Die bisherige Hundetrainerin hatte mir indirekt vorgeworfen, dass ich die Erziehung von Phynix nicht ernst nehme. Er müsste schon viel weiter sein. Kurz vor der Begleithundeprüfung stehen usw.
Eine Begleithundprüfung darf man frühestens im Alter von 15 Monate ablegen.
Für einen erfahrenen Hundeführer ist dieses bei einem entsprechenden Training auch kein Problem. Es werden aber auch viele Begleithundprüfungen abgelegt, wo der Hund schon 3 Jahre und älter ist. Wegen dem Alter des Hundes würde ich mir kein Kopf zerbrechen.
Nur mich interessiert, warum hast du den Begegnungsverkehr mit anderen Hunden nicht schon vom Welpenalter an trainiert. Einem Welpen seine Unarten aus zu treiben ist sehr viel einfacher als beim "erwachsenen" Hund. Dein Hund ist ja nun auch schon 18 Monate alt.
Oder hat dein Hund die Marotte jetzt erst entwickelt?
Jeder entgegenkommende Hund wird schon von weitem fixiert und Phynix ist nicht mehr ansprechbar.
Wenn ein Hund nicht mehr ansprechbar ist, hat er sich meistens trieblich so hoch geschaukelt, daß er gar kein Komando mehr annehmen kann.
Die Schutzhunde im IPO-Sport oder auch im Polizeidienst haben es gelernt, daß sie auch im hohen Trieb die Komandos annehmen. Einen ungeübten Hund muß man aus dem hohen Trieb erst mal wieder heraus hohlen, damit er das Komando überhaupt annimmt.
Um einen Hund aus seinen hohen Trieb heraus zu hohlen gibt es viele Möglichkeiten und jeder Hund reagiert anders. Man muß einfach ausprobieren , was zu einem passt.
Bei einem Hund reicht ein Leinenruck, beim anderen einen Nackengriff. Cesar Milan stupst seine Hunde mit dem Fuß an. Ich habe mit einer Wasserpistole gearbeitet.
Wichtig ist , daß der Hund sich erschreckt und die Handlung als unangenem empfindet.
Wenn sich der Hund trieblich noch nicht so hoch gefahren hat, kann man ihm auch sehr gut mit Leckerlies oder Spielzeug ablenken. Ein Quitschi bewirkt manchmal wahre Wunder.
Suche dir einen guten Hundeverein, dort wird der Begegnungsverkehr mit anderen Hunden geübt.