Wandern mit DSH aus der Hochzucht?

  • wir freuen uns schon sehr auf unseren DSH-Familienzuwachs im Sommer :love:

    Mit unserer Golden-Retriever-Hündin sind wir unglaublich gerne in den Bergen (Touren von bis zu 8 Std) unterwegs gewesen.

    Mit dem Schäfi-Nachwuchs werden wir selbstverständlich erstmal damit warten, bis er ausgewachsen ist.

    Aber ist der Hochzucht-Schäferhund aufgrund seiner Größe und Konstitution grundsätzlich überhaupt geeignet für ausgiebige Bergtouren?

    Wie sind da eure Erfahrungen?

    Gibt's Fotos von euren Lieblingen in den Bergen?

  • Ich würde sie trotzdem gerne angucken, Peppermint :thumbsup: wo seid ihr dann immer so unterwegs? Gibt's Grenzen, also Routen die du deiner Hündin nicht zumutest (also außer Klettersteige.. ^^)?


    LZ-DSH sind ja im Allgemeinen wendiger und leichter als HZ. Daher würde ich persönlich bei LZ weniger Probleme sehen oder täusche ich mich da?


    Aber auch im Allgemeinen: ab wieviel Jahren habt ihr euren Hunden größere Touren zugetraut?

  • hmm, in den richtigen Bergen waren wir nie.

    Aber hier in der Eifel gehts auch teilweise bergauf / bergab.

    Und bis 2007 hatten wir immer einen HZ Schäferhund.

    Die kamen damit genauso klar wie unsere jetzigen LZ.

    Wobei unsere touren meist bis zu 4Std. dauerten.


    Dina 08.03.2017

    Aiko 20.04.2008

    :love:

  • Hm, Askja ist tatsächlich eine recht kleine Hündin mit aktuell 27 kg Kampfgewicht und sehr wendig und kletterfreudig. Sie ist von 08/14, in 06/15 waren wir mit ihr in Bayern, eher hügelig als bergig, also eher Strecke als Steigung. So richtig bergwandern waren wir erst in 2017.

    Unverzichtbar finde ich, dass die Hündin wirklich zuverlässig gehorcht und Kommandos wie 'langsam', 'warte' usw beherrscht. Denn im Gebirge auf schmalen Steigen oder im Geröll läuft sie ohne Leine. Entgegenkommende Wanderer (evtl auch mit Hund) dürfen kein Problem werden. Und Murmeltiere nicht gejagt etc. Die Kondition war noch nie ein Problem, wir sind ja auch daheim viel unterwegs, sie läuft viel am Rad. Und was die Strecke angeht, darf man einfach keinen falschen Ehrgeiz haben - und sich auch nix vergeben, wenn man mal umkehrt.... ;)IMG_20180926_142536.jpgIMG-20180930-WA0005.jpg

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    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • Das sehe ich genauso wie LuckySt. Wenn der Hund gesund ist, und das ist leider bei der HZ immer noch schwieriger zu finden als bei der LZ, dann kannst du genauso mit ihm wandern wie mit einem Goldie.

  • Lucky hat das gut geschrieben.

    Ich bin mir ziemlich sicher das ein gesunder hz dsh golden retriever in die tasche steckt was kondition angeht ;)

    Sogar wir wandern lange mit dogi trotz seiner ed.

    Allerdings nur Berg auf oder gerade.

    Runter fahren wir immer mit der Bahn da Berg ab laufen sehr auf die vorderen Gelenke geht.


    Er liebt lange laufen :)

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

  • man macht ja auf so einer bergtour auch mal pausen, daher sehe ich da auch kein problem, wenn der hund ansonsten gesund ist


    wir gehen auch mit hund in die alpen und achten dabei drauf, das wir nach einer langen tour entweder einen tag pause oder nur ein leichte kurze tour machen ... den wir merken schon, das 9 stunden alpenwandern für den hund anstrengend ist (inkl. der sachen wie bergbahnfahren, berghüttenesel beschnuppern :-) oder ähnliches) es ist ja nicht nur das wandern als bewegung sondern auch die eindrücke müssen vom hund verarbeitet werden ...


    wir freuen uns auch schon drauf mit lexy dann losziehen zu können :-)

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”


    Dalmatiner Dustin <3 2004-2016; Schäferhundmix Dolly 201?-2018 (;( viel zu früh)

    :saint: DSH/Mali Lexy 2018

  • Wenn es um die Steige geht, muss man sich 'eh auf sein Gefühl für den Hund verlassen und auch auf seinen eigenen Bauch hören. Askja klettert wie eine Gemse, sie ist da sehr geschickt. Und trotzdem sind wir im vorletzten Bergurlaub auch schon mal umgekehrt, es wurde einfach zu riskant. Da macht's dann auch keinen Spaß mehr.

