Pieselpfützen und Welpenküsse!

  • Meint ihr er könnte noch etwas näher an mich ran? Es gibt nur 2 Einstellungen: Megaschmuser und ganz nah an mich drücken oder Terrorist, der mir die Haut von den Knochen beißt

    Ist doch keine Giraffe wo man durch den langen Hals überall dran kommt 🦒


    Somit bleibt nix anderes übrig als sich tarnend anpirschen und dann die Vampierzähne schnell einschlagen 🦇 🩸🥰

  • Also mal Luft ablassen. Vito ist 15 Wochen alt, wie ihr wisst. Wir waren heute beim TA. Es stellt sich heraus, dass sie den Termin falsch gebucht hatten weil der TA Donnerstag morgens immer OPs hat und wir mussten etwas warten. Ok.


    Wir haben insgesamt 40 Minuten gewartet. Die Praxis und die Räume sind klein und es war warm heute - bei denen ist die Klimaanlage immer wärmer als bei uns zuhause. Ok, das war Vito während wir gewartet haben:



    Nach einer Weile war ihm etwas langweilig, und er setzte sich neben mich. Irgendwo kratzte ein Hund fast die ganze Zeit und es hörte sich an als versuchte er aus dem Käfig zu entkommen. Dann kam ein TA Helfer zur Tür und Vito bellte. Die 2. TA Helferin die kam, war etwas Erfahrener und nachdem Vito bellte, gab sie ihm ihre Hand zum schnuppern und dann war er cool.


    Dann kam der Arzt mit der TA Helferin rein, endlich mach 40 Minuten, und bietet Vito ein Leckerli and und kommt auf ihm zu. Da der Raum so klein ist, ist Vito quasi in die Ecke gedrängt und er bellt und knurrt einmal. Unser TA: Sie müssen sofort anfangen zu Sozialisieren, der zeigt Aggression!


    Sorry, was? Ich zeige euch mal, wo Vito saß:



    Hier sieht man, die Tür, und er saß neben dem Stuhl, und als die Tür zu war, war er in die Ecke gedrängt nach 40 Minuten warten und mit 2 Fremden, die vor ihm standen.


    Und: Sozialisieren heißt nicht Leckerlis von Fremden anzunehmen oder sie an sich ranzulassen mit der Ausnahme vom TA. Aber alles war eilig heute Morgen, weil er ja OP Termine hatte - nicht meine Schuld, also ging es super schnell.


    Was meint ihr? Situationsbedingt oder hatte er Recht? Also, dass man DSH sozialisieren muss, steht ja nicht zur Diskussion aber “er zeigt Aggression”? Sollte ich das ernst nehmen oder war das nur Zeitdruck - OP wartet, ich sag schnell mal was.

  • Ich denke nicht, dass er "Aggression" gezeigt hat, sondern eher Unsicherheit in dieser unbekannten Situation mit unbekannten Menschen.

    Das Üben ist jedoch ein guter Ratschlag, denn Unsicherheit kann im Zweifel natürlich auch später "nach vorn" kanalisiert werden, wenn man solche Situationen gar nicht übt und drauf achtet, dass der Hund gut händelbar bleibt (er muss natürlich nicht lernen jeden Fremden zu lieben, manche Charaktere geben das einfach nicht her)


    Im besten Fall ist es aber nur eine Gruselphase, die sich von selbst erledigt.


    Behaltet es einfach im Auge.

  • Die ersten Besuche waren super, aber 40 Minuten Geduld von einem 15 Wochen alten Welpen zu verlangen im kleinen Behandlungszimmer, ohne Spielzeug oder irgendetwas fand ich dann doch ein bisschen viel.


    Er war auch ganz anders drauf als wir zuerst reinkamen. Ich werde es auf jeden Fall im Auge behalten und dran arbeiten, aber das kam mir dann zu einfach vor ihm als aggressiv abzustempeln vor allem weil er sich ja untersuchen und anfassen lassen auf dem Tisch plus Impfungen und hat nicht versucht zu beißen oder gebellt oder geknurrt.


    Ich mag unseren TA gerne weil er medizinisch herbeitragend ist, nur so im zwischenmenschlichen und der Kommunikation hapert es oft, und er hat immer viel zu tun. Wir waren bei andern Tierärzten, aber sind immer wieder zu unserem zurück. Hier in den USA werden die meisten Privatpraxen massenweise von großen Firmen aufgekauft, und es ist inzwischen schwer eigenständige Tierärzte zu finden.

  • Ich sehe es wie Wuesti

    Es ist sicherlich im normalen Rahmen für einen kleinen Schäfi in dem Alter aber ich würde es nicht total unter den Tisch kehren. Einfach schön umfangreiche Sozialisierung und Gewöhnung an alles "da Draussen" machen wie du es eh vor hast.


    Der Tierarzt zeigt mal wieder, dass Tierärzte einfach bei dem bleiben sollten was sie gelernt haben, der Tiermedizin. Das beinhaltet weder spezifische Ernährung noch Verhalten von Tieren, es sei denn sie haben dafür Zusatzqualifikation erworben.

  • Grrrr.


    Natürlich ist es wichtig, dass mein Hund in letzter Konsequenz das tut was ich einfordere, wir leben eben in einer Menschen Gesellschaft nach Menschenregeln.


    Und ja Tierarzt ist mist und ja, wenn ich es verlange muss ein kleines Aua auch ausgehalten werden können, um großeres Aua zu heilen.


    Und natürlich ist das Motto „Wehret den Anfängen!“ meist ein guter Rat.


    Bei mir wäre da wohl das im Kopf abgelaufen:

    • Oha, interessant, ...
    • ... der Kleine wird ein Hund.
    • Wie kann ich jetzt klar machen, dass ich das regele?
    • OK, das werden wir mal kritisch beobachten, wo das sonst noch auftritt.


    Für den Tierarzt empfehle ich den guten alten gelben Langenscheidt: Hündisch - Deutsch.


    Es ist eine normale Kommunikation in einer bedrohlichen Situation zu sagen: Halt Stopp, keinen Schritt weiter, hau ab!


    Wie gesagt, er hat sich danach brav behandeln lassen, und vielleicht ist auch das im Gedächtnis geblieben, dass es gar keine bedrohliche Situation war und somit beim nächsten Mal auch gar nicht mehr so eingestuft wird.


    Wenn er jetzt aber in eine Rotzlöffelphase kommt, und einfach mal alle anmotzt und guckt wer darauf wie reagiert und dann anfängt sein Umfeld zu kontrollieren und durch die Gegend zu scheuchen, dann dem Stinktier mal in seine Rotzlöffelchen beißen 😉😘🐺


    Einen dicken Knutscher an den Kleinen, ich plädiere auf freie Meinungsäußerung 🧑‍⚖️