Kastration, Lex oder Lika?

  • Leider leider muss ich mich für einen Kastration entscheiden, ich denke es wird Lika werden.


    Momentan läuft Likas 4. Läufigkeit seitdem sie bei mir ist, sie ist ziemlich unaufgeregt, hungrig und bewegungsfreudig, wie immer. Auch in den Stehtagen, läuft sie ohne Leine andere Rüden interessieren sie nicht, sie bietet sich Lex fast die kompletten 3 Wochen an, auch wenn er noch gar kein Interesse hat.


    Bei Lex sieht es leider anders aus, bei jeder Läufigkeit leidet er mehr, heute ist der 4. Tag ohne Futteraufnahme, die ersten 10 Tage sind ohne Probleme aber die Stehtage machen ihm mehr und mehr zu schaffen. Ich habe vor 2 Wochen hinterm Haus, extra einen 2. Zwinger gebaut, damit sie sich nicht sehen können, hilft aber nur geringfügig.

    Eine Häusliche Trennung ist nicht möglich, beide haben eine zu starke Bindung zu mir, sie würden extrem Leiden. Ich kenne auch nur eine Pension hier in Ungarn aber die ist auch mehr schlecht als recht.


    Ich werde wohl Lika (alter unbekannt, ich schätze um die 7 Jahre) kastrieren lassen, weil es gegen Gebärmuttervereiterung helfen soll.

    Viele kastrierte Rüden trotzdem aufreiten und ich eventuell wieder trennen müsste.

    Ich mir eventuell einen weiteren Rüden zu uns holen möchte und das gleiche Spiel von vorne beginnt.


    Laut Internet, wäre eine Kastration 3 Monate nach beginn der Blutung am sinnvollsten oder gibt es hier andere Erfahrungen?

  • Die Kastration sollte im Idealfall halt in dem Bereich des Zyklus stattfinden, in dem das Hormonlevel auf "Normalnull" steht, wobei normal bei einer Hündin ja nun eigentlich die ständige Bewegung ist. Deshalb stimmt das, was du gelesen hast.


    Bei Lex könntest du zum Testen einen Chip einsetzen lassen und schauen wie die Situation sich dann darstellt, wenn deine Entscheidung nicht ohnehin steht - dann wüsstest du ob die Entscheidung welcher Hund kastriert wird sinnvoll getroffen ist.

  • An einem Chip für Lex habe ich auch schon gedacht.

    Ich muss mir halt Gedanken machen ob ich einen weiteren Rüden Welpe zu uns holen möchte, den müsste ich dann ja auch kastrieren lassen und den selben Fehler mache ich nicht zweimal.

    Ich werde nächstes Jahr 60, wenn ein Welpe zu uns kommen soll, dann bald.

    Ich habe ja nun noch fast 3 Monate Zeit zum Abwegen.

  • Naja ein weiterer Welpe wird ja vielleicht völlig anders mit der Thematik umgehen. Das finde ich schwer voraus zu sagen. Aber natürlich könnte man dann auch die Hündin kastrieren lassen, wenn man das mit der Pyometra mit abdecken kann. Vielleicht auch mit verschiedenen Tierärzten drüber sprechen? Das Buch von Sophie Strodtbeck kennst du?

  • Strodtbeck kenne ich noch nicht, bin ihrer Meinung, ich bin gegen pauschales Kastrieren.

    Ich habe viel von Ganßloser gelesen, der arbeitet ja teilweise mit Frau Strodtbeck.

    Ich lebe in Ungarn, hier gebt es eine Meinung, Kastrieren, wenn man kritisch ist, wird man Fragend angeschaut.

    Ich habe mich selbst in diese blöde Situation gebracht, nun muss ich eine Lösung finden, denn so geht es leider nicht weiter.

  • weil es gegen Gebärmuttervereiterung helfen soll.

    Wo keine Gebärmutter mehr ist, kann auch nichts vereitern ^^

    Meine Malihündin hatte mit 11 Jahren eine Gebärmuttervereiterung und musste Notoperiert werden. Bei der Klinik war es üblich, dass der Hund am Tag nach der OP noch mal an den Tropf kam. Auf jeden Fall war sie nach nur 10 Tagen wieder topfit. Gefüttert habe ich sofort weniger, sie ist deshalb auch nie dick geworden.


    Palinka74 vier Wochen vorher stellte sich damals auch die Frage, ob sie Gold für die Spondy bekommen sollte. Das war dann so kurz nach dieser OP dann natürlich nicht möglich und wurde aus Altersgründen auch nicht mehr vorgenommen.

  • Maline, Naja, denke mal an die Mandeln die nicht mehr existieren ;).

