TierSchHuV auf Veranstaltungen

  • Leute, es wird immer verrückter. Ich gehe ja auf RO-Turniere, was ich ja nicht besonders belastend für so handelsübliche Hunde halte ^^ ^^


    Auf jeden Fall starte ich demnächst auf einem Turnier mit einem besonders griffigen Vet-Amt. Man ist ja mittlerweile viel gewohnt, Impfpasskontrolle, Hunde nicht im Auto lassen, keine kopierten Hunde etc. alles noch so verständlich.

    Aber da: Aussi, Border etc: Gentest, Fox Nachweis Patellalux. frei usw usw

    DSH: HD/ED Nachweis der Freiheit mittels tierärztlicher Bescheinigung über entsprechende Bildgebung.

    Jetzt stelle ich mir mal vor, du hast den Hund aus bester Zucht, Schutzdienst geht vielleicht wegen HD nicht ( obwohl Eltern und Geschwister HD frei sind) du beschäftigst den Hund mit RO und bist ziemlich gut und willst mal so ein Turnier laufen..... oder die BH machen.

  • irrsinnig!
    Mehr fällt mir dazu gar nicht ein!
    Gerade RO!

    Das hab ich mit Boomer sogar im Alter noch angefangen, damit er bischen Beschäftigung hat.

    Finde das "die" ideale Beschäftigung für Hunde, die anderes eben nicht machen können.

    Und warum soll man das dann nicht mit einem Hund machen, der vielleicht keine perfekte Hüfte hat?

  • ...und: Was soll man SONST mit einem Hund machen, der halt leider keine perfekte Hüfte hat? Fernsehn gucken? Auch ein Hund mit orthopädischen Problemen hat doch ein Anrecht auf Beschäftigung.

    Und ich denk ein HD/ED freier Hund, der ein gewisses Alter hat und mal einen Unfall hatte und deshalb etwas schief läuft, wird doch ggf größere Arthrose Probleme haben als ein Hund mit B Hüfte, der sehr gut bemuskelt gehalten wird weil man weiß, er hat keine perfekte Hüfte, aber gut genug um sogar zur Zucht zugelassen zu werden?

  • Da ist es am Brodeln. Der VDH, SV sowie auch mehrere andere Rassezuchtverbände sagen grade viele Schauen ab.

    NRW ist aktuell dabei, eine neue tierärztliche Bescheinigung einzuführen. Ich bin in der LG07 vom SV und auf unserer Homepage wurde das Formular diese Woche veröffentlicht mit sofortiger Gültigkeit. Es wird wohl für Schauen gelten sowie für alle Prüfungen, wo das Veterinäramt prüft (bei uns im SV also überregional).

    Tierärtzliche Bescheinigung für Prüfungen/Zuchtschauen


    Mir wurde gesagt, dass bei einem Hund mit leichter oder schwerer HD/ED der Befund zwar in die Bescheinigung eingetragen wird, aber - solange der Hund top fit ist - dieser Befund (aktuell) nicht automatisch von der Teilnahme an Prüfungen ausschließt. Jedoch kam die Anmerkung, dass das Veterinäramt das Recht hat, ohne eine Begründung den Hund am Tag der Prüfung zu sperren.


    Dieses Recht bestand ja aber vorher auch schon. Solange die Veterinärämter das dann wirklich nur machen, wenn es dem Hund nicht gut geht, ist das ja auch komplett angemessen und da die Bescheinigung eine Gültigkeitsdauer von 1 Jahr bekommen, schließen sie ja auch nur gesundheitliche Dauerprobleme aus.

    Einmal editiert, zuletzt von Hipira ()

  • Bitte steinigt mich jetzt nicht, nur ist das im Grundsatz nicht der einzig funktionierende Weg?

    Wir haben hier so oft über die fehlende Pflicht, seinen Hund röntgen zu lassen, diskutiert.

    Kosten, Aufwand usw. halten viele ohne Pflicht und Notwendigkeit davon ab, und somit bekommt der Züchter u.U. kein, bzw. lückenhaftes Feedback und kann, selbst wenn er wollte, nicht gegensteuern.

    Mit so einer Maßnahme wie oben beschrieben, wird sich der Aufwand aber für alle lohnen, die mit ihren Hunden auch "nur" z.B. RO machen wollen, da man sonst Gefahr läuft, von einem Wettbewerb ausgeschlossen zu werden.


    Den Aufschrei jetzt verstehe ich und es wird - wie bei Allem - bestimmt auch Kollateralschäden und Ungerechtigkeiten geben, aber am Ende wird das zu mehr Feedback an die Züchter und zu einer wachsenden Sensibilität auf Käuferebene führen.

    Mein Wissen um die aktuelle Lage geht ja gegen 0, daher das oben geschrieben nicht als Statement sondern eher als Einschätzung eines Laien sehen und gerne fachlich dazu Stellung nehmen. :*

  • Pepper

    Sehe ich anders, hier betrifft es Hunde die beschäftigt werden und von einem richtigen Züchter kommen.


