Gen-Test auf HD beim Deutschen Schäferhund

  • In der Landwirtschaft arbeitet man auch mit den Genomischen Zuchtwerten. Hier hat man Erfolge erzielt und alle sind glücklich, daß es den genomischen Zuchtwert gibt. Hier werden die Tiere auch auf Gesundheit und Krankheiten selektiert.

    Nur die Hundezuchtverbände tun sich schwer mit dem Gen-Test.



    Es ist interessant mal nach dem Genomischen-Zuchtwert zu googeln.

    https://www.lfl.bayern.de/itz/rind/023011/index.php

    https://www.rind-schwein.de/br…nomische-selektion-1.html



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  • Waschbär Sicher, ich sehe das ja auch so. Ich hatte diese Story auch nicht wirklich glauben können. Wenn es nicht glaubhaft vorgetragen worden wäre von einem Hundeexperten mit eigener Firma und eigener Hundezucht. Es wird einem doch einiges an Schrott erzählt, auch von sogenannten Experten.


    Ich hatte erst überlegt, bei dem Privatstunden zu nehmen. Hatte sich dann aber eh zerschlagen, weil der meinen Hund (ca. 6 Monate damals) als nicht belastbar und nicht zum Hundesport geeignet abtat.

    Der hatte, wie ich ja schon in dem X-Bein-Thread zeigte, diese komisch aussehende Hinterhand.


    Und er wollte mir gleich mal ein "viel besseres" Wunderfutter verkaufen. Nachdem ich das aber nicht wollte hatte er sich nicht mehr gemeldet. Wollte er eigentlich, er wollte ja die Röntgenbilder weiterleiten zu einem Physiotherapeuten "wecher jeden Hund hinbekommen hat."

  • Waschbär uns wurde das auch erzählt, dass wir bei einem HD Befund ein 1jähriges Rückgaberecht hätten (von einem anderen DSH Halter, den wir in der Tierklinik kennenlernten) und wir unbedingt davon Gebrauch machen sollen. Wir haben uns darüber nicht weiter erkundigt, weil es für uns sowieso klar war, dass wir ihn behalten.

    Aber ich schreibe Dir das, weil dann scheinbar dieses Gerücht rumgeht, obwohl es ja dann gar nicht stimmt.

  • Waschbär uns wurde das auch erzählt, dass wir bei einem HD Befund ein 1jähriges Rückgaberecht hätten (von einem anderen DSH Halter, den wir in der Tierklinik kennenlernten) und wir unbedingt davon Gebrauch machen sollen. Wir haben uns darüber nicht weiter erkundigt, weil es für uns sowieso klar war, dass wir ihn behalten.

    Aber ich schreibe Dir das, weil dann scheinbar dieses Gerücht rumgeht, obwohl es ja dann gar nicht stimmt.

    Im Einzelfall ist es durchaus so dass manche Verkäufer diese Art von Gewährleistung anbieten in ihren Verträgen, über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Ich mache das selbst ja auch in eine ähnlichen Form. Von daher wundert es mich ja auch immer wie unbedarft die Leute sich ihre Züchter auswählen bei der Welpensuche. Den allermeisten Welpenkäufern ist viel wichtiger dass ihr Welpe eine bestimmte Farbe hat, zu einem eng eingegrenzten Zeitpunkt zur Übernahme zur Verfügung steht und dass der Züchter bitte nicht so weit weg wohnt... 8)

  • Ja, as war bei uns leider auch so. Es gab kaum Welpen und dieser Züchter war dicht in der Nähe.

    Aber bis jetzt ist ja alles ok so weit und von den Papieren her ist unser neuer Hund genau so wie der alte, der 14 Jahre alt wurde, also alles hd normal. zwei oder drei haben hd fast normal bei den Vorfahren. (4 Generationen zurückgeschaut)

    Einmal editiert, zuletzt von Micha369 ()

  • Na ja, dass wir nun vieles mehr wissen, als wie vorher hatte ich schon mal geschrieben. Blindlings vertrauen wurde bei uns ersatzlos gestrichen. Vertrauen war früher, Wissen ist heute.

    Aber es gibt unter den Züchtern leider auch schwarze Schafe und das wissen wir aus dem Grund schon, da wir nie einen Kaufvertrag erhalten haben, weil zum Zeitpunkt der Übergabe der Drucker vom Züchter kaputt war und als wir die roten Papiere Wochen später erhielten, wieder ohne Kaufvertrag, aber unser Name in den Papieren stand, war es dann auch schon egal, ob wir einen Kaufvertrag nun haben oder nicht.

  • Wenn die Vorfahren (mehrere Generationen zurück) Deines neuen Hundes alle SV-Papiere haben und alle Hunde "HD normal" sind bzw. nur ganz vereinzelt "HD fast normal" vorkommt dann ist die Wahrscheinlichkeit sicher sehr hoch dass der kleine auch keine HD entwickelt.

