Hund geht lahm - wie vorgehen?

  • Als argument könntest du vielleicht auch nutzen das eine schonhaltung nochmehr schaden anrichten kann.

    Meine hündin hat auch über jahre immer mal wieder gelahmt war jedes mal beim ta habs röntgen lassen und nix wurde gefunden.

    Dann bin ich aus verzweiflung mal zu nem Physiotherapeuten gegangen. Der stellt fest das 2 wirbel im birst bereich verschoben sind und auch hinten 1 wirbel. Dazu kam noch über die jahre der fehl belastung muskelverspannungen und verklebungen sowie einsetig stark ausgeprägte muskulatur. Wir sind dann 6 monate regelmäßig zur physio gegangen erst wirde dafür gesorgt das sich die muskeln wieder entspannen mit massage und ultraschall danach einrenken und danach wieder ultraschall und massge plus muskel aufbau. Nachdem halben jahr haben wir die Abstände zwischen den sitzungen vergrößert und es so ausschleichen lassen . Ab und zu wird sie von mir noch massiert um das es harnicht erst wieder zu sowas kommt und nächsten samstag seh ich dann obs was gebracht hat da wird nach 1 einhalb jahren ohne behandlung geschaut.

    Das lahmen ist seitdem nie wieder eingetretten.


    Also lieber doch mal nachsehen lassen eh sich der hund über jahre mit schmerzen quält auch wenns vielleicht nicht die beste diagnose ist doean bekommt man weiß es dann.

  • Wir haben auch sehr gute Erfahrungen mit Physiotherapie gemacht. Ludwig ist eine Weile "nicht rund" gelaufen. Schuld war eine Blockade. Nach 2 Sitzungen war alles gut.

    Vielleicht ist dein Vater ja auch tatsächlich bereit, erstmal zur Physiotherapie zu gehen. Manche Menschen haben Horror vor Ärzten. Wenn der Physiotherapeut erstmal einen Verdacht in den Raum stellt, ist das die Meinung eines Experten.

  • Hi,

    Auch wenn er HD hat, man kann dann Physio machen mit dem Hund ( geielte Übungen um die Muskulatur zu stärken und die Knochen nicht so belasten )

    Das Video kannst du auch ohne Hund einem TA und Physio zeigen lassen, kurz die Situation schildern und SIE werden dir schon professionelle Argumente geben. Sie haben ja alternativen, kennen viele Fälle usw.

    Also ich rate es dir.

    Mit oder ohne Hund hin, alles schildern ( von Vater ) Video zeigen und ich wette die werden mitfühlen und Argumente liefern.

    Schubladentest kann man dann auch so machen ( Bänder )

    Zu deiner Frage: Bänderriss sieht man am Röntgen nicht, weil es Weichgewebe ist und kein Knochen. Da hilft CT.


    EDIT: Was ich mir noch gedacht habe: vorm TA Besuch ( das am besten auch Physio ist wie meine Tierärztin ) gehe mit ihm seine übliche Runde. Du hast gemeint am Rückweg lahmt er regelmäßig. Wenn er beim Ta nicht lahmt hast immer noch das Video

    2 Mal editiert, zuletzt von Cuki ()

  • So viele Antworten und Rückmeldungen! Danke dafür! Es hilft mir sehr, hier einfach bissl Argumente sammeln zu können. Vor allem, dass auch ohne op durchaus was gemacht werden kann, je nach Befund, dass physio und Medikamente etc schon helfen können. Darauf hatte ich ein bisschen gehofft, denn das sind - glaube ich - Argumente, mit denen ich bei meinem Vater auch ankommen kann...


    Vielleicht hat er auch einfach Angst vor einem schlechten Ergebnis.


    Ja, sowas in der Art denke ich auch. Er ist irgendwie der Meinung, dass man wenn ein Befund vorliegt eh nix machen könnte und hat glaub ich auch Angst davor, dass der Tierarzt evtl sogar zum einschläfern raten könnte oder ihm halt sagt, dass der Hund so nicht alt wird oder so.

    Der vater war früher, vor 30 jahren, mit seinem damaligen Schäferhund im HundeSport aktiv, hat also zumindest damals auch noch einiges mitbekommen, was mit "nicht funktionstüchtigen" SportHunden so passiert ist... Ich vermute, dass er das einfach noch im Kopf hat und schlicht angst um seinen Hund hat. Zumindest wäre das so ne halbwegs sinnige Erklärung für sein dämliches verhalten, auch wenns das nicht entschuldigt. Aber die Medizin dürfte ja heute viel weiter sein, ich hab hier beim reinlesen in diverse Themen ja auch von Hunden mit ED/HD gelesen, die gut klarkommen. Also wäre ja selbst mit so nem Befund noch nicht hopfen und Malz verloren, geschweige denn ein Todesurteil unterschrieben.


    Das vermute ich auch. Besser mit der Ungewissheit leben und nichts tun müssen.

