trainer auf dem hundeplatz

  • Hab vor 2 monaten meinen trainerschein für unseren verein gemacht weil wir auch offiziell ro anbieten wollen.


    nun kommt meine frage .

    im training mit meinem eigenen hund weiß ich wie ich bin und wie ich erziehe.

    leider unterscheidet sich das sehr extrem von unserer Leuten die zum training kommen. nun hab ich gelernt das man das positive sagen soll und das negative schön verpacken soll und auf den zu trainierenden eingehen soll und sich seiner erziehung anpassen soll.


    so nun kam letztens ein mit nem schäfermix und sagt dann zu mir . ich weiß bei dir wäre der hund super und würde auch hören. muss zugeben hatte den hund noch nie an der leine werfe ich auch nicht aber sie hat wahrscheinlich recht .

    das größte problem was ich sehe ist das die hunde ihren Menschen auf der nase tanzen und einfach mal klare regeln und grenzen bräuchten und auch mal nen donnerwetter .

    sieht man bei einer anderen teilnehmerin wenn der hund zu hause mist gemacht hat und da denn anschiss bekommen hat springt der auf dem platz nicht mehr kreuz und guer .


    nun würde ich eigentlich eine andere trainerin bei uns fragen nur leider ist sie auch so alles mit keks und wenn der hund 50 mal quer springt oder mitten im parcour anprollt kommt halt nix.

    darum mal hier die frage wie seht ihr das.

    ist mein ehrgeiz einfach tolles mensch hund teams auszubilden die spaß am Sport haben und auch was zusammen machen zu viel und sollte ich die ansprüche runter schrauben uns dieses fehlverhalten ebenfalls ignorieren.


    leider kommen auch wenn ich mit allen fertin und dann mit meiner hündin trainiere immer so sprüche wie jetzt kommt der vorzeige hund. nur weil meine nicht macht was sie will sondern was ich in dem moment möchte. hab dann erklärt das es bei mir in der erziehung nur schwarz weis gibt und nix dazwischen.



    es gibt auch positive menschen eine ältere dame am anfang ne katastrophen mit etwas hilfe hat sie einen guten weg gefunden ihren hund zuführen und spaß mit ihm zu haben aber sie hat sich drauf eingelassen und es mal anderst versucht.


    nehme gerne alle erfaheungen entgegen sowohl vom trainer wie auch von dem der training erhält wie kritik ankommt oder wie sie verpackt wird.

  • Als mir meine Trainerin angeboten hat mitzumachen im Verein als Trainer, hat sie solche Situationen auch beschrieben, um mir im Vornehinein klar zu machen auf was ich mich einlasse. Was sie dazu gesagt hat war ( vielleicht hilft es dir ein bisschen):

    Es wird immer Hunde geben wo du dir denkst, buaaah, der Hund ist super, aber der HH macht dann nach Junghundekurs nicht weiter mit dem Hund.

    Es wird immer wieder Leute geben dessen Hund sich alles erlaubt und eigentlich Grenzen vermittelt bekommen muss. Die Schwieriegkeit besteht darin es den Leuten zu sagen und zwar so, dass der unterschiedlicher Menschencharachter sich nicht angegriffen fühlt. Ziel ist es schließlich, die Leute im Verein zu halten.

    Es geht auch oft nicht den Leuten direkt zu sagen: "Hey, dein Hund braucht a Watschn". Bei wenigen geht das nur und auch nicht vor der ganzen Kursgruppe.

    Verpacke das was du den Leuten mitgeben willst und bring rüber mit Nachdruck.

    Was unsere Trainer des öfteren gesagt haben im Kurs: "Dein Hund verarscht dich, sag ihm hör auf mit dem Scheiß, keine Angst, er wird dich nicht weniger lieben, er braucht das"

    Du kannst auch klar machen den Kursteilnehmer das gewisse Verhalten nicht tolerierbar sind im Kurs, weil sie den Ablauf stören und es den anderen Leuten die abeiten wollen nicht fair ist. Schlußendlich erreichst du nur die, die zuhören wollen. Die, die nicht zuhören wollen musst du "loslassen" und es dennoch oft prädigen "Sag ihm hör auf mit dem Scheiß". Sie sagte auch, dass es ist zwecklos bei solchen Leuten die nicht zuhören wollen den Gesamtbild der Erziehung anzugehen. Die werden mit guten Gefühl rausgehen, wenn du es schaffst eine Kleinigkeit zu ändern, zB. durch das Vorzeigen mit dessen Hund, dass es dann doch anders geht.

