Nasenarbeit / Fährte & Co /Praxisarbeit

  • Sagt mal ... bei den roten GS bin ich mir immer sehr unschlüssig, ob die zugelassen sind. Sind ja doch recht deutlich sichtbar auf Wiese und Acker. Ich nehm die tatsächlich am liebsten (und blaue), weil ich sie wieder finde, falls der Hund drüber rennt. Einen holzfarbigen habe ich letzte Woche wieder eingebüßt :(

  • Richtig - Hunde können rot in Ihrem Farbsehen in grüner Wiese kaum erkennen.

    Blau sehen sie dafür sehr gut.


    Bei uns merkt man es immer wieder, wenn die Hunde den kleineren roten Ball im Garten nicht gleich finden, weil sie gerade mehr die Augen statt die Nase verwenden.

    Die blauen Bälle hingegen sehen sie sofort.

  • Ja genau, wegen der rot/grün Sehschwäche der Hunde habe ich jetzt etliche Sachen in rot genommen, damit ich die in der Wiese möglichst schon sehe bevor Axel da ankommt.

  • Das finde ich interessant.

    Ich weiß auch dass Hunde ne Rot Grün Schwäche haben, nur sind komischerweise alle Lieblingsspielzeuge von unseren 2 grün.

    Die finden beide auch im Gras immer sofort

  • Pink und orange sind die Lieblingsfarben von Sam und Benji. Rot muss ich echt mal ausprobieren :/

    Sam hat auf jeden Fall eine Sehschwäche bei schwarz und weiß. Kann ich wunderbar beurteilen, weil er bei diesen Fellfarben von anderen Hunden schon eine Zeit braucht, bis er erkennt, dass da ein Hund läuft.

  • Das finde ich interessant.

    Ich weiß auch dass Hunde ne Rot Grün Schwäche haben, nur sind komischerweise alle Lieblingsspielzeuge von unseren 2 grün.

    Die finden beide auch im Gras immer sofort

    Sie haben ja auch eine Nase :D Die roten Gegenstände finden sie ja auch, müssen aber eher die Nase benutzen, als die Augen. Deshalb nimmt man rot oder "Bodengrundfarben".



    Ich nehme rote GS im Aufbau, damit ich sicherstellen kann, dass ich die GS früh genug sehe, der Hund es aber schwer hat mit den Augen. Wenn der Hund sicher verweist, nehme ich alles mögliche. Auch mal GS, die deutlich sichtbar sind, denn auch das kann ja passieren.

    Ich habe auch eine ganze Palette an roten GS, nicht bloß 2 oder 3 Stück, damit der Hund direkt verschiedene Materialien kennenlernt.


    GS zu finden ist nun auch nicht schwierig, für den Hund. Also von der Größe her, sind das ja schon sehr deutliche Objekte für so eine Hundenase. Ich lege manchmal Kongstücke zum verweisen auf die Fährte, sie sind u.a. nur 1x1mm groß, also wirklich winzig. Das ist dann schon was schwieriger. Wenn man sieht, was Hunde alles so erschnüffeln können mit ihrer Nase, dann sind GS schon einfach.

  • Wir waren gestern wieder auf dem Acker, müssen ja etwas Fährtenkondition aufbauen :)


    Es hatte die Nacht davor viel geregnet, so dass der Acker ganz schön nass, aber auch recht fest war. Viel gesehen hat man jedenfalls nicht, wo die Fährte lang ging.


    Beide Hunde musste ganz schön ackern (im wahrsten Sinne des Wortes ^^ ), denn die Sonne kam dann doch noch raus und brutzelte uns bei fast 30 Grad. Beim Legen war es sehr drückend, aber bewölkt.


    Gestern habe ich das erste Mal wieder Verleitungen gelegt und bis auf die erste, in die Crazy erst ein Stück reingegangen ist, hat sie die anderen 5 hervorragend gemeistert, eine hat sie deutlich mit dem Kopf nach links und rechts geprüft, ist aber nicht groß reingegangen, die restlichen hat sie ignoriert.


    Bögen und Schlangenlinien muss ich definitiv wieder mehr machen, da kommt sie schon mal etwas ins Schleudern, einen Winkel hat sie um eine Körperlänge überlaufen, das war aber weit in der 2. Hälfte, ich denke, da hat die Konzentration schon nachgelassen. Aber ansonsten hat sie sehr gut gesucht, auch die spitzen Winkel waren super. Am Ende hat sie den leichten Bogen auch etwas versemmelt, aber das war sie echt auch schon ganz schön k.o.


    Ich war sehr zufrieden, die Strohreste haben sie nicht gestört. Auch die neuen GS waren kein Problem, ich hatte auch zwei kleinere neue mit auf die Fährte gelegt, die hat sie alle perfekt verwiesen.