    Argumentiere mit den Schmerzen! Das müsste ihn doch umstimmen. Ich kann das irgendwie nicht fassen. Einem Tier mit gesundheitlichen Problemen den Tierarzt verweigern? ! Was sagt deine Mutter, Geschwister? Hat dein Vater Freunde, die ihn beeinflussen können? Ich würde versuchen, andere auf deine Seite zu ziehen.

    Hab den Mut, deinem Vater zu sagen, dass er gegen das Tierschutz-Gesetz verstößt! Manchmal ist es besser, Ärger auszuhalten für eine gute Sache! Wie Roopa es auch schon geschrieben hat. Das Leben ist leider kein Ponyhof.


    Die schmerzen hab ich schon angebracht, die Antwort darauf war ein doofes "wenn der so schlimm schmerzen hätte, tät er net so lustig durch die Gegend springen". Dass der Hund springen wird bis er gar nimmer kann, weils halt in seiner Natur liegt, das will er dann auch nicht hören.

    Plus, mein vater hat selber ne kaputte Hüfte etc, geht ja selber auch net zum Arzt, bzw lässt nix machen und argumentiert dann genau damit - ich halt das auch aus und kann gut leben, warum sollt der Hund das dann net aushalten. So quasi. Ist Hirnrissig, ich weiß, aber so ist er halt mein Herr Papa... :(

    Meine Mama ist da voll auf meiner Seite und redet ihm immer wieder ins gewissen, so wie jeder andere in der Familie/im Freundeskreis, der den Hund mal so laufen sehen hat. Das tut er dann halt mit nem "ja mei, wie der Herr so sei gscherr, ich humpel ja auch" so halb witzelnderweise ab. X(


    Und ärger aushalten, mit dem Vater streiten etc, ja. Da hab ich jetzt nicht so das Problem mit.

    Aber ich hab, wie schon geschrieben, echt Hemmungen, den Hund gegen den Willen meines Vaters zum Tierarzt zu bringen und da irgendwas größeres als "guck mal drüber" machen zu lassen.

    Einfach weil ich auch nicht wollen würde, dass jemand so ne Aktion mit meinen Tieren bringen würde. Weil das - für mein empfinden - zu weit gehen würde... Zumindest solange ich noch ein bisschen Hoffnung habe, ihn irgendwie überzeugen zu können, dass er nen Tierarzt-Besuch und Diagnostik doch noch erlaubt.




    Das Video dem Tierarzt zu zeigen, ist ne super Idee! Danke auch dafür, da wäre ich selber wohl net drauf gekommen. Manchmal kommt man auf die einfachsten Sachen nicht... ;)


    und jetzt guck ich mich mal noch um, ob es hier in der Gegend einen physio für Hunde gibt. Hab da noch nie davon gehört, aber gut, hab ich bisher auch nie gebraucht... Zur Not frag ich bei meiner Pferde-physio mal an, ob die sowas auch macht, oder zumindest jemanden empfehlen kann.


    Vielen dank euch, dass ihr euch hier mit mir den Kopf zerbrecht!!

  • und jetzt guck ich mich mal noch um, ob es hier in der Gegend einen physio für Hunde gibt. Hab da noch nie davon gehört, aber gut, hab ich bisher auch nie gebraucht... Zur Not frag ich bei meiner Pferde-physio mal an, ob die sowas auch macht, oder zumindest jemanden empfehlen kann.

    Ich fahr mit meinen Hunden zur Physio an den Starnberger See, nachdem ich hier bei ner Physiopraxis schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Sie hatten wie der Tierarzt bei Hank nichts gefunden, erst meine jetzige Therapeutin hat sofort gesehen, dass was nicht in Ordnung war. Er hatte eine Wirbelblokade und da es längere Zeit nicht gefunden und behandelt wurde eine Versteifung der Hüfte als Folgeerscheinung. Diese haben wir nach mehreren Behandlungen zum Glück auch wieder weg bekommen, aber seine Rute trägt er leider nicht mehr so schön wie vorher.


    Vielleicht kannst du deinem Vater ja anbieten, dass du um ihn zu entlasten mit dem Hund zu einer guten Physiopraxis fahren würdest. Aber beachte, dass es hier sehr große Unterschiede gibt.

  • das würde ich auf jeden Fall machen, also mit dem Hund zum physio fahren. Sofern ich einen finde...

    So ewige Fahrten mit dem Hund sind momentan leider nicht drin, das halten meine Nerven (und die vom Hund) glaub nicht aus. So nett der Hund auch sonst ist, Auto fahren mit dem ist furchtbar... :(

    Da müssten wir dann wohl zuerst mal daran arbeiten, so wie der momentan im Auto tobt mag ich zb keine Autobahn fahren... Da lenkt der Hund mich zu sehr ab, das ist mir zu heikel.

    Woran erkennt man einen guten physio? Gar nicht so auf Anhieb und ohne Plan, vermute ich?

