Jagdtrieb beim Schäferhund

  • Weil ein bisschen Training nicht hilft ist er derzeit immer an der Schlepp.Wir gehen absichtlich dahin wo wir am warscheinlichsten Wild treffen werden damit er möglichst viele Situationen hat in denen er sich beherrschen muss.


    Ich gehe öfters mit meinem Hund in den Wildpark. Das Damwild läuft hier frei herum zwischen den Besuchern und läßt sich sogar füttern. Beim letzten Mal ist das ganze Damwild-Rudel bis auf fünf Meter an uns ran gekommen. Dann konnte sich mein Hund nicht mehr beherschen und fing an zu schreien. Na ja, wir üben ja auch noch.



    Wenn du mal zur Ostsee fährst, ein Abstecher zum Wildpark Malente lohnt immer und hier kann man toll mit seinem Hund üben.
    http://www.wildpark-malente.de/index.php

  • Er fing an zu schreien? Meinst du dieses Jagdgeheule?
    Mit unserem alten Rüden waren wir auch im Wildpark. Hat ihn gar nicht interessiert. Da rennen die Tiere ja nicht. Selbst das Wolfsgehege hat ihn nicht interessiert. Die Wölfe haben gepennt.

  • Ob es Jagdgeheule war, weiß ich nicht. Jedenfalls klang es total hysterisch, die Nerven lagen blank bei meinem Hundi.


    Hier rennt das Wild zwar nicht, aber wenn man mit seinem Hund Unterordnung übt und der Hund die Komandos annimmt, auch wenn die Hirsche in wenigen Metern an einem vorbei gehen, hat es doch schon einen gewissen Gewöhnungsefekt.

  • Wildpark haben wir auch schon mehrfach gemacht.Da reagiert Joschi vollkommen anders als in freier Wildbahn.Allerdings reagiert auch das Wild vollkommen anders...
    Als das erste Mal ein ganzes Rudel Zwergrehe auf ihn zu kam hatte ich ehrliche gesagt kurz Mühe ihn zu bremsen,allerdings weniger wegen eines Angriffs...ne Flüchten wollte er...Rehe die nicht Flüchten sondern im Rudel näher kommen MÜSSEN vom Teufel besessen sein...


    Ganz schlimm war der Puter der seine Damen verteidigen wollte und immer die Flügelkannten über den Boden geratscht hat ,der klang fast wie ne Klapperschlange.SO hab ich Joschi noch nie erlebt,die Rute guckte quasi untern Kinn raus...


    Der zweite Tierparkbesuch war dann schon besser.Elche und Braunbären waren da das Hauptproblem,wobei man hier erwähnen sollte das er beim Anblick des Braunbären ernstlich Aggressiv und auf den Elch ängstlich reagiert hat.Gut das es hier keine Braunbären gibt...
    Auf Wölfe reagiert er null.Am Wolfsgehege war übrigens ein kleiner Junge der auf Joschi zeigte und dabei aufgeregt rief :"Papa,Papa der eine Wolf ist draussen...!"


    Der 3.Tierparkbesuch war sehr ereignislos.


    Ich denke schon das Tierparkbesuche hilfreich sind ,weil man da gezielt mit dem Wild zusammen trifft.

  • Philo, deine Posts sind herrlich, solltest wirklich ein Buch über Joschi schreiben. :thumbup:
    Manchmal kann man seine Hunde aber auch wirklich nur mit Humor nehmen, damit man nicht verzweifelt.
    Zum Beispiel als Ludwig heute morgen nach dem 3. Pfui endlich den frischen Mist kauend zu mir kam, den ein Bauer freundlicherweise auf der Wiese abgeladen hat.
    Zu Hause hat er dann erstmal herzlich gerülpst und seinen Kopf ständig auf die Beine meiner Tochter gelegt hat, die fast die Krise wegen dem Stinktier bekommen hat.

  • @Lolu
    Seltsam den Vorschlag mit dem Buch hab ich schon mal gehört :D
    Ich habe mein Leben lang Hunde gehabt und sie alle von Herzen geliebt...aber diesen hier kann man nur mit Humor nehmen oder verschweifeln...


    Eben zum Bespiel :


    Ich bin mit ihm und seiner Riesenschnauzerfreundin und deren Frauchen in den Nachbarort zum Einkaufen gegangen.Immer der Bundesstrasse folgend.Die beiden liefen brav an der Leine ,kennen sie ja,solche Aktionen.Auf dem Rückweg,kurz vor Heimat kam mein Hund auf die suuuper Idee sich -aus dem Nichts heraus- mal kurz,in spielerischer Absicht,auf Kimi die Riesenschnauzerin zu stürzen.Leider lief sie 2m hinter uns und seine Leine war nur 1m lang...weil ich manchmal schneller handle als ich denke, habe ich reagiert indem ich ihn im Geschirr packte und umgeschmissen hab...mit einem nicht nett gemeinten"Himmel ,Arsch und Wolkenbruch" auf den Lippen.Was macht mein Hund ???Man könnte denken er könnte sich untergeordnet gefühlt haben oder vielleicht grantig reagieren o.ä. ...Neee! Er nutze die günstige Gelegenheit sich auf den Rücken zu räkeln und mir die Stellen, wo kraueln jetzt nett wäre, zu präsentieren.Dusseliges Viech...!
    Kimis Frauchen hat sich gekrümmt vor lachen.

  • Ich war grade sooooo stolz auf meinen Hund:
    Ich bin mit Joschi und seinen Freunden Diego (Schwarzer Langstockhaar DSH) und Jules (Bret. Vorstehhund) und deren Frauchen (meine Stallbesitzerin) von Stall aus ein kleines Waldründchen gegangen.Eigentlich wider besseren Wissens.Es hat über Nacht geschneit,dann halten die Wildspuren immer so schon lange,Diego und Jules sind ebenso jagdlich motiviert wie Joschi und ich konnte die Schlepp nicht am Hund lassen weil die 3 toben wie die Berserker.Habe mich halt überreden lassen....Es kam wie es kommen musste:2 Rehe direkt neben uns,3 Hunde starteten von 0 auf 100 X(
    Aus Reflex habe ich gepfiffen wie wir es geübt haben an der Schlepp: Pfiff = Superleckerli
    Ein schwarzer Hund brach die Jagd sofort ab und kam eilig zurück.Ich konnte es kaum fassen ES WAR MEINER!!!
    Dafür gab es natürlich gleich ne ganze Handvoll Superleckerlis :D

  • Ohaaaa, wie geil!!! :thumbup::thumbup:
    Tolles Lob an euch beide! Bis dahin müssen wir noch viiiieeeeel üben!
    Wobei heute Ludwig die Jagd auf eine Katze sofort abgebrochen hat. Das hat mich auch gefreut. Aber der Abbruch einer gemeinschaftlichen Jagd ist schon Höchstleistung:)

  • Das wird bei Shila nix mehr. Gerade letzte Woche schön einen Hasen über das Feld gejagt. Abrufen Fehlanzeige .....
    Zum Glück hat das Auto noch gebremst wo sie über die Hauptstraße ist diese ist aber auch 500 m entfernt. Also nur noch Schlepp dran.