Hallo aus der Schweiz

  • Hallo ins Forum


    Ich möchte mich heute gerne vorstellen, nachdem ich schon eine Weile hier im Forum gestöbert habe.


    Wir haben eine 20 Monate alte Weisse Schäferhündin. Yuki hat noch ein paar Baustellen im Hundekontakt an der Leine, überhaupt mag sie die Leine nicht gerne. Aber wir können inzwischen eine Verbesserung feststellen.



    Ansonsten ist sie leider eine starke Allergikerin; Futtermittelunverträglichkeit, Grasmilben, Pollen. Diesbezüglich haben wir schon einiges hinter uns mit offenen Pfoten, Juckreiz, Verdauungsproblematik usw. Anfangs bestand noch der Verdacht auf Pankreasinsuffizienz, das wurde ausgeschlossen. Untergewichtig ist sie leider immer noch, aber dabei fit und agil.


    Yuki ist ein (nicht trainierter, aber intuitiver) "Epilepsie-Meldehund"; sie ist mit einer schwerst Epilepsie erkrankten Hündin aufgewachsen und hatte jeden Anfall, bei dem sie dabei war, gemeldet. Sie war immer, aber auch gerade zum Schluss, als es unserer Hündin so schlecht ging, sehr fürsorglich, rücksichtsvoll und sanft. Leider mussten wir unsere 4.5-jährige Hündin kürzlich erlösen aufgrund der nicht mehr unterbrechbaren Serienanfälle.


    Ich glaube schon, dass Yuki ihre Spielkameradin sehr vermisst. Es ist nicht nur das Spielen, auch das Kuscheln wird ihr sicher fehlen, dieser intensive Kontakt, was sie mit keinem anderen Hund haben kann. Die erste Zeit hat sie immer an den Lieblingsplätzen geschnüffelt und gesucht. Aber sie hat insgesamt den Verlust ganz gut verkraftet.

    Wie sind eure Erfahrungen dazu?


    LG aus der Schweiz

  • Hallo,

    schön das Du zu uns gefunden hast.

    Solltest Du technische Fragen oder Probleme haben, kannst Du mir gern eine Nachricht schreiben.


    Alle anderen Fragen werden Dir bestimmt in unseren passenden Foren beantwortet.


    Viel Spaß

  • Herzlich willkommen und viel Spaß beim Austausch!


    Schön, dass die Eidgenossen nun mehr werden - ich lebe zwar seit über 25 Jahren im Oldenburger Münsterland, aber im Herzen bleibt die Schweiz halt immer die Heimat.


    Es tut mir sehr leid, dass Du Deine Hündin gehen lassen musstest. Das ist immer sehr schwer - gerade bei einem so jungen Hund - aber es ist einer der größten Liebesdienste, wie wir unseren Tieren erweisen können, wenn das Leiden überhand nimmt. Fühle Dich von mir in tiefem Mitgefühl umarmt.


    Das Vermissen ... ich glaube, Hunde leben mehr im Hier und Jetzt, als wir Menschen. Sie spüren, wenn ein Hundefreund sehr krank ist und sie haben eine andere Bezioehung zum Tod, als wir Menschen. Natürlich fehlt ihnen das gemeinsame Kuscheln, das Spiel und das Zusammensein, aber ich bin sicher, dass Hunde mit ihren Freunden jenseits der Regenbogenbrücke verbunden bleiben und wissen, dass nur das Körperkleid vergangen ist, nicht aber die Seele, die sie weiter begleitet.


    Als meine Lyssi gestorben war, hatte meine jüngere Hündin Chia fast schon Angst vor dem toten Körper. Sie roch vorsichtig an ihr, aber sie wollte sich ihr nicht mehr nähern und Bene, meine Seniorin hatte gar kein Interesse an dem toten Welpen ... dabei waren sie sehr verbunden miteinander und gerade bei Chia dachte ich, dass sie ohne Lyssi gar nicht gut klarkommen wird ... aber beide Hunde haben den Tod ihrer kleinen Freundin viel besser weggesteckt, als ich.


    Zum Leinenproblem bin ich aber auch sehr gespannt, welchen Trainingsweg Du gehst. Ich versuche auch gerade, eine Richtung zu finden, um meiner Chaosfürstin das Leinenpöbeln abzutrainieren ... der Erfolg dabei ist momentan noch nicht so groß.

  • Hallo herzlich willkommen bei uns im Forum! :)


    Mit Epilepsie habe ich (zum Glück) keinerlei Erfahrungen, aber ich möchte dir mein Beileid zum Verlust eures anderen Hundes aussprechen. Das ist eine wirklich grausame Krankheit. :(


    Ich kann mir gut vorstellen, dass eure Hündin durchaus trauert, aber ich denke auch, dass sie diese Phase auch recht rasch wieder gut überwinden kann, wenn ihr sie lasst (Ich hoffe du verstehst was ich meine).