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • Das könnte das einzige Argument sein das eventuell ein wenig gegen einen großen schweren Hund beim wandern spricht. Die Mobilität auf engen, schmalen, hohen Wegen.


    Das ist der Grund warum wir wirklich nur sichere, breitere Wege mit Dogi laufen und niemals an schmalen Klippen oder Kanten entlang gehen würden.


    Dafür ist er schlicht zu groß, schwer und "ungeschickt" das Risiko ist uns viel zu groß. Außerdem bin ich viel zu feige dafür an solchen Wegen zu wandern ^^ Wir bleiben immer schön auf den einfachsten Routen ;)

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

  • alles klar, ich sollte mir wohl nicht so viele Sorgen machen ^^

    Bei allem, was man so über HD/ED bei der Hochzucht hört, hab ich fast das Gefühl, man müsse den Hund "in Watte packen" ?(

    Wir werden unsere neue Hündin ja dann auch kennenlernen und einschätzen können, was geht und was nicht...

    Freut mich jedenfalls zu hören, dass das hier nicht grundsätzlich kritisch gesehen wird 8)

    Es ist einfach unbeschreiblich schön, mit dem Hund gemeinsam Urlaub zu machen und nebenbei kommen alle auf ihre Kosten - aber was erzähl ich euch davon, ihr kennt das scheinbar nur zu gut! :saint:

  • Hi,


    ich habe da nur den direkten Vergleich von einem Labby und einer Langst. DSH -Dame: Sie ist deutlich flinker als er, ausdauernder und schneller, aber doch nicht in dem Maß wie unser Gaius (LZ). Sehr süß: Wenn er vor ihr wengrennt, rennt sie hinterher und bellt als wollte sie sagen "bleib doch mal stehn!". Aber sie kommt dennoch deutlich besser mit als der Labby. Oder auch, zumindest denke ich das so, wenn ich es recht erinnere, sind DSH flinker als die G.R.-Dame, die ich kannte.

    Will sagen: Denke, DSH sind insgesamt recht fit, aber grad in jungen Jahren mW recht unbeholfen. Daher find ich den Hinweis von Asnea wichtig: Man sollte schon drauf achten, wo man geht und dem Hund nicht zu viel zumuten. Und dann vielleicht auch langsam anfangen, den Hund dran gewöhnen, grad den DSH, der ja recht lange braucht, um Körperbewusstsein zu entwickeln. Aber wenn man das beachtet, denke ich, kann man mit nem DSH (auch aus HZ) genauso wandern gehen wie mim G.R.


    Bin grad vorhin mit Gaius wieder über dicke Baumstämme "geklettert". Das geht inzwischen ech gut. Aber die ersten Monate hatte ich das Gefühl, dass der nicht mal weiß, dass er überhaupt Hinterläufe hat. Jetzt, mit etwas über einem Jahr, sieht die Sache schon ganz anders aus. Und es scheint, als würde der zusehens "fester" und stabiler.:) Also, Zeit geben, auch in erzieherischen Fragen, ist beim DSH, glaub ich, insgesamt eine sinnvolle Haltung:)


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Hi wie schon geschrieben, geht das sicherlich. Wir sind mit unserem Hinkebeinchen auch oft 20 km und mehr unterwegs. Muss man halt entsprechend die Pausen einplanen sorgte für Belustigung im Harz weil ich für den Hund Pausen mache , aber sonst immer zum Leidwesen meiner Frau ohne Pause auf den Berg bin. Richtige Alpen mit Hund kann ich nichts zu sagen, würde ich mit Elli aber nur wirklich gute Wege gehen, ähnlich wie Asnea und Peppermint auch geschrieben hatten. Ansonsten langsam aufbauen und erst mal im Mittelgebirge trainieren.

    Elli für immer in meinem Herzen * 31.05 2019

  • Bei allem, was man so über HD/ED bei der Hochzucht hört, hab ich fast das Gefühl, man müsse den Hund "in Watte packen" ?

    Ich denke nicht, dass man einen Hund in Watte packen soll, würde aber empfehlen ihn wenn er ausgewachsen ist, durchröntgen zu lassen. Dann weißt du auf was du aufpassen musst.

    Ausserdem finde ich den Tipp mit dem Hinterhandtraining sehr gut. Mein Hank (groß und LZ), hat durch viel Hinterhandtraining eine super Kontrolle darüber.