    Ich hoffe ich konnte dir bisschen helfen

  • Wenn sich bei uns jemand für einen Kurs interessiert gibt es eine Schnupperstunde. Wenn es passt und ein Platz frei ist kann man teilnehmen. Meine Tochter macht das Agilitytraining und im Moment haben wir nur Hunde dort die schon Erfahrung haben. Eine Anfängergruppe machen wir frühestens ab April wenn sich 4-6 Leute melden, aber es können nur Teams mitmachen die gut zusammen arbeiten. Ob der Hund eine Begleithundprüfung hat ist egal, aber er muss erzogen sein. Wildes Gewusel geht nicht und bringt auch nichts und Spaß macht es auch nicht.

    Einen Funkurs bieten wir nicht an. Dazu ist uns die Zeit zu schade und dafür gibt es genug Hundeschulen.

    Ich mache Hooper und auch da melden sich immer wieder Leute die mitmachen wollen. Wir sind ja gut einsehbar vom Deich aus und haben bei gutem Wetter oft Zuschauer. Ich schau mir dann an wie es zwischen Hund und Halter aussieht und erkläre worauf es ankommt. Aber auch ich mache keinen Erziehungskurs, sondern nehme nur Leute dazu die einen Hund haben der gut erzogen und kein Stinkstiefel ist. Auch die Menschen müssen zueinander passen.

    Die Meisten wollen aber nur ihren Hund bespaßen und kommen nicht wieder. Es sieht halt einfach aus, ist aber auch Arbeit.

    In den Gruppen wird das gemacht was der jeweilige Trainer sagt, fertig. Natürlich achtet er auf das jeweilige Team und so kann es sein das ganz unterschiedlich vorgegangen wird. Muss ja auch so sein.

    Wir arbeiten mit positiver Bestärkung und gehen fair mit den Vierbeinern um, aber ein kleiner Anschiss (für Menschen und Hunde) kann manchmal helfen.;)

    Wem das nicht passt, der darf gehen.

    Wer seinen Hund grob behandelt oder mit Stachelhalsband aufkreuzt bekommt sofort gesagt wo der Zaunbauer das Loch gelassen hat.


    RO habe ich mit meiner Hündin vor 3 Monaten angefangen. Dafür fahre ich in eine andere OG weil die Trainerinnen dort gut zu uns passen und mir das Training gefällt wie sie es machen. Es geht sehr diszipliniert zu, aber nur so kann man effektiv arbeiten.

    In meiner OG gibt es diese Sportart auch, aber das Training ist mir zu langweilig und die Leute sind einfach nur spaßfrei.

    Eigentlich wären wir schon so weit das wir in der Beginnerklasse locker starten könnten, aber Prüfungen sind nicht meins. Vielleicht geh ich das mal an, aber dann wäre mein Ehrgeiz schon ein Wochenendturnier zu besuchen und direkt die Klasse 1 auch zu machen. :)

    Das entscheide ich wenn ich mal live bei einem Turnier gewesen bin.


    LG Terrortöle

    Dogs leave paw prints on our hearts. :*

  • Ich bin in unserem Verein als Obediencetrainerin tätig.

    Ich versuche hier den Hundesportlern schon sehr genau klar zu machen, wenn etwas an ihnen liegt. Also ich gelte als sehr streng, lobe aber die Leute sehr wenn etwas gut klappt. So halte ich die Motivation hoch.

    Ich will meine Sportler auf Prüfungen vorbereiten und toleriere daher Alltagsprobleme wenig. Das heißt wenn ein Hund aufgrund der inkonsequenten Erziehrung seines/er Besitzers/in in der Gruppenübung Ärger macht, kommt der Hund an eine lange Leine und der Hundebesitzer die Hausaufgabe, an dem Gehorsam in Anwesenheit von anderen Hunden zu arbeiten. Dazu gebe ich gerne Tipps, aber da es sich bei uns um Hundesportler und nicht um einen Grunderziehungskurs handelt, habe ich schon etwas höhere Erwartungen an die Hundesportler.

    Aber bei uns gibt es auch Leute bzw. Teams die irgendwann nicht mehr kommen, da ihnen die Anforderungen zu hoch sind. Dafür haben wir im Verein eine zweite sogenannte "Nicht Prüfungsobediencegruppe" aufgemacht. Da sind die ewig unverbesserlichen oder Leute die nicht ausreichend Zeit in das Training investieren besser aufgehoben.

    leider kommen auch wenn ich mit allen fertin und dann mit meiner hündin trainiere immer so sprüche wie jetzt kommt der vorzeige hund

    Das kenne ich aber auch wenn ich mit Arik trainiere. Ich habe ihnen aber erklärt, dass dafür sehr genaues Arbeiten und sehr viel Fleiß notwendig ist und sie es als Vorbild und Ziel sehen sollen!

