Röntgen für Hundesport - Hinweise erbeten

  • Ich würde es ja eher sinnvoll sehen, mit entsprechenden Therapiekonzepten/ Muskelaufbauetc. Zu beginnen anstatt etwas zu machen wie dem SD von dem wenn ich das richtig verstanden habe der Tierarzt abrät.

    Aber ich bin zum Glück ja auch kein Hundesportler.

    Jetzt ganz unabhängig vom SD:


    Ist ein Muskelaufbau beim Physio auf dem Unterwasserlaufband, und mit vielem anderen Schnickschnack denn wirklich nötig, bei einem Hund wie Witus?


    Bei einem Hund der keine Schmerzen oder Einschränkungen zeigt, sich natürlich und flüssig bewegt, kann ich doch auch ganz einfach auf eigene Faust am Muskelaufbau arbeiten, so wie es jeder andere Hundebesitzer auch tut?


    Der Hund mag jetzt kein schönes Röntgenbild haben, aber sonst ist und bewegt sich der ja völlig normal, also warum nicht auch "normal" Muskeln aufbauen?

    Das Ergebnis ist am Ende ja das gleiche wie beim Physio: es ist Muskulatur vorhanden, die den Hund an potentiellen Schwachstellen stützt und stabilisiert. :/

  • Ruebchen, ich bin kein Tierarzt, aber von dem was ich hier bisher las soll Muskelaufbau wohl betrieben werden. Und ja dann finde ich es persönlich wichtiger es vernünftig abzuklären was geht und was nicht. Und ja ich würde wohl jetzt früh mit Physio anfangen.

  • @Ellionore


    meine TA, und sie hat einen guten Ruf auf dem Gebiet der Orthopädie, sagte mir dass Physiotherapie nicht vonnöten ist. Das macht nur Sinn bei Symptomen.

    Ich soll den Hund ordentlich bewegen, vor allem Joggen, Traben, Fahrradfahren, Schwimmen. Das viele


    Springen über hohe Hürden würde sie mit ihm besser nicht machen.

    Sie hatte es nicht streng verboten aber sie sagte, dass das evtl. den Hund schneller verschleißen könnte.


    EDIT:

    Und noch was: wenn Du am Hund etwas verändern möchtest dann reicht ein Training von 1x oder 2x die Woche eh nicht aus. Man muss jeden Tag etwas machen, was sicher schon sehr schwierig sein dürfte, aber ich kann nicht jeden Tag zu einem Laufband in einer Physio-Praxis fahren. Zeit- und Geldfrage.


    Aber abends mal 30 Minuten am Rad traben, oder morgens die Stunde joggen, das geht.

    Einmal editiert, zuletzt von Micha369 ()

  • naja die physio zeigt dir/bzw. könnte dir Übungen zeigen. Dann müsste man nicht ständig hin. By the way bin aber kein Tierarzt und wenn die Empfehlung so ist mit laufen etc. dann passt das doch.

    Da ich viel von Physio halte würde ich die trotzdem mit ins Boot holen. Aber ist meine eigene Meinung

  • Nur habe ich bei einem Meter bedenken. Aber auch das wird eine Frage der Häufigkeit der Übung sein. Mal sehen. Sobald der Hund irgendwelche Anzeichen zeigt, dass er da nicht rüber will lass ich das auf alle Fälle.

    Wie wäre es damit - das ging mir gestern schon durch den Kopf - wenn du ihn erst mal noch 1-1.5 Jahre aufbaust muskulär, bis er richtig gut trainiert und bemuskelt ist und dann mit den Sprüngen anfängst? Denn dann hat er die Körperlichkeit, um so was anzufangen. Jetzt wohl noch nicht, deine Ärztin meinte doch noch, er sei noch ziemlich „schwach“ und recht wenig bemuskelt, korrekt? Dann würde ich das im jetzigen „Zustand“ auch nicht machen, aber wenn der mehrere Monate oder ein Jahr wirklich intensiv und durchdacht aufgebaut wurde (auch hier wieder die ganz klare Empfehlung für einen Physio), dann könnte man das möglicherweise schon machen. :)

  • Eben hat mich mein Züchter angerufen, hatte ihnen ja gewhatsappt von der Hüfte.


    Wir haben 45 Minuten gequatscht, es war sehr interessant. Auch er bestätigte, dass im SV derzeit sehr hart bewertet wird. Er meinte, dass hier in D möglichst viele Rüden irgendwie ausgemustert werden sollen. Auch dass in der Corona-Pandemie Hündinnen ohne Prüfungen zur Zucht genommen werden durften, aber Rüden mussten nach wie vor eine Prüfung vorweisen spricht auch dafür.

    Auch auf der BSZ waren sehr viele ausländische Hunde, kaum deutsche, sagte er.

    Aber das ist mir persönlich egal, wads da gespielt wird.


    Er empfahl mir, den Hund ruhig weiter zu arbeiten. Das Springen kann ich ja erstmal nur mit niedriger Hürde machen. Und nicht jedes Mal wenn HuPla ist. Eher nur alle 3 Wochen einmal. Und die Kletterwand soll er ganz niedrig gestellt erlernen. Also vor allem dass nicht oben abgesprungen wird sondern auch wieder herunter zu klettern ist.


    Und ja, ich muss weiter Muskelaufbau betreiben. Guter Hinweis @Azemba

  • Und die Kletterwand soll er ganz niedrig gestellt erlernen. Also vor allem dass nicht oben abgesprungen wird sondern auch wieder herunter zu klettern ist.