    Viele Grüße aus Bayern
    Silvia mit Hank (*2008)+ Arik (*2015)
    (Jacky +29.12.2015, Cora 30.07.2001-04.08.2016, Rusty 2000-09.04.2019)
    Man kann ohne Hunde leben, abe es lohnt sich nicht (Zitat: Heinz Rühmann)

  • Da hat Silvia mal wieder vollkommen recht! Und gerade zur Vorbeugung oder auch bei bestehenden Problemen ist gutes u nd aufbauendes Trainig extrem wichtig.

    Gut, mit einem Hund, der nachweislich an schwerer HD oder ED erkrankt wäre, würde man dann wohl keine extremen Bergtouren machen. Aber eben auch nicht ins andere Extrem verfallen:).

    Wichtig ist, Dir im Vorfeld, vor der Anschaffung, so viele Infos wie möglich zu sichern und die Gesundheit der Elterntiere und Großeltern genau unter die Lupe nehmen. Dann nicht zu früh belasten und auf jeden Fall durchröntgen lassen. Dann kann nix mehr schiefgehen.

    Ist halt wirklich ein blödes und trauriges Problem, daß man gerade in der HZ oftmals lange nach gesunden Hunden suchen muß. Ich kann davon ja leider ein Lied singen:(.Was da manchmal miteinander verpaart wird, ist einfach nur traurig und vollkommen unverständlich. Wir haben hier in der Umgebung, in einem Umkreis von etwa 100km, irre viele Hz Züchter. Aber es war keiner dabei, der von der Gesundheit der Zuchthunde für mich in Frage gekommen wäre. Wir sind deshalb 2 mal ins Saarland gefahren, pro Strecke etwa 350km. Hat sich absolut gelohnt! Wir wären auch noch viel weiter gefahren.

  • Ich denke wenn ein HZ-Hund gesund ist und es gelernt hat mit zu wandern und nicht wie irre durch die Botanik zu flitzen ist es kein Problem.

    Ich würde zur Sicherheit aber immer Wege wählen die gut begehbar sind. Man möchte ja auch selbst gesund ankommen.

    Wir sind früher oft in Kärnten gewandert und meine Hündin hat es sehr genossen. Sie war zwar nicht wirklich groß, aber todesmutig und hatte den Beinamen Bergziege. Wir haben uns immer erkundigt vor den Touren und hatten nie Probleme weil sie gut gehört hat. Auf manchen Wegen kann man einfach nicht anleinen weil es zu schmal und zu holperig ist.

    Geübt haben wir unwegsames Gelände und den dazugehörigen Gehorsam aber erst im Westerwald beim Pilzsuchen mit meinem Onkel. :thumbsup:


    LG Terrortöle

    Dogs leave paw prints on our hearts. :*

  • Ich liebe wie gesagt es zu wandern und wir sind ja viel in den Mittelgebirgen unterwegs, auch da kann es viele anstrengende Touren geben, die aber zum Austesten wie gesagt wirklich gut sind. Elli kannte Wald als wir sie übernommen haben überhaupt nicht, dementsprechend unlustig ist es wenn der Hund wie wild einen Bergabzieht, da reichen schon ca. 10 % Gefälle mit Schotter bei einer Unachtsamkeit aus. Deswegen finde ich es gut mittel hart zu beginnen. Du wirst dann feststellen, dass du den Hund zu einer Pause zwingen musst.


    Ich finde diese Tour einen guten Härtetest, vor allem im Sommer:

    https://www.outdooractive.com/…ken-teufelsstieg/6514807/

    Elli für immer in meinem Herzen * 31.05 2019

  • Also ich denke auch das man vorher viel für die Geschicklichkeit trainieren kann.

    Das auf dem Bild war mit einem Jahr noch nicht denkbar gewesen. Jetzt hat er seine Hinterhand sehr gut unter Kontrolle👍

    Fazit: Mit genug Erziehung und Training sollte es kein Problem sein.

    (Er sieht auf dem Bild ja sowas von Fett aus🙈😂)IMG_20190206_123831.jpg

    Liebe Grüße von Argjira12.1:D

  • Hi,


    geiles Photo, vor allem mit dem Spielzeug^^


    Ist er da hochgesprungen? Das würde Gaius nie hinbekommen....

    Der ist dafür noch viel zu wild. Grad letztens, als ich ihn auf liegende Baumstämme locken wollte, springt der natürlich sofort - und natürlich erstmal komplett über die Stämme drüber. Wir sind dann vom Rand her drauf, dann gings...


    Edit: Finde übrigens nicht, dass er fett wirkt. Ist doch eher ne Kombi aus Geschirr und Haltung, oder?



    Liebe Grüße

    Lupus