    Viele Grüße aus Bayern
    Silvia mit Hank (*2008), Arik (*2015) und Rusty (*2002)
    (Jacky +29.12.2015, Cora 30.07.2001-04.08.2016)
    Man kann ohne Hunde leben, abe es lohnt sich nicht (Zitat: Heinz Rühmann)

  • Maeuschen90 finde ich klasse das du Trainerin bist ? und auch eine Art und Weise zu erziehen liest sich für mich vernünftig. Das andere damit nicht klar kommen finde ich sollte dich nicht interessieren.


    Kuba ist ja mein erster Hund und hat mir in der Junghundegruppe die Hölle heiß gemacht. Null Beachtung und keinerlei Reaktion auf mich.


    Das ich Kuba zu wenig ausgelastet habe und zu „lieb“ auf dem Platz zu ihm war hat mir niemand gesagt. Andauernd sollte ich die Leckerlies ändern und ausprobieren was Kuba interessiert.


    Aber pustekuchen ich ich habe nicht eingesehen Geld zu bezahlen um mir Woche für Woche anzuhören was ich falsch mache. Keine Infos warum es so ist wie es ist oder wie ich es besser mache.


    Nach mühsamen lesen und probieren habe ich mich mit Kuba viel alleine auf einem leeren Bolzplatz hier bei uns beschäftigt. Letztendlich hatte ich Kuba zu wenig ausgelastet und leckerlies interessieren ihn nicht. Der heilige Grahl: sein Ball ?


    Ohne Hundeschule bin ich nun viel weiter gekommen aber natürlich nicht so professionell wie mit einer guten HS.


    Mir hat so ein Trainer wie du gefehlt. Mir was es „peinlich“ Kuba in der Öffentlichkeit Kontra zu geben. Naja und dann so ein Hund aus der LZ und unterfordert das war eine tödliche Mischung...



    Natürlich kannst du deine Teilnehmer nicht gänzlich außer acht lassen. Ich würde oder finde es gut wenn der Trainer auf einen eingeht. Aber verliere nicht deine Linie, denn das es einer der richtigen Wege ist (viele Wege führen nach Rom) sieht man am Neid wenn du mit deinem Knuffel auf den Platz kommst ☺️


    Also wie gesagt bleib dir selbst treu und behalte den Spaß an der Sache ?

    __________________________________________________________


    Der Hund ist ein Begleiter, der uns daran erinnert, jeden Augenblick zu genießen.
    (Marla Lennard)



    Grauer Schäferhund-Mischling -> Kuba

    Geboren: 09.10.2016

  • Mal ehrlich.. nach 17 Jahren Trainertätigkeit verpacke ich nix mehr in schöne Worte...ich versuche Klartext zu reden ohne die Leute zu verschrecken.

    Ich versuche auch,die Trainingsmethoden auf die Fähigkeiten der Hundeführer aufzubauen.

    Wenn ich aber jemandem jede Woche immer wieder das gleiche vorkauen muss ohne dass was passiert bei meinem Gegenüber, werde ich deutlich..Und wenn der dann nicht wiederkommt weil die Wattebäuschchen nicht rosa

    genug waren: bitteschön..bleibt mehr Zeit für die Leute,die sich wirklich bemühen und wo man auch Fortschritte erkennt.
    Es ist immer noch die Freizeit von uns Trainern,die wir für andere Leute opfern,da puder ich niemandem den Popo..

    Versuch erstmal, deinen eignen Stil zu finden mit de verschiedenen Leuten und Hunden umzugehen und Trainingspläne aufzustellen..

    Und vllt kannst du ja,wenn du mal nicht weiter weisst, jemanden fragen,der selber schon lange ausbildet, aber eben nicht als Trainer auftritt..

    Und sei doch so stolz,wenn dein Hund der Vorzeigehund ist..dann kannst du doch was voweisen.. :D

    Ich kenne ganz viele Ausbilder, bei denen der Hund nur ein trauriges Bild abgibt..

    LG, Birgit und ihr Prinz

  • danke erstmal für die erfaurungen. das beruhigt mich schon wenn ich kritik übe mach ich das auch mit der person einzeln ohne gruppe will ja niemanden bloß stellen.

    also werd ich das weiter so hand haben und wenn es nix bringt dann mal deutlich und wenn dann nicht müssen se zum nächsten trainer gehen der besser zu ihnen passt.


    zum glück gibts ja 2 3 Leute wo man erfolge sieht und sie im april auf ihrem ersten turnier starten.

