Welche Leinen benutzt ihr?

  • Hallo Ihr Lieben,


    uns sind innerhalb von wenigen Tagen unsere beiden Hauptleinen kaputt gegangen.

    Die normale 2m verstellbare Trainingsleine ist bei einem Satz nach vorne von Lexy geschreddert worden. Die könnte ich nähen, aber ich will eigentlich eine neue, weil ich auch den Karabinerhaken nicht mehr so wirklich traue.

    Und meine Biothane Schleppleine ist gestern gerissen und hat mich durch den Ruck und das Reissen zu Boden geworfen *autsch*


    Es sollen also neue Leinen her. Nur welches Material? Ich brauche auf jeden Fall etwas was die spontanen impulsiven Sätze von Lexy aushält und am besten mit einem Karabiner der auf keinen Fall von alleine aufgeht, zumindest nicht an der Schleppleine, da brauch ich einen Bergsteigerkarabiner.

    Leder, Nylon, Biothane? rund, flach, gepolstert oder nicht?


    Was habt ihr so für Leinen und warum gerade diese?

    Würde mich freuen, wenn Ihr Eure Erfahrungen schreibt und wofür Ihr welche Leine benutzt.


    Danke und Grüßle

  • Ich nutze gerne eine flexileine mit ich glaube 7 Meter Reichweite und Zugkraft 60 kg.

    Meine bessere Hälfte bevorzugt die Kurze Lederleine. Besondere Karabiner brauchte ich bislang noch nicht zum Glück.

  • Ich bin in der glücklichen Lage Leinen und Halsbänder nach Wunsch angefertigt zu bekommen da meine Tochter gerne näht und bastelt. Aufzählen kann ich die alle gar nicht. :)

    Im täglichen Gebrauch für die Gassirunden benutze ich eine Retrieverleine von Hunter. Die ist nur 1,10 lang und 8 mm dick und passt prima in die Tasche. Hier ist es ländlich und Rae ist kaum an der Leine.

    Sind wir woanders unterwegs habe ich Lederleinen in verschiedenen Farben, Stärken und Längen, teilweise verstellbar und immer mit eingeflochtenem Haken. Diese Leinen sind alle mit einem Schwedenhaken von Sprenger oder einem Schnapphaken versehen da ich den normalen Karabinern nicht traue. Diese Haken kann ich auf jeden Fall empfehlen. Sie gehen nie auf.

    Für Schietwetter nehme ich lieber Biothaneleinen, am Liebsten in Biothane Grippy. Die rutschten auch bei Regen nicht aus der Hand. Mit Buchschrauben hat man die schnell selbst gefertigt und kann sich die Länge und Breite selbst wählen. Außerdem sind sie so viel preiswerter.

    Gerissen ist mir noch nie eine Leine, aber ich schaue auch darauf wo das Material herkommt. Da gibt es einige gute Shops die Lederriemen und Biothane verkaufen.

    Gekauft habe ich mal eine verstellbare, gummierte Leine von K9. Die kann ich auch empfehlen, aber mir ist die fast zu lang. Meine Lieblingsleinen und Halsbänder sind auf dem Foto.


    LG Terrortöle


  • Ich habe nur noch Fettlederleinen im Gebrauch, die ich entweder bei Maly kaufe https://www.maly-leder.de/Lein…-Steinnieten-3m::471.html

    oder selbst mache, nachdem ich das Fettleder entweder bei Maly oder bei fettleder24 kaufte.


    Ich habe Benes Leine schon seit Ewigkeiten. Die Leinen bekommen Patina und wirken irgendwann ein bisschen usselig, aber sie sind weich, haben einen super Griff - auch wenn sie nass sind - und sie sind unzerstörbar und in jeder Länge zu haben.


    Der Vorteil ist, dass der Karabiner (mit richtig hoher Bruchlast) eingeflochten wird und somit das Leder nicht durch eine Naht perforiert wird.


    Ich nutze die 15 mm breiten Leinen, aber wer kräftigere Hände hat, der kommt sicher auch mit 18 mm Breite gut zurecht. Ich habe Handschuhgröße 6,5 und dachte, dass ich mit 12 mm besser bedient bin, aber da ist die Zuglast nicht so hoch und ab 35 kg Hundegewicht wird empfohlen, die 15 cm breite Leine zu nutzen.