    Das sollte eigentlich immer so sein, vollkommen unabhängig von einem Röntgenbefund :)


    Ich denke auch, wichtig ist der Muskelaufbau, auch das gilt für gesunde wie für Hunde mit nicht ganz einwandfreien Röntgenbefunden.


    Eigentlich gehe ich immer davon aus, dass im Sport (wie auch sonst) das Training langsam gesteigert wird. So können die Muskeln und Sehnen mit der wachsenden Beanspruchung wachsen.


    Crazy z. B. springt erst seit letztem Frühjahr/Sommer über die Hürde und erst jetzt nach gut einem Jahr ist sie das erste Mal die volle Höhe gesprungen. Erst jetzt habe ich das Gefühl, dass sie die volle Kraft hat, darüber zu kommen. Und sie wird mit Sicherheit nicht jedes mal die volle Höhe springen. Im Gegenteil, ich mache sie auch wieder deutlich niedriger und dafür dann auch mal etwas weiter.


    Wichtig ist, die Anforderungen langsam zu steigern. Klar gibt es immer jemanden, der meint, das geht viel schneller. Aber da verschleisst der Hund dann auch viel schneller und das ist nicht das, was man sich zum Vorbild nehmen sollte.


    Den gesunden Menschenverstand sollte man nie ausblenden, auch wenn mal als Anfänger mit Leuten zu tun hat, die schon deutlich länger im Sport unterwegs sind.

  • Er meinte, dass hier in D möglichst viele Rüden irgendwie ausgemustert werden sollen.

    Wozu sollte das gut sein?


    Auch dass in der Corona-Pandemie Hündinnen ohne Prüfungen zur Zucht genommen werden durften, aber Rüden mussten nach wie vor eine Prüfung vorweisen spricht auch dafür.

    Ich finde es zwar auch blöd, dass die Hündinnen aktuell keine Prüfung brauchen, aber gut... eine Hündin hat in der Pandemiezeit 1 bis maximal 2 Würfe, also etwa 15 Nachkommen.

    Ein ungeprüfter Rüde könnte im selben Zeitraum locker 150 Nachkommen produzieren.


    Desweiteren wird die Hündin halt nur 2x in Jahr Läufig, hat man eine Läufigkeit aufgrund eines fehlenden Prüfungstermines verpasst, steht der ganze Zirkus wieder für mind. 6 Monate. Der Rüde ist jederzeit Einsatzbereit.


    Es ist also wohl davon auszugehen, dass diese etwas unfaire Regelung damit im Zusammenhang steht...

  • Ruebchen das hört sich logisch an.


    Warum die ausgefiltert werden sollen? Ich weiss es nicht genau, nur, dass es da um teilweise sehr viel Geld geht wenn gute Rüden ins Ausland verkauft werden. Und dass da wohl auch sehr viel gemauschelt wird. Auch die Leistungsrichter sind nicht frei davon. Die kleinen no-name-Hundesportler sollen es ordentlich schwer haben, so genau hat er es mir nun auch nicht erklärt. Es fällt nur auf, dass Rüden öfter wegen Röntgenbilder durchfallen als Hündinnen, so sagte er.

    Wenn ein Investor da zig tausende € ausgibt für einen guten Rüden dann will er ja auch mit diesem gewinnen und möglichst viel Geld wieder einspielen? Ich habe keine Ahnung, aber so etwa könnte ich mir das vorstellen.

    Einmal editiert, zuletzt von Micha369 ()

  • Also links fast normal und rechts mittlere HD?


    Oh man, das ist echt doof...

  • Die Gelenkspfanne ist zu flach und punktuell leicht verdichtet, der Oberschenkelkopf geringgradig deformiert (wahrscheinlich nicht ganz so schön rund wie man es gerne hätte, halt eben passend zu der flachen Pfanne).


    Der Kopf sitzt rechts zu wenig tief in der Pfanne (=lose).

    Im Gelenksspalt weichen die 2 beteiligten Flächen leicht voneinander ab (gehen auseinander, Spalt nicht gleichmäßig breit).


    Norbergwinkel von unter 90° ist echt wenig. Das wird normalerweise sogar als HD schwer eingestuft. Aber der Norbergwinkel muss immer in Kombination mit den anderen Parametern berücksichtigt werden, für sich alleine ist er nicht sehr aussagekräftig.


    Und da Witus laut dem Wisch keinerlei arthrotische Veränderungen zeigt (weder am Gelenkskopf, noch der Gelenkspfanne) hat er wahrscheinlich dann die Einstufung HD mittel bekommen.


    Klingt jetzt blöd, aber eigentlich ist der Zettel ein Grund zur Freude im Bezug auf den Befund der jetzt leider eh schon im Raum steht.

    Was den Hunden so Probleme und Schmerzen bereitet sind ja hauptsächlich Arthrosen.


    Also ich würde jetzt ganz viel in Muskelaufbau und sinnvolle supplementierung für die Gelenke investieren, dann wird der Witus wahrscheinlich sehr lange völlig schmerzfrei Sport machen und auch alt werden 🍀😁

  • Ruebchen Vielen Dank für Deine Erläuterungen. Hättest wohl evtl. Vet. studieren sollen, wie professionell sich das liest. :thumbup: :D


    Hoffentlich kriegt er nicht so früh diese scheiß Arthrose !


    Ich komme gerade zurück vom Fahrradfahren. Dazu mache ich jetzt aber mal einen separaten Thread auf.

  • Früher oder später wird es kommen, aber auch manch völlig Gelenksgesunder Hund bekommt im Alter Arthrose.


    Je besser der Hund bemuskelt ist, desto langsamer wird sich das entwickeln und fortschreiten. :)