  • Wenn ich aber jemandem jede Woche immer wieder das gleiche vorkauen muss ohne dass was passiert bei meinem Gegenüber, werde ich deutlich..Und wenn der dann nicht wiederkommt weil die Wattebäuschchen nicht rosa

    genug waren: bitteschön..bleibt mehr Zeit für die Leute,die sich wirklich bemühen und wo man auch Fortschritte erkennt.


    Es gibt aber auch genügend Trainer, denen die Wattebäuschchen nicht rosa genug sind.


    Als ich meinen Malinois mal auf dem Hundeplatz mit "HIER" angeschrien habe, kam die Trainerin auf mich zu gelaufen und sagte mir: "Dein Hund ist nicht schwerhörig, du kannst auch leise etwas zu deinem Hund sagen."

    Ich erwiderte ihr: "Mein Hund steht gerade unter hohen Trieb und ist besonders abgelenkt. Da bringen bei ihm Leckerlies und leises Sprechen nichts. Um zu meinem Hund vorzudringen, muß ich laut werden. Sie solle sich mal eine Schutzhundeprüfung anschauen, da geht es manchmal auch recht laut zu."


    Seitdem läßt diese Trainerin mich in Ruhe und läßt mich mein eigenes Ding machen.

    Diese Trainerin hat noch nie einen triebigen Schäferhund geführt, und schon gar keinen Malinois.



    VG
    Klaus und die Bea

  • Ìch bin nicht als Trainer tätig. Würde aber dennoch gerne etwas dazu schreiben.

    BirgitF hat es schon angeschnitten. Meiner Meinung nach gilt-oder sollte gelten- für Menschen dasselbe wie für Hunde in der Hinsicht. Sie alle sind Individien. Mit unterschiedlichen Sichtweisen UND vor allem Ansprüchen! Die Frage ist für was du Trainingstunden gibst. Für Prüfungsvorbereitungen,oder Turniere müsste man sicher anders an ein Training gehen als für ein freies Training.

    Wenn ich ich sage-und das sage ich- das es bei Hunden kein Schema F gibt,kann es das auch nicht für Menschen geben. Damit wird eine "Schwarz-Weiß-Sicht" wie du sie ansprichst (wobei ich die Deinige jetzt nicht beurteilen kann) ....naja....schwierig. Um ein kleines Beispiel zu geben.

    Es gab dazumal bei uns auf dem Platz einen-im Sport auch bekannten- Hundetrainer. Heute ist der ein Privattrainer,den ich auch empfehle! Auf dem Platz hat dem sein Hund in einer Zackigkeit Dinge gemacht,das war einfach nur geil anzuschauen. Allerdings hat der kundige Beobachter auch gesehen das dieser Hund mit Druck gearbeitet wurde. Das hat der nicht aus böser Absicht gemacht! Er hatte vorher einen Hund,der tatsächlich Druck brauchte. Dieser jedoch war nun sensibel. Und das sah man,das er auch unsicher neben ihm war. Dieser Mann ist ein Hort an Fülle an praktischen Tipps wie man einen Hund doch noch zu irgendwas bewegen könnte. Wie er erwähnt,ich empfehle ihn nach wie vor als Trainer.

    Aber würde ich-und da sind wir bei den persönlichen Ansprüchen- bemerken das seine Methoden bei meinem Hund zu derb sind und Unsicherheit auslösen,würde ich es sofort lockerer angehen,AUCH wenn das hiese das Übungen nicht 100% ausgeführt werden. Das Verhältniss zu meinem Hund ist mir jedenfalls wichtiger als irgendwelche Punktzahlen!


    Und ich glaube ein guter Trainer-das werden diejenigen meinen die dich darauf verwiesen auf die Leute einzugehen- muss erkennen wo die Prioritäten auch beim Menschen liegen. Beim allgemeinen Training,oder in einer Hudneschule,kommt es glaube darauf an Mensch und Hund (vor allem im Alltag) zusammenzubringen. Du magst für dich eine schwarz-weiß-Methode favorisieren. Und mit deinem Hund offenbar auch Erfolg damit haben. Aber es wird Hunde geben,die bei Zuckerbrot und Peitsche zerbrechen und wo gewonnenes Vertrauen bei der ersten rüden Zurechtweisung zerstört ist. Ich erinnere da nur mal an Wolfhunde-sofern die überhaupt auf Plätzen draufgelassen werden(denn viele Trainer sollen gerade an jenen scheitern-hörensagen). Gleichzeitig wirst du Menschen nicht erreichen,die eigentlich keine Prüfungen oder Turniere machen wollen,sondern einfach gute ANleitungen,Beschäftigung,Arbeit,Hobby und einen halbwegs gut erzogenen Hund haben wollen,wenn du mit einem schwarz-weiß Dogma daherkommst. Natürlich kannst du dir sagen: Pech gehabt. Das gänge schlussendlich auch i.O.. Denn wie Birgitt sagte sind es die Trainer die hre Freizeit opfern.

