was tun bei "Tut nix" Begegnungen

  • Yep, das war auch mein persönliches Highlight bisher: nach einer großen Bauch-OP machte ich mit Banja den ersten Gang im Feld - extra sehr weit abseits. Die Halterin ließ ihren Hund quer übers Feld zu uns rennen. Da bin ich echt wild geworden.

  • Mein highlight war im Urlaub in Kroatien. Zwergi angeleint, wegen seiner Panik vor anderen Hunden, Ist von ner italienischen Familie der 5 monatige Rehpinscher abgedüst und umkreiste freudestrahlend "will spielen" Zwergi und mich. Mir blieb nur Zwergi in die Luft zu heben, bevor der Winzling direkt in seine Gosche lief (Zwergi zeigte durch lefzen heben, das er das nicht wünscht - ;) Rute dabei bis zur Nasenspitze eingeklemmt) . Ich musste dann allen Ernstes warten, bis eine weitere deutsche Urlauberin meine missliche Lage erkannte und den Kleinen (im übrigen wirklich niedlichen Jungspund) auf den arm nahm und den Besitzern zurückgab. Schrecklich echt! der kleine Kerl haute öfter mal ab, aber das störte die gar nicht!
    Ich war echt froh das ich nicht noch Cleo dabei hatte, das wär def. in die Hose gegangen. Manche Leute sind echt unverantwortlich.
    nur mal anmerken: Zwergi ist kein raufer, im Normalfall haut er vor Fremden Hunden einfach ab. Cleo ist sehr sozial verträglich. Aber dieser Minipinscher -einmal Pfote falsch druff, platt wäre er.

  • Und dann erntet man noch vorwurfsvolle Blicke oder man wird gleich direkt beleidigt. Man holt sich doch keinen so großen Hund, wenn man den nicht im Griff hat! (Oder sogar noch 2 :whistling: )
    Ich muss zugeben, ich hatte auch eine Tut-nix-Hündin. Ich brauchte sie nicht oft anleinen, sie folgte gut, war freundlich und ging unfreundlichen Hunden aus dem Weg.
    Wir hatten eigentlich nie Probleme. Deswegen kam mir gar nie der Gedanke, dass andere HH vielleicht schon in weiter Entfernung ins Schwitzen kommen würden, weil ihr Hund evtl nicht so ein friedliches Exemplar war.
    Nun bin ich mit meinen 2 Powerpaketen unterwegs und dankbar, wenn die Leute vernünftig sind und ihre Hunde nicht zu meinen Hunden rennen lassen. Auch wenn die 2 friedlich sind, aber sie sind jung und stürmisch.

  • Eine HH lies ihre (offensichtlich ) ůbergewichtige Hündin zu meiner Banja laufen. Auf meinen Hinweis, die sei bissig lautete die Antwort "dann kann meine ja wegrennen" Wo hätte dieses dicke Hundemädchen hinlaufen sollen? Man wirds nich ändern können, es gibt halt die gesamte Bandbreite: die einen würden am liebsten ihren Hund auf den Rücken schnallen, damit nix drankommt, die anderen bauen offenbar auf die natürliche Auslese...
    Da kann man nur selber strebermäßig mit gutem Beispiel vorangehen.

  • Ich ärgere mich halt immer wenn ich sehe wie diese Tut nix Halter durch die Gegend laufen und meinen alle mit ihrem Tut nix beglücken zu müssen.
    Ich habe zwei schwarze DSH. Was die meisten HH erst einmal abschreckt. Aber die Tut nix Halter stört das eher weniger. Wobei ich sagen muss, nach drei Begegnungen mit Tut nixen ist unser Ruf nun dahin. Heute morgen hab ich gesehen wie ein Tut nix Halter mit seinem Hund schnell nen anderen Weg eingeschlagen hat.


    Meistens ist es nicht mein Hund der Theater macht sondern ich. Denn ich finde es wirklich unverschämt. Ich rufe meinen Hund. Ich leine meinen Hund an und gehe ein Stück an die Seite. Und ich bitte höflich darum dass der andere auch anleint. Wenn ich dann so Antworten bekomme wie - der will doch so gerne spielen oder der will nur hallo sagen - bekomme ich einen Kamm. Meistens kommt von mir dann ein "meine aber nicht". Hilft das nicht bitte ich meistens noch einmal ums abrufen und anleinen sonst lasse ich meine los. (meistens tatkräftig unterstützt von meiner Hündin - die anfängt zu motzen wenn ihre Distanz unterschritten wird). Meistens hilft die Kombi durchaus.

