Hallöchen aus dem Schwabenland

  • Hallo,

    mein Name ist Dani, ich werde bald 41 Jahre und ich lebe mit meiner Familie im schönen Schwabenländle.

    Wir haben noch keinen Hund und langsam beschleicht mich dass Gefühl dass wir uns überinformiert haben,

    aus "Angst" eine falsche Entscheidung zu treffen.

    Seit ich 14 Jahre alt bin war ich regelmäßig mit den Schäferhunden einer Freundin auf dem Hundeplatz, Urlaub und sonst viel unterwegs und hatte danach 12 Jahre lang einen sehr anstrengenden Labrador- Podenco Mix aus dem TS, der mich aber viel gelehrt hat.


    Nun sind die Kinder aus dem Gröbsten raus und wir suchen einen Hund für die Familie.


    Und nach gefühlt 1 jähriger Recherche finde ich für jedes FÜR ein WIDER und sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.


    Wie finde ich denn einen guten Züchter, der wesensfeste, nervenstarke und gesunde Familienhunde (ich gehe mit Leidenschaft ins Obi und weiß natürlich dass ein DSH TÄGLICH geistig und körperlich ausgelastet werden will- brauche aber keinen Hochleistungssportler) züchtet, und welche im Familienverband aufwachsen und nicht Zwingerhaltung?


    Kenne auch Hundebesitzer die trotz gutem Züchter Probleme mit starker HD haben- wie kann das sein?


    Und noch eine Frage die mir bisher keiner beantworten konnte:


    Warum gibt es in der Fellstruktur bei Stockhaar so viele Unterschiede?


    Habe welche gesehen die immer schön glattes und etwas längeres Deckhaar (trotzdem kürzer als Langstockhaar) hatten, und manche sehen eher so struppig 🙈 bzw. plüschfellig aus ( Kein Welpenfell) obwohl sie gepflegt sind.


    Die 2 meiner Freundin hatten auch unterschiedlich viel Unterwolle obwohl beide im Haus lebten.


    Liegt das am Winter-/ Sommerfell oder der Haus bzw. Zwingerhaltung?


    Oder gibt es innerhalb eines Wurfs einfach verschiedene Fellstrukturen die man erst beim adulten Hund erkennt?


    Oder erkennt man das zuverlässig an den Elterntieren?


    Und wie erkennt man bei einem Welpe wieviel Schwarzanteil später bleiben wird?

    Am Anfang sehen ja alle sehr dunkel aus...


    UND NEIN, ICH MACHE EINEN GUTEN HUND NICHT AN FELLFARBE ODER HAARSTRUKTUR AUS- MICH INTERESSIERT ES EINFACH UND BISHER KONNTE ICH KEINE ANTWORT DARAUF FINDEN.



    ❤Vielen Dank und bitte entschuldigt die ewig lange Vorstellung 🙈


    Liebe Grüße Dani

  • Hallo,

    schön das Du zu uns gefunden hast.

    Solltest Du technische Fragen oder Probleme haben, kannst Du mir gern eine Nachricht schreiben.


    Alle anderen Fragen werden Dir bestimmt in unseren passenden Foren beantwortet.


    Viel Spaß

  • Hallo Hundekeks und herzlich willkommen aus dem Oldenburger Münsterland.


    Deine Vorstellung ist absolut nicht zu lang und ich freue mich auch schon sehr auf den Austausch mit Dir.


    Deine Fragen sind durchaus berechtigt und es sind sicher eigige User hier, die Dir darauf Antworten auf Deine Fragen geben können.


    Zur HD ist allerdings zu sagen, dass die Genetik des Hundes immer nur ein Faktor von vielen ist, der über seine Gesundheit bestimmt. Die Aufzucht, die Bewegung, die Belastung, das Futter - all das spielt auch in die Gesundheit des Hundes mit ein.