    Aber es ist eben auch nur ok wenn du für dich selbst nicht den Anspruch erhebst die HH draußen zu erreichen um ein gutes Zusammenleben zwischen HH und Nicht-HH zu ermöglichen.


    Daher würde ich sagen,das du zu aleererst dir im Klaren darüber sein musst was DU mit deiner Trainertätigkeit eigentlich überhaupt erreichen willst. Warum du diesen Schein gemacht hast und warum, wieso du Menschen dein Wissen vermitteln möchtest. Weil sie im Turnier siegen sollen? So wie du vielleicht? Weil du meinst das deine Methode dafür geeignet ist? Dann kannst du ohne Probleme vorher klare Richtlinien durchgeben was du in deiner Gruppe willst und wie das in deiner Gruppe ablaufen wird. Ohne groß auf die Befindlichkeiten der HH einzugehen,vielleicht nichtmal auf die der Hunde (obwohl ich nicht glaube das dies so zum Erfolg führt. Jedenfalls keinen dauerhaften Großen.).

    Schwieriger (für dich) wird es,wenn du wirklich aus einer inneren Überzeugung heraus etwas an den Verhältnissen zwischen Mensch und Hund zum besseren führen möchtest mit deinem Opfer an Freizeit. Dann wirst du -glaube ich-nicht umhin kommen die unterschiedlcihen Befindlichkeiten/Ansprüche von eben jenen beiden ALS PARTNER(und deren jeweiligen individuellen Situation!) beachten zu müssen. Auch wenn das manchmal bedeutet das du die Leute dort lassen musst,wo sie eben sind b.z.w. hinwollen,auch wenn du da viel mehr Potenzial sehen würdest. Oder etwas anderes als Ideal.

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer

  • Herzlichen Glückwunsch zum Trainerschein und viel Spaß und Erfolg mit deiner Trainingsgruppe.

    Bei uns ist das ähnlich wie bei Terrortöle und Schwedenfan. Bevor jemand bei der Beschäftigung mitmachen darf, muss der Grundgehorsam sitzen.

    Da aber die Hunde nicht jeden Tag gleich motiviert und manchmal auch neben der Spur sind, nimmt man sich Ratschläge und auch Kritik an. Wer das nicht will, muss schließlich nicht kommen.

    Du bist Trainer opferst deine Zeit für andere. Blöde Sprüche musst du dir nicht bieten lassen.

    Sowas wie "Streberhund" zu sagen, ist einfach nur dumm. Am besten überhören!

  • twosouls

    was du schreibst ist gut und richtig schaue schon vorher was zu welchem hund passt weder meine hündin noch den rüden kann ich mit viel druck arbeiten. den rüden noch weniger da er aus schlechten verhältnissen kommt. denoch musste er auch lernen das er mir nicht auf der nase rumspringen darf.

    mit ihm arbeite ich auch anderst als mit ihr aber es gibt trotzdem erlaubtes verhalten und absolut verbotenes verhalten.


    persöhnlich gehts mir eigentlich im training darum das die Menschen lernen auch mal wieder auf ihr bauchgefühl hören ohne zu überlegen was andere jetzt davon halten.

    das Training ist für die gedacht die später auf turniere wollen. leider kann jeder kommen der möchte somit gibt es immer mal wieder einen anfänger was ich nicht schlimm finde und leider auch unterschiedliche ausbildungsstände so dass mann teilweise erstmal bei der grunderziehung anfangen muss. wenn dies der fall ist bitte ich die leute sich erst das training anzusehen und wenn die gruppe fertig ist mach ich mit denen dann einzeln seperat was.


    die meisten verstehen auch nicht das sie im parcour im training ganz viel füttern sollen und jede übung belohnen sollen und später an verschiedenen stellrn nicht immer nach der sitzübung oder platz übung.

    Aber gut geb da nicht auf.



    warum ich den Schein gemacht habe . erstens weil es mir spaß macht mit mensch und hund zuarbeiten, 2 weil ich wollte das sich etwas bei uns im verein ändert und das Training attraktiver für die leute wird. viele kamen einmal zweimal und dann nie wieder weil ihnen das chaos beim training war. zu dem zeitpunkt machte jeder was er will.

    ein kleiner weiter grund war dann nur noch die turnierausrichtung.

  • erstmal Herzlichen Glückwunsch zu deinem Trainerschein !

    ich bin nicht im Verein - vielleicht gerade deswegen meine Meinung interessant.