    Mit diesen ganzen Möpsen, Pomerian, blauen Hunden etc die wirklich leiden wird doch meistens gar nichts gemacht. Diesen Hunden sollte das Gesetz vom Grundsatz helfen.


    Und die ganzen DSH oder Labradore von s.g. Hobbyzüchtern bekommen eh Mischling eingetragen in die LK, sieht auf der Meldeliste also harmlos aus. Das Vet-Amt vergleicht die Liste oder glaubst du wirklich, dass sich da jemand bequemt auf einem Sonntag vor Ort zu sein? Die A...karte hat die Meldestelle.


    Außerdem ist es den ganzen Hobbyzüchtern egal, die röntgen wahrscheinlich nicht mal die Elterntiere. Und wie du an dir selber siehst, verkaufen sie die Welpen trotzdem. Soll kein Angriff auf dich sein, aber gerade 1. Hundebesitzern ist das beim Kauf gar nicht klar warum man vom richtigen Züchter kaufen sollte.


    Jetzt stelle ich mir mal vor, du hast den Hund aus bester Zucht, Schutzdienst geht vielleicht wegen HD nicht ( obwohl Eltern und Geschwister HD frei sind) du beschäftigst den Hund mit RO und bist ziemlich gut und willst mal so ein Turnier laufen..... oder die BH machen.

    Und trotzdem kann dir das passieren, da es sich immer noch um Lebewesen handelt.

  • Sehe ich anders, hier betrifft es Hunde die beschäftigt werden und von einem richtigen Züchter kommen.

    Ja, aber das hab ich doch geschrieben.
    Wenn man die Hunde irgendwo kontrollieren will und somit Verantwortung zum Besitzer reflektieren will, dann geht das nur über Vereine bzw. Verantstaltungen, wo es Strukturen und Reglements (Satzung etc.) gibt, die das überhaupt erlauben.
    Man kann ja schlecht in ICE-Manier bei Oma Erna die Tür eintreten und die Röntenbilder von Mops Fridolin verlangen.


    Mit diesen ganzen Möpsen, Pomerian, blauen Hunden etc die wirklich leiden wird doch meistens gar nichts gemacht. Diesen Hunden sollte das Gesetz vom Grundsatz helfen.

    Ok, das war mir nicht klar...die Vermehrer und Sofa-Hund Käufer wird man damit nicht kriegen, da gebe ich Dir Recht.


    Außerdem ist es den ganzen Hobbyzüchtern egal, die röntgen wahrscheinlich nicht mal die Elterntiere. Und wie du an dir selber siehst, verkaufen sie die Welpen trotzdem.

    Ja, den Hobbyzüchtern ist es egal...die wollen im Zweifel nur Geld verdienen, ohne Verantwortlichkeit für das "danach".
    Aber mit solchen Maßnahmen ist es dem Käufer irgendwann - wenn sich das rumgesprochen hat, das es solche Maßnahmen gibt - vielleicht nicht mehr egal.

    Man kann das ja mal weiter spinnen. Angenommen, Jede Hundeschule hat die Pflicht, die Skelettgesundheit des neuen Mitgliedshundes zumindest grob zu prüfen und bei Zweifel an das VetAmt zu melden, dann wird jedem
    Hundebesitzer schnell klar werden, das es keinen Weg an einem validierten Züchter vorbei führt.

    Womit wir aber zu der unangenehmen Frage kommen, was der Züchter mit Hunden machen soll, die trotz Allem, "durchfallen" und die so niemand mehr haben will.
    Die müssten dann nämlich aussortiert bzw. "verschwinden".

    Und was das heißt, kann sich jeder vorstellen.


    Oder bekommen solche Hunde ein spezielles "No Sports" Siegel und kommen zu Oma Erna?

  • Bitte steinigt mich jetzt nicht, nur ist das im Grundsatz nicht der einzig funktionierende Weg?

    Wofür meinst du?


    Kenne kaum wen der überhaupt einen Hund aus Elterntieren kaufen würde die „noch zugelassen“ haben, manche Linien wirken so oder so wenig frequentiert wenns gesundheitlich nicht passt. Ich erlebe meine Käufer als absolut gesundheits-orientiert, Thema Nummer eins.


    Oder meinst du Qualzucht? In wie gerne findest du denn da unsere Leistungslinien betroffen?


    Grade im RO doch einfach nur schade, das ist doch die absolute Ersatzsportart für Hunde die gesundheitlich eben angeschlagen sind oder auch Tierschutzhunde.


    Und 100% Gesundheit gibt’s nun mal nicht, so funktionieren Lebewesen leider nicht.


    Das Thema Aufzucht ist da ja auch ein Thema, nicht alles ist nur Genetik.