  • ist ja eigentlich ein ungeschriebenes Gesetz:
    (bzw. auch Gesetz der Gemeinde-Verordnungen: der Hund ist an der kurzen Leine zu führen)
    wenn Hund an Leine des Weges kommt, dann kommt meiner auch an die Leine
    Vorgabe gibt immer der Leinen-Hund
    und das muß nicht begründet werden


    mein persönlicher Grundsatz seit Jahrzehnten:
    weder Mensch noch Hund muß wegen mir (und meinem Hund) die Straßenseite wechseln müssen !


    p.s.
    hier in unserer Gegend klappt das meistens auch

  • hallo,


    ich hab auch oft solche Begegnungen. Selbst wenn Lord am Führgeschirr ist muss ich diskutieren und darum betteln, dass die Halter ihren Hund ran rufen... ich kann das oft gar nicht nachvollziehen...


    LG

  • Ein blinder Mann bei uns im Ort hat eine Riesenschnauzer-Hündin als Blindenhund. Ein total goldiges Tier. Die freut sich sehr über Hundebegegnungen und ist kleinen Spielchen nicht abgeneigt. Das ist für den HH aber sehr gefährlich und er ist dann absolut hilflos. Das dürfte eigentlich nicht passieren, aber auch ein Blindenhund ist ein Hund! Umso mehr ist hier die Einsicht der anderen Hundehalter gefordert! Und genau, Roopa, wird das ignoriert, ist das kriminell!

  • Die freut sich sehr über Hundebegegnungen und ist kleinen Spielchen nicht abgeneigt. Das ist für den HH aber sehr gefährlich und er ist dann absolut hilflos. Das dürfte eigentlich nicht passieren, aber auch ein Blindenhund ist ein Hund!

    bin noch nie mit einem Blindenhund-Führer ins Gespräch gekommen
    Das Thema interessiert mich schon
    was macht "Lord" wenn er z.B. eine interessante Hündin riecht....?
    Muß er auch regelmässig zur Schule gehen? oder kommt nach der Ausbildung nichts mehr?

  • Der letzte Blindenhund des Mannes aus unserem Ort war eine Schäferhündin. Die kannte ich auch noch. Dieser Hund ließ sich nie ablenken, war immer auf den Führer fixiert. Auch bei anderen Hunden hatte er mit ihr 0 Probleme. Er wollte nach ihrem Tod so gerne wieder einen SH. Aber die Ausbildung dauert extrem lange und er hätte 2 Jahre keinen Hund gehabt, wenn er einen neuen "bestellt" hätte. Nun hatte er das Glück, eine junge ausgebildete Riesenschnauzer-Hündin zu bekommen. Die kam von einer Frau, die als Führerin absolut ungeeignet war, weil sie zu faul und geistig minderbemittelt war. Der Hund hat seine Fähigkeiten über 1 Jahr nicht einsetzen können, bis man ihr den Hund entzogen hat. Aus dieser Zeit stammen die kleinen Ungehorsamkeiten und mangelnde Konzentration bei Hundebegegnungen. Ich verstehe aber nicht, warum niemand kontrolliert hat, dass so ein teuer ausgebildeter Hund auch wirklich arbeitet.

  • Eine Bekannte bildet Blindenführhunde aus. Ein von ihr ausgebildeter Labrador versumpfte bei einem Herrn und wurde sehr übergewichtig. Ihre Reklamation und später Zurücknahme des Hundes (nachdem Gespräche mit dem Halter nicht fruchteten) lief über die Krankenkasse, denn die hatte ihn ja bewilligt. Zu Ohren gekommen war ihr das über andere, vorher wurde da soweit ich weiß nicht kontrolliert.

