Mein Haus, mein Garten, mein Zaun - Randale und die lieben Nachbarn

  • Hallo ihr lieben...

    Wir haben aktuell folgende Situation Zuhause:

    Wie ihr wisst sind unsere 2 Chaoten im Garten wenn wir arbeiten müssen. War auch nie ein Problem - solange wir nur Archie hatten. Der war friedlich und ruhig. Vielleicht mal angeschlagen wenn ein Hund vorbeikam den er richtig blöd fand.

    Nun haben wir aber unsere kleine Gartenterroristin. Madame bellt (überwiegend wenn wir nicht dabei sind) im Garten alles an. Menschen, Hunde, Radfahrer. Als das Wetter etwas schöner war die letzten Tage und viele unterwegs gewesen sind, waren sie also ein paar Stunden alleine im Garten. Eine Unterhaltung mit unserer Nachbarin von Gegenüber hat dann ergeben "ich habe kurz überlegt ob ich dich anrufen oder dir eine Nachricht schicken soll. Habe ich aber nicht gemacht, weil du warst ja unterwegs und hättest eh nichts machen können. Aber es war schon sehr störend irgendwann. Ich habe auch überlegt ob ich mal auf den Balkon gehe und die Hunde anspreche, aber wäre ja auch affig wenn ich alle 5 Minuten auf den Balkon gegangen wäre. Bitte tut was dran"

    Es gibt mit Sicherheit Nachbarn, die da ein größeres Fass für aufgemacht hätten, insofern sind wir froh dass sie uns erstmal einfach drauf angesprochen hat.


    Jetzt ist die Frage: Wie soll ich dem Hund das bellen im Garten abgewöhnen, wenn ich selber nicht vor Ort bin.... So ausgeprägt macht sie das ja nur wenn sie weiß wir sind weg. Trainer sagt "nurnoch in dem Garten wenn ihr dabei seid. Wenn sie bellt: Wasserflasche" geht ja aber schlecht weil sie es nur selten macht wenn wir dabei sind.


    Abgesehen davon dass ich in einer moralischen Zwickmühle stecke.

    Es sind nunmal Hunde deren Aufgabe das schützen und wachen ist. Es liegt ihnen eben im Blut. Ich steuere da nur sehr widerwillig gegen, aber mir wird wohl keine andere Wahl bleiben... Umziehen ist nicht mal eben so, weil das Haus Eigentum ist und der kleinen möchte ich definitiv ersparen dass es ihr irgendwann ergeht wie es damals Archie erging und sie vom Amt beschlagnahmt wird oder sonstiges, nur weil sie so randaliert und es dann heißt "den Besitzern war das Bekannt und sie haben nicht dafür gesorgt dass Ruhe einkehrt".

    Mit solchen Maßnahmen wie Ordnungsamt hat uns zwar noch niemand gedroht, aber soweit wollen wir es gar nicht erst kommen lassen. Also muss eine Lösung her.


    Habt ihr Erfahrungen mit Theater am Zaun und möglichem Vorgehen?

  • Eventuell könnte ja ein Sichtschutz helfen. Oder ihr trennt den Bereich zur Strasse hin ab, sodass die Hunde im hinteren Bereich bleiben und dann weiter weg vom Geschehen sind. Aber ob das hilft?! Keine Ahnung.

  • Lange Zeit unbeobachtet im Garten lassen wäre mir viel zu gefährlich, noch dazu wenn dort oft Leute vorbei laufen.

    Es gibt zu viele gestörte Leute auf der Welt, die wer weiß was machen.


    Ich weiß nun nicht wie lange die Hunde alleine sind? (ich denke und hoffe mal nicht länger als 6 Stunden oder so) aber ich würde sie im Haus lassen in der Zeit, den der Ärger ist vorprogrammiert denke ich wenn das so weiter geht

  • Die Frage ist auch was sie anbellen, bzw. warum.

    Wenn sie zu lange allein sind dann kann das einfach Rufen nach Euch sein.

    Bellen sie schon gleich am Anfang, wenn ihr das Haus verlasst oder erst gegen Abend/Ende Eurer Abwesenheit?

    Ja, im Hause lassen wäre wohl das einfachste. Macht doch vorn an eurem Zaun ein Schild "Hier wache ich" oder so etwas.