    Sonntag werden wir wohl die nächste Fährte machen. Die Ackerflächen habe ich gerade direkt vor unserer Haustür und die nächsten zwei Wochen kann ich da noch drauf, das muss ich ausnutzen :)

  • nur 1x1mm groß

    =O Siehst du die selbst? Das ist ja wirklich ein Minikrümel.


    Ich nehme auch auf kleine GS, die sind aber schon so 1 x 2 cm groß.

    Ja, hab ich auch gedacht ^^ Ich wäre mir da nicht sicher ob ich den Krümel tatsächlich gelegt habe oder ob er noch an meinem Finger klebt :D Ich hab zwar keine Rot/Grün Schwäche, aber Wechseljahrsblindheit. 8)


    Tatsächlich habe ich auch Kongstückchen extra mitgebracht von Daheim, weil das wollte ich auch mal testen, bzw. von leicht zu schwerer aufbauen, dass man die auch in auf einer Fährte suchen kann.


    In der OG hat man mir gestern gesagt, dass man jetzt hier auf alle Flächen, ausser die frisch angesäten gehen kann und es schimpft angeblich keiner.


    Geht ihr auch nachmittags fährten, oder immer morgens?

  • Siehst du die selbst? Das ist ja wirklich ein Minikrümel.

    Ja, tatsächlich kann ich die noch sehen ^^

    Aber nur, weil sie rot sind und nicht, wenn sie im Acker verloren gehen. Ich muss mir die Stelle dann schon mit GPS markieren. Zum Glück verweis die Rica aber sehr gerne und überläuft die Dinger nicht.

  • Ich weiß nicht was die GS kosten wenn man sie im Netz bestellt. Aber wenn ihr eine Schreinerei / Tischlerei im Ort habt, geht dirt mal hin und fragt nach ein bisschen Unterlegholz. Das gibt es so auch im Baumarkt. Aus Kunststoff verschieden farbig, oder aus Holz. Das sind dann aber meistens relativ viel einer Sorte drinn. In Schreinereien werden diese meist aus Resten extra vorbereitet. Und für eine Handvoll zahlt man oft nicht viel bis nichts. ;)


    Auch ist die Chance beim Handwerker um die Ecke das Unterlegholz aus verschiedenen Hölzern zu bekommen viel Größer. Hölzer haben nämlich extrem unterschiedliche Eigengerüche. Z.B. frische Eiche... <X ist wirklich kein vergnügt für die Nase vor allem wenn sie Nass wird.

  • Heute morgen war ich bei der Hitze am Waldrand im Schatten spazieren und stiess auf einen hübschen Waldweg, den Axel und ich dann entlanggingen. Muss sagen, sogar IM Wald war es nicht wirklich kühler. Es war ca. halb 11.


    Wie wir so dahinschlendern sehe ich das schöne grüne Moos abseits vom Weg und ich denke "warum nicht mal auf Moos ne Fährte machen?"


    Daher habe ich Axel an einem Baum am Weg angebunden (wollte nichts riskieren, Wildtiere etc) und habe eine kleine Fährte, vielleicht maximal 4 oder 5m in den Wald hinein, eine Kurve um einen Baum herum und wieder zum Weg zurück gelegt, insgesamt vielleicht 12m.


    Ich bin betont langsam und vorsichtig gegangen und habe jeweils 5 Futterstückchen ca alle 4m gelegt.

    Man konnte die Fährte überhaupt nicht sehen, ich habe mir genau gemerkt wo ich gegangen bin. Zum Glück gibt es ja viele markante Punkte ganz nah: besonders grosser Farn, Brombeerranke ragt ungewöhlich raus, kleiner Baumstumpf, etc.


    Axel wusste schon als er gewartet hat, was ich da treibe und war voller Vorfreude. Ich habe ihn angesetzt und bin aber vorne an kurzer Leine mitgegangen (Leine nicht durch Beine oder so).


    Am Anfang hat er ganz schön gewurschtelt. Ähnlich wie auf der Wiesenfährte bei Luna


    Ich habe ihm konkret mit der Hand gezeigt wo die Spur verläuft. ICH konnte bei genauem Hinsehen ein kleiiiines bisschen sehen wo das Moos etwas gedätscht war, ganz sicher konnte Axel das nicht wahrnehmen.


    Er hat immer wieder kurz den Kopf gehoben und wohl versucht, sich an meinem Körperresidualgeruch zu orientieren aber ich habe ihn dann jeweils wieder aufgefordert sich nach der Spur am Boden zu orientieren.


    Er hat die Futterhäufchen und die Kurven gefunden, wenn auch mit etwas herumeiern.


    Danach habe ich das noch zweimal entlang des Weges gemacht und es wurde zusehens besser. Die dritte Fährte hat er dann schon recht ordentlich verfolgen können.


    Ich wollte schon seit langem mal solche totalen Blindfährten anfangen, z.B. auch auf Asphalt.

    Axel verfolgt so sicher meine Spur auf Asphalt wenn er nicht muss, also das sollte doch irgendwie auch bei Bedarf abrufbar sein.