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Erlebnisse mit weißer Schäferhündin Ida

  • Ida
  • 18. März 2020 um 12:31
  • Ida
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    • 15. Mai 2020 um 11:36
    • #121

    Mit Hunden und Menschen wird es besser, obwohl ich schon noch das Gefühl ab und zu von zwei Schritte vor und einen zurück, und manchmal auch zwei oder drei zurück habe. Ebenso bei den Spielaufforderungen.?(

    Nun ist sie ja schon neun Wochen hier, also länger hier also vorher bei der Züchterin. Wie ist sie denn so?

    - Lieb und durchaus schmusig, wenn sie nicht gerade spielen möchte

    - immer in der Nähe

    - sportlich

    - zielstrebig und dabei mutig

    - geschickt und schlau

    - wunderhübsch und niedlich

    - wenn sie bellt, dann sehr sonor

    - keine Zimperliese

    Liest sich gut, ist auch gut, aber manchmal nervt es auch ziemlich. Wenn sie nämlich spielen will, und dabei alle ihre Talente zum Einsatz kommen. Hilft nur Wasserspritzen. Aber wehe, man hat die Spritze nicht dabei - das kapiert sie sofort um dann noch einen Schippe draufzulegen. Man sah selten so ein teufliches Grinsen bei einem Hund. Nur gut, dass ich Wasser, sei es im Plantschbecken, sei es drinnen am Wasserhahn meist irgendwie in der Nähe habe. :evil:

    Was meinen Versuchsgarten angeht, fühle ich mich wie beim Wettrüsten.

    Phase 1 Beet angelegt, Hund betrachtet dies als die ideale Rennstrecke

    Phase 2 Zaun errichtet, mit dem was da war. Dadurch war ein Teil eher niedrig, nur so 40-50 cm hoch. Ida drückt ihn runter und hängt zunächst mit dem Bach drauf. Das brauchte nicht lange, und sie konnte elegant drüber hüpfen. Wunderbar, die Rennstrecke jetzt sogar mit Hindernissen.8o

    Phase 3 Zaun vollständig erhöht auf momentan etwa 120 cm und der Hund hüpft nicht mehr drüber. Jetzt kriecht sie unter dem Zaun durch. Also alles am unteren Ende gründlich festgetackert. Das Buddelkind weiß sich selbstverständlich zu helfen.=O

    Phase 4 Zaun mit großen Holzklötzen an den betroffenen Stellen zugestellt. Warten wir ab, was ihr jetzt einfallen wird.

    Das normale Beet, das ich gerade anlege, wollte ich nicht einzäunen. Mitmachhund in Aktion:

    Sie klaut die Blumen, die ich pflanzen will samt Topf, holt sie schon mal raus und zerlegt sie dann =O. Aus dieser Pflanze wurden so drei. Ist ja auch nicht schlecht, aber nicht jede verträgt das. Und natürlich pflanzt sie aus, kaut die Blüten ab. Da wo der Stock steht, könnte mit sehr viel Glück vielleicht eventuell doch noch der Perlmuttstrauch austreiben, den hat dieser Pflanzenkiller auch auf dem Gewissen.;( Der wurde dem Erdboden gleicht gemacht...Immerhin sind wir uns jetzt schon soweit einig, dass ich Werkzeug benutzen darf, ohne dass es verbellt und gebissen wird. Meistens landet sie allerdings nach spätestens 5 min an der Leine außerhalb Reichweite, weil ich angekaut werde. Wir üben also fleissig weiter.

    Inge mit Ida von der Meierhafe (WT 14.1.2020)

  • Tilli
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    • 15. Mai 2020 um 12:10
    • #122

    Herrlich, ein Gartenanarchist bei der Arbeit :thumbup: unser damaliger Garten sah im ersten Tillijahr auch eher wüst aus. Das wird mit der Zeit ruhiger.