    Liebe Grüße aus Vorarlberg :)

  • Ein herzliches Willkommen auch von uns.


    Der tragische Verlust deiner Hündin ist schrecklich, tut mir sehr leid. Ich musste meinen krebskranken Hund vor zwei Jahren erlösen lassen, er wollte nicht mehr fressen. Boss, mein DSH hat ihn zwar gesucht und man merkte, dass er Max auch vermisst, das hat er aber relativ schnell so akzeptiert und es war alles für ihn wie zuvor.

    Ich habe das Mäxchen so tief in meinem Herzen und meiner Seele, dass er mir bis in alle Ewigkeit fehlen wird. Es vergeht kein Tag, ohne an ihn zu denken.

  • Danke für die lieben Worte - ja es war sehr schwer sie gehen zu lassen, aber sie hat es auch deutlich signalisiert, dass sie einfach nicht mehr kann und da darf man dann als Mensch nicht egoistisch sein, auch wenn man weiss, dass es das Herz zerreisst. Es ist so schwer, aber ich bin so glücklich, dass Yuki bei uns ist, sie hilft die Trauer besser zu verkraften.


    Ich bin in den letzten vier Jahren zur Epilepsie Fachkraft geworden, sie hatte eine sehr schwere Form und wurde mit verschiedenen Antieptileptika und anderen Medikamenten behandelt. Im Schnitt hatte sie alle drei Wochen einen Anfall, konnte aber auch öfter sein, manchmal täglich, auch mehrmals täglich, ja gruselig... Die Grunderkrankung war eine Meningoenzephalitis und dann eben die daraus resultierende Epilepsie. Man hatte uns prophezeit, sie würde nicht einmal ihren ersten Geburtstag erleben, aber hey - sie hat vier Geburtstage gefeiert, ich bin sehr stolz auf sie.

    Yuki hat ihr die letzten 1.5 Jahre viel Kraft gegeben, sie war nochmal richtig aufgeblüht und fitter als die vorigen Jahre. Die finale Phase kam mehr oder weniger völlig "überraschend" (wir wussten ja von Anfang an, dass sie eine lebensverkürzende Krankheit hat).


    Die Leinenpöbelei bei Yuki ist schon deutlich besser geworden. Noch vor einem halben Jahr hat sie alles und jeden angebellt und war in die Leine gesprungen. Wir sind hier im Ort ziemlich böse angeschaut worden - "der aggressive Schäferhund"....

    Problematisch ist es immer noch anfangs der Laufrunde. Wenn sie sich dann austoben konnte, rennen konnte und dann angeleint werden muss, bellt sie zwar noch (immerhin nicht mehr jedes Mal), aber hört meist nach Ermahnung schnell wieder auf und ist nicht mehr hysterisch wie vor ein paar Monaten.


    Sie bellt auch keine Menschen mehr an, das ist schon mal ein grosser Fortschritt. Auch im Freilauf ist sie sehr souverän, es ist ihr völlig egal, ob sie an Menschen vorbeigeht, auch Kinder auf Rollern etc. stören sie nicht mehr, Jogger, Traktor, Autos, geht jetzt alles sehr gut. Auch Pferde, Kühe, Schafe (ok da muss man noch sehr aufpassen), Hühner haben wir auch ganz gut hinbekommen, da gab es einen kleinen Rückfall letztens (da sprang sie völlig unerwartet in die Leine - unser Fehler, weil wir unaufmerksam waren).


    Katzen will sie hinterher, sie möchte denke ich aber nicht jagen. Aber sie bellt inzwischen kaum noch an der Leine. Im Freilauf lässt sie sich auch bei Katzen abrufen, ebenso bei Wild oder Vögeln - allerdings ist der Zeitpunkt des Abrufens dabei wichtig,


    Tja nur die Hundekontakte bleiben schwierig. Wenn man etwas Abstand einhalten kann und sie mit ihrem Ball ablenken kann und der andere Hund nicht kläfft, dann kommen wir jetzt schon ganz gut an dem anderen Hund vorbei. Aber diese Konstellation gibt es natürlich nicht immer und dann gibt es doch wieder lautes Bellen.....

  • Auch von mir ein herzliches Willkommen und viel Spaß hier im Forum.


    Der Verlust deiner Hündin tut mir sehr leid. Ich hoffe, Yuki hilft dir, den Verlust zu verarbeiten.

  • Herzlich Willkommen! Einen Hund zu verlieren ist immer total Schlimm, ein Hundeleben ist einfach viel zu kurz, sowohl mit als auch ohne Krankheit. Epilepsie beim Hund stell ich mir auch total schlimm vor, ich glaube ich könnte das gar nicht verkraften auch nur einen solchen Anfall mit zu erleben. Ich wünsche dir viel Kraft für die Zukunft um weiter gut mit dem Verlust zurecht zu kommen und natürlich viel Spaß hier im Forum!


    Deine Yuki ist aber wirklich auch total schön! :love: