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  1. Das Schäferhund Forum
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Schutztrieb ?

  • phynix
  • 9. September 2016 um 23:45
  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 11. September 2016 um 02:10
    • #16
    Zitat von phynix

    Die bisherige Hundetrainerin hatte mir indirekt vorgeworfen, dass ich die Erziehung von Phynix nicht ernst nehme. Er müsste schon viel weiter sein. Kurz vor der Begleithundeprüfung stehen usw.


    Eine Begleithundprüfung darf man frühestens im Alter von 15 Monate ablegen.
    Für einen erfahrenen Hundeführer ist dieses bei einem entsprechenden Training auch kein Problem. Es werden aber auch viele Begleithundprüfungen abgelegt, wo der Hund schon 3 Jahre und älter ist. Wegen dem Alter des Hundes würde ich mir kein Kopf zerbrechen.


    Nur mich interessiert, warum hast du den Begegnungsverkehr mit anderen Hunden nicht schon vom Welpenalter an trainiert. Einem Welpen seine Unarten aus zu treiben ist sehr viel einfacher als beim "erwachsenen" Hund. Dein Hund ist ja nun auch schon 18 Monate alt.
    Oder hat dein Hund die Marotte jetzt erst entwickelt?


    Zitat von phynix

    Jeder entgegenkommende Hund wird schon von weitem fixiert und Phynix ist nicht mehr ansprechbar.


    Wenn ein Hund nicht mehr ansprechbar ist, hat er sich meistens trieblich so hoch geschaukelt, daß er gar kein Komando mehr annehmen kann.
    Die Schutzhunde im IPO-Sport oder auch im Polizeidienst haben es gelernt, daß sie auch im hohen Trieb die Komandos annehmen. Einen ungeübten Hund muß man aus dem hohen Trieb erst mal wieder heraus hohlen, damit er das Komando überhaupt annimmt.

    Um einen Hund aus seinen hohen Trieb heraus zu hohlen gibt es viele Möglichkeiten und jeder Hund reagiert anders. Man muß einfach ausprobieren , was zu einem passt.
    Bei einem Hund reicht ein Leinenruck, beim anderen einen Nackengriff. Cesar Milan stupst seine Hunde mit dem Fuß an. Ich habe mit einer Wasserpistole gearbeitet.
    Wichtig ist , daß der Hund sich erschreckt und die Handlung als unangenem empfindet.

    Wenn sich der Hund trieblich noch nicht so hoch gefahren hat, kann man ihm auch sehr gut mit Leckerlies oder Spielzeug ablenken. Ein Quitschi bewirkt manchmal wahre Wunder.



    Suche dir einen guten Hundeverein, dort wird der Begegnungsverkehr mit anderen Hunden geübt.

    VG
    Klaus und die Bea

  • phynix
    Beiträge
    7
    • 11. September 2016 um 10:20
    • #17
    Zitat von ostholstein


    Nur mich interessiert, warum hast du den Begegnungsverkehr mit anderen Hunden nicht schon vom Welpenalter an trainiert. Einem Welpen seine Unarten aus zu treiben ist sehr viel einfacher als beim "erwachsenen" Hund. Dein Hund ist ja nun auch schon 18 Monate alt.
    Oder hat dein Hund die Marotte jetzt erst entwickelt

    Hallo vielen Dank für Deine Antwort. Nein der Hund hat die Marotte schon lange. Und natürlich hätten wir vielleicht die Sache im Welpenalter noch intensiver trainieren sollen. Wahrscheinlich hätten wir auch konsequenter sein müssen. Aber vielleicht haben wir uns auch ein wenig zusehe auf unsere bisherige Hundeschule verlassen. Da ist monatelang keine Hilfe gekommen und wir waren so naiv und haben es nicht bemerkt. Wir hatten keinerlei geführte Spaziergänge in der Stadt oder mit den anderen Hunden. Versteht mich nicht falsch, ich suche sicherlich nicht die Fehler bei anderen. Ich bzw. wir sind verantwortlich für die Entwicklung von Phynix und niemand anderes. Da müssen wir jetzt durch. Und es mir bewußt, dass es ein wahrscheinlich ein langer Weg sein wird. Aber das schaffen wir.
    Gruß Bert

  • Roopa
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    1
    • 11. September 2016 um 10:30
    • #18
    Zitat von phynix

