Ein Hoch auf Witus, den Helden und König der Katzenignorierer und Appoirtierbeutelablieferer! ![]()
So große Erfolge können wir zwar nicht feiern, aber ich habe mich in den letzten Tagen immer wieder über Chia gefreut, die ich zur Ballhüterin erhob.
Chia hat ja immer ihren Ball dabei und hütet den auch ganz selbstverständlich. Ich muss da wirklich kein Auge drauf haben, dass sie den verlegt und wir ohne Ball nach Hause kommen könnten.
Bene ist aber ein echtes Schluderwuschel und verlegt ihre Sachen auch schon mal, wenn sie das Interesse daran verloren hat. Eigentlich fand sie Bällchen und Spielzeuge aller Art bislang sowieso ziemlich doof und nahm die nur aus Höflichkeit an, um ihnen die nötige Aufmerksamkeit zu schenken, welche die Menschen für ein Geschenk erwarten. Also eigentlich so ähnlich wie mit dem Ausgeburt der Accessoirescheußlichkeit in Form der Vase, die einem die Erbtante als Geschenk überreichte und die dann ganz hinten in den Schrank wandert und nur hervorgeholt wird und den Wohnraum verunstalten darf, wenn eben jene Erbtante zu Besuch kommt. Auch Bene ignorierte Bällchen und Plüschquietschis nachdem sie sie ein bisschen herumgetragen und ihnen ein paar jämmerliche Töne entlockt hatte.
Als Chia einzog, wurden Benes Spielzeuge natürlich alle von der Welpin annektiert und zu ihren Schätzen getragen, deren Verstecke auch nur Chia kennt. Bene war das eigentlich erst mal egal. Aber irgendwann befand Bene, dass sie sich ihren Teil des Schatzes wieder zurückerobern sollte und bestand darauf, dass sie auch nicht mehr ohne Ball aus dem Haus geht ... oder eben Chias Ball enteignet, was Chia dann empörend findet und mich in die Pflicht nimmt, um das Bällchen wieder zum rechtmäßigen Eigentümer zurück zu bringen.
Also laufen wir nun mit zwei Bällen durch den Wald ... oder eben mit einem in Chias Obhut und einem, den Bene irgendwo liegen ließ, weil sie was Spannenderes entdeckte und das Bällchen schlicht vergaß´mitzunehmen.
Für mich bedeutete das bislang, dass ich Bene und ihren Ball im Auge behalten muss und möglichst schnell erkennen sollte, wenn in Benes Schnauze kein Ball mehr transportiert wird, denn je nachdem wo der Ball verloren ging und wie lange das schon her war, bedeutete das für mich den Beginn der Sucherei und das Zurücklegen einer Strecke, die bereits hinter uns lag.
Das war ziemlich lästig und ich überlegte, ob ich die Bälle prinzipiell zu Hause lasse, damit keiner verloren geht und Bene keinen klauen kann. Aber Chia löste das Problem und hilft mir, Benes verschluderwuschelte Bälle zu suchen und zu finden.
So startet sie ihre ganz eigene Zielobjektsuche, wenn ich mal wieder feststelle, dass zwischen Benes Zähnen kein türkisfarbiges Bällchen mehr hervorblitzt und zu Chia sage: "Such Benes Bällchen!" Meine kleine Rennsemmel flitzt dann zielstrebig los und ganz egal wie tief im Gebüsch der Ball verloren ging - Chia holt ihn wieder hervor und ist stolz wie Bolle, wenn ich sie dafür belohne und lobe.
Vor ein paar Tagen hat sie sogar die Flexileine meiner Bekannten wiedergefunden, die deren Berner Sennenhund Fredy herumgetragen und dann irgendwo abgelegt hatte. Meine Berkannte sagte zu Chia: "Such die Leine!" und Chia flitzte los und kam mit der Flexi in der Schnauze wieder zurück - und mir ging echt das Herz auf!