Wohin mit Lex und Lika?

  • Wie würdet ihr an meiner Stelle handeln?


    Ich habe vergangenen Montag erfahren, das ich sehr Zeitnah eine Herz OP benötige.

    Lex und Lika sind seit Jahren 24/7 mit mir zusammen und genauso verhalten sie sich auch, nur ich bin Wichtig für die beiden andere Menschen werden höchstens kurz begrüßt.

    Selbst meine Tochter und meine Partnerin, die Lex von Anfang an kennen, werden kaum beachtet, Lika ist noch extremer.

    Ich habe in Deutschland nun zwei Optionen.


    Die beiden bleiben bei meiner Partnerin, in einer Ferienwohnung mit Garten, sie wären dann ca. 1 bis 2 Monate fast ohne Gassirunde, denn das kann meine Partnerin nicht bewerkstelligen. Meine Tochter könnte ab und an mal mit den beiden raus gehen.


    Ich gebe die beiden an sehr erfahrene Schäferhund Menschen, sie gehen 3 mal am Tag raus, es gibt einen Garten mit Freilauf. Es ist eine Art Pension ohne offizielle Genehmigungen, was mich aber nicht juckt.

    Diese Leute werde ich am Samstag kennen lernen.


    Beide Optionen sind nicht gut aber ich habe keine andere Wahl.

    Wo werden sie mehr leiden, bei meiner Partnerin ohne Beziehung und Gassi oder bei komplett fremden Schäferhundmenschen, mit viel Erfragung?


    Es ist auch eine Geld Frage, die Pension Lösung würde nur einen bruchteil kosten, weil meine Partnerin bei meiner Tochter schlafen könnte....meine Tochter kann die beiden nicht nehmen, weil sie selber zwei ungeimpfte Katzen hat.


    Vielleicht bekomme ich hier noch Ideen und Erfahrungen die mir Helfen können.


    Operieren lasse ich mich in Frankfurt/Main.


    Danke und Gruß,

    Martin

  • Das tut mir sehr leid für Dich Kimmo, dass Du dich einer Herz-OP unterziehen musst.


    Weißt Du denn, ob diese erfahrenen Schäferhund Menschen auch wirklich erfahren sind und ob sie tatsächlich 3 x täglich mit ihnen Gassi gehen würden?. Wurden sie Dir von Bekannten empfohlen, nicht nur übers Internet?


    Ich hinterfrage das deswegen so stark, weil wir gerade eine blöde Erfahrung hinter uns haben, wo vieles zu einem Ferienhaus mit Hund angegeben wurde, tolle Rezessionen im Internet zu lesen waren und wir dann sowas von reingefallen sind, dass wir den Urlaub frühzeitig abbrechen mussten (das war eine Zumutung für jeden unserer Hunde und für uns auch). Deswegen....

  • Diese Leute sind Opa, Oma und Onkel von einer guten Freundin meiner Tochter, die Freundin ist auch ein Hundemensch.

    Ich schaue mir das eh am Samstag an und sehe und spüre in Sekunden ob es sich um Hundemenschen handelt oder nicht.

    Sie hatten immer Schäferhunde, was aber nichts zu bedeuten hat.

  • Oh Kimmo , Mist, das ist kein angenehmes Ereignis!!


    Ich würde sofort sagen: Bei deiner Familie die sie kennen und die du kennst.

    Dann gehen sie halt hauptsächlich in den Garten und nur manchmal Gassi, das macht ihnen nichts aus wenn es ansonsten an nichts fehlt. Futter halt anpassen und so weisste eh. Ich denke wenn du sie fragtest würden sie sich dafür entscheiden.

  • Puh schwierig. Die "Fremden" sind ja nur anfangs fremd, nach einigen Tagen nur noch Halbfremd und nach einigen Wochen haben die ne Beziehung. Zumal wenn die was mit den Hunden unternehmen. Deshalb würde ich es glaube ich von der Zeitspanne abhängig machen, werden es wirklich 2 Monate oder länger, würde ich sie zu den Fremden geben, werden es eher 4 Wochen würde ich sie zur Partnerin geben.


    Ich finde es auch nicht dramatisch wenn Hunde, grad Arbeitshunde, nicht unbedingt Gassi gehen, aber 2 Monate aufwärts wäre mir deutlich zu lang dafür, dass sie sowieso nicht bei DIR sind. Also der Gewinn durch die bereits bestehende Beziehung nicht 100% ist. Verständlich was ich meine?

  • Das sagt meine Tochter auch, ich fehle da und dort.

    Wenn ich die beiden mall bei der Partnerin lasse, tun sie nichts anders als auf mich warten.


