Worin liegt das Problem bei einer reinen Hausaufzucht?
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Es gibt DSH-Züchter, die einen Wurf komplett im Haus aufziehen? 🙈
Also so richtig, richtig?
Kaufen die nach jedem Wurf eine komplett neue Wohnungseinrichtung? Oder müssen die dann sogar nach jedem Wurf komplett renovieren?
Ich frage für einen Freund 😉
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Worin liegt das Problem bei einer reinen Hausaufzucht?
Ich finde sehr schwierig dass die Hunde nicht gut geprägt werden beim Thema Sauberkeit. Aber das selbe hat man ja bei schlechter Zwingeraufzucht, wenn die Tiere nicht rauskommen.
Ich habe eine Bromet-Anlage, 2x2 qm Aufzuchtzelle, 10qm Innenereich und 10qm Außenbereich, welcher immer zur Verfügung steht.
Dann noch einen großen Auslauf im Garten.
Die Welpen gehen auch nachts artig im Auslauf lösen, zumindest zum Großteil, das wäre drinnen ja gar nicht möglich, da würden die lernen sich auf Innenbodenbelägen oder Vetbetten zu lösen.
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Eine Innenaufzucht halte ich allerdings für suboptimal beim Thema Prägung.
Ich würde für mich selber nurnoch Welpen holen die im Zwinger aufgewachsen sind.

Klar müssen die da Regelmäßig raus kommen und dann altersentsprechend was von der Welt sehen, aber ne Aufzucht 8 Wochen im Haus - nie wieder.
Jetzt sag nicht, Ero ist reine Hausaufzucht

Tatsächlich kenne ich nur eine Dame, die einen Wurf mit 14 Labradoren im Haus aufgezogen hat, danach hat sie renoviert, eine Hündin behalten die ewig nicht Stubenrein wurde ..... und nicht mehr weiter gezüchtet

Von unserer Züchterin kommen die ab einem bestimmten Alter auch tagsüber in den Zwinger und nachts in ein Hundezimmer. Enzo war bei Abholung tatsächlich komplett stubenrein.
Meine Nachbarin züchtet eine kleine Rasse und hält sie im Hundezimmer und bringt sie relativ früh zum lösen raus, klappt erstaunlich gut, sie ist aber Rentnerin und kümmert sich extrem.
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Worin liegt das Problem bei einer reinen Hausaufzucht?
Können sich nicht so gut selber beschäftigen, weil ständig Jemand da ist, im Worst Case die ständig umsorgt und bespaßt werden. Da ist das alleine bleiben bei ringen VIEL Mühsamer.
Und Stubenreinheit war bei Zwingerwelpen auch viel einfacher und schneller verinnerlicht als bei Hausaufzuchten.
Es gibt DSH-Züchter, die einen Wurf komplett im Haus aufziehen? 🙈
Also so richtig, richtig?
Ja, gibt es, ich kenne eine LZ DSH Züchterin! Aber es gibt ja noch viele andere Rassen wo das Gang und gäbe ist. Bei den Doggen z.B.

Eine Innenaufzucht halte ich allerdings für suboptimal beim Thema Prägung.
Ich würde für mich selber nurnoch Welpen holen die im Zwinger aufgewachsen sind.

Klar müssen die da Regelmäßig raus kommen und dann altersentsprechend was von der Welt sehen, aber ne Aufzucht 8 Wochen im Haus - nie wieder.
Jetzt sag nicht, Ero ist reine Hausaufzucht

Nein, um Himmels Willen!

Ero ist reine Außenaufzucht, der kam im Zwinger zur Welt.
A.J. war die ersten 4 Wochen im Haus und zog dann in den Zwinger um.
Homer war reine Hausaufzucht, wie auch der Chihuahua und der Jack Russell Terrier die wir vorher in der Familie hatten.
Die Problemlosesten Hunde waren A.J. und Ero.