    Wir hatten keinerlei geführte Spaziergänge in der Stadt oder mit den anderen Hunden. Versteht mich nicht falsch, ich suche sicherlich nicht die Fehler bei anderen. Ich bzw. wir sind verantwortlich für die Entwicklung von Phynix und niemand anderes. Da müssen wir jetzt durch. Und es mir bewußt, dass es ein wahrscheinlich ein langer Weg sein wird. Aber das schaffen wir.

    das geht vielen so (auch mir) - am Anfang denkt man noch nicht so weit, wenn der Hund mal groß ist und unterläßt halt viele wichtige Sachen
    aber irgendwann wird einem klar, daß der Weg nicht ganz optimal war ...
    aber wie du sagst: nach vorne schaun und sich jetzt Mühe geben

    p.s.
    bitte keine Zitate aus der Politik, weil die schaffen es nicht - und du möchtest doch in diesem Leben noch was ändern ....

  • Roopa
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    • 11. September 2016 um 10:35
    • #19
    Zitat von Cuki

    Mahhh in Deutschland ist alles besser.

    das glaube ich nicht
    habe mal gelesen, daß Wien bei den am lebenswertesten Städten der Welt nach Zürich auf Platz 2 steht
    Austria ist toll - und in einem Punkt seid ihr meilenweit vorraus: keine AKWs

    p.s. diese Gruppe ist ja ohne individuelle Besprechung, sondern nur das Beisammensein und Eingriff in dieser Stunde.
    willst mehr zur eigenen Problembehandlung mußt extra Std. nehmen für 46,- eur

  • ostholstein
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    • 11. September 2016 um 13:29
    • #20
    Zitat von phynix

    Ich bzw. wir sind verantwortlich für die Entwicklung von Phynix und niemand anderes. Da müssen wir jetzt durch. Und es mir bewußt, dass es ein wahrscheinlich ein langer Weg sein wird. Aber das schaffen wir.

    Mit meiner Bea hatte ich ein ähnliches Problem. Sie hat sich auch so hoch gefahren und war nicht mehr ansprechbar. Jetzt ist meine Bea 4 Jahre alt und ich habe einen super tollen Hund. Und sie wird noch immer toller.

    Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

    p.s.
    Gab`s dieses Zitat schon mal in der Politik

    VG
    Klaus und die Bea

  • Lolu
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    • 11. September 2016 um 14:04
    • #21

    Nur in anderer Wort-Reihenfolge. ;)
    Es war so schön, in Dänemark mal gar nichts von diesen Problemen zu hören!

    Ich muss Bert hier auch ein wenig in Schutz nehmen. Man geht in eine Hundeschule und vertraut darauf, alles Wichtige im Umgang mit dem Hund zu lernen. Man freut sich an den Erfolgen und plötzlich ist aus dem netten Welpen ein halbstarker Rüpel geworden, dessen Verhalten nicht mehr in gewohnter Weise zu kontrollieren ist. Uns ging es ähnlich! In der Hundeschule waren die Begegnungen mit den Hunden gar kein Problem! Man kannte sich ja. Auch vorbei laufende Hunde-kein Problem. Man blieb ruhig, die Trainerin stand ja notfalls hinter einem. Aber wer hilft zu Hause, auf den täglichen Routen? Da hat uns unser neuer Trainer sehr geholfen. Sein Trainingsansatz begann in der gewohnten Umgebung. Am Ende liefen wir durch die Innenstadt, der Trainer beobachtend mit Abstand. Hundebegegnungen, Menschenmassen....kein Problem. War ja geübt. Mit einem fähigen Trainer an der Seite und entsprechend Übung erntet man bald Erfolge.

  • phynix
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    7
    • 11. September 2016 um 14:43
    • #22

    Hallo,

    Oh mann habe diese Floskel unbewußt verwendet.
    :)
    Nichts desto trotz bin ich guter Hoffnung.

    Gruß Bert

  • schwedenfan
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    • 11. September 2016 um 15:25
    • #23

    Ein Hund der direkt auf einen zu kommt kann einen jungen Hund sehr verunsichern, pöbeln ist die Reaktion darauf.
    Arik hatte das als Welpe auch.
    Versuch die Hunde so früh wie möglich zu sehen, lenke Phynix bevor er hochfährt mit leckerlis ab,versuche dabei etwas auszuweichen. Der Tipp den anderen hh und hund nicht zu beachten ist sehr gut. Aber keine leckerlis und streicheln wenn er schon aufgeregt ist, sonst bestärkst du ihn nur. Ganz wichtigist, dass du ruhig und selbstbewusst bist.
    Gib euch Zeit.
    Viel Erfolg.

