Wir waren 17 Schüler, damals bei dem Kurs den ich gemacht habe. 2 haben die ersten 3 Monate nicht überstanden, weitere 2 das erste halbe Jahr nicht.
Von den restlichen sind dann immerhin 7 zur schriftlichen Prüfung (1 Jahr Kurs) angetreten und von denen 5 zur praktischen Prüfung, von diesen restlichen 5 haben 4 die Gesamtprüfung bestanden.
ALLE von denen haben voll bezahlt. Die Seminarwochenenden waren Pflicht und mussten nachgeholt werden falls man fehlte und ansonsten gab es eine Mindestanwesenheitspflicht bei den mehrmals wöchentlichen Trainingsstunden. Einige haben es nicht geschafft das zu erfüllen und wurden daher zur Prüfung nicht zugelassen. Die hätten allerdings eh keine Chance gehabt.
Unglaublich, was da für Leute waren. Man musste einen Hund haben, mit dem man den Kurs absolvieren will. Es konnte ein Fremdhund oder der eigene sein. Die Leute kamen an, mit 13 Jahre alten Yorkshire Terriern und humpelnden Labradoren, machten selber einen ausgeprägten "Hausfrauen"-Eindruck. Oder dann gabs auch den Typ Hippie, jedesmal mit einem anderen Galgo aus dem Tierheim.
Ich war am Ende wirklich erleichtert, dass der Kurs doch so gut ausgesiebt hatte. In der Anfangszeit hatte ich oft den Gedanken, was ich mir eigentlich davon verspreche, wenn so viele definitiv ungeeignete Personen am Ende einen Trainerschein haben. Was für einen Wert hat dann so ein Trainerschein?