  • Ich hatte heute morgen eine "tolle" Hundebegegnung und habe mich schwer geärgert. Über meine 2 und Halter, die alle großen Hunde über einen Kamm scheren.
    Morgens laufe ich meistens mit einer Bekannten und ihrem Shiba Inu. Der ist etwa gleich alt wie Ludwig, also ein knappes Jahr.
    Wenn wir über die Obstbaumwiesen laufen, schauen wir immer nach anderen Hunden. Der Shiba wird dann angeleint, weil der Rückruf bei ihm eine Lotterie ist. Meine 2 bleiben dann und auch, wenn wir allein sind, immer auf Kommando bei mir. Heute haben wir in einiger Entfernung eine Frau mit Malteser-Hündin zu spät gesehen. Shiba hin, Ludwig hinterher und weil Lotte neugierig ist, auch noch hin. Rückruf für die Katz! Die Frau nimmt ihren Hund auf den Arm und dreht um. Die Hunde haben kurz geschnuppert und kamen zurück. Die Frau kam dann anklagend auf uns zu. Ich habe mich entschuldigt und gesagt, wir hätten sie zu spät gesehen. Aber dass alle 3 friedlich sind. Das mag ja sein, meinte die Frau, aber sie müsse ihren Hund schützen, weil der keine Chance hätte! Mein Einwand, dass meine 2 etliche kleine Hundekumpels haben und sehr vorsichtig sind, ließ sie nicht gelten. Mit dem Hinweis, dass man Hunde anleint, die nicht hören und das in jeder Hundeschule lernt, verabschiedete sie sich. Und setzte ihren Hund auf den Boden! !!!! Was meine 2, die friedlich im Platz warteteten, zum Anlass nahmen, schnell nochmal hinzurennen, um das Wesen aus der Nähe zu betrachten. :S
    Nun war das Bild perfekt! Aber das kleine Fräulein war durchaus in der Lage, sich zu wehren. Sie wetterte, dass meine 2 sich gar nicht ran getraut haben. Warum verlangt man immer von großen Hunden Hundeschule und die kleinen haben das scheinbar nicht nötig? Gerade dort würden Hund und Halter ihre Ängste verlieren und Begegnungen wären entspannter. Klar ärgere ich mich über mich und meine Hunde, dass das so abgelaufen ist. Trotzdem habe ich keinen Gedanken daran gehabt, dass das ernsthaft schief gehen könnte. Dafür kenne ich meine Hunde eigentlich ganz gut.

  • Als Joschi in Ludwigs Alter war hatten wir eine ganz ähnliche Begegnung:
    Wann immer es ging traf ich mich Mittags mit ner Bekannten und ihren 2 Schäfer/Huskymixen.Die Hündin ist fast alters gleich mit Joschi und die 2 tobten immer herrlich durch den Wald.In diesem Alter war Joschi noch definitiv mit allem und jedem verträglich .Wir gingen einen eher schmalen Waldweg entlang von dem hier und da mal ein noch schmalerer Trampelpfad abging.Die Hunde tobten hinter uns hörbar mit einander und wir dachten an nix böses.
    Plötzlich menschliches Gekreische und Gezeter...Ein Blick nach hinten: Nur noch Rentnerhund Toni (15) sichtbar.Das Kreischen würde lauter,aber kein Bellen oder Knurren von Joschi oder Luna hörbar...
    Wir also hin zu den Lauten und da bot sich uns ein sehr komisches Bild:
    Eine Frau stand auf einem dieser kleinen Trampelpfade und hielt am ausgestreckten Arm einen Chihuahua an ca 30cm Leine hängend in die Luft. Joschi und Luna saßen in einem angemäßenem Abstand von ca 1,5m Entfernung zu der Dame und wären sehr fasziniert von der Szene und dem seltsam zapelnden Teil in der Luft.
    Kaum sah die Frau uns fing sie schrecklich an zu pöbeln das es doch eine Frechheit wäre soooo grosse Hunde einfach frei im Wals laufen zu lassen und sie würde uns anzeigen etc.
    Meine Bitte zunächst einmal ihrem armen kleinen Hund das atmen wieder zu ermöglichen (was doch sicher schlecht geht wenn man an einem Halsband in der Luft hängt) blieb ungehört ,ebenso wie unsere Entschuldigungen und die Erklärung das die Hund nichts tun würden...