    Tilli - komfortorientierter Landtorpedo seit 27.05.2017 <3

  • Kimba2001
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    • 15. Mai 2020 um 13:45
    • #123

    Hihi, kommt mir bekannt vor:D

    Alex mit

    Dina 08.03.2017 & Basko 27.07.2019

    :love:

    <3Aiko 2008-2019, Kimba 2005-2017, Kira 2000-2005, Irko 1996-2007,Varko 1994-1996, Aki 1985-1994, , Hasso II & Hasso I 1975-1986 <3

    <3🐱Tinka 2014-2025, Mietzi 2007-2026<3

  • Pinguetta
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    • 15. Mai 2020 um 14:09
    • #124

    Ist aber doch klar: wenn Frauchen im Sand buddelt, will Hund das auch ;)

    Aber deine Art zu schreiben ist herrlich. Ich glaube, ich muss mal bei euch in Lilienthal vorbei schauen.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • Ida
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    • 15. Mai 2020 um 19:47
    • #125

    Klar will sie buddeln, wenn ich buddel - und meist darf sie das auch: Löcher produzieren beim Einpflanzen ist in der Regel ok. Außerdem hat sie in einer anderen Ecke eine eigene Sandbuddelecke, die großzügig ebenso wie der Plantsch-Marienkäfer von meiner Tochter übereignet wurde. Es ist schon erstaunlich was man auf gut 400m² Mini-Grundstück alles unterbringen kann.

    Bin hier im Außenbezirk zwischen Lilienthal und Worpswede, also noch etwas weiter draußen im Nirgendwo.

    Da sie auch immer auf meinem Fitnesstracker (altdeutsch= Uhr) herumkaut, habe ich schon überlegt, ob sie nicht einfach nur sehr fürsorglich ist und mich von diesem ganzen komischen Krempel als da wären Uhr, Handschuhe, Socken, Hosen, Pullover, Jacke etc und natürlich Schuhen befreien möchte.:/ Hund braucht so etwas ja auch nicht.8o

    Nebenbei habe ich das Gefühl, wir klären mindestens einmal täglich, wer eigentlich der Boss ist. Wir haben da beide eine feste Meinung.^^

    Sie ist inzwischen schon ganz hübsch selbstbewusst und nicht leicht einzuschüchtern. Sie hat auch eine klare Meinung zu persönlichem Eigentum: Es gibt zum Beispiel ernsthaft Streit, wenn ich eine von ihren Decken in der Wäsche habe. Die sind SOFORT herauszugeben, wenn sie mich damit erwischt :D

    Wieso die Trainerin meinte, sie sei ein Bangebüx, verstehe ich inzwischen nicht mehr ganz, aber gut, dass ist ja schon wieder etwa einen Monat her. Sie war nämlich damals schon so frech, dass sie versucht hat, nach der "souveränen Althündin" zu schnappen - in unserem Garten. Immerhin hat sie sich beim Kurs sehr ordentlich benommen und wir dürfen morgen wieder hin. Wenn sie will, kann sie der bravste Hund der Welt sein.;)

    Es kommt "Aus" dran und ich bin gespannt, was ich da anders machen muss, damit das besser klappt. Zum Beispiel wenn sie mich im Maul hat. Schluss wirkt auch nur bedingt (wenn man ausreichend (!) Wasser zur Verfügung hat).

    Menschen sind immer noch nicht unproblematisch. Sie ist sehr neugierig und beobachtet erst ein Mal. Völlig ok. Letztens wurde sie über den Zaun gestreichelt, von einem Handtaschenhundbesitzer, der hier häufig vorbeikommt ...Jo, besser als jeden zu verbellen, aber so mag ich das dann auch wieder nicht.:thumbdown:

    Vorhin hat sie das erste Mal geheult als sich die Alarmsirenen heiß liefen.:love::S Am Straßenanfang war irgendetwas passiert, was ein Großaufgebot an [Freiwilliger] Feuerwehr benötigte und die wird bei uns dann so alarmiert.

    Inge mit Ida von der Meierhafe (WT 14.1.2020)

  • Kimba2001
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    • 15. Mai 2020 um 19:58
    • #126

    Du schreibst so klasse:thumbup::D:D:D

    Alex mit

    Dina 08.03.2017 & Basko 27.07.2019

    :love:

    <3Aiko 2008-2019, Kimba 2005-2017, Kira 2000-2005, Irko 1996-2007,Varko 1994-1996, Aki 1985-1994, , Hasso II & Hasso I 1975-1986 <3

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  • schwedenfan
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    • 16. Mai 2020 um 23:28
    • #127

    Bei Arik hat es 2 Jahre gedauert, bis ich im Garten etwas machen konnte ohne dass er sich in meine Schaufel oder Rechen verbissen hatte.