    Viele Grüße aus Bayern
    Silvia mit Hank (DSH *2008)+ Arik (Herder *2015)
    (Jacky +29.12.2015, Cora 30.07.2001-04.08.2016, Rusty 2000-09.04.2019)
    Natürlich kann man ohne Hunde leben, aber es lohnt sich nicht (Zitat: Heinz Rühmann)

  • phynix
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    7
    • 11. September 2016 um 21:17
    • #24

    Ich hatte heute Abend schon ganz kleine Erfolge. Bin mit Phynix mehrmals an bellenden Hunden vorbeigelaufen. Ok die Hunde sind hinter einem Zaun. Trotzdem war es toll. Ich hatte eine Entfernung ermittelt, in welcher Phynix noch ansprechbar war. In den Momenten in denen er nicht bei mir war habe ich ihn mit einem Stupser an die Backe wieder aufmerksam gemacht. Es war wirklich toll.

  • Lolu
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    • 11. September 2016 um 21:29
    • #25

    Super! :thumbup:

  • Cuki
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    • 12. September 2016 um 09:26
    • #26

    Die ersten Erfolge freuen mich, wird schon :D

    Was mir noch zusätzlich eingefallen ist: falls deine Mädels mit Phynix Gassi gehen, sollten die genauso Acht geben. Wichtig ist, dass er so wenig wie möglich von diesen schlechten fixierte Vorbeigehen Momenten hat und wenn, sollte man richtig reagieren, wie du eben..
    Am besten wenn sie eingeweiht sind bzw. bei dir mal gucken wie.
    Sonst dauert es länger wenn du dich irre Mühe gibst bei jedem Hund der vorbeiläuft und sie aber nicht.

  • Alen
    Beiträge
    268
    • 1. Januar 2023 um 09:25
    • #27

    Zunächst mal ein Gesundes Neues an alle!

    Ich habe hier das alte Thema wieder hochgeholt, weil ich zum Schutztrieb des Hundes bzw. vor allen Dingen des Schäferhundes Fragen hätte.

    Meine Frau ist vor wenigen Tagen beim Gassi gehen fast schon körperlich genötigt worden.

    Unser Yuma hat hier keinerlei Aggressivität bzw. Schutztrieb gezeigt.

    Ich denke, dass er erst 8 Monate alt ist, er das noch gar nicht richtig einschätzen kann. Auch ist er noch teilweise ein kleiner "Schisserle".

    Muss der Schutztrieb bzw. Beschützerinstinkt beim Hund erst antrainiert werden oder entwickelt sich dieser von alleine?

    Danke schon mal für die Antworten!

  • Pinguetta
    Moderator
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    • 1. Januar 2023 um 09:27
    • #28

    Was genau ist passiert? Was meinst du mit "körperlich genötigt worden"?

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • Ruebchen
    Moderator
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    • 1. Januar 2023 um 10:05
    • #29

    Alen das kommt in der Regel von ganz alleine, aber wie du selbst richtig erkannt hast, erst später!

    Das kann bei einem Rüden auch mal bis zum 2 Lebensjahr dauern.

    Gibt aber auch Hunde, die zeigen das nie. Das sollte man dann aber auch nicht versuchen künstlich was zu wecken.

    Das was wir im Sport machen wird dir auf der Straße eh nicht Helfen (da über den Beutetrieb hoch gezogen und ritualisiert) und das Andere (zivile Arbeit) ist in Privathand verboten.

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • Tay
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    6
    • 1. Januar 2023 um 11:15
    • #30

    Tut mir leid, was deiner Frau passiert ist. Aber einen jungen Hund würde ich auf keinen Fall Richtung Schutztrieb ermutigen. Wenn der meint, das wäre sein Job und seine Menschen haben das nicht im Griff kann das schnell gefährlich werden. Und wenn er das einmal meint, ist es sehr schwer, ihm den Job wieder abzunehmen. Und wenn er meint, das sei sein Job, dann ist es auch schwer zu vermitteln, dass man selber entscheidet, wann und bei wem. Der Hund würde im Zweifel lieber alle Menschen weghalten, wenn er anfängt seine Menschen zu verteidigen.

    Ich hatte auch so eine Situation neulich und war heilfroh dass mein Hund nicht dabei war. Der hätte nämlich mal angefragt, ob er das regeln soll, und diese Anfrage möchte ich gar nicht erst haben wenn ich grade mit so einem Drecksack beschäftigt bin.

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