    OT: warum ist es OK das Arbeitshunde nicht Gassi gehen, weil zu viel Energie vergeudet wird?

  • Erstmal tut es mir leid, dass du gesundheitlich Probleme hast und drücke dir die Daumen das alles gut wird.🍀

    Auf deine eigentliche Frage, kann ich dir nicht antworten - das kannst nur du entscheiden, wenn du alle eventuelle Beteiligten kennst.

    Aber ich habe ein anderer Gedanke, gerade weil deine Hunde so auf dich fixiert sind...

    Wichtig dürfe sein, ob deine Hunde fressen wenn du nicht da bist.

    Wir hatten früher auf dem HP jemanden der auch so eng mit seinem Hund war. Dann musste er plötzlich ins Krankenhaus. Die Frau konnte den Hund zwar versorgen, aber der Hund hat NICHT gefressen ohne sein Herrchen. Nach über einer Woche komplette Futterverweigerung wurde der Hund einmal täglich zum Krankenhaus gebracht. Dort konnte Herrchen ans Fenster kommen und siehe da, der Hund hat gefressen.


    Deshalb mein Tipp. Solltest immer Du derjenige sein, der die Hunde füttert, teste bitte vorher ob deine Hund auch Futter von anderen annehmen.

  • Meine Partnerin füttert schon seit einigen Tagen, bin halt in der Wohnung.....morgen werde ich mal weggehen und dann soll sie die beiden Füttern, ich denke aber das es funktioniert, vor allem bei Lika wird es damit keine Probleme geben, egal wo.

    Wenn mir die Pension zusagt, werde ich vor der OP, die beiden dort lassen und schauen was passiert.


    Mein Bauchgefühl sagt mir, Ferienwohnung mit Partnerin.......

    Jetzt kommt noch dazu, das die Ferienwohnung noch nicht sicher ist, wenn nicht, bleibt nur noch die Pension.

    Mir geht es ja gut, es war reiner Zufall, das das Problem gefunden wurde, eine Anreihung an Zufällen das es schon seltsam ist.....irgendjemand scheint noch nicht zu wollen, das es vorbei ist mit mir.

  • OT: warum ist es OK das Arbeitshunde nicht Gassi gehen, weil zu viel Energie vergeudet wird?

    Nee, zum einen weil sie es gewohnt sind einen Job zu haben und Freizeit dann eben auch zu schätzen wissen und gemütlich gammeln. Wenn ein Hund in seinem Leben nichts erfüllendes kennt als die tägliche Runde um den Block, find ich es ziemlich gemein, ihm das an Erleben und Selbstwirksamkeit auch noch wegzunehmen.

    Zum anderen sind das ja tendenziell ernstere Hunde, für die Gassi gehe oft eher Territoriumskontrolle, also auch Arbeit ist, und nicht wie bei Tante Emmas Labbi ein "Yeah juhu endlich treffe ich alle meine Freunde". Das vielbeschworene Zeitungslesen find ich ein blödes Bild, weil es völlig ausschließt, dass Hunde ggf nicht unbeteiligt Informationen sammeln, sondern ggf ihr Revier kontrollieren und somit arbeiten.

  • hmmm...Lika ist sehr hochtriebig, also Arbeitslinie. Sie schnüffelt nur sehr wenig, markiert aber sehr oft, mit gehobenen Bein und scharren.

    Lex schnuffelt fast ununterbrochen, markiert nur selten, ist ein Typischer HZ.

    Vor Ungarn, war ich mit Lex täglich 5h draußen, jetzt gehen wir nur noch morgens ne Runde, ansonsten ist sein Job, sein Revier zu bewachen, das ist seine Erfüllung, er liebt es und nimmt es ernst.....Lika wird von ihm weggebissen, wenn sie vor ihm am Tor ist.

    Egal, sind einfach paar Gedanken.

  • Klar, das ist individuell. Die haben ja auch eine Meinung dazu, welchen Job sie machen wollen... Aber wenn sie einen haben, ist das klassische Gassi gehen außer zum Muskelerhalt meiner Meinung nach nicht so wichtig. Außer eben das ist das einzige, was der Hund tut. So meinte ich das.

  • Also ich habe ja einen echten workaholic. Der muss zwingend neben der Arbeit 2 x täglich seinen Spaziergang von 3-4 km haben. Ansonsten wird er unerträglich. Der ist auf dem Spaziergang normal Hund. Und läuft ansonsten den ganzen Tag frei bei mir auf dem Hof. Könnte ich mit dem nicht arbeiten, müsste ich zwingend das Spazieren beibehalten. So ist jeder Hund individuell. Der würde sich nur mit Garten zu Tode langweilen und ganz schnell anfangen Mist zu bauen