Endlich ist er da...

  • Hi zusammen, ich muss einfach meine Freude mit euch teilen. Heute ist Quo endlich bei uns eingezogen. Auf dem Rückweg vom abholen haben wir direkt einen Stopp bei Fressnapf eingelegt um ihm ein gut sitzendes Geschirr zu besorgen. Mit dem K9 was er schon hatte, hätte ich ihn nicht in der Leine hängen haben wollen. Er war zwar sehr nervös aber absolut handelbar. Waren ruck Zuck wieder raus mit nem neuen Zwirn. Zuhause angekommen sind wir erst mal sehr lange marschieren und schnüffeln gewesen und danach durfte er im Garten mit meiner Tochter spielen.

    Auf dem Spaziergang hätte ich mir die Leine auch lose in die Tasche stecken können und einen neuen " Trick" haben wir auch schon. Er hatte heute vor der Abholung wohl vor Aufregung noch nicht gefressen und hier ist er auch nicht dran gegangen. Bin dann mit ihm in Ruhe zum Napf und hab mich daneben gehockt. Er ist nämlich wohl permanent im Dienst 😂.

    Er folgt mir wie ein Schatten und als meine Tochter im Garten und ich im Haus war hat er erstmal Stress gehabt beide im Auge zu behalten. Mutti hat ihm dann aber versichert, sich nicht in Luft aufzulösen und dann gings. Als der lieferdienst heute geklingelt hat und der Hund um die Ecke geguckt hat hat der Typ die Hände mit dem Essen hoch gerissen und ist fast rückwärts die Treppe runter :D jetzt ist er tiefenentspannt am schlummern ( bis Mutti von der Couch aufsteht)

    Ich freue mich jetzt schon so unendlich auf alle weitere Tage und Jahre mit ihm.

  • Quo ist 4 Jahre alt und wohnt jetzt bei mir, weil seine alte Besitzerin ihm nich mehr gerecht werden konnte. Er kann alle Grundkommandos, geht gut an der Leine, aber gearbeitet hat sie mit ihm nicht so wirklich. Der hat so Bock auf lernen, dass wir gestern in 5 Minuten das Sitz mit schnipsen verknüpft haben. Laut vorbesitzerin klappt der Rückruf nicht zuverlässig und er geht jagen, daher hat er das letzte Jahr an der schlepp gehangen. Das wird unsere erste Aufgabe sein, weil ich einfach die Schleppe für ihn nicht möchte und ich der Meinung bin, dass ein Hund auch frei laufen dürfen soll. Da wir uns ja über Monate schon kennen gelernt haben war das abholen und die erste Nacht gar kein Problem.

  • Herzlichen Glückwunsch zum Einzug von Quo. Ein schöner Schäfi. Und auch sehr schön, dass du ihm eine zweite Chance gibst. Viel Erfolg weiterhin miteinander und bitte mehr Fotos von dem Hübschen.

  • Ganz herzlichen Glückwunsch zu Deinem bildschönen neuen Familienmitglied!


    Ich freue mich auch sehr für Dich, dass die Wartezeit nun ein Ende gefunden hat und Quo endlich bei Euch einziehen durfte - vor allem aber ist es sehr schön zu lesen, dass er sich schon so zuhause und wohl fühlt.


    Ich würde aber die Schleppleine nicht grundsätzlich ablehnen. Ich nutze sie auch immer mal wieder - auch fürs Apportiertraining oder fürs Suchen - und denke, es ist für den Hund auf jeden Fall angenehmer, an einer 15 Meter langen Leine laufen zu dürfen, als irgendwann von einem Jäger erschossen zu werden.


    Natürlich ist Freilauf für einen Hund das Größte, aber bevor er nicht sicher rückrufbar ist (und manche Hunde werden bei Wildsichtung immer die gute Erziehung vergessen), würde ich eher zur Schleppleine greifen, als zu riskieren, dass Dein Hund sich mit dem Jagderfolg selbst belohnt und sein unerwünschtes Verhalten immer wieder bestärkt wird.


    Ich habe meine Chia momentan auch wieder vermehrt an der Schleppleine, weil wir gerade darüber diskutieren, ob der Keks zur Belohnung für Zurückkommen sie nicht im Losflitzen bestärkt.


    Aber ich gebe Dir Recht: Eine Dauerlösung sollte die Schleppleine natürlich nicht sein, denn die Bemühung, den Hund so zu erziehen, dass er rückrufbar wird, sollte stets im Vordergrund stehen und die Schleppleine ein Erziehungshilfsmittel sein, damit der Hund selbstbelohnenden Ungehorsam unterlässt.


    Ich wünsche Euch mit Quo allzeit Freude, Glück und Gesundheit und dass jeder Tag mit ihm ein besonders guter Tag wird.