  • Sie bellt einfach alles an was vorbeikommt. Hunde, Menschen, Radfahrer, seltener mal ein Auto.


    Bei uns kommen an und für sich nicht viele Leute am Garten vorbei. Wir wohnen im Dorf und in unserer Straße kommen sogut wie nur unsere Dorfmitbewohner am Garten vorbei. Klar kann immer mal ein Bescheuerter drunter sein, der was über den Zaun wirft. Aber das kann genauso passieren, während weder Hund noch Mensch im Garten sind und dann wird es gefressen wenn man den oder die Hunde mal eben 5 Minuten zum Pipi machen in den Garten lässt oder "mal eben schnell" noch von drinnen etwas holt.


    Ich denke die wenigsten können sich davon Freisprechen dass ihre Hunde im Garten auch mal einen Moment unbeobachtet sind :)


    In einem anderen Thema hatte ich ja erklärt, wie wir unsere Hunde aufgrund unserer beruflichen Begebenheiten halten, denn ja: wir arbeiten beide Vollzeit und ja, unsere Hunde sind auch mal über längere Zeiträume alleine. Wenn es mal ganz blöd läuft auch 12 Stunden oder länger. Das kommt ganz auf unsere Einsatzlagen an. In solchen Fällen ist dafür gesorgt, dass sie gefüttert werden und wenigstens mal noch eine halbe Stunde aufs Feld kommen. Nein, dass ist an so einem Tag nicht deren einziger Spaziergang sondern wir beschäftigen und bevor wir an solchen Tagen arbeiten davor oder danach intensiv mit den beiden und wir haben ja nun auch keinen Handtuchgarten, sondern die haben 700 Quadratmeter Platz plus die Garage. Aber zu den räumlichen Gegebenheiten bei uns hatte ich ja in einem anderen Thema schon mehr erzählt.

    Dafür dass wir eben manchmal so lange arbeiten müssen, sind die Hunde aber auch teilweise über einige Tage sogut wie gar nicht alleine, weil wir dann frei haben.


    Das Bellen ist auch kein Rufen nach uns, was wahllos und durchgehend wäre, sondern sie bellt schon gezielt Dinge an, die am Zaun vorbeikommen. Sobald wir weg sind fängt sie damit an. Wenn nichts vorbeikommt am Garten bellt sie auch nicht. Ausser sie geht Archie wieder auf den Keks weil sie spielen möchte und er keine Lust hat.

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  • Hmm erstmal würde ich zur Sicherheit mir den Zaun vornehmen. Falls noch nicht würde ich den so hoch machen, dass keiner der Hunde darüber kommen könnte. Gleiches gilt fürs Gartentor und dieses abschließen. Dann würde ich wenn noch nicht vorhanden einen Sichtschutz einbeziehen.

    Anderes fällt mir grad auf die Schnelle nicht ein. Meine bei VIP der Hundeprofi gab es was ähnliches mal

  • Zaun ist Maschendraht und 2 Meter hoch. Damit zum rüberklettern ungeeignet, weil sie beim klettern keinen Halt haben. Dahinter ist eine große Hecke, die im Winter allerdings kein Grün trägt. Tor ist auch 2 Meter hoch abgeschlossen und mit einer Kette nochmal gesichert. Also Ausbruchsicher ist der Garten eigentlich schon :)

  • Wenn ich es richtig verstanden habe, ihr bewohnt Eigentum. Die Nachbarn haben euch auf den Lärm der Hunde angesprochen und wollten versuchen evtl. von ihren Balkon aus darauf einzuwirken. Mir stellt sich die Frage sind das eure Mieter ?

    Bei uns wohnen meine Eltern oben im Haus. Die Hunde kennen sie gut und sie sprechen die Hunde von oben an fals sie mal

    laut werden. Allerdings sind unsere Hunde in unserer Abwesenheit , damit meine ich wenn wir nicht zuhause sind im Haus.

    Wir lassen sie nur in den Garten wenn wir anwesend sind. Es kann also durchaus sein das wir mal in der Wohnung , im Keller

    oder bei meinen Eltern oben sind. Allerdings hören wir dann wenn etwas los ist. Wenn ihr die Hunde während eurer Abwesenheit nicht im Haus haben wollt, vielleicht besteht die Möglichkeit einen Zwinger zu bauen und sie dort unterzubringen. Außerdem ist es nie ausgeschlossen das sich doch mal jemand zutritt zum Garten verschafft. Ich weiß nicht wie eure Hunde dann reagieren. Es hat schon Fälle gegeben da haben Einbrecher Hundehalter auf Schmerzensgeld verklagt und Recht bekommen.

