gestellt. Und diese Hundehalter sind dafür verantwortlich, dass es immer mehr Auflagen gibt, denn die sind auch in anderen Bereichen rücksichtslos.

    Ich fühle mich als Gast in der Natur und so habe ich mich auch zu benehmen. Wenn mein Hund nicht jagt, läuft er frei. Hat er, so wie meine verstorbene Hündin, deutlichen Jagdtrieb und lässt sich nicht sicher abrufen, bleibt er an der (Schlepp-)Leine. Punkt.

    Und weil es leider viele rücksichtslose Hundehalter gibt, finde ich die Leinenpflicht in manchen Gebieten/Zeiträumen auch nicht verkehrt. Hat man einen nicht jagenden Hund, kann man in den meisten Fällen mit Jägern/Förstern sprechen und den Hund frei laufen lassen. Jedenfalls ist das meine Erfahrung, die ich bisher gemacht habe. Und ich hatte nie ein Problem, meine an der Schleppleine laufende Hündin auszulasten. Ich glaube nicht, dass sie ein unglückliches Leben geführt hat, denn sie hat trotzdem genügend Freiraum gehabt.

    Wenn ich sehe, wie machen ihre Hunde gerade im Frühjahr, wenn es Kitze, junge Hasen und Nachwuchs bei den Bodenbrütern gibt, quer über Wiesen und Felder laufen lassen, dann wäre ich dafür, dass hier strenger geguckt und ermahnt wird.

    Ich weiß nicht, ob es überall so ist, aber bei uns hat der Förster das Recht, einen dem Wild hinterher jagenden Hund zu erschießen. :|

    CharlySchaefer *20.07.2016

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