    Schlussendlich wird es aber leider immer so sein, dass es schwer ist eine Disposition einer Rasse komplett auszumerzen, indem man nur noch mit HD-freien Hunden züchtet, denn gesunder Rüde x gesunde Hündin muss nicht zwingend einen gesunden Welpen ergeben und wenn ich an dieser Stelle meinen Lieblingszüchterspruch anbringen darf: "Züchten ist wie ein Bus voller Verwandtschaft - man weiß nie, wer als Erster aussteigt." Will heißen: Es griefen auch die Ahnen bis zur 5. Generation in das Erbe mit ein, das ein Welpe in sich trägt und das macht es schwer, nun wirklich sicher sagen zu können, ob ein Hund eine HD entwickeln wird oder nicht.


    Bei der Farbe wurde ich bei meiner jüngeren Hündin gleich vom Züchter "vorgewarnt", dass sie noch deutlich aufhellen wird und ich konnte mir das kaum vorstellen ... aber der Züchter behielt Recht:



    Die Fellstruktur war bei jedem meiner Hunde auch anders - wibei ich auch immer Langstockhaarige hatte und habe und somit wirst Du von den Stockhaarbesitzern- und Züchtern sicher verbindlichere Antworten bekommen.


    Nun fühl Dich wohl bei uns und natürlich fiebern wir mit Dir mit, damit Du Deinen Traumhund findest und wir bald Fotos von ihm sehen dürfen ;)

  • Herzlich Willkommen aus der Eifel


    Lass dich nicht verunsichern

    Ich habe die Erfahrung gemacht, das man schon ein bisschen an den Eltern erkennen kann wie hell der Welpe werden kann.

    Dazu kann dir der jeweilige Züchter immer mehr sagen


    Viel Spaß hier

  • Hallo Dani und herzlich Willkommen hier im Schäferhund-Forum. Danke für deine Vorstellung :thumbup:


    Zur Genetik beim Hund ist es eigentlich wie beim Menschen. Nichts lässt sich zu 100% ausschließen und es kann immer Überraschungen geben, dank des Genpols von Vater und Mutter.


    Zum Fell kann ich nicht viel sagen. Mein Hund hat viel davon und verliert es auch gerne überall ;) . Es ist eher kurz (also wohl stockhaarig). Er ist insgesamt aber auch etwas heller geworden als wie er als Welpe war und wird jetzt mit 6 Jahren auch bereits vereinzelt grau (unter dem Unterkiefer z.B.).


    Einen sehr guten Züchter m.M.n. hatte KleineMama gefunden. Stöbere doch einfach mal durch ihre Beiträge.


    Lasse dich nicht verunsichern, mache dich nicht selbst verrückt und wenn es soweit ist mit dem vierbeinigen Familienzuwachs, höre auch auf dein Bauchgefühl und dein Herz (wobei das beim Angucken von Welpen schwer werden kann ;) ).

  • Hallo Dani, herzlich Willkommen hier im Forum! :)


    Bevor ihr auf Züchtersuche geht, habt ihr euch denn schon Gedanken darum gemacht, ob ihr einen Deutschen Schäferhund auch Hochzucht- oder Leistungslinien haben möchtet?


    Wenn ihr das für euch entschieden habt, könnte ihr entsprechende Züchter suchen. Einen guten Züchter findet ihr am ehesten durch Empfehlungen anderer DSH Besitzer und über Gespräche mit solchen oder auch den Züchtern direkt.
    Was ich euch jedenfalls ans Herz legen würde ist, dass ihr einen Züchter nehmt, der in einem der FCI angeschlossenen Verband züchtet. Das wären in Deutschland der SV oder der RSV2000.

    Bezüglich der Gesundheit lohnt es sich Ahnenforschung zu betreiben. Wie sind die HD/ED Befunde der Eltern, Großeltern, usw. Auch die Geschwister der Eltern sollte man nicht außer Acht lassen.

    Für solche Recherchen eignet sich die Plattform working-dog sehr gut. Da kann man sich kostenlos registrieren und Gesundheitsdaten, Bilder, usw. einsehen: https://www.working-dog.com/


    Bezüglich der Zwingerhaltung möchte ich noch was anmerken: Ein Großteil der DSH Züchter haben ihre Würfe (zumindest ab einem Gewissen Alter) im Zwinger draußen, aber daran ist nichts schlechtes.

    Wenn man es richtig macht, haben die Welpen da genauso Familienanschluss und werden gut sozialisiert.

    Ich persönlich ziehe Welpen aus Zwingeraufzucht denen aus reiner Haus- oder Wohnungsaufzucht sogar vor. Meiner Erfahrung nach können diese Welpen sich viel besser auch mal selber beschäftigen und haben zu Beginn des Trainings nicht solche Schwierigkeiten mit dem alleine bleiben wie die Kollegen die es gewohnt sind, dass 24/7 Menschen um sie herum sind. Mit der Stubenreinheit klappte es bei meinen "Zwingerwelpen" auch immer von Beginn an schon viel besser als bei denen die im Haus aufgezogen wurden.

    Also ich würde Züchter deren Welpen im Zwinger sind nicht bloß deswegen von vornherein schon ausschließen. :)


    Kenne auch Hundebesitzer die trotz gutem Züchter Probleme mit starker HD haben- wie kann das sein?

    Das liegt daran, dass noch immer nicht ganz geklärt ist, wie oder unter welchem Umständen HD und ED vererbt werden. Es gibt Hunde, die 3 Generationen zurück HD frei sind, und selber aber trotzdem HD haben. HD-freie Elterntiere sind keine Garantie für HD-freie Welpen. Natürlich versucht man durch solche Verpaarungen das Risiko möglichst zu senken, aber es spielen so viele Gene und Faktoren mit rein, dass es leider nie eine Garantie geben kann. Und wie Verbena schon schrieb ist auch die Aufzucht (Fütterung, Bewegung) im ersten Lebensjahr ein Faktor.


    Warum gibt es in der Fellstruktur bei Stockhaar so viele Unterschiede?


    Habe welche gesehen die immer schön glattes und etwas längeres Deckhaar (trotzdem kürzer als Langstockhaar) hatten, und manche sehen eher so struppig 🙈 bzw. plüschfellig aus ( Kein Welpenfell) obwohl sie gepflegt sind.

    Die Haarbeschaffenheit ist auch in den Genen festgelegt, und da gibt es eben individuelle Unterschiede. Die einen haben etwas dickeres Fell mit mehr Unterwolle, die anderen haben eher kürzeres, weicheres Haar und nicht ganz so viel Unterwolle.

    DAZU spielen dann äußere Faktoren auch noch mit rein, ein Hund der das ganz Jahr draußen gehalten wird haart im Herbst sicher anders auf als einer, der immer in der geheizten Wohnung lebt.


    Wo die Reise bezüglich Fellstruktur und Farbe hingeht, kann man beim Welpen schon erahnen, aber ganz genau bestimmen lässt es sich auch nicht. Die Eltern können ein Hinweis sein, aber auch hier wieder: keine Garantie ^^


    Und wie erkennt man bei einem Welpe wieviel Schwarzanteil später bleiben wird?

    Das kommt auf die Linie drauf an: Hast du einen schwarz-braunen aus Hochzucht, dann sind die Welpen Anfangs mit sehr großem Schwarzanteil, der wird dann im Laufe des Erwachsenwerdens weniger.

    Bei den Leistungslinien hast du den größeren Überraschungseffekt... da gibt es welche, die werden heller (wie die HZ Hunde) aber auch welche, die werden dunkler (vor allem die grauen).


    Liebe Grüße

  • herzlich willkommen und viel spass hier im forum.

    Es gibt hier einige züchter die dir bestimmt viele fragen gerne beantworten aber auch andere dsh halter haben hier reichlich erfahrung.

    Ich habe einen hz, stockhaar und meine früheren waren auch stockhaarig. Da wellt(e) sich aber nicht am deckhaar.

  • (ich gehe mit Leidenschaft ins Obi und weiß natürlich dass ein DSH TÄGLICH geistig und körperlich ausgelastet werden will

    Willkommen hier im Forum aus dem auch recht schönem Frankenland.

    Meinst Du mit OBI den Baumarkt oder meinst Du Obidience, ein schöne und recht anspruchsvolle Hundesportart?

  • Hallo Dani,

    willkommen im Forum!


    Ich kann dir nicht so fundiertes Fachwissen anbieten wie z.B. Waschbär und Lobo , die selber züchten, oder Ruebchen , die ganz viel Erfahrung und Wissen hat oder all die anderen hier, die teilweise seit Jahrzehnten (Schäfer-)Hunde halten.

    Ich kann nur meine völlig subjektiven Erfahrungen einer Ersthundebesitzerin mit dir teilen.


    Ich habe einfach erst mal alle Züchter in der Nähe abgeklappert. Internetpräsenz angeschaut, angerufen, Nachrichten geschrieben.

    Bei einigen kam gar nichts zurück, die waren direkt raus. :S

    Dann wollte ich gerne einen Hund aus SV oder RSV2000, das war zwar ein großes Kriterium, aber wenn sonst ALLES gepasst hätte, hätte ich auch einen Hund aus der Dissidenz gekauft.

    Und langstockhaarig sollte er sein. Das war Grundvoraussetzung.

    Gerne in "Kommissar Rex Farben" und eher nicht so gerne schwarz, aber Farbe spielt ja, wie du auch schon geschrieben hast, nicht unbedingt eine Rolle.


    Ich wollte einen Züchter, bei dem das Gefühl stimmt. Ich wollte DEN EINEN, ich wollte jemanden finden, bei dem ich bereit war zu sagen: Ich warte auch auf den nächsten Wurf, wenn der gerade keinen hat oder in diesem Wurf kein Hund für mich dabei ist. Weil ich von der Zuchtstätte an sich überzeugt bin.

    Ich wollte nicht möglichst schnell einen Hund sondern möglichst "richtig".


    Und ich hab so lange gesucht, telefoniert, mich informiert und den Suchradius ausgeweitet, bis ich ihn gefunden habe, den - für mich - besten Züchter, bei dem - für mich - alles gepasst hat. :)


    Jetzt hab ich als Ersthundebesitzerin einen (fast) schwarzen LZ-Schäfi (also aus einer Arbeitslinie) hier, der mich schon ganz schön fordert. Im Großen und Ganzen klappt alles, aber wir haben einige Baustellen, wo ich manchmal überlege, ob ein HZ-Hund (also aus der "Show-Linie") die bei mir auch hätte. Und bei uns ist der Hund schon in erster Linie Familienhund, ich mach keinen Hundesport, aber er hat einen Job: Wir sind gemeinsam in einer Rettungshundestaffel aktiv. Ohne diese Arbeit für ihn hätte ich noch deutlich mehr zu tun und die erfahrenen Hundler in der Staffel haben mir auch schon wirklich oft geholfen.


    Was mir an meinem auffällt ist, dass er sich so schnell "anknipsen" lässt.


    Aber ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich sonst auch nur 2 DSH kenne, den einen seh ich nur bei der Staffel und der ist schon 7 (also altersgemäß etwas ruhiger) und den anderen sehe ich nur hier beim Gassi. Mit dessen Haltern bin ich zwar im Kontakt, aber nach außen hin läuft ja alles immer "gut". ;)

    Von daher hab ich keinen Vergleich, ob sich meiner schneller hochpusht als andere DSH.

    Augenscheinlich, wenn ich den anderen beim Gassi sehe: ja. Aber das ist ja nur eine Momentaufnahme.


    Der langen Rede kurzer Sinn: auch ein LZ ist in Anfängerhand händelbar, erfordert aber durchaus sehr viel Konsequenz und Ruhe (ersteres läuft ganz gut, letzteres gelingt mir leider nicht immer).