    Viele Grüße aus Bayern
    Silvia mit Hank (DSH *2008)+ Arik (Herder *2015)
    (Jacky +29.12.2015, Cora 30.07.2001-04.08.2016, Rusty 2000-09.04.2019)
    Natürlich kann man ohne Hunde leben, aber es lohnt sich nicht (Zitat: Heinz Rühmann)

  • Asnea
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    • 16. Mai 2020 um 23:56
    • #128

    meiner macht das heute noch, er ist jetzt 4 :S

    Nicht mehr so oft wie früher aber es reicht. Ganz besonders wenn er sich den Eimer mit gerupftem Unkraut schnappt und überall verteilt :|

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

  • Ida
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    • 17. Mai 2020 um 09:48
    • #129

    Ohjeohje, mein Mitgefühl. Werkzeug (drinnen wie draussen mit Stiel) lässt sie wundersamerweise inzwischen in Ruhe. Ich bin ja auch viel interessanter. :cursing:

    Oder sie tobt mit einem Blumentopf durch die Gegend. Wenn der leer ist, ok, und davon fallen auch regelmäßig welche an. Gestern war sie Dank Schule und Wiederholungsübungen zu Hause echt platt und wollte nicht mal mehr Kühe angucken gehen (da wohnt die Restfamilie und das ist normalerweise ein musthave auf jedem Spaziergang). Anschliessend hat sie dann noch einen Blumentopf "gefunden" und war wieder wild am toben.8|

    Was auch schon ganz gut klappt, ist sie jetzt Abends zur Ruhe zu kriegen. Nach dem Putzen/Bürsten gibt es noch was zu knabbern und dann ist Schicht. :thumbup:Danke für die Tips zu Wurzeln und Rinderkopfhaut. Wobei sie nicht mäkelig ist und alles, was etwas knackig ist an Obst und Gemüse snackt.

    Heute morgen war sie natürlich schon wieder fit, wir waren Kühe besichtigen (die schliefen noch), spazierengehen (An- un Ableinen samt Rückruf geübt :thumbup:). Bloß auf den letzten Metern hatten wir die übellaunige Schäferhundin von nebenan hinter uns. Die ging steil, Ida fand das auch nicht so lustig und hat mit gemacht. Also mit Ida an die Seite, stehen geblieben, Hund sortiert und dann nach Hause. Uii, war die noch aufgedreht.

    Indianerangriffe, am liebsten aus dem Hinterhalt gegen das böse Bleichgesicht, waren die Folge. Leine an, Hund ruhigstellen und beruhigen, Leine wieder ab, Indianerangriffe... das haben wir bestimmt 4-5 Mal durchexerziert. Passend angemalt hatte sie sich auch ;)

    Inge mit Ida von der Meierhafe (WT 14.1.2020)

  • FlatHeart1256
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    • 17. Mai 2020 um 09:54
    • #130

    zwei Hündinnen die sich nicht mögen kann noch eine gute explosive Mischung ergeben. Aber schöne Farbe im Gesicht und einfach ein zuckersüßer Blick.:love:

  • Pinguetta
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    • 17. Mai 2020 um 09:55
    • #131

    Ich muss es noch einmal sagen, dein Schreibstil ist herrlich und gefällt mir sehr gut. Hast du schon mal überlegt, tatsächlich etwas zu schreiben?

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • Ida
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    • 17. Mai 2020 um 12:50
    • #132

    @Ellionore Ich glaube, die andere Hündin ist auf niemanden gut zu sprechen. Und mein Schätzchen ist selbstbewusst genug, um nach doofer Anmache gegenzuhalten. Da hilft nur aus dem Weg gehen.

