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Hund will immer jagen. Antijagdtraining für Hunde?

  • nette
  • 12. Januar 2020 um 13:28
  • ostholstein
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    1.556
    • 4. Oktober 2020 um 11:40
    • #91
    Zitat von nette

    Mitlerweile glaube ich auch, das viele Hundetrainer auch Wasser predigen und Wein trinken. Denn ich denke auch ein Daniel wird bei seinem Hund in hoher Erregungslage nicht mehr nur sachte an der Leine zuppeln.

    Ich habe mir auch schon so einige Videos von Ziemer&Falke angeschaut und sie sind auch sehr interessant. Dort wird auch mit Wasser gepredigt und bei vielen Hunden mag seine Methode beim Rückruf auch funktionieren.

    Bei einem triebigen Hund oder der schon mal erfolgreich beim Jagen war, wird man einen sicheren Rückruf nur erreichen, wenn der Hund weiss dass der Ungehorsam sehr unangenehm werden kann.


    Eine gute Bindung, Vertrauen und Freude bei der Arbeit sollten für jeden Hundeführer eine Selbstverständlichkeit sein.

    VG
    Klaus und die Bea

  • ostholstein
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    1.556
    • 4. Oktober 2020 um 13:06
    • #92
    Zitat von nette

    Und letztlich bin ich auch nicht sicher, wie hoch der Einfluss einer Erziehungsmethode oder Umgangs mit dem Hund sich auf das Jagdverhalten des Hundes auswirkt.

    Im Alltag gehe ich oftmals auch recht lasch mit den Kommandos um.

    Da darf mein Hund z. B. bei einem Hier-Kommando auch mal sagen: „Ich rieche gerade und komme gleich“.

    Wenn ich aber laut werde oder das Kommando gar schreie, dann ist es ein Kommando ohne WENN und ABER, und mein Hund weiss es.

    Ich könnte natürlich auch verschiedene Kommandos für den Rückruf einführen, eines für den Super-Rückruf. Aber das will ich nicht.

    VG
    Klaus und die Bea

  • nette
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    53
    • 6. Februar 2021 um 13:04
    • #93

    freu freu freu - wir hatten heute einen sehr sehr schönen spaziergang mit zwei für mich sehr schönen begebenheiten

    nachdem wir ein stückchen gelaufen sind, haben wir auf einer wiese ein bischen gespielt und ich hab ein paar fotos von lexy gemacht und während ich also durch die kamera auf lexy schaue, sehe ich wie sie den kopf total angespannt nach oben nimmt und hinter uns auf die wiese schaut - ich dreh mich um und sehe eine krähe/raben da sitzen ... ich sag ruhig und mit nachdruck nein du bleibst! sie nimmt den kopf wieder runter und schaut mich an und ignoriert infolge dessen den raben und wir konnten weitermachen - ich mit ein bischen mehr argusaugen auf sie denn sie war ohne leine und hätte jederzeit lossprinten können

    da hab ich mich schon echt gefreut

    dann sind wir weiter gelaufen in richtung wald, dazwischen sind ein paar wiesen da hab ich sie nochmal springen lassen und im wald gings dann an die schleppleine und wir laufen so und plötzlich hoppelt ein hase im unterholz rum - lexy blieb stehen und spielte mit erhobener pfote vorsteherhund und ich konnte mit durchhängender leine zusammen mit lexy den hasen beim davonhoppeln beobachten .... während dessen hab ich sie mit ruhiger stimme gelobt und danach lies sie sich ganz einfach herrufen und ich hab party mit ihr gemacht, das zergel rausgeholt und wir konnten gemeinsam was spielen ....das ging früher gar nicht

    ich hab mich so gefreut heute darüber :thumbup:^^^^^^^^:thumbup:

    ich hab jetzt im winter mit lexy sehr oft anschleichen und beobachten gespielt und im wald lasse ich sie fast jeden wildwechsel anzeigen und belohne fürs anzeigen und zurückkommen - das sie heute weder dem vogel noch den hasen hinterhergerannt ist verbuche ich einfach mal als erfolg :D

    Annett mit Lexy und Carma

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

  • Kimmo
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    6
    • 6. Februar 2021 um 13:37
    • #94

    Hört sich doch toll an :thumbup:

    Hat sie schon öfter gejagt, eventuell sogar mit Erfolg?