    Das heißt, deine Hündin war nach der OP wieder genauso Aktiv wie davor, hat aber etwas weniger Futter bekommen?

    Lika mit etwa 30 Kilo, frisst momentan fast genauso viel wie Lex mit über 40 kg, sie ist aber auch viel aktiver und läuft täglich um die 15km.

  • Soweit sie mit ihrer Spondy aktiv sein konnte, also kein Springen etc. Aber kastrierte Tiere nehmen zu, wenn man nicht gleich von Anfang an reduziert. Sobald sie sich von der OP erholt hat soll sie auch ihre 15 km wieder laufen.

  • Andere Länder, andere Sitten.

    Ich habe irgendwo mal gelesen, dass der Kastrationschip anderswo (USA) bei Hündinnen angewendet wird. Vielleicht ist das ja auch in Ungarn erlaubt? Dann hast Du wenigstens zunächst mal Zeit gewonnen, bevor ein Bauchschnitt fällig wird, denn einerseits und andererseits: Hündinnen ohne Gebärmutter können zwar keine Entzündung derselben mehr bekommen, neigen - afaik - aber dafür wohl eher zu Tumoren an der Milchleiste.

  • Beide unkastrierten Hündinnen meiner Eltern bekamen Tumore in der Milchleiste.


    Bei Menschen ist Krebs wohl die zweithäufigste Todesursache. DAS Thema würde ich jetzt mal von der Themenfrage abkoppeln.

  • Wir tragen alle Krebs in uns, es ist nur abzuwarten ob er Bösartig wird oder nicht.

    Wenn man irgendetwas aus einem Körper entfernt damit kein Krebs entsteht, sucht er sich halt ne andere Schwachstelle.

    Mensch oder Tier sollte halt möglichst keine Schwachstellen haben, sprich ein gutes Immunsystem.


    Momentan denke ich an einen Chip für Lex und mal schauen wie es dann läuft.

    Ich denke hier in Ungarn gibt es auch Chips.

    Lex sein Körperbau ist eh eine Katastrohe, er ist ein HZ und seine Bänder sind nicht gut, er hatte schon zwei mal Kreuzbanddehnung, eine Kastration wird das nicht besser machen.

    Maline, wie viel Prozent hast du in etwa das Futter reduziert, nach der Kastration?

    Echt shit Situation in die ich uns da gebracht habe.

  • Bei uns am Platz haben wir bei einem Hundesportkollegen die selbe Konstellation.

    Er hat seinem Rüden auch einen Chip setzten lassen.

    Das Ende vom Lied war, dass dieser Rüde die Hündin im Alter von knapp über 1 Jahr trotzdem erfolgreich gedeckt hat 🤡 3 Welpen sind es geworden.


    Meine Amalou musste ich im Zuge des letzten Wurfes beim Notkaiserschnitt kastrieren lassen, da sie unter der Geburt eine Gebärmutterdrehung hatte.

    Die bekommt noch immer die selbe Menge Futter und hat dennoch nicht zugenommen.

    Sie ist auch nicht weniger aktiv oder sonst wie charakterlich verändert.


    Lediglich ihr Fell ist nicht mehr ganz so wie vorher ... es ist etwas "derber, unflauschiger" im Vergleich zu vorher.


    Meine Ma hat eine intakte Hündin mit 2 kastrierten Rüden gehalten.

    Einem der beiden Rüden hat sich diese Hündin immer so penetrant aufgedrängt, dass er trotz Kastration während der Hitze immer Stress hatte ... nur halt anders, weil er halt einfach nicht in Ruhe gelassen wurde.


    Du siehst: es kann so oder so kommen ... steckste nicht drin

  • Also wenn ich Lex einen Chip setzen lasse und er bei der nächsten Läufigkeit wieder Interesse zeigt, würde ich sofort wieder trennen, wenn ich nicht dabei bin.

    Ich habe schon oft gelesen, das Kastrierte Rüden weiterhin aufreiten wollen, aber bei einer Kastrierten Hündin wird das halt nicht der Fall sein, sie hat ja den tollen Duft nicht mehr.?

    Die OP bei der Hündin ist halt schon echt ne Nummer.

    Heute ging mir doch noch mal durch den Kopf, ob ich für Lika nicht eine Stelle finden kann, wo sie die Zeit verbringt aber sie ist so extrem anhänglich, sie will einfach immer nur bei mir sein, egal was ich mache und nein, sie denkt sicherlich nicht, das ich ihre Hilfe brauche wegen mangelnder Kompetenz :) .


    Nach 4 Tagen hat Lex wieder etwas gefressen aber nur aus meiner Hand, es geht wieder aufwärts.