    Chia sprang zu Anfang ja sehr gerne mal mit voller Kraft in die Leine und die Fettlederleine hilet das problemlos aus, weil das Fettleder auch etwas elastischer ist, als normales Leder. Durch den sehr hohen reingepressten Fettgehalt gibt das Leder bei Spannung minimal nach und reisst nicht.


    Bei Maly kannst Du Dir den Karabiner aussuchen. Ich nehme immer entweder den Edelstahl- oder den Messing-Karabiner.


    Ich habe selbst auch schon Scherenkarabiner eingebaut, aber ich bemerke keinen Unterschied.

  • vll. noch kurz zur Erklärung warum ich mit herkömmlichen Karabinern Probleme habe: die normalen Karabiner mit dem Häkchen zum aufmachen bleiben immer am Ring vom Geschirr wo es eingehängt wird hängen und verhaken sich dort und dann geht der Karabiner auf und die Leine löst sich vom Geschirr und der Hund steht ohne Leine da =O

    ist uns schon mal mitten im Strassenverkehr an der Hauptstrasse passiert. Ausserdem wohnen wir wildreich und Lexy jagd, daher brauche ich an der Stelle eben auch die Sicherheit das der Karabiner sich nicht verhackt und löst wenn sie meint volle karacho in die Leine zu brettern weil das Reh aus dem Unterholz hüpft.


  • ab 35 kg Hundegewicht wird empfohlen, die 15 cm breite Leine zu nutzen.

    15 cm .... wow 8)


    habe gestern übrigens auf Deine Empfehlung bei Maly bestellt.... bin gespannt :thumbup:


    ich bevorzuge Lederleinen.... angefangen habe ich auch mit Fettleder (diese Leine existiert trotz mangelnder Pflege immer noch und hat immerhin drei Hunde lange gehalten), habe dann die Büffelleder-Leine von Karlie für mich entdeckt (also die rundgenähte Form)... da ich wie Verbena ziemlich kleine Hände habe und zuviel Leine da einfach nicht passt. Andere Materialien wurden mal eingesetzt, aber meistens weiterverschenkt, weil's für mich nicht passte.... Leder ist für mich die erste Wahl

  • Es sollen also neue Leinen her. Nur welches Material? Ich brauche auf jeden Fall etwas was die spontanen impulsiven Sätze von Lexy aushält und am besten mit einem Karabiner der auf keinen Fall von alleine aufgeht, zumindest nicht an der Schleppleine, da brauch ich einen Bergsteigerkarabiner.

    Leder, Nylon, Biothane? rund, flach, gepolstert oder nicht?

    Ich hab ziemlich von Anfang an für den Brummi die Paracordleinen von Milthos benutzt gehabt. Allerdings hatte ich Scherenkarabiner und die öffnen sich zb, wenn gegensätzlicher Zug durch ein Kettenhalsband entsteht. Da braucht es zwar ordentlich Zug, aber Brummi hat das mit seinem unterirdischen Verhalten geschafft. Dadurch, dass er ständig so arg bei Begegnungen ausgetickt ist, hat uns das irgendwann die Haut aufgeraut. Aber die Leinen an sich selbst waren bombenstabil und die würde ich sofort wieder nehmen, wenn er an der Leine einfacher zu handeln wäre. Preis ist je nach Länge/Farbe/Verstellmöglichkeiten/Extrawünschen so bei 30 bis 50 Euro. Kann man privat mit der Erstellerin absprechen alles.


    So, danach habe ich von Hunter die "Softie" gekauft, weil es die auf Amazon von fast 50 Euro im Angebot auf 18 Euro reduziert gab und die Bewertungen ganz gut waren. Ich wollt halt auch was stabiles, das definitiv nicht kaputt geht. Es gibt immer wieder 1-2 Leute, die machen negative Erfahrungen mit allem, aber bei uns leistet sie spitzenklasse Dienste bisher. Ich finde die Farbe halt hässlich (ganz schwarz), weil die anderen Farben hatten deutlich mehr gekostet (35-50 Euro) und ich war in jenem Monat etwas "hunde-budget-knapp" :D


    Für den Husky hab ich eine Hunter Freestyle Leine gekauft gekaut in Türkis, die finde ich sehr klasse! Allerdings nichts für Hunde, die permanent in die Leine brettern und man muss gucken, weil nach 2-3 Jahren das Leder an den Verstellringen evtl porös werden kann(!, nicht muss). Die Leine ist aber recht günstig manchmal zu bekommen (25 Euro, ansonsten 35 Euro) und in verschiedenen Farben, das Material ist ähnlich zu Paracord, deswegen auch eher nichts für empfindliche Hände und Hunde, die ständig mit Kraft festgehalten werden müssen. Der Husky war früher ja Kategorie "Zugmaschine", da hat es meinen Händen aber nichts ausgemacht.