  • also ich hab mich da auf mein bauchgefühl geachtet und auch geschaut wer so alles hingeht also epfehlung unsere betreut auch hundsportteams

    Unsere 1 termin war ein kennenlernen mit bestands Aufnahme dabei hat sie mich ausgefragt und ich konnte dies ebenfalls tun dann hat sie sich für chaina zeit genommen um sie erstmal kennen zulernen. Danach hat sie langsam angefangen sie durchzuchecken. Hund und ich haben uns wohl gefühlt.

    Der erste termin waren 2 stunden und danach hatten wir ein plan für unser ziel

    Irgendwann hatte ich mal zu irgendeiner sitzung odin mit er ist angsthund und mag keine Menschen trotz das er nicht in Behandlung war hat sie ihn kurz durchgecheckt soweit er es zuließ und mir dann auch tipps für ihn gegeben

  • Bei dem Gangbild tippe ich auf Ellbogen oder Schulter rechts. Das sieht aus wie bei meiner Hündin, nur hat sie das nur im leichten Trab gezeigt und nicht so stark. Physio und Schwimmen haben wir gemacht, aber es brachte nichts. Die Suche nach der Ursache hat Monate gedauert. Röntgen zeigte nichts und Schmerzen zeigte sie auch nicht. Erst im CT konnte man erkennen was es war. Der Tierarzt meinte nur das es total ungewöhnlich war das sie beim Abtasten und beugen nicht reagiert hat. So nach dem Motto: Wer Schmerz zeigt hat verloren.

    Ich würde mit dem Hund in eine Tierklinik fahren die einen guten Orthopäden hat. Ein Hund lahmt nicht wenn er keine Schmerzen hat.

    Es wäre sehr schade wenn es zu Gelenkschäden kommt die man dann irgendwann nicht mehr richten kann.


    Alles Gute

    Terrortöle

  • Also Dogmeat ist genauso vor seiner OP gelaufen und er hat schwere ED Rechts. Ich würde den Hund unbedingt in einer Klinik Röntgen lassen und wenn nötig auch ein CT machen lassen. ED lässt sich oft nur im CT erkennen.


    Auch das er als junger Hund gehumpelt hat kann schon ein deutliches Zeichen sein, der TA in der Klinik wo Dogmeat operiert wurde meinte damals das die Leute ED und HD Symptomatik viel zu oft als Wachstumsschmerzen abtun und wenn es nach dem Wachstum immer noch da ist es oft schon sehr fortgeschritten.

    Und wie gesagt eine ED erkennt man nicht immer im Röntgen was sehr tükisch ist den so kann ein Hund als ED frei durchgehen obwohl im CT eine ED zu erkennen wäre :(


    Ich würde erstmal keine Physio machen sondern das Problem abklären lassen unbedingt. Wenn an der Schulter oder dem Ellenbogen was vorliegt und das nicht behoben wird kann der Hund bald vllt gar nicht mehr laufen. Sag das unbedingt deinem Vater

    Dogmeat hätte man laut TA ohne die OP ziemlich sicher mit 1 bis 2 Jahren einschläfern müssen:(

    Auch das mal mehr mal weniger humpeln ist typisch.


    Ich ärgere mich immer noch das ich damals nicht sofort nach auftreten der Lahmheit habe Röntgen lassen sondern 5 Wochen mit Schonung und Medis versucht habe. In den 5 Wochen hat sich schon leichte Arthrose durch das Fragment gebildet gehabt.


    Kannst deinem Vater auch gerne meine Thread vorlegen auch hier im Forum Humpeln nach Sturz damit er sieht was durch eine eventuelle OP erreicht werden kann.


    hoffentlich habe ich unrecht und es ist keine ED oder ein Schulterproblem aber ehrlich gesagt schrillen alle Alarmglocken :(


    Ich drücke alle Daumen und Dogmeat alle Pfoten!


    Edit: Darf man fragen was es bei euch war Terrortöle? :)

  • Das ist alles richtig, aber das Problem ist, dass der Besitzer Angst vor Kliniken, Praxen und schlechten Diagnosen bzw Prognosen hat. Und man in dem Fall behutsam durch die Hintertür gehen muss. Nach dem Motto: Besser einen Umweg gehen, als gar nichts machen.

    Der Halter ignoriert doch auch seine eigene Erkrankung, warum soll es dem Hund besser gehen?! Der Unterschied ist nur, dass der Hund sich unfreiwillig in sein Schicksal ergeben muss und nicht Schmerztabletten schlucken kann wie sein Herrchen, wenn die Schmerzen zu schlimm werden.

    Man hat es als Tochter /Sohn manchmal ganz schön schwer mit seinen "Alten"!

  • naja LoLu,

    ich bin zu dem Thema mal etwas still
    aber manchmal ist der gerade Weg der bessere - auch was die eigene Therapie angeht (sonst ändert sich ja nie was - bei Mensch und Tier)

  • Uns bleibt ja gar nichts anderes übrig, als abzuwarten, was nun geschieht.

    Wir können natürlich auch gemeinsam dahin gehen, uns Herrchen und Hund schnappen und mit ihnen in eine Klinik fahren. Das wäre dann der gerade Weg. ;)