    Das Thema Hundeerziehung ist sehr komplex

    Ich würde von einer Trainerin einmal Fachwissen/Erfahrung erwarten und auch Kritik an meiner Hund-Beziehung bzw. wo meine Hausaufgaben sind.

    Diese Kritik sollte klar und deutlich sein, weder herablassend noch verschönt - jemanden auf seine Probleme hinzuweisen ist nicht so einfach, eine große Aufgabe für dich. - und ich würde es erwarten ! (und je nach dem, auch evtl. nach dem 2. Mal nicht mehr kommen, wie die anderen, die du erwähnst)

    Diese Kritik/Hausaufgaben sind sehr wichtig, damit ich eine gute Basis für die Arbeit auf dem Platz bekomme

  • Ja, Roopa, so sieht der ideale Schüler aus: kommen, um was zu lernen. Aber es gibt eben eine Vielzahl von Leuten, die im Prinzip eine Freizeitbeschäftigung /Bespaßung für sich und den Vierbeiner suchen und dann die anderen aufhalten, die zielgerichtet arbeiten möchten.

    Ich hab früher in unserer OG die Prüfungsvorbereitungskurse für die BH geleitet. Da hab ich gelernt, daß mit Humor (und der darf dann ruhig auch mal was kerniger ausfallen) eine Menge geht und man so zu manchen eher durchdringt.

    Dass Chaina als "Vorzeigehund"bezeichnet wird, ist andersrum ein dickes fettes Lob - garniert mit einem Neidhäubchen...

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • So viele Trainer/-innen es gibt, genau so viele verschiedene Arten der Ausbildung gibt es.


    Ich trainiere nur einzeln und im Vorfeld stelle ich auch klar, dass wenn ich feststelle das Herrchen oder Frauchen nicht mitarbeiten das die Ausbildung beendet wird. Als Trainerin solltest du immer souverän bleiben und dich nie aus deinem Konzept bringen lassen.


    Wünsche dir ganz viel Spaß und tolle Erfolge. Die Hunde werden es dir danken.

    Egal wie wenig Geld und Besitz du hast,
    einen Hund zu haben,
    macht dich reich.

    Louis Sabin

  • So viele Trainer/-innen es gibt, genau so viele verschiedene Arten der Ausbildung gibt es.


    Und die Trainer sollten auch die verschiedenen Ausbildungsmethoden bzw. mehrere Ausbildungsmethoden kennen.


    Die Anfänger lesen doch auch die Bücher von Peter Scherk und Ekard Lind, und die Anfänger schauen sich auch die Videos von Ivan Balabanov und Gottfried Dildei an.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Du magst für dich eine schwarz-weiß-Methode favorisieren. Und mit deinem Hund offenbar auch Erfolg damit haben. Aber es wird Hunde geben,die bei Zuckerbrot und Peitsche zerbrechen und wo gewonnenes Vertrauen bei der ersten rüden Zurechtweisung zerstört ist.


    Wenn der Hund sich im weißen Feld bewegt, also ein gewünschtes Verhalten zeigt, wird er gelobt bis in den Himmel hinein, bekommt die schmackhaftesten Leckerlies, erhält Liebkosungen bis zum geht nicht mehr und es wird mit seinem Lieblingsspielzeug gespielt.


    Wenn der Hund sich im schwarzen Feld bewegt, also ein unerwünschtes Verhalten zeigt, bekommt er Druck und der Druck muß dem Hund angepasst sein.

    Der sensible Hund bekommt nur wenig Druck, weil geringer Druck bei ihm schon reicht und hoher Druck nur schädlich ist.

    Bei einem unsensiblen Hund muß der Druck entsprechend höher sein.



    Der Hund wird immer bemüht sein, sich im weißen Feld zu bewegen, weil er dort wie ein Kronprinz mit all seinen Annehmlichkeiten behandelt wird und im schwarzen Feld ihm nur Unannehmlichkeiten drohen.


    Warum soll ein Hund zerbrechen bei dieser Schwarz-Weiss-Methode?

    VG
    Klaus und die Bea

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  • ostholstein


    Warum soll ein Hund zerbrechen bei dieser Schwarz-Weiss-Methode?


    Weil du hier ausschließlich die Befindlichkeiten des Menschen zugrunde legst. Du lebst aber mit einer anderen Spezies zusammen,die gänzlich andere Sichtweisen,Ansprüche,Befindlichkeiten hat wie du. Und die auch entsprechend anders bewertet im Alltag. Daheraus entstehen Konflikte. Siehe das leidige Kontrolle/Absicherungsthema. Diese Konflikte-und das ist das Glück von uns Menschen und der Grund wieso ich immer wieder sage das in der Mensch-Hund-Beziehung der Mensch das eindeutig bessere Geschäft gemacht hat- gehen fast immer zu lasten des Hundes.