    Gerne hätte ich eine Lederleine genommen, aber da traue ich den Nieten nicht so ganz, weil Brummi ja den Affen gespielt hat/spielt und in der Länge/Ausführung die wir wollten/brauchten, hätte uns die auch gut und gerne 40 Euro gekostet.


    Ansonsten sind alle genannten Leinen leicht zu reinigen und gut sauber zu halten und griffig in der Hand. Bei der Hunter Softie, wenn schleimiger Sabber dran hängt, kann es aber durchaus mal rutschig werden.


    Als Karabiner nehme ich nur noch die normalen Bolzenkarabiner, das sind die einzigen, die von hochwertigen Herstellern auch nicht aufgehen, brechen oder sonst was. Nie wieder Scherenkarabiner! Sieht zwar schick und fancy aus, aber bei großen, schweren Hunden denkbar blöd, wenn die sich öffnen bei starkem oder ruckartigem Zug.


    Edit: es gibt auch Leinen mit Kletterkarabinern, zb von Ruffwear oder man sägt den bestehenden Karabiner aus der Leine raus und schiebt einen Karabinerhaken durch das Loch, geht auch. Die gibt es sogar mit Schraubverschluss, wer auf Nummer 100% sicher gehen will.

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  • Die Freestyle in türkis habe ich für Bene mal gekauft - mit passendem Halsband. Die gab es mal günstig als Set bei Zooplus. Stabil ist die Leine auf jeden Fall und ich stecke die sogar in die Waschmaschine und lasse sie bei 40 Grad mit Lederwaschmittel wieder sauber werden.


    Kaputt oder gebrochen ist daran noch nichts und ich meine, ich habe sogar noch eine Freestyle in Schwarz rumliegen, die ich einmal gebraucht habe, weil ich für ein organgefarbiges Halsband keine passende Leine fand und dann dachte "schwarz passt zu allem".


    Ich glaube, ich muss mal anfangen, wieder auszusortieren ;)


    Mit den normalen karabinern hatte ich bislang auch noch nie das Problem, dass die sich mit dem Geschirr vertüddelt und aufgegangen sind, aber dann wären vermutlich Bullenhaken die Lösung, aber die sind auch extrem schwer. Ich hatte damals für Elvis einen Pferdestrick mit Bullenhaken mitbekommen. Der Nachteil war aber, dass man sich fast den Finger bricht, wenn man den Bullenhaken öffnen will.

    Da bin ich mal sehr gespannt, was Du berichtest, wenn Du die Leine bekommen hast. Welche ist es denn geworden?


    Rundgenäht war ja auch lange meine 1. Wahl, wegen meiner Kinderhändchen und ich hatte auch diverse Elchlederleinen von Hunter und von Sabro und für Elvis hatte ich eine ganz kräftige rundgenähte Leine von einer Firma, die auch auf Maß arbeitet ... das Problem war nur, dass die Lederfarbe dann kanarienvogelgelb aussah, als sie geliefert wurde und ich die Leine auch nie nutzte.


    Ich stelle aber auch gerade fest, dass ich mit meinen Spontankäufen häufig daneben schlug :rolleyes: Sonst würden hier nicht so viele Leinen ungenutzt rumhängen :/

  • Ich hänge mich mal hier an und wollte fragen ob ihr auch Empfehlungen für Schleppleinen habt ? Bevorzugen würde ich Leder, werde aber nicht so richtig fündig, und bei den ganzen Kleinunternehmern die man so findet habe ich Schiss, dass die Verarbeitungen im Zweifel keinen ausgewachsenen Schäfi hält.

  • Da bin ich mal sehr gespannt, was Du berichtest, wenn Du die Leine bekommen hast. Welche ist es denn geworden?

