Kennst Du die Bücher von Dr. Jutta Ziegler? Auch wenn Du Deinen Tierärzten vertraust, würde ich Dir ans Herz legen, da mal reinzuschauen. Für mich war es wirklich erschütternd zu lesen, dass Tierärzte sehr gerne zu Futtermitteln raten, an denen sie den größten Gewinn haben.
Ich hatte so ein Desaster im Jahr 1997 mit meinem damaligen Langhaarschäferhundrüden Joe. Wir waren gerade aus der Schweiz nach Norddeutschland gezogen und plötzlich begann Joe sich dauernd zu kratzen. Ich kannte hier noch keinen Tierarzt, also fuhr ich in eine Kleintierklinik, wo er dann auch 6 Monate erfolglos behandelt wurde. Ich hatte damals weit über 1000 Mark für Behandlungen und Futter ausgegeben, weil man mir immer erzählte, dass es sich um eine Allergie handelt und das Futter das Problem darstellt. Nachdem er sich wirklich blutig gekratzt und gebissen hatte und nichts half, riet man mir zum Einschläfern des Hundes! Er war damals noch keine zwei Jahre alt. Ich wechselte auf Anraten einer unserer Pferdepflegerinnen den Tierarzt und der schaute den Hund an, fragte, ob denn je mal eine Stanzprobe genommen wurde (wurde nicht) und diagnostizierte auf Verdacht Räudemilben. Es wurde trotzdem eine Stanzprobe ins Labor geschickt und Ivomec gespritzt. Schon am nächsten Tag juckte sich Joe nicht mehr und als wir zum zweiten Termin beim neuen Tierarzt kamen, wuchs schon wieder Fell nach. Die ganze Behandlung hat mich damals keine 50 Mark gekostet und Joe war innerhalb von zwei Wochen wieder fit und haarig.
Auslöser des Juckreizes waren tatsächlich Sarcoptes-Milben und die wäre auch von der Klinik behandelbar gewesen ... aber statt meinem Hund zu helfen, fanden die das lukrativer, mir ständig neue Mittelchen und Futter zu verkaufen, das Joe nicht mochte ... er wurde damals auch rappelmager.
Die Kilos hatte mein Hund dann auch rasch wieder drauf, denn endlich durfte er ja wieder alles bekommen, was er mochte und eine Futterallergie hatte er zu keinem Zeitpunkt.
Mich macht es heute noch fassungslos, dass es Tierärzte gibt, die aus der Sorge und Not eines Tierbesitzers Profit schlagen, aber genau das bestätigen die Bücher von Dr. Jutta Ziegler.
Ich möchte nun weder eine Ferndiagnose stellen, noch Deinen Tierarzt in Frage stellen, aber nach jeder Medikamentenbehandlung mache ich mit meinen Hunden (und Pferden) eine Darmsanierung. Es kann durchaus sein, dass Yukis Darmflora unter den Medikamenten litt und sie darum zu Durchfall neigt und schlecht zunimmt.
Ich füttere meine Hunde aus einer Kombination aus Fertigfrost- und Trockenbarf, denn wenn ich sehe, was in manchen Trockenfuttern verarbeitet wird, dann stimmt mich das nachdenklich. Ich habe selbst für Hundefutterhersteller Werbetexte geschreiben und wenn Sägespäne dann als wertvolles Lignin deklariert werden, das wichtige Ballaststoffe liefert, dann zweifle ich an der guten Absicht der Hersteller und mag das auch nicht unterstützen.