    Besonders deutlich werden diese Konflikte und die Unangemessenheit Hunde rein über menschliche Sicht bewerten zu wollen,wenn es darum geht das Gerichte über Hunde urteilen müssen. Es gibt als Beispiel die Unart von einigen Richtern über die Gefährdungshaftung-obwohl das Gesetz keine solche Einteilung vorsieht- die Haftung,Risiko u.s.w. über Gewicht einzuschätzen. Der größere schwerere Hund haftet immer mehr. Egal was da eigentlich passiert ist. Weil von dem ja "mehr Gefahr ausgänge". Das aber kleine Terrier aufgrund ihrer züchterischen Veranlagung oft diejenigen sind die eine psychische und physische Auseinandersetzung nicht scheuen geht dabei völlig unter. Hier wurde also eine rein menschliche Logik (und Schema F) auf eine andere Spezies angewandt und wird ihr damit,da wirst du mir vielleicht zustimmen, keinesfalls gerecht. Urteile werden damit sehr oft zu einem Fehlurteil b.z.w. reiner Glückssache. Auch in der Erziehung deines Hundes fällst du letztlich x kleine Urteile über ihn.


    Genau das ist die Gefahr bei derartigem Schwarz/Weiß-Denken (schwarz/weis empfinde ich übrigens NIE gut. Die Welt ist bunt,oder hat Graustufen,wie du halt gerne möchtest. Differenzierung ist wichtig und stets angebracht.). Es gibt nicht nur nur böse. Nicht nur nur gut. Das bedeutet NICHT das die Erziehung wacklig sein soll. Inkonsequent gar. Überhaupt nicht! Und mir ist natürlich klar das du hier auch auf die Lernweise (Angenehmes wird angestrebt,Unangenehmes wird vermieden) anspielst. Aber schon hier kannst du scheitern mit diesem einfachen Schwarz/Weiß-Denken. Es gibt -als Beispiel- Hunde die wenig Aufmerksamkeit bekommen. Ob nun tatsächlich zu wenig oder nur ihnen zu wenig sei erstmal dahingestellt. Da jedoch kann es passierne das die tatsächlich EXTRA Verbotenes tun (das gibts übrigens auch bei Kindern!) um überhaupt Aufmerksamkeit zu ergattern,auch wenn diese negativ ist. Das wäre ein ziemlich offenkundiges Beispiel wo eine solch einfache Schwarz-Weiß-Sicht ,welche nur nach dem menschlichen Ansinnen von erwünschtem Verhalten richtet,in die Irre führen wird.


    Nicht ganz so offenkundig wäre es bei dem schon hier oft angesprochenen Kontrolle/Absicherungsthema und einem Hund der das sehr ernst nimmt auf der einen Seite,auf der anderen Seite aber hochsensibel ist und keinerlei Druck innerhalb des Familienverbandes verträgt. Führerweich hat man früher gesagt. Wobei dieser Begriff auch bissl irreführend ist. Ich sprach Wolfhunde an. Lischie ging durch ihre Geschichte schon in diese Verhaltensrichtung. Wolfhunde KÖNNEN da noch viel feinfühliger auf der einen Seite und konsequenter was die Aufgabenbewältigung auf der anderen Seite angeht sein.

    Einer der eklatantesten Unterschiede zwischen Wild,-und Haushund ist der,das die meisten Haushunde fast schon grundsätzlich ihre Probleme MIT Menschen (das können auch Fremde sein) lösen wollen,Wildhunde jedoch an Problemlösungen mit ihnen nicht interessiert sind. Das trifft übrigens auch weitesgehend auf Herdenschutzhunde zu. Selbiges könnte dir meine langjährige Mentorin über das Verhältniss zu ihren Akita Inu erzählen (Gibts übrigens auch ein Film über diese Rasse,weis aber leider den Namen nicht mehr. Der Film soll es aber laut meiner Mentorin recht gut treffen mit seinen Aussagen über den Akita. Ich suche dann nochmal danach.). Je selbstständiger ein Hund aufgrund der züchterischen Ansprüche/Wesensveranlagung ist (ich schließe da Wolfhunde jetzt mit ein) oder aber je selbstständiger er aufgrund durch eine entsprechende Geschichte (Streuner,Aussetzen) lebte,also Probleme für sich lösen musste,also erfahrener in der Hinsicht ist,desto wahrscheinlicher wird das du mit diesem einfachen schwarz/weiss-Denken nicht mehr weiterkommst. Denn diesen Hunden fehlt das Interesse und eben auch die Notwendigkeit (weil sie wissen das sie auch ohne dich könnten) sich dir ZWINGEND (eben auf Druck) unterordnen zu müssen. Und spätestens an der Stelle kommt das entscheidende Element,das autoritäres Handeln,eben UNGLEICH Autorität ist. Noch dazu-und da sind wir wieder bei den anderen Ansprüchen/Sichtweisen die eine andere Spezies hat- bei Sachen welche für sie völlig unsinnig erscheinen.