  • Verbena natürlich wird die Schlepp dann und wann nötig sein, da gebe ich dir vollkommen Recht.

    Ich verlasse mich sehr viel auf mein bauchgefühl was Quo betrifft und in der Regel werd ich dafür belohnt.

    Heute Morgen zum Beispiel habe ich getestet, ob er abrufbar ist sobald er merkt, dass die Leine ab ist und siehe da: er war maximal 3m von mir weg und kam so prima zurück, dass wir ein Stück ohne Leine gehen konnten und selbst die Enten haben ihn nicht groß gejuckt. Er hat geguckt und ich bin weiter gegangen und er ist bei mir geblieben. Ich habe mich so gefreut, dass mir Tränen kamen.

    Wir werden jetzt dran bleiben mit dem Abruftraining und ich bin zuversichtlich, dass es dann auch sehr sicher klappt.

    Mir ist auch aufgefallen, dass wir häufig von anderen HH gemieden werden, weil Quo son großer böser Schäferhund ist.

    Jeder hat Angst, dass sein Hund von Quo gefressen wird. Er freut sich erstmal über jeden Hund den er sieht, darf aber fast nie hallo sagen. Auch da fänd ich gut, wenn er die Möglichkeit bekäme mehr hundekontakte zu haben.

  • Im Zweifelsfall könntest Du schauen, ob es bei Euch eine Hundefreilauffläche gibt, wo Quo Artgenossen treffen und mit ihnen spielen kann. Oder Du suchst einen Hundesportverein, in dem das gemeinsame Freilaufen mit anderen Hunden zum Training gehört.


    Ich freue mich auch wirklich aufrichtig für Dich, das Du mit Quo schon so schöne Glücksmomente feiern darfst und die solltest Du auch genießen und belohnen. Es kann aber auch durchaus sein, dass wenn er sich sicherer fühlt, er dann auch die Distanz zu Dir vergrößert und nicht im Umkreis von 3 Metern zu Dir bleibt.


    Ich hatte das mit meinem zweiten Leorüden Elvis, der knapp dreijährig zu mir kam. Da hieß es auch, dass er kaum rückrufbar ist und dass er Jagdambitionen hat. Die ersten drei Monate fragte ich mich, ob ich den falschen Hund bekommen habe, denn Elvis ließ sich immer zurückrufen und die Kaninchen hoppelten ihm quasi über die Pfoten, ohne dass er darauf reagierte. Aber eines Tages fand er es wohl an der Zeit, sich nun bei uns zuhause zu fühlen und auch mal ein bisschen mehr Abstand zu mir zu halten und von da an war dann Wild sehr interessant und der Rückruf funktionierte nicht mehr ganz so gut.


    Ich will auch nicht unken, aber es ist immer sinnvoll, achtsam zu bleiben, wenn man weiß, dass der Hund in der Vergangenheit gerne jagte und nicht von der Leine gelassen werden konnte, denn den Schub an Glückshormonen, die bei einer Jagd im Hund freigesetzt werden und die ihn quasi für sein Verhalten belohnen, ist riesig und diesen Kick vergisst ein Hund in der Regel nicht und will ihn sich auch wieder gönnen.


    Insofern würde ich momentan noch sparsam mit dem Freilauf umgehen und Quo lieber mit der Schleppleine sichern, damit Du ihn zur Not stoppen kannst und er kein Erfolgserlebnis verbucht.

  • Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Schäfi. Wie schön, dass du ihn zu dir geholt hast und er jetzt endlich zeigen kann, was alles in ihm steckt. Kein Wunder, dass Quo jagen geht wenn sowohl körperliche als auch geistige Auslastung so auf der Strecke bleiben. Ein Wunder, dass er so brav war und nicht das Haus „umdekoriert“ hat.

    Bei dir wird er sich wie im Paradies fühlen.

  • Na, das finde ich ganz toll. Hut ab davor, dass Du den Hund jetzt bei Dir aufgenommen hast und ihm ein hundegerechtes Leben bieten möchtest.


    Ja, ich bin auch der Meinung, dass DSH ohne Leine laufen sollten wann immer es machbar ist. Machen wir hier auch so. Klar, wegrennen darf er natürlich nicht. Wenn das Jagen bereits manifestiert ist, wovon man mal ausgehen kann, dann wird es allerdings jetzt mit 4 Jahren sehr schwer, ihm das abzugewöhnen. Ist aber machbar. Wenn Du da Hilfe brauchst dann würde ich mich mal vertrauensvoll an Experten wenden.

    Oder aber Du belässt es dabei und verhältst Dich dann eben entsprechend.

    Ich drücke die Daumen dass Du das hin bekommst.


    Viel Freude mit dem schönen Hund.