  • Ja, den Hobbyzüchtern ist es egal...die wollen im Zweifel nur Geld verdienen, ohne Verantwortlichkeit für das "danach".

    Jeder Käufer kann Röntgen und den Züchter entsprechend in Regress nehmen, es gibt mittlerweile so viele Wege, der Druck ist so hoch, ich sehe wirklich nicht wo man jetzt auch noch bei Beschäftigung ansetzen muss oder gar in der Hundeschule. Das ist doch auch null zielführend oder irgendwie sinnvoll wenn es einem wirklich um Tierwohl geht.

  • Jede Hundeschule hat die Pflicht, die Skelettgesundheit des neuen Mitgliedshundes zumindest grob zu prüfen und bei Zweifel an das VetAmt zu melden,

    Hundeschulen wollen Geld verdienen, die melden solche Hunde nicht und haben keine Vet-Ausbildung. Außerdem gibt es genug Hunde mit HD, denen man das erst im hohen Alter ansieht, denen es aber 9 Jahre saugut ging.


    Und ganz ehrlich, wer sich heutzutage einen Mops kauft, weiß dass dieser nicht gesund sein kann und kauft ihn trotzdem.


    Und wie Boomer&Hicks schrieb, RO machen viele später erst, wenn der Hund im Alter nicht mehr so kann. Mit Enzo habe habe ich jahrelang Obedience gemacht und auch erst im Alter mit RO angefangen.


    Was z.B. die Border betrifft, kann ich dir sagen, die fanatischen Agilityleute achten auch heute schon auf gesunde Hunde für den Sport. Hier sind es auch wieder eher die nicht Sportler, die einen Vermehrerhund wegen der Optik holen.


    Du kannst es drehen und wenden wie du willst, durch die Verordnung trifft es die falschen ||


    Die müssten dann nämlich aussortiert bzw. "verschwinden".

    Geht nicht wegen Tierschutzgesetz " vernünftiger Grund " etc ^^

  • Man fragt sich einfach ob man den Ämtern überhaupt noch einen Ermessensspielraum einräumen darf bei der Gesetzgebung. Offenbar kann man da mangels Fachwissen gar keine Verantwortung übertragen, nicht mal bei Akademikern.


    Wir leben einfach in einer Gesellschaft in der man immer schlechter Verantwortung übertragen kann. Es muss ganz klare Regeln geben, auch für die Ämter, weil es sonst total bekloppt wird.

    Einmal editiert, zuletzt von Secans ()

  • Für mich persönlich hat sich die letzten Jahre ganz stark gezeigt dass Vetämter häufig nicht fähig sein zu scheinen Verantwortung zu tragen. Jahrelang passierte gar nichts, nach der neuen Verordnung nur noch am sinnlos blockieren und verhindern, keinerlei Zusammenarbeit möglich. Hier ist es mit dem 11er, den händigen die quasi gar nicht mehr aus, niemand ist „Sachkundig“ genug. Diese Ämter können und wollen keine Verantwortung übernehmen, Ansich dürfte es nur noch Gesetze geben ohne Interpretationsspielraum mit ganz klaren Richtlinien und die Vetämter nur noch reine ausführende Kontrollorgane sein ohne eigenen Spielraum.

  • Also ich persönlich (auch LG07) habe tatsächlich wenig Probleme mit der Regelung ansich jetzt hier in der LG.


    Es ist ja tatsächlich ein Leichtes sich das 1x jährlich für die eh geröntgen Hunde bestätigen zu lassen.


    ABER: mich wurmt, dass ich noch nicht weiß was mit den "kaputten" Hunden ist.

    Das fällt bei uns ja bei Da Vinci ins Gewicht.

    Der hat ja die schwere ED, ist beidseitig operiert und aktuell schmerzfrei/sportfähig.

    Mag sein, dass ich ihn jetzt hier nicht mehr auf Prüfungen vorführen darf.

    Das wäre zwar kein Beinbruch, aber ärgerlich natürlich trotzdem ... sportlich beschäftigt wird er natürlich auch weiterhin, unabhängig davon, ob er nun Prüfungen laufen darf oder nicht, denn 3 Tierärzte haben uns TROTZ OP dazu geraten, weil DIESER Hund die Beschäftigung ZWINGEND benötigt und es "nicht immer darum geht das Leben mit mehr Tagen, sondern die Tage mit mehr Leben zu füllen"

  • ABER: mich wurmt, dass ich noch nicht weiß was mit den "kaputten" Hunden ist.

    Das fällt bei uns ja bei Da Vinci ins Gewicht.

    Der hat ja die schwere ED, ist beidseitig operiert und aktuell schmerzfrei/sportfähig.

    Mag sein, dass ich ihn jetzt hier nicht mehr auf Prüfungen vorführen darf...

    Wuesti: Wenn dein Hund fit, schmerzfrei und sportfähig ist, wirst du bei Prüfungen auf OG-Level kein Problem haben. Hatte für unsere OG nachgefragt. :)