    Die und ihr Halter haben ja meines Erachtens auch ein kritisches Schlüsselerlebnis für meinen damals kleinen Welpen geliefert -> Lektion "Menschen und Hunde sind mit Vorsicht zu genießen." Und ich war da noch so unbedarft, zu denken, die beiden könnten doch freundlich sein, denn die Familie hat sogar Kinder. Bis dahin sah ich die Hündin nämlich immer nur konzentriert im Stechschritt an seiner Seite an kurzer, lockerer Leine (Aha, ein braver Hund). Über seine dämlichen Sprüche damals nach der massiven Anmache seiner Hündin gegen Ida "Jaja, zum Sitz runterdrücken" oder "Hunde von Frauen haben immer Angst vor Männern" sowie noch ein paar andere ärgere ich mich immer noch. Arrghh.

    Dummerweise wohnen sie lateral. Ich habe ich sowieso zu viele Nachbarn, dafür dass ich in der Pampa im Nirgendwo wohne. Direkt sind es sechs, davon zwei mit Hunden. Gegenüber über die Straße wohnt die Restfamilie (die ist natürlich ok) und die Kreisstraße liefert den Rest der Nachbarschaft an der Grundstücksfront beim Flanieren. Das Grundstück ist 100% einsehbar, bei jeweils 3-5 m Distanz von der Grenze bis zum Haus. <X Das ändere ich gerade, die Pflanzen brauchen aber Zeit zum Wachsen. Wenn es auf Dauer nicht hilft, dann kommt auch ein Sichtschutzzaun in Frage.

    Pinguetta Danke :* In Deutsch bin ich bei Aufsätzen immer nur ganz knapp nicht durchgefallen :D, bisher also tatsächlich nicht.

    Inge mit Ida von der Meierhafe (WT 14.1.2020)

  • Ida
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    • 19. Mai 2020 um 11:15
    • #133

    Heute Mess- und Wiegetag. 18 Wochen, 16,3 kg und 51 cm.

    Ich habe hier eine alte analoge Postpaketwaage, die durch einen Umbau bis 50 kg wiegen kann. Meistens nur ein zugegeben dekorativer Steh-im.Weg, aber sehr praktisch für das Wiegen von Ida. Wenn die denn mal still sitzen würde, so braucht es immer etwas bis der Zeiger nicht mehr so wackelt.

    Außerdem habe ich -glaube ich- die Lösung für die Beisserei gefunden. :) Gestern ging es schon viel besser.

    Ich schreibe es nachher noch auf, das wird länger.^^

    Inge mit Ida von der Meierhafe (WT 14.1.2020)

  • Ida
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    • 19. Mai 2020 um 16:44
    • #134

    Heureka!

    Ida hat mich bisher gebissen, in einem Umfang, den ich wirklich nicht mehr feierlich fand. Meine Hände sind übersät mit Borken von ehemals blutigen Schrunden, die Handgelenke zieren zusätzlich noch blaue Flecken, an den Unterarmen sind teils tiefe Löcher. Von den Klamotten reden wir erst gar nicht.

    Sie hat mich angesprungen, um dann zuzubeißen. Oder hat versucht mich in die Hosen zu beißen, die sitzen (leider oder GottseiDank) so eng, dass das nicht funktioniert.

    Zerrspiele mit meinen Handschuhen an der Tagesordnung, arbeiten schlicht unmöglich. Habe ich ja schon beschrieben. Tatort: in der Regel im Garten, aber nicht nur.

    Außer mir hat sie auch meine Tochter gebissen, die Männer dagegen sehr viel weniger.

    Das artete mit mir auch gerne in eine Rangelei aus, sie wollte einfach nicht aufhören. Und es wurde immer schlimmer, nicht weniger. Ignorieren, Aua quietschen, stupsen, Nein, Schnauzengriff… half nicht, hat eher das Gegenteil bewirkt.

    Festmachen für eine Auszeit: gefühlt ohne Effekte. Ich wusste echt nicht weiter. Mein erster Hund, und dann so was. „Spielen“ im Garten muss für die Nachbarn ausgesehen haben, als ob ich für eine Schutzhundprüfung übe ohne einen Helfer zu benötigen. ☹

    Das Beißen war deshalb auch ein Grund, die Trainerin um eine Einzelstunde zu bitten. Die fand im Garten statt, aber Ida war so mit der Hündin der Trainerin beschäftigt, dass an Spielen überhaupt nicht zu denken war. Auch nicht mit dem Lieblingszergel.