    Bei dem Pedigree-Index besteht allerdings das Risiko, daß die schlechten HD-Ergebnisse überhaupt nicht eingereicht wurden.

    Unter den Tanten, Onkeln, Geschwister der Großeltern und Ur-Großeltern usw. könnte HD aufgetreten sein, wo niemand etwas von weiss.

    Da ist der genomische Zuchtwert von Vorteil.

  • Man, man, ohne Kaufvertrag einen Welpen verkaufen! Das ist fett!

    Man geht IMMER einen Kaufvertrag ein, wenn man etwas kauft. Schon dann wenn man beim Bäcker ein Brötchen kauft... Der Unterschied zwischen einem schriftlichen und einem mündlichen Vertrag ist der dass man bei einem schriftlichen Vertrag im Nachhinein Vertragsvereinbarungen, die von der üblichen Vertragsform abweichen, besser beweisen kann (im Falle eines Rechtsstreits). Was je nach Situation entweder dem Käufer oder aber dem Verkäufer nutzen kann.

  • Dass der Züchter uns den Welpen verkauft hat, geht ja auch aus den roten Papieren hervor und ist damit schon mal klar, dass er auf alle Fälle uns gehört. Und was soll man auch großartig im Nachhinein rumstreiten.

  • Der SV hat mit Hilfe renommierter Wissenschaftler (u.a. Distl, Tellhelm, Fischer, Eichelberg) den Ist-Bestand innerhalb der Rasse und des Zuchtverbandes in Bezug auf die HD-Selektion ermittelt, die Möglichkeiten der neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse einfließen lassen, Vorteile vs. Nachteile in Bezug auf eine evtl. Einführung eines genomischen HD-Zuchtwertes ermittelt und sich dann letztendlich gegen den genomischen Zuchtwert entschieden. Weil dessen Vorteile die Nachteile nicht überwiegen würden.

    Der Prof. Dr. Ottmar Distl von der TiHo-Hannover ist lt. seinem Bericht aber sehr überzeugt von den genomischen Zuchtwert auf HD.

    https://www.pointer-und-setter…tories/GenomSelektion.pdf



    Ich zitiere dann mal aus seinem Bericht:

    Aus diesen Analysen ergibt sich somit, dass die konventionelle Zuchtwertschätzung nicht sehr große Erfolgschancen in einem Zuchtprogramm zur Reduzierung von HD bietet, jedoch die genomische Selektion der konventionellen Zuchtwertschätzung mehr als deutlich überlegen ist.“


    Ein weiteres Zitat aus seinem Bericht:

    Das von uns entwickelte Verfahren ist nicht mehr abhängig von der Anzahl der geröntgten Nachkommen und der zum Röntgen ausgewählten Tiere. Daraus ergibt sich ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt. Der genomische Zuchtwert für HD hat bei allen Tieren die gleiche Genauigkeit und kann sofort nach der Geburt bestimmt werden, da sich der genomische Zuchtwert direkt aus den HD-assoziierten Genvarianten ergibt. Dieses Verfahren stellt einen Quantensprung in der HD-Bekämpfung dar. Aus diesen Gründen wurde dieses Verfahren zum Patent angemeldet.

    Die genomische Aufklärung der HD beim Deutschen Schäferhund ist ein wesentlicher Schritt zur Vereinfachung der Bekämpfung der HD und eröffnet auch die Perspektive, die Häufigkeit dieser Gelenkerkrankung in kürzerer Zeit, als dies bisher jemals möglich war, deutlich zu vermindern.

  • die blut us wäre nicht nur für den dsh sondern auch für den spitzenreiter in hd der labrador, ein durchbruch. Sollte sich da tatsächlich was tun, woran ich aber zweifle, denn zu tief müssten sie da in den vorfahren rumgraben und ausselektieren ostholstein und was bleibt dann noch?

  • die blut us wäre nicht nur für den dsh sondern auch für den spitzenreiter in hd der labrador, ein durchbruch. Sollte sich da tatsächlich was tun, woran ich aber zweifle, denn zu tief müssten sie da in den vorfahren rumgraben und ausselektieren ostholstein und was bleibt dann noch?

    Die gezielte Verpaarung der Zuchthunde bleibt dann.

    Wenn eine Zuchthündin HD-Träger ist und man sie mit einem Deckrüden verpaart, der kein HD-Träger ist, dann tritt bei den Welpen auch keine HD auf.


    So ist jedenfalls meine laienhafte Vorstellung.

  • Man könntr doch als SV, auf das Röntgen verzichten und auf den genomischen Zuchtwert (85%) umschwenken.

    Oder ist das SV mit dem Röntgenüber 85%?

    Wenn nicht, begreife ich nicht warum...verdient der SV Vorstand eventuell am Röntgen?