Wie seht ihr das, bin ich eventuell geizig oder sind die Kosten in der Höhe gerechtfertigt?
Ob das was da gemacht wurde jetzt 220€ "wert" war oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Aber letzten Herbst wurde die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) angepasst, was ich gelesen habe wurden manche Leistungen sogar bis zu 45% teurer. Kann also schon hinkommen.
Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass Sie mich etwas zu der OP "drängen" wollte.
(...)
Alles in einem bin ich jetzt nicht unbedingt mit einem guten Gefühl aus diesem Termin raus.
Kann ich verstehen, mir wäre es wohl ähnlich gegangen.
Ich bin kein TA, aber ich kenne es eigentlich auch nur so, dass man mit einem künstlichen Hüftgelenk wartet, bis der Hund vollständig ausgewachsen ist. Also beim DSH mindestens 12, besser sogar 18 Monate. Bloß weil etwas früher "geht" muss man es ja nicht unbedingt machen. Heutzutage kann man ab ca. 10 Monaten einsetzen, das hat aber keinen Vorteil gegenüber einer OP mit 12 oder 18 Monaten.
Auch sollte man bedenken, dass die künstlichen Gelenke u.U. nicht ewig halten. Je früher man es macht, desto eher besteht das Risiko, dass der Hund älter wird als das Gelenk, was bedeutet, dass er vielleicht nochmal ein neues künstliches Gelenk baucht (oder das alte nachjustiert werden muss wegen Lockerung). So eine OP dann bei einem ~10 jährigen Hund durchzuführen ist auch nicht grade ohne (abgesehen von den erneuten Kosten).
Mein Exfreund hatte neben seinem Labbi auch noch dessen Bruder mit in unsre damalige Beziehung gebracht, bei dem wurde mit 8 Monaten ebenfalls schwere HD diagnostiziert und zur sofortigen OP geraten. Ein anderer TA hat von der OP abgeraten und Schmerzmittel + Muskelaufbau, Physio usw. empfohlen.
Mein Ex hat die OP nicht machen lassen, sondern ist dem Rat des zweiten TA gefolgt und nach einem dreiviertel Jahr konnten sogar die Schmerzmittel abgesetzt werden und der Hund lief und lebte normal und schmerzfrei vor sich hin. Er musste ihn aus persönlichen Gründen dann weiter vermitteln, und bis er ca. 5 Jahre war, hatte er keinen Tag mehr Probleme mit der Hüfte. Dann haben sich die neuen Besitzer und mein Ex aus den Augen verloren und deshalb gab's ab da keine aktuellen Infos mehr zum Hund (der ist jetzt 7 Jahre).
Aber wir haben deinen Hund nicht gesehen, wir wissen ja nicht wie stark der wirklich Lahm geht und Schmerzen hat oder eingeschränkt ist. Nur du kannst das beurteilen, aber wenn er noch aufstehen und ohne zu Jaulen von A nach B laufen kann, dann sollte es möglich sein, erstmal mit Schmerzmitteln und anderen Therapieansätzen zu arbeiten ...