    Übrigens sollte man auf Schilder wie: " Bissiger Hund" , " Achtung, gefährlicher Hund" ; tunlichst verzichten. Auch wenn es nur der Abschreckung dienen soll haben Richter den Hundehaltern schon unterstellt das sie von der Gefährlichkeit des Hundes wussten und argumentiert das solche Tiere auch auf einem gut gesichertem Gelände nur unter Aufsicht frei laufen dürfen.

    Irrsinn Justiz.

    Daher nur Schilder wie: " Hier wache ich" oder Achtung, freilaufender Hund"

    Einmal editiert, zuletzt von Jogy ()

  • vielleicht besteht die Möglichkeit einen Zwinger zu bauen

    Genau das war auch meine Idee! Muss ja kein Minizwinger sein, sondern mit genügend Fläche. Aber so, dass die

    Hunde NICHT den direkten Kontakt zum Zaun/Hecke haben und ebenen KEINEN Freilauf die ganze Zeit im Garten.

    Abgesehen von "normalen" Wachverhalten kann es trotzt der Zeit, die ihr mit den Hunden verbringt, auch "nur" Langeweile sein,

    wenn sie jeden und alles anbellen.

  • Die Nachbarin die uns angesprochen hat, hatte bloß überlegt die Hunde anzusprechen, war ihr aber zu doof an dem Tag weil wegen dem schönen Wetter viel mehr Leute unterwegs waren als sonst und sie nicht alle 5 Minuten was sagen wollte.


    Nein, wir wohnen alleine in dem Haus und die Nachbarin hat ihren Balkon auf der gegenüberliegenden Straßenseite vom Garten :)


    Ja, wir haben auch schon überlegt hinterm Haus wo auch die Hundeklappe zur Garage ist ein Tor zu setzen, sodass Sie nur den Bereich nutzen können. An und für sich wäre uns aber lieber wenn sie weiter im Garten laufen könnten.


    Wir müssen uns aufjedenfall etwas einfallen lassen um Abhilfe zu schaffen was das Bellen angeht. Mal sehen, ob es sich bessert wenn die Hecke wieder blickdicht ist.

  • Zaun ist Maschendraht und 2 Meter hoch. Damit zum rüberklettern ungeeignet, weil sie beim klettern keinen Halt haben. Dahinter ist eine große Hecke, die im Winter allerdings kein Grün trägt. Tor ist auch 2 Meter hoch abgeschlossen und mit einer Kette nochmal gesichert. Also Ausbruchsicher ist der Garten eigentlich schon :)

    Maschendrahtzaun ist nicht ausbruchsicher, kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Die haben langeweile, knabbern am Zaun an einer Masche herum und plötzlich haben sie eine kleine Öffnung oder einen kleinen Draht gelöst. Daran wird dann weiter gespielt und gezottelt und oh, da passt ja mein Kopf durch....


    Haben unsere zwei Vorgängerhunde gemacht. Die waren dann beide draußen und haben die Gegend mal alleine erkundet.


    Zum Glück hat ein anderen Hundefreund sie in sein Auto bekommen und uns nach Hause gebracht und in den (normalerweise immer offenen) Zwinger eingesperrt. Wir kamen Abends wieder zurück und waren schockiert.


    Und das, lieber Ellionore , war dann der Grund warum wir uns einen Weidezaun von innen ringsherum entlang des Maschendrahtes installiert haben. Das war, als wir beide noch voll arbeiten waren. Aber Damit war unser Grundstück ausbruchsicher.


    Wir hatten damals gerade einen Haufen Geld für einen neuen Maschendrahtzaun ausgegeben, und ein anderer Zaun wäre nicht machbar gewesen zu dem Zeitpunkt.

    Ja, war ganz böse aversiv. Aber zum Vorteil für alle. Auch die beiden Hunde waren damit glücklich, viele Jahre lang. Zumal der Draht ja dann immer ohne Strom war.


    Aber das Bell-Problem ist damit natürlich nicht gelöst bei Euch, Annika232


    Mit dem Bellen abgewöhnen wird sehr schwer, lasst die Burschen lieber im Hause.