    Ich bekam den Tipp: Wassersprühflasche. Ja, das hat Ida etwas gebremst, aber nicht an der Ursache angesetzt. Das war Symptombekämpfung und nicht nachhaltig. Ohne Wasser in der Nähe ging es wieder richtig los. Ohje.

    Daneben gibt es Einschätzungen, von Menschen, die ich schätze, und die besser als ich hündisch können:

    TA: Ein sensibler Hund

    Züchterin: Benimmt sich völlig normal, und ist nach Hundebegriffen sehr höflich mit den anderen Hunden.

    Auch die Trainerin war nach der ersten Stunde völlig perplex, wie gut und sanft meine Große mit den ganzen Kleinen spielt. [Ich glaube inzwischen aber auch, sie ist den bösen Vorurteilen über weiße Schäferhunde zum Opfer gefallen. Das sind ja „alles Schisser“, nicht, und „übersensibel“. Und bei Hunden pöbeln sie.:cursing:]

    Also stimmt bei meinem Hund alles, wir (d.h. ICH) haben ein Kommunikationsproblem. Was mache ich bloß, damit sie denkt ich will wie blöd mit ihr spielen?

    Input der letzten Woche. Das ist ein Sammelsurium, nichts passt wirklich, aber mich für waren das lauter Mosaiksteinchen. Reihenfolge ohne Wertung, gerade so, wie es mir momentan einfällt.

    • Pinguetta: Wenn du buddelst, will sie natürlich mitmachen
    • Ostholstein hat einen Artikel verlinkt zum Thema Wattebäuschenwerfer. Wichtig ist mir das Beispiel um die Kommunikation zwischen Hund und Mensch (…man landet in China, der Sprache und Kultur nicht möchtig…). Sehr gut bildlich beschrieben, wie ein Hund sich fühlen muss.
    • Ellionore hat auf den Beitrag von Martin Rüttert am 16.5. verwiesen. Eigentlich wegen des übergewichtigen, bellwütigen Chihuahuas – aber da gibt es auch Henry. Der Hund, der vor Langeweile und Jagderwartung die Wand ableckt. Bis sie ihn müde spielen, im Haus (!) anleinen, nicht mehr an die Wand lassen und ablenken.
    • Youtube Küstennase Henry zum Thema Welpen beißen: Zum einen noch einmal die Bestätigung, dass Beißen für den Hund ganz normal ist und viele das Problem haben, aber für mich der wichtige Hinweis nicht mit den Händen vor dem Hund herumzufuchteln.
    • Youtube Deine-Hundeschule online zum Thema Welpen beißen: Erklärt noch mal super, wie man richtig ignoriert oder eine Auszeit gibt. Hund kriegt also nach recht kurzer Zeit eine neue Chance auf richtiges Handeln, aber eben auch eine spürbare Unterbrechung. [Da war ich nicht konsequent genug und neue Chancen habe ich auch selten gegeben]. Und ganz wichtig: Er erklärt, dass alles was man ansonsten versucht, als Druck und Spielbestätigung angesehen wird. Also Aua, Stupsen, Nein…kontraproduktiv. Was der Hund will (und bekommt) ist Aufmerksamkeit, also muss man die entziehen. Plus, dass der Hund überdrehen kann, dazu sollte man es nicht kommen lassen.
    • Trainerin in der Hundeschule: …Wasserspritze, ja das ist ein ganz spezieller Fall, macht das bloß nicht nach [Ooooh?]
    • Teilnehmerin in der Hundeschule:-…und der Bindfaden am Halsband hat super funktioniert, wenn sie in den Blumen buddeln wollte. So konnte ich sie wegziehen…[Aha?]
    • Trainerin in der Hundeschule: ….und tut auch mal so im Garten, als ob ihr was Tolles gefunden habt, dann kommen sie auch her und wollen gucken… [Aha!]
    • Egal, wer wen weshalb ausgesucht hat: Ida und ich sind inzwischen ein Team. Der Hund leidet, wenn ich nicht da bin. Meine Aufmerksamkeit ist das Wertvollste neben Futter, was ich geben – und entziehen kann.