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Können sich nicht so gut selber beschäftigen, weil ständig Jemand da ist, im Worst Case die ständig umsorgt und bespaßt werden. Da ist das alleine bleiben bei ringen VIEL Mühsamer.
Und Stubenreinheit war bei Zwingerwelpen auch viel einfacher und schneller verinnerlicht als bei Hausaufzuchten.
Ich denke das Problem ist auch, dass viele Züchter mittlerweile so sehr am "sozialisieren" sind, dass die dabei vergessen dass dieser Welpe hinterher auch im Alltag Struktur und Ruhe finden muss. Es macht doch eigentlich viel mehr Sinn mit vernünftigen Hunden zu züchten und zu schauen dass die Zwerge direkt die Struktur eines Berufstätigen kennenlernen, damit der Umbruch da möglichst problemlos verläuft.
Grade bei Züchtern die ganz selten Welpen haben wird so ein Wurf ja regelrecht zum happening und ich denke nicht, dass das der richtige Weg ist. Auch wenn es nach außen sehr bemüht und toll wirkt.
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Ich denke das Problem ist auch, dass viele Züchter mittlerweile so sehr am "sozialisieren" sind, dass die dabei vergessen dass dieser Welpe hinterher auch im Alltag Struktur und Ruhe finden muss. Es macht doch eigentlich viel mehr Sinn mit vernünftigen Hunden zu züchten und zu schauen dass die Zwerge direkt die Struktur eines Berufstätigen kennenlernen, damit der Umbruch da möglichst problemlos verläuft.
Grade bei Züchtern die ganz selten Welpen haben wird so ein Wurf ja regelrecht zum happening und ich denke nicht, dass das der richtige Weg ist. Auch wenn es nach außen sehr bemüht und toll wirkt.
Ich kann mir auch vorstellen, dass ein Druck auf den Züchtern lastet, vor allem auf denen von Gebrauchsrassen, weil in der öffentlichen Meinung "in der Familie aufgezogen" im Gegensatz zu "im Zwinger" so eine grosse Gewichtung hat.
Zwinger steht generell für böse. "In der Familie" oder "im Haus" kann sicherlich auch aus Marketinggründen gut verwendet werden.
In der heutigen Zeit gucken die Leute generell nicht mehr 2x hin oder betrachten etwas von einem anderen Winkel. Wenn es auf der Oberfläche schön aussieht und sich hübsch anhört ist es "das Beste".
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Ganz tolle Diskussion hier, mein Horizont erweitert sich quasi nach jedem Beitrag.
Vielen Dank für die Infos, ihr erklärt es super gut. Ich dachte bisher tatsächlich Zwinger ist ganz schlimm

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Ich kann mir auch vorstellen, dass ein Druck auf den Züchtern lastet, vor allem auf denen von Gebrauchsrassen, weil in der öffentlichen Meinung "in der Familie aufgezogen" im Gegensatz zu "im Zwinger" so eine grosse Gewichtung hat.
Zwinger steht generell für böse. "In der Familie" oder "im Haus" kann sicherlich auch aus Marketinggründen gut verwendet werden.Auf jeden Fall, wobei ich die Erfahrung gemacht habe dass meine gut gepflegten Zwinger bei den normalen Nicht-Hundehaltern gut ankommen. Probleme hat damit eher die Tierschutzhunde-Fraktion.
Die normalen Menschen sagen mir immer, dass die Hunde es super haben und die Zwinger doch top aussehen.
In der heutigen Zeit gucken die Leute generell nicht mehr 2x hin oder betrachten etwas von einem anderen Winkel. Wenn es auf der Oberfläche schön aussieht und sich hübsch anhört ist es "das Beste".
Ich finde es muss ins Konzept passen. Bei uns ist es baulich so, dass wir gar keine klassische, ebenerdige Terrasse haben. Hier wäre es gar nicht möglich einen Innenbereich zu haben welcher direkten Gartenanschluss hat und das ist für mich der Punkt an der Sache, ich möchte dass die Welpen selbst entscheiden können, viel draußen sind, selbst ihre Ruhezeiten suchen (und nicht das ich sie rein und raus tragen muss wie ich das für richtig halte) und ich mache ich sie bewusst zu den Zeiten wach durch fütterung und action wie es auch unsere erwachsenen Hunde kennen und es bei Menschen mit 9to5 der Fall ist.
Was einfach ein Punkt ist, ist das Thema Stubenreinheit. Welpen präge sich zum lösen Untergrundarten ein. Lösen sie sich also immer auf Stein oder Laminat hab ich es später im gewachsenen Boden schwer. Also braucht es eine Möglichkeit dass die Welpen sich korrekt prägen. Meine sind 5 1/2 Wochen und gehen jetzt schon möglichst weit weg von ihrer Wohnstube, sofern es ihnen möglich ist. Und um diese Möglichkeit, darum geht es mir. Und kaum einer wird sein Wohnzimmer so herrichten dass die Welpen nachts Mutterboden oder Streu unter den Pfoten haben.
Das lässt sich natürlich auch gestalten mit Innenbereich! Bei uns geht das baulich aber gar nicht vernünftig und damit sind wir ja nicht alleine.
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In der heutigen Zeit gucken die Leute generell nicht mehr 2x hin oder betrachten etwas von einem anderen Winkel. Wenn es auf der Oberfläche schön aussieht und sich hübsch anhört ist es "das Beste".
Secans Ich meinte eher bzgl. Argumenten und Worten die man so hört und für "wahr" annimmt.