    Fettleder 15 mm ohne Schlaufe 3 m in military green und zum ersten mal in meinem Leben ne Schleppleine...Achtung.... NICHT aus Leder, aber rutschhemmend und in neongrün. Ich hab es mit Grün 8o

    Rundgenäht war ja auch lange meine 1. Wahl, wegen meiner Kinderhändchen und ich hatte auch diverse Elchlederleinen von Hunter

    die von Karlie hab ich jetzt nochmals bestellt.... das angerauhte Büffelleder ist einfach genial. Un ddie Kinderhändchen haben wir ja gemeinsam ;)

    die Hunter aus Elchleder sind nicht sooooo gut

  • Ich habe seit vielen Jahren die runde Biothane 10 meter Schleppleine von Zooplus https://www.zooplus.de/shop/hu…s&q=schleppleine&i=6&ro=1


    Die Farbe orange ist ideal, weil man sie gut sieht und das Material lässt sich leicht abwischen, wenn die Leine durch den Schlamm gezogen wurde. Biothane ist zwar ein bisschen "blasenträchtig" wenn es einem feucht durch die Hand gezogen wird, aber Leser, das dauernd über den Boden gezogen wird, könnte das auch auf Dauer übel nehmen.


    Meine Schlepp ist jetzt 5 Jahre alt, hat schon einige Hunde überstanden und bis auf das schwarze Nupsi, das die Klemme überdeckt und das sich manchmal verschiebt, ist sie nach wie vor top.


    Ich hatte auch welche aus Nylon (20 m), aber die wird so schwer, weil die sich vollsaugt, wenn es regnet und eine rundgenähte, die aber wie ein Pferdestrick brennt, wenn man sie durch die Hand gezogen bekommt.


    Für Lyssi hatte ich noch eine dünne 5 Metter Schleppleine gekauft - die Idee war, dass die Leine nicht zu schwer ist und ich sie fürs Apportieren brauchen kann.


    Ich komme aber immer wieder auf die 10 Meter Schlepp aus rundgenähtem Biothane zurück, die aussieht, wie ein Elektrokabel, aber unkaputtbar zu sein scheint.

  • Ich hänge mich mal hier an und wollte fragen ob ihr auch Empfehlungen für Schleppleinen habt ? Bevorzugen würde ich Leder, werde aber nicht so richtig fündig, und bei den ganzen Kleinunternehmern die man so findet habe ich Schiss, dass die Verarbeitungen im Zweifel keinen ausgewachsenen Schäfi hält.

    Ich hab ne günstige von "Toozey" in 5 Meter und da ist mir mein 31kg Brummer mit Anlauf reingeballert letztens - er hätte mir eher fast den Arm rausgerissen als dass die kaputt gegangen wäre. :D Die reflektiert auch, der Karabiner wirkt sehr robust, die Handschlaufe ist gepolstert und klar wird sie bei Matschwetter sandig, aber mehr auch nicht. Die gibts auch in längeren Längen, ich glaube 10 und 15m.


    Ich hab noch eine in 20m von Rudelkönig bestellt (weil es die von Toozey nicht so lange gibt), auch gepolsterte Schlaufe, wirkt auf mich nicht so ganz robust wie die von Toozey. Allerdings wollte ich die eh wöchentlich um 50cm dann immer weiter abschneiden, wenn unser Training klappt (was momentan aber auf Eis liegt) und deswegen war die auch ziemlich günstig. Bei Leder hätte ich Angst, dass es wo hängen bleibt oder sich zu arg vollsaugt mit Wasser und bei 15-20m wohl auch kaum noch bezahlbar in 2cm Breite und schade, wenn man sie dann regelmäßig abschnippelt.


    Würde nichts nehmen, was schmaler ist als 2cm, einfach weil auf die Länge mehr Belastung aufgebaut werden kann, wenn der Hund doch mal losrennt und dann eher die Leine reißt als dass der Karabiner bricht.


    Biothane hatte ich nicht genommen, da rutschig und mein Brummi ist leider jemand, der zumindest im Moment sich verhält wie ein Depp und auch zu teuer, um regelmäßig was abzuschneiden. Und in 20m Länge auch nicht ganz so einfach zu finden.

  • Als erstes hatte Harras ein Lederhalsband (das meine Tochter aus Nostalgie behalten hat). Mit einer braunen Leine von Hunter, eine Seite so geriffelter (Nylon?) Stoff, andere Seite so einen softshell-artigen weichen Stoff. Breite insgesamt über 3 cm. Diese Leine fing dann nach etwa vier Jahren an etwas am weichen Stoff schadhafte Stellen aufzuweisen. Die Karabiner sind nach wie vor in Ordnung.


    Nun habe ich seit ca. einem Jahr eine ähnliche Leine in schwarz, rd. 3 cm breit.

    Ich empfinde diese als angenehm in der Hand, auch wenn Harras mal unvermutet in die Leine springt oder zieht.