    Verstanden habe ich dadurch, wenn ich im Garten konzentriert arbeite, dann regt das meinen Hund mächtig auf. Ich bin seit Wochen mit der Gartenneugestaltung beschäftigt, das wird auch noch Monate dauern, bis ich alles in Spur habe. Dazu kommt, dass ich hier einen fies steinigen Sandboden habe. Die müssen hier wenigstens 2m³ Kies hinter meiner Auffahrt untergearbeitet haben. Kein Tag, an dem in nicht Steinchen aufsammle. […was Tolles gefunden…]. Ich arbeite viel mit meinen Händen vor ihrer Nase, Unkraut rausziehen, die gerodeten Stücke ausschütteln, damit wenigstens etwas Sand hierbleibt, sähen, umpflanzen, einpflanzen, gießen. Selbst das Gehen durch den Garten mit Handschuhen an den Händen: Alles Spielaufforderungen an den Hund. Und nie will ich wirklich spielen. Schlimmer noch: Ich kümmere mich um alles nur nicht um Ida. Und die will Aufmerksamkeit um jeden Preis.

    Die Frusttoleranzübungen aus der Hundeschule absolviert sie mit links. Aber ohne mich /meine Aufmerksamkeit dreht sie am Rad. Da liegt auch ein ToDo, das muss sie besser aushalten lernen.

    Sie hat wirklich Power (=ist triebig?)

    ToDo-Liste:-Wenn ich im Garten arbeiten muss, ist sie möglichst nicht die ganze Zeit dabei und/oder übt mit meiner Tochter. Ablenkung funktioniert. -Ein Bindfaden mag für einen Kromfohrländer genügen ? Ida hat jetzt etwas um, das wir Galgenstrick getauft haben. So weit, dass sie notfalls den Kopf ohne Probleme herausziehen kann, aber genug, um sie einzufangen, wenn sie anfängt Stress zu machen. -Ich achte konsequent darauf, dass Ida nicht überdreht. Falls doch, drinnen kurze Pause, und kurz danach darf sie mit neuer Chance wieder im Garten sein. -Besser wirklich „Quietsch“ als „Aua“, das begreift sie von der Lautlage besser. Knurren muss ich noch ausprobieren, soweit hatte sie sich seitdem noch nicht wieder aufgeschaukelt. -Bleib, Decke etc. Ida muss lernen, dass das Leben auch ohne mich weiter geht. Zumindest für kurze Zeit.

    Gestern lief es gefühlt schon deutlich besser. Jedenfalls habe ich keine neuen Löcher.

    Für alte Hasen bestimmt sonnenklar, für mich Jung-Hundbesitzer ist da aber ein Riesengroschen gefallen. Mal sehen, ob es das wirklich die Ursache ist, aber ich bin zuversichtlich. Wie immer ;)

    Inge mit Ida von der Meierhafe (WT 14.1.2020)

  • Argos
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    • 19. Mai 2020 um 17:19
    • #135

    als Argos so jung war, sah ich aus als wenn ich den ganzen Tag im Rosengarten arbeiten würde. Jeden Tag blutige Wunden.

    Dann eines Tages in der Hundeschule meinte die Trainerin zu allen, das sie nächste Woche keine frischen Wunden mehr sehen will.

    In dem Moment hätte ich heulen können, weil ich immer am schlimmsten aussah von allen.

    Nie und nimmer wäre das in einer Woche vorbei was schon monatelang so läuft.

    Und doch.... die Woche drauf hatte ich keine einzige frische Wunde mehr.

    Ich habe nichts andere gemacht als vorher.

    Und seit dem bin ich heile und kann tatsächlich mal anständige Klamotten anziehen wenn ich mit ihm unterwegs bin ohne das er die schreddert.

    Hab Geduld und bleib konsequent... da wird

    Argos, geb. 16.07.2017, intakter Rüde, 70 cm und 45 kg

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