    Und wenn du da als Autorität bei einem Wolfhund oder eben auch einem Herdenschutzhund bei Kontrolle und Absicherung "versagst",er dies FÜR DICH (unabhängig davon ob das für die Hierachie im worst case auch gefährlich werden könnte,das was der Hund da tut macht er nicht aus bösem Willen,sondern er macht es,weil es in seinem Weltbild-und er hat nur dieses-von jemanden getan werden MUSS FÜR das Rudel-und damit FÜR DICH) übernimmt und du ihm dann mit strenger psychsicher/physischer Einwirkung daherkommst,einfach weil das Ergebniss dessen dir nicht gefällt,dann mögen vielleicht Arbeitsrassen über diese-aus hundlicher Sicht- Asozialität hinwegsehen. Ein Herdenschutzhund aber wird dir vielleicht in einer -für ihn- Notlage (Familienmitglieder mit dabei,die er bedroht sieht) dir deutlich machen das du ab jetzt nicht mehr seine (notwendige und für ihn eklatante weil dafür selektiert) Arbeit störst! Und ein Saarlos wirst du,vielleicht nicht beim ersten mal,aber auf Dauer das Vertrauen zu dir nehmen das du ein Partner für ihn bist,was dessen Interesse an dir,oder vielleicht Menschen allgemein,noch weiter schmälert(und gegebenenfalls die Scheuheit gegenüber jenen verstärkt).


    In diesem Zusammenhang ist das gemeint,auch wenn du mit dem grundsätzlichen Lernprinzip wie auch mit dem Anspruch das Hunde dennoch auch irgendwo im urbanen Raum ,eben mit urbanen Leben, zurechtkommen müssen,Recht hast. Aber das kann nicht bedeuten-meiner Meinung nach- das deshalb jegliche Ansprüche dieser Spezies irrelevant werden und missachtet werden könnten.

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer

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  • Und mir ist natürlich klar das du hier auch auf die Lernweise (Angenehmes wird angestrebt,Unangenehmes wird vermieden) anspielst. Aber schon hier kannst du scheitern mit diesem einfachen Schwarz/Weiß-Denken. Es gibt -als Beispiel- Hunde die wenig Aufmerksamkeit bekommen.

    Dann ist es auch keine richtige Schwarz-Weiss-Methode.

    Die Hunde werden für unerwünschtes Verhalten bestraft und ein erwünschtes Verhalten wird nicht genügend belobt.

    Man könnte diese Methode eher als Peitschen-Methode bezeichnen.

    VG
    Klaus und die Bea

  • *lach* Damit köntest du schon Recht haben(könnte ja aber auch so sein das gar nichts gemacht wird,weder Lob noch Einwirkung bei "kleineren" Vergehen).

    Nur wollte ich ja darauf hinaus das du bei der benannten Schwarz-Weiß-Methode und der Entscheidung ab wann etwas Weiß und ab wann etwas Schwarz ist-inklusive dem Zuckerbrot oder eben der Peitsche-ausdrücklich nur von erwünschtem (und zwar vom Mensch erwünschtem) oder unerwünschtem Verhalten ausgehst und darauf auch das Urteil über deine Reaktion fällst. Und in diesem Fall würde so ene Grundlage zu einem Fehlurteil führen.

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer

  • Das ist übrigens der Film. Wobei ich den nicht gesehen habe. Ich weis nicht wie sehr dieser auf das verhalten,die Sturheit und Selbstständigkeit dieser Rasse eingeht.

    Aber ich weis das meine Mentorin dazumal oft den Kopf schüttelte und darüber erzählte was die schon alles versucht hätte. Mit Natural Dogmanship kam sie in dem Fall weiter.

    Druck und Zwang veranlassten den Hund allenfalls zum kompletten ignorieren. Und wenn der den Futterdummy nicht bringen wollte (und der musste sich wirklich jegliches Futter erarbeiten) dann hat der den eben auch nicht geholt. Ich habe manchmal gewiehert wie der hingegangen ist,das Ding mit den Pfoten berührt hat (gemächlich freilich),seine Halterin angesehen und danach sich einfach herumgedreht und was anderes gemacht hat. lol




    PS.: Scheints auf youtube auch als Vollversion in deutsch zu geben.

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer