Hallo GeierWally,
Also ich habe bei dem Titel schon zugegeben grosse Augen gemacht und gedacht "wenn man schon von "hassen" redet, muss man den Hund abgeben".
Ich habe den Beitrag zugegebenermaßen verfasst, als ich sehr wütend war.
Wir waren in meiner Mittagspause Gassi, unterwegs zu einer kleinen abgelegenen und gut einsehbaren Grünfläche, auf der er normalerweise sein Mittagessen erschnüffeln muss.
Er war einfach komplett neben der Spur, gezogen wie ein Irrer und kaum ansprechbar.
In meiner unendlichen Weisheit habe ich ihn auf der Grünfläche (wie jeden Tag ohne Vorfälle) trotzdem abgeleint und er ist full-speed davongetürmt. Nach 20 Metern ist er zwar umgedreht und zurück gerannt, aber ich hatte schon vor Augen, wie er irgendeinen kleinen Hund zu Tode schüttelt.
Auf dem Heimweg hat er innerhalb einer Nanosekunde wie eine Schnappschildkröte auch noch in einen richtig ekligen Scheißhaufen gebissen und die Stimmung war im Eimer.
Auf der Runde nach der Arbeit war dann klar was los ist. Er hat gesabbert, mit den Zähnen geklappert und wollte jeden Grashalm schlabbern und markieren. Es liegt Liebe in der Luft
...
Es ist nichts "Schlimmes" passiert, aber ich bin schon so cholerisch und innerhalb von 5 Sekunden auf 180, dass es direkt einem Weltuntergang gleicht. Und dann "hasse" ich ihn und mich und die ganze Situation in der wir uns befinden.
Dafür muss man ihn natürlich nicht quälen oder irgendwelche "Bisse" simulieren, aber bei bestimmten Sachen hab ich meine durchaus auch mal an der Krawatte gepackt. Natürlich nicht ständig und wegen jedem Mist, aber bei Sachen, die halt absolut nicht gehen hab ich das unmissverständlich klar gemacht.
Wie kann man sich das an der Krawatte packen vorstellen?
Ich würde Dir jetzt gern den Rat geben, den ich auch bekommen habe: Geh zu einem Hundetrainer, der Erfahrung mit Gebrauchshunden hat und nicht zur normalen Hundeschule. Es gibt solche Trainer, aber ich habe den richtigen auch nicht gefunden. Die, die täglich mit Gebrauchshunden zu tun hatten, haben mir zu viel über Strafe gearbeitet (obwohl ich das überhaupt nicht ablehne, aber das ist für mich die letzte und nicht die erste Wahl). Vielleicht hast Du ja bei Dir in der Gegend mehr Glück, gucken kann man ja.
Die erste Hundeschule war ein Reinfall, das hätte ich viel schneller erkennen müssen. In der Gruppe waren eigentlich auch nur Doodle und Toy Pudel, mein Großer war der einzige, der Krawall gemacht hat und wir mussten immer abseits von den anderen trainieren, was sich auch mies angefühlt hat.
Die aktuelle Trainerin habe ich ja noch nicht so lange und ich versuche der Sache schon immer eine aufrichtige Chance zu geben und nicht zu schnell zu wechseln.