    Lex von den zwei Steinen, geb. Juli 2019

    Lika von der Tötungsstation, wieder geb. Nov. 2023

  • nette
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    53
    • 6. Februar 2021 um 16:15
    • #95

    Nein Erfolg hatte sie zum Glück noch nicht. Bisher gab es eine Jagd auf einen Raben/Krähe, da der aber dann so weit hoch geflogen ist das sie die Aussichtlosigkeit erkannt hat, kam sie nach ca. 500m zurück. Da war sie ungefähr 1 Jahr und hatte vorher nie Anstalten gemacht sich dafür zu interessieren. Beim zweiten Jagdversuch hat sie einen Schatten oben auf einer steilen Böschung gesehen. Ich war der Meinung der Weg ist sicher, links der Neckar rechts die steile felswandböschung, daher war sie ohne Leine. Ich hatte die Rechnung ohne meine halbe Malinase gemacht 🙄

    Lexy da hoch als wäre das nix und dann war sie ne viertelstunde weg und kam dann blutend und verletzt wieder 😭

    Ab da war sie wirklich erstmal nur noch an der Schlepp. Das letzte und damit dritte Mal ist sie mir abgehauen und hinter einem Reh her. Ich war mit ihr Fahrrad fahren, sie am Springer. Wir wollten ein Päuschen machen, da hab ich sie vom Springer abgemacht und wollte sie ums Fahrrad holen, hab sie dabei nur ganz kurz losgelassen und weg war sie und ich stand blöd mit der Leine in der Hand da. Ich hatte nämlich übersehen, daß direkt hinter uns ein Reh stand 😳

    Das Reh ist schlauer als Lexy gewesen und ist in eine Buschreihe die zwischen 2 Wiesen war gelaufen. Während Lexy also die die Buschreihe dem Reh hinterhergehüpft ist, hat sie dann aber nicht mehr gesehen, dass das Reh wieder zurück ist und so konnte ich Madame auf der anderen seit einsammeln.

    Im letzten Jahr durfte sie wirklich kaum von der Schleppleine, wenn dann in sicheren Gebieten wo wir gezielte Übungen machen oder nur mit Zaun. Erst jetzt ganz langsam fange ich wieder an dosiert Freilauf ohne Leine zu geben und freue mich sehr über so Dinge wie das heute mit dem Hasen. Letztes Jahr war sie bei Wildsichtung nicht mehr ansprechbar und auch 1km danach nicht wirklich ruhiger.

    Annett mit Lexy und Carma

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

    Einmal editiert, zuletzt von nette (6. Februar 2021 um 16:24)

  • Micha369
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    • 6. Februar 2021 um 17:56
    • #96

    ich habe meinen Witus auch nur noch an der Schleppleine. Der ist ein Jäger, das hätte ich schon sehen sollen, als er noch als 10 Wochen alter Welpe hinter jedem Laubblättchen hinterher ist oder im Dunklen, auf dem Rasen im Garten im Scheine meiner Taschenlampe Insekten haschen gespielt hatte.

    Katzen, Vögel, Eichhörnchen, Rehe - findet er alles super spannend. Das gute ist, dass ich ihn sehr gut ablenken kann wenn ich die Chance habe. Und mit der Schlepp stehen diese nicht schlecht. Der ist ja zuerst auch hinter Autos hergegangen, also was ihm mit 2-Meter Leine möglich war. Autos geht jetzt schon, das hat er wohl gefressen, dass das nichts für ihn ist. Ein mal hatte er es geschafft kurz hinter ein Reh herzurennen. Es war nur kurz und wurde initiiert durch eine andere Hündin, mit der ich einmal zusammen draußen war.

    Ich bin mir sicher, dass Witus jede Gelegenheit nutzen wird zum Jagen.

    Wird ein harter Weg, glaube ich.

  • Boss
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    • 6. Februar 2021 um 18:15
    • #97

    Was für ein toller Erfolg👍

    Du kannst zurecht stolz auf dich und Lexy sein. Der Rabe ist ja so eine Sache, interessant aber unerreichbar.

    Der Hase vor der Nase ist da schon eine andere Hausnummer.

    Freu mich gerade richtig für euch Beide mit❣️

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 6. Februar 2021 um 18:16
    • #98

    Loki ist gerade sowas von arschig unterwegs und am Vögel jagen, dass ich auch die Schlepp wieder nehmen muss. Zum Kotzen.

  • Kimmo
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    • 6. Februar 2021 um 20:12
    • #99

    Ich werde nicht experimentieren, solange er nicht 99% abrufbar ist, bleibt er an der Schleppleine.

    Lex von den zwei Steinen, geb. Juli 2019

    Lika von der Tötungsstation, wieder geb. Nov. 2023

  • Micha369
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    • 6. Februar 2021 um 23:00
    • #100
    Zitat von Kimmo

    Ich werde nicht experimentieren, solange er nicht 99% abrufbar ist, bleibt er an der Schleppleine.

    Und was machst Du im Detail um in Richtung 99% zu kommen?

    Also wie übst Du das ?

    Suchst Du extra Orte mit hoher Ablenkung auf? Und was machst Du wenn er beim Rückruf nicht kommt? Ziehst Du ihn einfach mit der Schleppleine zu Dir ran? Oder was machst Du, wenn er Deinen Rückruf überhört und z.B. zur Katze, dem Hasen oder dem Hund auf der anderen Straßenseite gerannt ist?

    Klar, man kann, wenn man gut aufpasst und schnell reagiert verhindern, dass der Hund in eine hohe Trieblage kommt. Aber das klappt bei uns leider nicht immer und dann zerrt er schon mal rüber zum anderen Hund.

    Wie schön wäre es, wenn er per Doppelpfiff rel. sicher zurückkommen würde!

  • Kimmo
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    • 7. Februar 2021 um 06:35
    • #101

    Ich bekomme das alleine nicht hin, deshalb versuche ich es mit einer Trainerin, bevor ich sinnlos alleine rumprobiere.

    Lex von den zwei Steinen, geb. Juli 2019

    Lika von der Tötungsstation, wieder geb. Nov. 2023

  • Cinja
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    • 7. Februar 2021 um 09:03
    • #102

    nette Das ist wirklich ein toller Erfolg! Ich weiß ja selbst, wie schwer es ist, so einen Jäger zu haben. Bei Krähen und den Nilgänsen klappt es bei uns auch sehr gut, bei Rehen und Hasen auf Entfernung inzwischen auch. Aber man muss echt immer aufpassen und die Gegend scannen.

    Crazy vom Special Highlight *03.05.2018

    Phaja von der Ellerbachbrücke *15.04.2006 - † 08.02.2018

  • Luna
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    • 7. Februar 2021 um 09:04
    • #103

    das finde ich aus erfahrung heraus auch gut, mit einem trainer zu arbeiten, dem seinem können man vertraut.

  • Micha369
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    • 7. Februar 2021 um 11:46
    • #104

    Na, ich konditioniere derzeit den Doppelpfiff. Das mache ich vor allem mit Trieb. Ich nehme zwei Stöcker und werfe einen weg und Hund rennt hinterher, wenn der Hund ihn hat kommt der Doppelpfiff. Dann sehe ich wie er noch mal zulegt im Spurt und wenn er fast bei mir ist dann fliegt der zweite Stock in die Laufrichtung. Das ist also auch Jagen, klar. Aber der Doppelpfiff soll bedeuten: "schnell zum Hundeführer, da gibt es etwas zu Jagen". Leider lässt er dabei dann den anderen Knüppen fallen.

    Aber ich übe den Doppelpfiff auch mit Leckerchen. Das klappt eigentlich auch recht gut.

    Aber unter höherer Ablenkung geht es noch nicht. Ich hatte es gestern 1x versucht, da war ein anderer, freilaufender Hund auf der Wiese. 1x Doppelpfiff wurde ignoriert. Danach habe ich den Hund ganz ruhig abgeholt. Müssen wir wohl noch mehr üben.

    Also mein Hund war gerade nicht an der Leine weil wir eigentlich am Trainieren waren. Leider kam dann der andere Hund zu nahe, deshalb kam es überhaupt dazu dass mein Hund da hinlaufen konnte.

  • nette
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    • 13. Januar 2022 um 16:10
    • #105

    so hier mal ein paar Bilder von dem wie wir mitlerweile sehr oft im Wald unterwegs sind:

    es raschelt im Unterholz:

    Ich lasse sie beobachten, dabei die Leine soweit " auf Spannung" dass sie nicht durchhängt aber auch nicht ganz auf Zug ist, nur so das wir miteinander dadurch "in Kontakt" sind.

    Wenn sie Wild sieht, dann hangel ich mich an der angespannten Leine langsam zu Ihr und sage ganz ruhig und leise " nur gucken nicht anfassen" (mehr für mich als für sie)

    sie schaut zu mir und dreht sich sogar um und läuft zu mir - klar gibts da ein kleines Belohnungsspiel oder einen kleinen Belohnungshappen

    das ganze wiederholt sich im Wald dann gern aller 50 m oder weniger

    jeder Wildwechsel wird so angezeigt

    manchmal auch mit "Vorsteherpfote" :)

    oder von erhöhter Position den Wald beobachtet:

    Aber so zumindest kann ich üben, dass sie beobachten darf, aber die Belohnung gibts bei mir.

    Vorteil dabei ist, dieses Beobachten ist Teil des Jagens an sich und sie hier noch ansprechbar ist. Wenn ich es also schaffe, sie hier so lange wie esgeht "bei mir" zu behalten und ansprechbar zu haben, dann ist das ein Erfolg.

    So macht das "gemeinsame jagen" Spaß :)

    Zumindest bei kleineren Tieren wie Eichhörnchen und Vögeln klappt das so ganz prima. Rehe nur wenn sie stehen, wenn sie rennen, dann ist es noch zu spannend für Lexy und da legt sich der Schalter um und sie muss hinterher und ist dann auch für nix mehr zugänglich. Wir üben weiterhin an Stop aus der Bewegung und dem Rückruf damit auch das weglaufende Reh irgendwann kein Thema mehr ist.

    Annett mit Lexy und Carma

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

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